Das Problem großer Bodies...

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tafkap

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ist HIER perfekt beschrieben. Allerdings in englisch. Der Gedanke in 1 Satz: große Fotoapperate sind eine Mauer zwischen Fotograf und Portrait.


Auch der Rest ist lesenswert. Das ist übrigens das, was mich mehr von der d200 abhält als das Geld.
 
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Hallo Michael,

Du kennst die Wechselwirkung Ursache - Reaktion? Wenn nicht, dann lies einmal Deinen Text im Beitrag 35 und frage Dich anschließend, wer den ersten Stein geworfen hat. Dazu passt das Sprichwort vom Wald, in den man hineinruft.

Egal. Schluss damit. Wir wissen jetzt, dass man zuweilen an den Falschen gerät und begraben das Kriegsbeil :hallo:
 
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na die gehäuse-grösse war ja noch nie ein problem. ob mit der "kleinen" (minikompakt) oder der "grossen".
beim letzten lesefest war die "kleine" so aus dem handgelenk + durch die weinblätter einfach bequemer. in der wiener innenstadt hab ich auch die grosse mit dem 80-200 zum spass mit: auch kein problem.
erster blickkontakt und schon erwischt. ohne jemals ein böses wort gehört zu haben. selbst die "grosse" aus dem handgelenk "freehand" macht einfach spass.
nie angepöbelt, nie kritisiert.

grüsse
wolfgang
 
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Hallo zusammen,

mehr Einfluß als die reine Größe der Kamera hat die Art, finde ich:

Bei einer SLR krieche ich als Fotograf praktisch in das Bild und verschmelze mit der Kamera. Der Dialog findet im Moment der Aufnahme zwischen Modell und Kamera statt.

Das genaue Gegenteil sind die Digital-Kompakten, die fast mit einem halben Meter abstand gehalten werden -- als Fotografierter empfinde ich das schon an der Grenze zu abfällig. Kennt Ihr das auch, wenn der Fotograf die Kamera leicht überkopf hält und mit halb offenem Mund den Kopf leicht in den Nacken legt? *grusel*

Am angenehmsten bei Portraits -- sowohl vor als auch hinter der Kamera -- sind mir Mittelformatkameras mit Lichtschachtsucher: Der Fotograf verbeugt sich sozusagen in Demut vor seinem Motiv. Die Fachkamera, bei der der Fotograf unter einem Tuch verschwindet, ist eine Kombination aus der SLR- und der Lichtschacht-Form und stellt wohl das Extrem dar.

Mit Meßsucher-Kameras habe ich noch nie Portraits gemacht, aber ich kann mir vorstellen, daß es sich gerade mit einem 1:1-Sucher und zwei offenen Augen faszinierend arbeiten läßt.

Grüße,

Björn
 
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Wenn ich einen Portrait-Termin habe ist es relativ egal mit welcher Kamera ich aufkreuze, die Portraitierten sind Profis und haben keine Angst vor Kameras (meistens), es gibt höchstens mal Kommentare wie "Bella Machina" (Paolo Conte über meine Hasselblad 553EL/X). Mir ist die Hasselblad für Portraits am liebsten, ich liebe das quadratische Format und den Lichtschachtsucher.

Portraits mit der Hasselblad

Die Deadlines werden aber immer kürzer und so habe ich in letzter Zeit die meisten Fotos mit der D2X aufgenommen.
Endlich hat´s Nikon jetzt geschafft eine Vollformatkamera zu konstruieren, so dass ich an der D3 das AF-D 85/1,4 wieder für Portraits verwenden kann ohne dass es zu lang ist.

In manchen Situationen ist eine kleine unauffällige Kamera schon von Vorteil, wie z.B bei meiner Reportage über Hahnenkämpfe auf Cuba, das hat einige Tage gedauert bis mich jemand mitgenommen hat (die Hahnenkämpfe sind offiziell verboten), ich war der einzige Ausländer unter dreihundert Cubanern und wurde kritisch beäugt und befragt. Da war ich schon froh über die kleine schwarze Leica M6TTL; mit der grossen Nikon wäre ich nicht zu so guten Fotos aus der Nähe gekommen (die Serie ist bislang unveröffentlicht).
 
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Genau: Die Kamera ist beim Porträt nicht das Entscheidende. Wenn die Arbeit mit dem Modell stimmt vergisst dieses einfach die Kamera. Die Wand entsteht nicht durch die Kamera sondern durch die mangelnde Interaktion mit dem Modell.

ABER: Bei Street und Reportage ist das anders. Da wird oft fotografiert und erst nachher gefragt (oder wie bei einigen berühmten Fotografen gar nicht). In einem solchen Fall ist eine Fuji F10 oder ähnliches (Leica M-Serie) und ein möglichst unauffälliges - d.h. dummtouristisches - Outfit perfekt. Mit eine F5 oder D3 verdirbt man die ganze Interaktion mit dem "Fremden".

Herzlich

Frank

 
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hallo an alle,
ich finds klasse, dass hier nach einigem hin- und her eine richtig gute diskussion zum thema zustande kommt. auch wenn es hier schon mehrfach erwähnt wurde, möchte ich noch einmal auf den kern der aussage zurück: es geht bei der größe des bodies nicht um auftragsfotografie mit models im studio, wo ich die einwilligung des portraitierten besitze und die rollen klar sind, sondern eher um reportage- oder situationsfotografie, wo man gerne unerkannt im hintergrund werkeln möchte. oder wie nikon so schön bei der d80 titelt: "capture the moment".

es geht um den aspekt, nicht als fotofuzzi erkannt zu werden, in dem moment, wo man seine apparatur auf den tisch legt, sondern sogar als fotograf selbst teil der szenerie ist. hier sind kleine bodies einfach unschlagbar, und der von mir zitierte hat noch einen drauf gelegt und wie ich finde vollkommen richtig erwähnt, dass er selbst sich mit großen geräten anders verhält als mit kleinen.

deswegen: bitte nicht immer sofort von sicht selbst auf andere schließen und alle für minderbemittelt halten, die a) nicht genauso fotografieren wie man selbst und b) sogar mal die frechheit besitzen, einen anderen aspekt mit ins spiel zu bringen als den, den man selber hat.

wie auch immer, ich werde mir dennoch die d300 holen, weil ich hoffe, dass die möglichkeiten der kamera (vor allem: is 3200 und life-view) die nachteile der größe wieder wettmachen. ich bin gespannt!
 
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Eine D300 OHNE Batteriegriff geht schon noch von der Grösse!

Ich war mit der D200 (ohne Batteriegriff) in Kiew, das war weitestgehend o.k..
Wenn sich die Menschen dort nicht so gern fotografieren liessen lag das eher an deren Mentalität oder wie ich mit ihnen interagiert habe. Ich werde allerdings nie sagen können ob ich mit der M6 vielleicht doch bessere Fotos gekriegt hätte...

Mit einem AF-D 24/2.8 ist eine D200 oder D300 auch eine schöne "Streetkamera"!
 
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Aber da gibt es ja 3 Möglichkeiten:
1) Man wird als Fotofuzzi erkannt mit einer kleinen "läppischen" Kamera
2) Man wird als Fotofuzzi erkannt mit einer fetten "ernsthaften" Kamera
3) man wird nicht erkannt bzw. wahrgenommen

(3) klappt mit einer Compactcam auch nicht, vielleicht mit einem Handy oder langem Tele.

Oder so...

Bleibt also (2) und (1).
Man wird erkannt.
Aber als welche Art von Fotofuzzi eingeschätzt?
Und welche Art von Fotofuzzi wird als genehm wahrgenommen, welche als unangenehm?
Der (1) kommte meist eher als naseweiser Amateur, Tourist rüber.
Der (2) u.U. auch, könnte aber noch mit Coolness punkten, auf "Profi" machen.

Kommt wie so oft auf die Situation an.
Generell kommt man u.U. besser an, wenn man den Eindruck macht, die Situation, die Personen ernst zu nehmen, zu respektieren.
Ich bilde mir ein, dies könnte mit einer dicken Cam sogar häufig besser gelingen.
 
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Du solltest die Menschen die Du fotografieren willst als Mensch gegenübertreten, da braucht´s keine grosse Respekt-erbietende Kamera dazu, so ein Monsterteil schafft eher eine Barriere.

Mit einer kleinen Kamera sind alle lockerer, der Fotograf, der keine Verspannungen im Rücken hat und der Mensch, der vor der Kamera steht.

Deshalb kann ich die Produktpolitik von Nikon mit den riesengrossen lichtstarken Zoomobjektiven, die schon ohne Sonnenblende 13cm lang und 1kg schwer sind auch nicht uneingeschränkt gut heissen.
 
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24mm Festbrennweite am DX sind perfekt für Reportagen.

Optimal wäre das Ganze in silber, z.B. eine D40X in silber und dazu ein kleines silbernes Objektiv. Das gibt es aber nur in 2,8/45mm von Nikon, bei Pentax ist die Auswahl größer.

Weil: In Osteuropa stehen inzwischen an vielen street-foto-interessanten Orten schwarze Sherrifs und unterbinden das Fotografieren komplett, d.h. genau genommen das Fotografieren mit schwarzen Kameras ("professional equipment"). Die silbernen Touristendiggis, deren Auflösung gar nicht unbedingt niedriger sein muss (F-Serie von Fuji etwa) sind erlaubt.

Hier ein paar Impressionen vom Fotografieren-Verboten-Markt in Riga:









Die Bilder habe ich mit meinen beiden D70 gemacht. Auf einem das Tokina 124 auf der anderen das 2,8/60-Micronikkor, an einem Arm baumelte ein Stativ. Das war der erste Besuch dort und die durchgestrichenen Kameras waren noch nicht aufgehängt. Beim zweiten Mal mussten die "großen Kameras" im Rucksack bleiben und ich habe mit der F10 eine Bekannten weitergemacht. Beim nächsten Mal organisiere ich mir eine Fotografiererlaubnis.

Herzlich

Frank
 
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meine kleine "allzweckwaffe"!



immer dabei und allzeit bereit....und alle 2 Jahre Batteriewechsel....!
 
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smep schrieb:
Mit einer kleinen Kamera sind alle lockerer, der Fotograf, der keine Verspannungen im Rücken hat und der Mensch, der vor der Kamera steht.

Bisher hatte ich auch mit einer grossen Kamera noch keine Probleme. Sobald ich dem Menschen als Mensch gegenüber trete und nicht als Fotograf bzw. Eindringling bin ich akzeptiert worden.
Eine Ausnahme stellt verdecktes Arbeiten dar an Orten wo Fotografieren nicht erlaubt bzw. unerwünscht ist.

smep schrieb:
Deshalb kann ich die Produktpolitik von Nikon mit den riesengrossen lichtstarken Zoomobjektiven, die schon ohne Sonnenblende 13cm lang und 1kg schwer sind auch nicht uneingeschränkt gut heissen.

Wer zwingt Dich denn die grossen Zooms zu verwenden?
 
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smep schrieb:
Deshalb kann ich die Produktpolitik von Nikon mit den riesengrossen lichtstarken Zoomobjektiven, die schon ohne Sonnenblende 13cm lang und 1kg schwer sind auch nicht uneingeschränkt gut heissen.

eigentlich geht es ja hier um street... und wer da mit einem lichtstarken megazoom unterwegs ist, dem gehört eh die rote karte gezeigt... bei einem modelshooting steht er übrigens mit der 400er-linse auch nicht nen halben meter vor dem model... da muss das model froh sein, wenn sie den fotografen noch sieht...
 
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woici schrieb:
street... und wer da mit einem lichtstarken megazoom unterwegs ist, dem gehört eh die rote karte gezeigt...

Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ungezwungen-freundlicher Auftritt und nicht Alles und Jeden "abschießen" wollen in Kombination mit einem unaufdrindlich aussehenden Equipement bringt mich meist weiter. Wenn die Stimmung der Leute (oder auch meine!) es nicht hergibt, lasse ich es.

LG

Stefan
 
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Nach meinen Erfahrungen wird schnell als aufdringlich oder unhöflich empfunden, wenn plötzlich und unvermittelt so ein Kompaktblitzenteil die Menschen erschreckt oder sowas in die Luft gehalten wird. Mit "großer" DSLR, auch mit 2,8er-Objektiven, und entsprechend "öffentlichem" Verhalten ist zumeist völlig klar, dass Du mit einem besonderen Interesse unterwegs bist, jedenfalls aber nicht mit "versteckter Kamera". Damit haben dann die wenigsten letztlich ja zufällig fotografierten Personen ein Problem, weil sie eben nicht unter falscher Flagge angesegelt werden.
 
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Ich glaube dass im Streetbereich der Blitz gewöhnlich ausgeschaltet bleibt. Ausnahme sind die Extremserien von Martin Parr mit Makroobjektiv und aufgeflanschtem Ringblitz, aber diese Bilder sind auch wirklich kaum anders zu verstehen als als Ausdruck der Verachtung gegenüber einem bestimmten Lebensstil:

http://www.magnumphotos.com/Archive...rDetail_VPage&pid=2K7O3R13MJ3V&nm=Martin Parr

 
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Falter schrieb:
Wer zwingt Dich denn die grossen Zooms zu verwenden?



Seit ca. zwei Jahren frage ich bei jeder Nikon-Info-Veranstaltung:

"Wann kommen von Nikon endlich lichtstarke AF-Weitwinkel-Objektive?"

Ich erhalte dann meist die Antwort, dass es die gäbe, z.B. in Form des AF-S 17-55/2.8DX. Mein Argument, dass dieses Objektiv, das mit der 6,5cm langen Sonnenblende 17cm lang ist, für die Fotografie von Menschen zu aggressiv wirkt lassen die freundlichen Nikon-Mitarbeiter dann nicht gelten.

Ich habe mir auch ein AF-D 24/2.8 gekauft um ein kleines Objektiv, das mit dem Crop dem Bildwinkel eines 35ers entspricht zu haben, dieses Objektiv ist aber eher schlechter als das AF-S 17-55/2.8DX, vor allem bei Offenblende. Mein Summicron-M 35/2.0 asph. an der Leica M6TTL kann ich bei Offenblende nutzen, es ist klein leicht und scharf - so was hätte ich auch gern von Nikon.

Jetzt bin aber gezwungen entweder das grosse und schwere AF-S 17-55/2.8DX zu nehmen oder das kleine und unauffällige aber optisch nicht besonders gute AF-D 24/2.8.

An einer AF-Kamera will ich kein manuelles Objektiv verwenden, falls jetzt der Tipp kommt, dass das AIS 28/2.0 besser ist.
 
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Genau. Du hast vollkommen Recht. Aber Nikon beurteilt die Absatzchancen eines AFS 1,4/24 (DX-Reportage) oder AFS 1,4/35 (FX-Reportage), die es bei Canon ja in guter bzw. exzellenter Qualität gibt, offenbar anders als Du und ich. Für mich würde als zukünftige Ausrüstung eine D3 mit AFS 1,4/35mm und AFSVR 1,4/85mm PERFEKT. Am besten 2 D3-Bodies, aber das wird dann ein wenig schwer und sehr teuer. Ich mag weder 2,8er Lichtstärke noch Zooms, aber ich bin sicher, dass auch bei Leuten mit 2,8er-Zoom-Ausstattung mindestens eine dieser lichtstarken Festbrennweiten im Koffer landen würde.

Im Telebereich habe ich ein Einsehen, das 200-400mm ist bei Tieren und Sport wahrscheinlich oft nützlicher als Festbrennweiten, besonders wenn ISO 25.600 wirklich ab Ende Jahr so aussieht wie ISO 1600 heute.

 
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