Weil es hieß, die alte Version habe x-Sicherheitslücken gehabt.
Dann ist es eben unausweichlich und "time to say goodbye". Ich habe mir abgewöhnt, Energie mit Seufzen über sowas zu vergeuden. Wenn's mir richtig gegen den Strich geht, suche ich mir ein neues Programm, das mir besser gefällt.
In der Arbeit musste ich von XP auf Windows 8.1. wechseln. Gleichzeitig wurden wir auf ein MS-Office 2013 umgestellt, bei dem alles, aber auch wirklich alles, anders läuft. Das ist heute noch zum Heulen, weil ich mich dumm und dämlich klicke, bevor ich etwas gefunden habe.
Kenne ich, von Office 2003 auf Office 365. Ohne wirkliche Einweisung. Die Gewöhnung macht's, außerdem gibt es nette Tutorials im Netz zu finden. Ich suche heute auch immer noch mal nach Funktionen, weil viele nicht "bedienerlogisch", sondern "programmiererlogisch" versteckt wurden, d.h. nicht da, wo die üblicherweise vorher benutzte Funktion liegt. Lohnt es, sich darüber aufzuregen?
Mein Arbeitgeber drückte mir auch ein Smartphone in die Hand. Meine Kollegen erwarten selbstverständlich, dass ich auf dringende E-Mails auch am Abend schnell reagiere.
Aha, und Du machst das bereitwillig, ohne jede Kompensation oder Grenzziehung? Gibt es dazu keine Betriebsvereinbarung? Das Arbeitszeitgesetz gilt übrigens auch für solche Arbeiten zuhause, d.h. eine ernsthafte Beschäftigung mit e-Mails abends um 22 Uhr führt bei gesetzeskonformem Handeln dazu, dass Du erst 11 Stunden später wieder arbeiten gehen kannst -> Ausschlafen (ist eher Theorie, ich weiß, aber es ist schlicht die geltende Rechtslage!). Ich weiß nicht, was Du so arbeitest, aber in den wenigsten Jobs ist "always on" erforderlich. Und, ja, ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe kürzlich auch gegen meinen Wunsch ein Smartphone "für Notfälle" erhalten und arbeite in einem Umfeld, das sich von Kalifornien bis Japan erstreckt, sprich: irgendwer hat gerade immer ein Bedürfnis nach Antworten oder Aktivitäten meinerseits. Der wichtigste Knopf ist der Ausschalter.
Aber während ich früher das Gefühl hatte, anderen voraus zu sein, neue Möglichkeiten früh zu nutzen und mich dabei begeistern konnte, muss ich heute mehr rödeln, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein.
Das gehört zum Älterwerden dazu und ging unserer Vätergeneration auch schon so (die erste ISDN-Anlage zuhause habe ich mit ca. 20 konfiguriert, als meinem Vater das trotz intensiver Beschäftigung mit der Materie ISDN etwas zu abstrakt war - ich habe einfach drauflosgefrickelt, bis es lief). So ist die Welt eben, und wir müssen uns damit abfinden, sonst hängen uns die ganz Jungen irgendwann gnadenlos ab.
Es ist bestimmt viel mehr digitale Technik als früher meine Arbeit und es ist insgesamt zu viel und viel zu viel zu komplex, zu funktionsüberfrachtet. Vielleicht liegt darin auch die Ursache für die vielen Frühverrentungen und psychischen Erkrankungen. Arbeitsspeicher voll...
So monokausal kann man das ganz sicher nicht sehen. Überforderung ist sicher einer der Gründe, nur kommt die überwiegende Mehrheit ja damit klar, sonst hätten wir Massen-Frühverrentungen. Das ist nicht der Fall; mit den Anstiegen sollte man auch die Statistik aufmerksam lesen. Wenn früher 1% betroffen waren und heute 2%, dann ist das zwar ein Anstieg um 100%, aber der Anteil ist immer noch im marginalen Bereich...
Als ich irgendwann mal um 1996 einen E-Mail-Account hatte und eine Webseite bastelte und eingescannte Fotos von mir einstellte, war ich ganz vorne mit dabei. Heute wird das Netz von digitalen Fotos überflutet, die via Smartphone rasend schnell verbreitet werden können.
Und damals gab es dann die Leute, die sagten "E-Mail? Ist mir alles viel zu kompliziert, das neumodische Zeug...", und Du hast sie nicht verstanden, weil alles so einfach war.
Bei einer DSLR, zum Ausgangspunkt zurück, lote ich auch nicht mehr jede Funktion aus. Bei der D70 habe ich das noch gemacht und mich darüber gefreut. Mit der D700 gelingt mir das schon nicht mehr.
Ich habe nicht mal bei der FA jede Funktion benutzt...
CB