Das Fotos eine Brücke sind um Erinnerungen wieder zu beleben und reflektieren ist doch außer Frage.
Ich meine der Knackpunkt ist der Umgang mit den digitalen Archiven. Hatte man "früher" sich ein Fotoalbum angeschaut ging das Seite für Seite und mit den Erinnerungen und den dazugehörigen Geschichten.
Heute wischt man sich durchs Smartphone, Tablet, so schnell, da kommt nichts auf, bzw. man läßt es so garnicht zu. Schnelllebigkeit und Hast sind m.M. die Barriere, das Hinderniss und der Umgang mit der oberflächlichen Wahrnehmung, die bereits so verinnerlicht ist, möglichst nicht zu verweilen und so zur Verarmung beitragen. Immer schnell weiter zum nächsten Bildchen.
Ich schaue mein Archiv oft mal wieder durch, lasse Erinnerungen aufleben, lösche auch mal was oder sehe nach Jahren die Bilder unter neuen Aspekten und finde welche gut, die ich früher wenige beachtet habe. Meine "Bildauffassung" verändert sich fortlaufend.
Oft sitzen wir zu zweit vor dem Bildschirm, nicht so wirklich befriedigend. Hier müßte man ggf. Proritäten markieren um nicht alles anzuschauen. Da nutze ich meine Zeit besser anders.
Themen oder Reisen, davon mache ich gerne Bücher mit so 60-80 Seiten und die kann man gemütlich mit mehreren auf der Sitzgruppe durchschauen, weil hier bereits ein Extrakt des Themas stattgefunden hat und es ist etwas haptisches, was dadurch eine erweiterte Wertschätzung erhält.
Dazu kommt, dass mir auch e-books zuwieder sind und mir kein Lesevergnügen vermitteln.
Und wenn jemand den Stecker zieht ist halt alles weg - dumm gelaufen. Bücher kann ich auch ohne Strom anschauen oder einfach verschenken, wenn es passt und es ist eine sinnvolle Verbindung beider Welten, der digitalen und analogen Welt.
Eine riesige Diagonale mit OLED und xxx K Auflösung?
Keine Haptik eines Fotopapiers, ohne Tonabstufungen nur Schärfe und Glanz.
Das Ganze, na sagen wir mal aus 5 m betrachtet.
Das ist zwar subjektiv, aber so wird es nicht zum Foto.