Die D7000 & Hochzeitfotografie, passt das?

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so, die D7000 ist angekommen.
Habe mir noch zusätzlich ein Tamron 17-50 2,8 gegönnt.

Muss sagen, die D7000 ist eine klasse Kamera. Nicht umständlich, alles lässt sich direkt regeln.
Besonders gut finde ich die ISO-Automatik mit Festlegung der max.Zeit und des ISO-Bereichs.
Die ersten Testaufnahmen im M-Modus & Aufsteckblitz & ISO-Automatik sehen nicht schlecht aus, aber es fehlt mir noch der Feinschliff (Erfahrung).

Bisher habe ich den Blitzeinsatz vermieden, aber ich glaube das er bei einer Hochzeit nicht die schlechte Wahl ist (Kirche etc.ausgeschlossen)

Wie bereits erwähnt, ich bin bei dieser Feier nicht der offizielle Fotograf, möchte nur eine kleine persönliche Reportage für meine Nichte erstellen.

Meine Überlegung:
Örtlichkeiten ( Standesamt, Kirche, Gasthof etc.) als Weitwinkelgroßaufnahmen ISO 100, Blende 10 (Zeit ist kein Thema)

Gruppenschnappschüsse (nicht gestellt, für die 'offiziellen' Fotos ist der Profi zuständig und diese Art von Fotos finde ich auch langweilig) ISO-Auto Blende 5,6 1/125s Blitz

Portrait (Hochzeitspaar, Ausschnitt etc.) ISO-Auto Blende 2,8 >1/50s Blitz

Innenaufnahmen:
Kirche Brautpaar ISO-Auto Blende 2,8 >1/50s
Gemeinde ISO-Auto Blende 4 >1/50s

Gasthof Gesamtaufnahme/Überblick ISO-Auto Blende 5,6 >1/50s Blitz
Personengruppen ISO-Auto Blende 4 >1/60s Blitz
Einzelpersonen/Portrait ISO-Auto Blende 2,8 >1/50s Blitz
Tanz ISO-Auto Blende 3,2 >1/10s Blitz

Details (Brautstrauß, Ringe, Tischdekoration etc.) sind nicht das wirkliche Problem, man hat etwas mehr Zeit und es lässt sich planen.

Grundeinstellung:
M-Modus
ISO-Automatik: 100-1500
Blitzstärke: +1 bis -2 (Probeaufnahmen vor Ort)

Zeit-u.Blendenwerte sind als Tendenzwerte zu verstehen (sie lassen sich je nach Situation schnell mit den zwei Rädchen regeln)

Hier habe ich nun mein Hauptansatz skizziert.
Liege ich falsch?
Was sollte ich noch zusätzlich beachten?

Über Anmerkungen würde ich mich freuen.

VG
Willy
 
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Zeit-u.Blendenwerte sind als Tendenzwerte zu verstehen (sie lassen sich je nach Situation schnell mit den zwei Rädchen regeln)

Hier habe ich nun mein Hauptansatz skizziert.
Liege ich falsch?
Was sollte ich noch zusätzlich beachten?

Ein viel zu enges Korsett, das Du Dir selbst anlegst. Auch wenn Du schreibst "nur Tendenzwerte" und Du nicht der "Hauptfotograf" bist, wirst Du mit neuer Kamera und jeder Menge Stress nicht die Zeit und Aufmerksamkeit haben, das so stringent zu beachten, ganz davon abgesehen, dass einige "Tendenzwerte" unrealistisch sind.

Örtlichkeiten ( Standesamt, Kirche, Gasthof etc.) als Weitwinkelgroßaufnahmen ISO 100, Blende 10 (Zeit ist kein Thema)
Dafür muss aber schon viiiel Licht sein.

Blende 2,8 für Brautpaar etc. ergibt bei Paaraufnahmen mächtig wenig Schärfentiefe, sprich einer der Beiden ist u.U. unscharf.

Blitzstärke: +1 bis -2 (Probeaufnahmen vor Ort)
Großer Korrekturbereich ... warum? Für Probeaufnahmen wirst Du nicht viel Zeit haben.
 
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Was sollte ich noch zusätzlich beachten?
Du solltest die Belichtungswerte vielleicht von der vorhandenen Helligkeit abhängig machen und nicht von theoretischen Überlegungen vorher, die völlig sinnfrei sind...

Was Du im Standesamt mit Blende 10 und ISO 100 anfangen willst, habe ich aber noch nicht ganz verstanden, denn entweder stellst Du da eine Flakscheinwerfer-Batterie auf oder Du wirst Zeiten um die 1/2-2 Sekunden erhalten, die weder Du, noch die tattrige Oma der Braut oder die hibbelige Braut selbst stillhältst.

Vor allem ist die Belichtungszeit auch von der verwendeten Brennweite und der Szenerie abhängig zu machen. Willst Du Tanz "einfrieren" -> kurze Zeit. Willst Du Dynamik -> längere Zeit. Hast Du eine längere Brennweite eingestellt -> kürzere Zeit.
Und so weiter und so fort. Ich hatte Dir ja früher im Thread schon mal indirekt die Empfehlung gegeben, vorher mal auf einer anderen Festivität bzw. in einer ähnlichen gesellschaftlichen Situation etwas zu üben. Dann bekommst Du ein Gefühl dafür, was geht, was sinnvoll ist und was zu Ausschuss führt.

CB
 
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Bördi und Johannes,
danke für die Stellungnahmen.

Gebe zu, es ist ein theoretischer und laienhafter Ansatz.

Mit Örtlichkeiten meine ich die Gebäudeaussenaufnahmen. Hier sehe ich auch für mich keine großen Probleme.

Mit der gewollten Unschärfentiefe muss ich noch einige Testfotos machen.
Eine 2,8 Blende dürfte für Portrait-und Paarfotos noch ausreichend sein, wenn nicht dann blende ich noch etwas ab.

Bei den Tanzfotos möchte ich etwas Dynamik einfangen. Deswegen Blitz gepaart mit relativ langer Belichtungszeit. (Ziel: Brautpaar ist eingefroren, Hintergrund verschwommen)

Mit den Blitzkorrekturwerten möchte ich die Bildwirkung/Stimmung beeinflussen.

Das Alles möchte ich mit einer Kamera, ein Objektiv und ein paar Parameter im M-Modus bewerkstelligen.

Das ist mein erster (fehlerhafte) Ansatz, den ich noch optimieren muss.
Jetzt heißt das für mich: üben, üben und nochmals üben

VG
Willy
 
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Hallo Willy,

Du schreibst, dass noch ein Profi vor Ort sein wird. Auch für einen Profi ist es natürlich ein gewisser Stress bei einer Hochzeit. Der muss die entsprechenden Situationen fotografisch erwischen. Aber er wird zwischendurch bestimmt Zeit zum durchschnaufen haben. Besorg ihm/ihr dann einfach einen Kaffee, eine Cola... und lass Dir den einen oder anderen Tipp vor Ort für die entsprechende Lichtsiituation geben. Sollten irgendwelche Überraschungsaktionen geplant sein, von denen Du weißt, dann kannst Du im Gegenzug ja den einen oder anderen Tipp zurückgeben. So hätten dann beide was davon.
 
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Hi,

hab auch ne Hochzeit mit der D7000 und dem Tamron bestritten. Ich hab mir das Leben etwas einfacher gemacht, war ja zusätzlich noch Gast. Ich hab zu 95 % die Auto Iso Funktion mit dem "A" Programm benutzt.

Am Abend den SB 600 mit einem Lumi Quest Aufsatz.

Wenn es eine Reportage werden soll, unbedingt viele Fotos von allem Möglichen und Unmöglichen machen! Ich hatte ca 1500 Fotos von denen zum Schluß 500 recht gut waren.

Servus

D7080
 
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.....ja, wenn man dann aus den 500Fotos 50 auswählt bekommt man eine 'gute' Reportage heraus.
So ähnlich ist auch meine Vorstellung.

Nur bei 1500Fotos ist da das RAW-Format angebracht?

VG
Willy
 
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Hi,

ich habe alles mit RAW fotografiert und zum Schluß wurde es schon knapp mit den Speicherkarten. Schraub halt gern danach noch an den Fotos rum.

Der Schnitt 500 - 50 kommt ungefähr hin.

Meine D80 hatte ich als Backup Kamera dabei, aber grad die Bilder in der Kirche mit Isos bis 1600 hätte ich sicher vergessen können. Gibt halt Sicherheit wenn noch eine dabei ist.

Servus

D7080
 
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Schneller AF, der auch mit wenig Licht funktioniert, vernünftig verteilte AF-Felder, ein Sensor, der durchaus ein weißes Brautkleid und einen schwarzen Anzug auf einem Bild vernünftig abbilden kann, eine Elektronik, die die Bilder schnell wegschreibt, wenn mal viele Dinge in kurzer Zeit passieren... Ich finde die D7000 gut geeignet für Hochzeiten. Wobei ich den 16-MP-Sensor besser kenne als die anderen Eigenschaften der D7000, weil ich viel mit anderen Kameras arbeite, die den gleichen Sonysensor verbaut haben.

Dennoch ist ihr Wunsch, das ich das Paar am Tag begleite und eine Fotostrecke erstelle. Die offiziellen Hochzeitsaufnahmen werden von einen Berufsfotografen erstellt.16/85, 35/1,8 und 50/1,8
Super, die anstrengende, langweilige Arbeit mach jemand, der Geld dafür bekommt. Schmerzensgeld sozusagen. Damit werden die üblichen Standardfotos abgedeckt. Und du kannst deine Lieblinsbrennweite nehmen und ausdrucksstarke Fotos machen.

Ich würde das 16-85 zuhause lassen, eine FB aufschrauben, die andere in die Anzugtasche stecken, die Kamera eingeschaltet quer über die Schulter geschnallt lassen, und immer, wenn mir danach ist, ein schönes Foto schießen. Ob 35 mm oder 50 mm ist Geschmacksache. Schwere Wahl...

Ich würde vier Funkblitze im Raum aufstellen, die Kamera auf RAW, M, alles fest eingestellt, und einfach abdrücken. Alternativ ganz ohne Blitze, Offenblende, Auto-ISO so hoch, wie es geht. Oder mit leichtem TTL-Aufhellblitz mit orangem Vorsatz.

Verlasse dich ruhig auf die Nikon-Belichtungsmessung. Die ist seit Jahren gut genug für den Job und wird immer besser.

Den AF würde ich lieber von der Auslösetaste runternehmen und auf die Daumentaste legen. Damit hast du eine höhere Flexibilität.

In jedem Fall würde ich versuchen, nur die Emotionen einzufangen und technische Perfektion hinter mir zu lassen. Beides zusammen ist zu schwer und überflüssig.

Was die ISO-Einstellung angeht, so finde ich an einer Konkurrenzkamera mit verwandtem Sensor ISO 3200 noch gut genug, um eine halbe A4-Seite mit feinen Details zu füllen (Gruppenfoto), oder eine Doppelseite mit weniger feinen Details (formatfüllendes Gesicht, Hand unterschreibt, Ringe usw...).

Edit: ISO-Automatik und TTL-Blitzen finde ich bei Nikon problematisch. Die Kamera bleibt ständig bei ISO 100 hängen, statt aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse hochzuregeln. Da könnte ich gleich fest ISO 100 einstellen. Schau mal, ob das bei der D7000 immer noch so ist. Falls ja, dann streiche die Kombination ISO-Automatik und Blitzen aus deiner Optionenliste.
 
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M.E. eher völlig unproblematisch mit Iso-Auto. M, Location ausmessen, Blitz-TTL(BL) und go. Gute Ergebnisse. (s.a. die hier bekannte Blitzbibel )
Allerdings: Wird auf Blitz-Master (extern oder build-in) umgestellt, bleibt die ISO fest.
Man kann darüber streiten, aber wenn ich mit mehreren Blitzen arbeite, bin ich auch eher "stationär", daher Iso-Auto eher entbehrlich. Allerdings auch nur meine Meinung, kann man anders sehen.
 
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ISO-Automatik und TTL-Blitzen finde ich bei Nikon problematisch. Die Kamera bleibt ständig bei ISO 100 hängen, statt aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse hochzuregeln.

Die D3s, D300s und die D7000 haben eine intelligente ISO-Automatik beim Blitzeinsatz. Das heißt, selbst wenn der Blitz bei den o.g. Kameras eingeschlatet ist funktioniert die ISO-Automatik so als wäre kein Blitz eingeschaltet und regelt die ISO´s ja nach Lichtverhältnis hoch bzw runter. Bei allen anderen Nikon Kameras gibt es leider diese Funktion nicht, womit oft "tot geblitzte" Fotos entstanden sind weil die ISO beim Einschalten des Blitzens wider zurück auf den vorher voreingestellten Wert gesprungen ist (trotz daß man vorher die ISO-Automatik an hatte) und der Blitz mußte mächtig feuern um die Scenerie vernünftig auszuleuchten. (Die Funktion der "intelligenten ISO-Automatik mit Blitz" ist auch in keiner BDA niedergeschrieben worden!)
 
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Danke für die Info. Und Dank an Nikon für die sinnvolle Funktion.
Ganz schöner Murks, ansonsten gute Kameras per Software auf diese Weise zu kastrieren und den Fotografen seiner Möglichkeiten zu berauben. Ich dachte, diese Zeiten seien zumindest bei Nikon vorbei. Die Mitbewerber machen´s ja auch.
 
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Sind sie ja auch, die genannten Modelle waren halt die ersten mit der neuen Steuerung.
Die D3000, D3100 und D5000 kamen etwa zeitgleich mit oder lange Zeit nach der D300s, und müssten demnach auch im Blitzmodus eine vollwertige AutoISO-Funktion besitzen, falls Nikon triviale Softwarefunktionen auch für günstigere Kameras freigibt.
 
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Die ISO-Automatik mit der Möglichkeit max.Zeit und ISO-Bereich festzulegen ist eine klasse Funktion.

Im M-Modus wird die ISO-Zahl, bei Blitz-Aktivierung, sauber nachgeregelt.

Im A-Modus wird zuerst die Zeit bis zum max.Wert nachgeregelt und wenn dieser Zeit-Wert nicht ausreicht wird der ISO-Bereich bis zum max.Wert hochgefahren.
Wenn das noch nicht ausreichen sollte, dann wird die max.Zeit überschritten.
Das Foto ist dann evt.verwackelt, aber immer richtig belichtet.
In dem Fall wird, bei Blitz-Aktivierung, die Zeit reduziert.

Hab ich was falsch verstanden, bzw. beim testen übersehen?

VG
Willy
 
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so, es ist geschafft.
Die Hochzeit meiner Nichte war eine Klasse für sich und als 'zweiter' Fotograf habe ich mich sehr wohl gefühlt.

Die offiziellen Fotos, Kirche, Schloss-Posing etc., wurden von einen Hochzeitsfotografen durchgeführt.
Hierbei habe ich mich auch zurückgehalten, sollte ja nicht in einen Wettkampf ausarten.

Für Standesamt, Brautvorbereitung (war für mich ein super Erlebnis), bisschen Kirche und Feier war ich zuständig, wobei ich die Erwartungen heruntergeschraubt habe, war ja schliesslich meine erste Hochzeit.
Als 'halber' Fotograf und Familienangehöriger hat man gewisse Freiheiten und Informationen die einen die Arbeit erleichtern. Man kennt die Zusammenhänge und weißt welcher Personenkreis für die Auftraggeber wichtig sind.

Auch habe ich versucht mit meiner Fotostrecke kleine Geschichten festzuhalten.
Wie die Reaktion zeigte ist es mir einigermassen gelungen, das Brautpaar und die Familie waren begeistert.

Ich glaube das bei der Hochzeitsfotografie teilweise der Bogen überspannt wird.
Die Fotos sollen schön und positiv wirken, aber keine glattgezogenen Werbungsfotos für Automarken, Jogurt etc. sein.
Man muss den Charakter des Menschen erkennen können.
Reine Effekthascherei ist im ersten Moment wirkungsvoll, besitzt aber keine Nachhaltigkeit.


Mein Fazit:
Wer die Möglichkeit bekommt als zweiter Fotograf an einer Hochzeit teilzunehmen, der sollte zugreifen.
Es war eine Erfahrung die ich nicht missen möchte.
(mein Schwager hat noch zwei heiratsfähige Kinder )


VG
Willy
 
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