AW: derStandard.at: "Fotos zeigen, wie die Sonnenfinsternis Kameras ruiniert hat"
Hallo Andreas!
Michael, hast du solche Fälle schon in deiner Praxis behandelt?
Nein, so was hatte ich noch nicht auf der Werkbank.
Aber bei der Sonnenfinsternis 1999 in München habe ich mit 1280 mm Brennweite (400 mm Tele + 2x TC + 1,6x TC) an einer Nikon F501 bei effektiv vermutlich f/36 ein paar Fotos auf Kodak Ektachrome 400 gemacht. Das letzte davon erfolgte, als schon ein gut Stück Sonnenscheibe wieder sichtbar wurde:
Die Strahlungsenergie hat den Diafilm schon ziemlich strapaziert...
Die Irisblende des alten 400/6.3 Beroflex Teles ist aus Stahlblech, war auf f/11 gestellt und hat keinen Schaden genommen, obwohl ich die Sonne mehrere Minuten lang verfolgt habe. Dabei habe ich aber nicht "mit dem bloßen Auge" durch den Spiegelreflex-Sucher geschaut
, sondern mittels eines davor gehaltenen Stücks Papier, das hell geleuchtet hat, "gezielt".
Die Schäden, die LensRentals zeigt, an den Irisblenden der Objektive kommen daher, dass die Blendenlamellen heutzutage eben aus Kunststoff sind, und die an den Kameraverschlüssen der "billigen" Kameras, die ebenfalls aus Kunststoff sind, kommen wohl von der Benutzung des LiveView.