Was jetzt professionell oder semiprofessionell ist, sollte jeder für sich entscheiden. Mich hatte an der F4s damals begeistert, dass kaum eine Einstellung ohne Drücken eines Entsperrknopfes möglich war und so geht es mir heute noch. An der X20 nervt, dass die Belichtungskorrektur, einmal unachtsam hingefasst verstellt ist, ja sogar das Moduswahlrad, die Kamera aus der Manteltasche gezogen, nicht mehr auf Zeitautomat steht.
Dieses "gesicherte" Bedienkonzept mag ich an der D700 und D800 und mache mir mehr Gedanken über die AF-Steuerung. Wo die D700 noch einen Versteller auf der Rückwand hat, der auch gerne "in die Tasche", "raus aus der Tasche", verstellt ist, wird die D800 "gesichert" über Taste und Wahlrad eingestellt.
Trotzdem gefällt mir die Lösung der D700/D3 besser.
U1/U2 oder irgendwelche Presets A/B/C/Dim Menü brauche ich nicht.
Da bin ich analog; ich brauche/möchte die Blende und habe von der Kamera die Zeit und wenns nicht mehr ausgeht, drehe ich die ISO hoch. Den WA überlasse ich der Kamera; aber Hallo, für irgendwas müssen ja die reichlich Gelder, die eine solche Kamera kostet gut sein und ich verlasse mich mal sehr darauf, das der WA korrekt getroffen wird... die Restunsicherheit macht die PC-Software!
Letztendlich ist es, mit Verlaub, wurscht, was da drumherum an Knöppen und Wippen und Schaltern ist. Es zählt der "Film", eine sichere Belichtungsmessung und eine saubere Fokussierung, ob jetzt AF oder manuell.
Professionell ist dann höchstens das Ergebnis, nicht die Kamera!!!