Jene Szene vom letzten Freitag geht mir nicht aus dem Kopf.
Die Kleinste kam weinend nach Hause, sie wäre geplagt worden von jemandem. Sie ging - unpassend für sie - sofort in ihr Zimmer, legte sich aufs Bett und weinte.
Ich war am Kochen, meine Frau ging schauen und hörte ihr zu. Sie sei gehänselt worden von einem Jungen, dass sie nicht mal ihre Muttersprache sprechen könne.
Die Mutter unseren Kleinsten war, weil sie viel arbeiten musste, nicht oft zu Hause. Und dann war sie von einem Tag auf den andern weg - für immer.
Die Kleinste kam nach einer Weile nach unten, setzte sich auf die Ablage neben dem Kochherd und frage mich:
Sam, kennst Du die Zauberflöte von Mozart?
Oh ja sagte ich, dass ist die Musik, welche ich von klein auf gehört habe.
Können wir sie hören?
Wir haben heute im Musikunterricht die Zauberflöte durchgenommen und haben ein Lied daraus mitgesungen.
Oh ja, sagte ich. Ich ging zum CD Gestell, nahm die Zauberflöte heraus und legte sie in den Player.
Die Ouvertüre kannte die Kleinste nicht. Aber die erste Arie von Papageno: ein Vogelfänger bin ich ja.... Leise haben wir mitgesungen. Ich rührte im Kochtopf, die Kleinste sass am Tisch und summte mit ...
Was für ein intimer Moment. Und mir kam jenes Bild in den Sinn vom Val Bavona. Jener Kruzifix welche ich durch all die Büsche gesehen habe. Hoch oben auf einer Alp oberhalb von Foroglio. Meine Frau und ich gehen diesen Herbst dorthin. Oberhalb des Wasserfalls ...
Papageno singt:
"Der Vogelfänger bin ich ja,
Stets lustig, heisa, hopsassa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
Bei alt und jung im ganzen Land. Weiß mit dem Locken umzugehn Und mich aufs Pfeifen zu verstehn. Drum kann ich froh und lustig sein, Denn alle Vögel sind ja mein.
(Er pfeift und nimmt dann den Vogelbauer ab.)
Der Vogelfänger bin ich ja,
Stets lustig, heisa, hopsassa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
Bei alt und jung im ganzen Land. Ein Netz für Mädchen möchte ich, Ich fing sie dutzendweis' für mich; Dann sperrte ich sie bei mir ein, Und alle Mädchen wären mein. (Pfeift.)
Wenn alle Mädchen wären mein,
So tauschte ich brav Zucker ein,
Die, welche mir am liebsten wär',
Der gab' ich gleich den Zucker her. Und küßte sie mich zärtlich dann, War' sie mein Weib und ich ihr Mann. Sie schlief an meiner Seite ein,
Ich wiegte wie ein Kind sie ein."
... und wir wiegten sie wie Kind sie ein ...
Die Kleinste kam weinend nach Hause, sie wäre geplagt worden von jemandem. Sie ging - unpassend für sie - sofort in ihr Zimmer, legte sich aufs Bett und weinte.
Ich war am Kochen, meine Frau ging schauen und hörte ihr zu. Sie sei gehänselt worden von einem Jungen, dass sie nicht mal ihre Muttersprache sprechen könne.
Die Mutter unseren Kleinsten war, weil sie viel arbeiten musste, nicht oft zu Hause. Und dann war sie von einem Tag auf den andern weg - für immer.
Die Kleinste kam nach einer Weile nach unten, setzte sich auf die Ablage neben dem Kochherd und frage mich:
Sam, kennst Du die Zauberflöte von Mozart?
Oh ja sagte ich, dass ist die Musik, welche ich von klein auf gehört habe.
Können wir sie hören?
Wir haben heute im Musikunterricht die Zauberflöte durchgenommen und haben ein Lied daraus mitgesungen.
Oh ja, sagte ich. Ich ging zum CD Gestell, nahm die Zauberflöte heraus und legte sie in den Player.
Die Ouvertüre kannte die Kleinste nicht. Aber die erste Arie von Papageno: ein Vogelfänger bin ich ja.... Leise haben wir mitgesungen. Ich rührte im Kochtopf, die Kleinste sass am Tisch und summte mit ...
Was für ein intimer Moment. Und mir kam jenes Bild in den Sinn vom Val Bavona. Jener Kruzifix welche ich durch all die Büsche gesehen habe. Hoch oben auf einer Alp oberhalb von Foroglio. Meine Frau und ich gehen diesen Herbst dorthin. Oberhalb des Wasserfalls ...
Papageno singt:
"Der Vogelfänger bin ich ja,
Stets lustig, heisa, hopsassa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
Bei alt und jung im ganzen Land. Weiß mit dem Locken umzugehn Und mich aufs Pfeifen zu verstehn. Drum kann ich froh und lustig sein, Denn alle Vögel sind ja mein.
(Er pfeift und nimmt dann den Vogelbauer ab.)
Der Vogelfänger bin ich ja,
Stets lustig, heisa, hopsassa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
Bei alt und jung im ganzen Land. Ein Netz für Mädchen möchte ich, Ich fing sie dutzendweis' für mich; Dann sperrte ich sie bei mir ein, Und alle Mädchen wären mein. (Pfeift.)
Wenn alle Mädchen wären mein,
So tauschte ich brav Zucker ein,
Die, welche mir am liebsten wär',
Der gab' ich gleich den Zucker her. Und küßte sie mich zärtlich dann, War' sie mein Weib und ich ihr Mann. Sie schlief an meiner Seite ein,
Ich wiegte wie ein Kind sie ein."
... und wir wiegten sie wie Kind sie ein ...