D700: Ich krieg' das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht

Eigentlich wollte ich mitgrinsen. Nach all der Euphorie um die D700.
Nun habe ich mir eine D700 von meinem Bekannten, ein freier Fotograf, mal ausgeliehen.
Dann bin ich losgezogen. D700 mit Sigma f/2,8 50mm Makro und die S5 mit dem AF-S Nikkor 16 - 85 mm VR, eingestellt auf ca. 32 mm für gleichen Bildausschnitt, bestückt.
Dasselbe Motiv, zur gleichen Zeit. Darunter auch schwierige Motive, schattiger Vordergrund bei hellem Himmel. Gegenlicht und hoher Kontrast.
Beide Kameras mit Matrixmessung und Zeitautomatik.
Ergebnis der ersten Runde. Fuji S5: alle JPG`s aus der Kamera verwertbar, RAW nicht notwendig.
D700: JPG`s aus der Kamera durchweg überbelichtet, RAW konnten nicht die Qualität der S5 JPG`erreichen. In den ausgefressenen Lichtern war keinerlei Information mehr enthalten.
Zweite Runde.
D700 Belichtung um 2/3 reduziert.
Jetzt ähnliche Ergebnisse bei den JPG-Fotos.
Bei sehr extremen Lichtsituationen hatte die D700 keine Chance gegen die S5.
Da wo in den RAW`s der S5 immer noch einwandfreie Bilder entwickeln ließen, gab es bei der D700 entweder gar keine Farbinformationen mehr oder es kam zu hässlichen Farbverschiebungen.
Die Auflösung der D700 ist etwas höher gegenüber der S5, spielt aber in der Praxis bei Ausbelichtungen bis 50 x 75 cm keine Rolle.
Der Weißabgleich der D700 ist unzuverlässig. Landschaft im Sonnenlicht, Standpunkt nur leicht verändert schon andere Farben im Laub der Bäume. Bei Kunstlicht gelbstich.
Das Rauschen der D700 ist geringer, etwa 2 ISO-Stufen können höher eingestellt werden.
Für Aktion und Hi-Iso ist die D700 gut. Aber ist mein Ding.
Darum grinse ich jetzt doch, die S5 bleibt.
Für das Geld den eine abgehalfterte D700 noch kostet bekomme ich fast 3 Fuji S5.

Gruß, Karl
 
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Ist ja auch ein völlig anderer Sensor. Hat halt jeder so seine Stärken und Schwächen.
 
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Ohne die Einstellungen der D700 zu kennen lässt sich das kaum beurteilen. Die D700 erlaubt z.B. eine benutzerdefinierbare Belichtungskalibrierung (eine echte Kalibrierung, keine +/- Belichtungseinstellung), die sich auf alle Aufnahmen auswirkt.

Wenn Spotmessung eingeschaltet ist (jaja, war natürlich nicht eingeschaltet ) kann sonst was dabei herauskommen. Und ein Reihe anderer Faktoren kommen hinzu (AE-Lock et.al.). Man kann mit dieser Kamera viel falsch machen, weil sie eben so viele Möglichkeiten bietet. Das geht sogar mir nach nun fast drei Jahren manchmal so.

Die S5 mag in einigen Situationen besser sein, und gerade in Sachen JPGs ist die D700 nicht immer das Mass der Dinge. Aber dass sie weitgehend schlechte Ergebnisse abliefert ist schwer zu glauben.
 
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Verdammt! Ich wollte Dir gerade Deine Wunder-S5 abkaufen!

Für das Geld den eine abgehalfterte D700 noch kostet bekomme ich fast 3 Fuji S5.

Gruß, Karl
Ich glaube das ist wie bei diesem Zauberlehrling - die Kamera sucht sich ihren Besitzer aus, Du bist es offenbar nicht.
 
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Sicher ist es schwer mit den beiden Kameras zugleich zu arbeiten. Zu unterschiedlich ist die Bildanmutung.
Die D700 verlangt eine ständige Kontrolle der Aufnahmeparameter. Über- oder Unterbelichtungen führen oft zu unbrauchbaren Bildern. Selbst bei RAW-Dateien.
Da ist die S5 weitaus gutmütiger. Auf die kann ich mich blind verlassen.
Das ist mein Eindruck, den ich in den Tagen mit der D700 gewonnen habe.

Gruß, Karl

Verdammt! Ich wollte Dir gerade Deine Wunder-S5 abkaufen!

Ich habe zwei davon. Nun überlege ich schon ob ein dritter Body als Reserve angeschafft wird.
 
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Wenn du die D700 länger hättest, dann könntest Du Dich nach einer Zeit auf sie auch blind verlassen ...

Das glaube ich schon.
Aber nun habe ich festgestellt das für mein Einsatzgebiet der Mehrpreis, den sie kostet, rausgeschmissenes Geld ist.
Zumal die eigentlichen Investitionen, DX-Objektive, wesentlich mehr zu Buche schlagen.
Für den Mehrpreis bietet sie mir einfach zu wenig Mehrwert.

Gruß, Karl
 
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DX-Objektive und ich nehme an JPEG..okay

Ich meine natürlich FX-Objektive.
Obwohl 50 mm, 100 mm, 70 - 300 mm und 400 mm für Vollformat wären vorhanden. Bräuchte ich nur noch ein 24 - 70 mm, ein WW- Zoom so ab 15 mm und ein 600 mm Tele. Dann könnte ich einen vergleichbaren Brennweitenbereich abdecken.

Gruß, Karl
 
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Wenn ich mir eine S5 mal für ein paar stunden ausleiehen würde um sie mit meiner D700 zu vergleichen, würde ich mit der S5 auch keine brauchbaren Jpegs zu stande bringen die annähernd mit der D700 mithalten können.
Ganz einfach, weil ich die besonderheiten der S5 nicht kenne.
Man bekommt mit der D700 perfekte Jpegs, wenn man sie kennt und die Kamera entsprechend eingestellt hat.

http://henryilling.com/page1.htmlPilze.html

http://henryilling.com/page1.htmlLofoten.html

http://henryilling.com/page1.htmlAlesundaquarium.html
 
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Die D700 kannst Du einstellen, wie Du willst. Was RAW nicht bringt, ist auch nicht in irgendwelchen Kameraeinstellungen reinzuquetschen.
Und da es ist manchmal nicht möglich auch nur die Bildqualität der S5 JPG,s zu erreichen.
Gerade bei Gegenlicht und Blauen Himmel mit leichter Wolkenbildung fehlt einfach die Zeichnung im Himmel. Alles überstrahlt oder nur ansatzweise vorhanden. Wenn man keinen Vergleich hat, merkt man es nicht.
Reduziere ich die Belichtung um doch noch eine Durchzeichnung im Himmel zu erreichen säuft der Vordergrund, wenn er im Schatten liegt, total ab.
Stell bei der S5 einfach alles auf STANDART und die Dynamik auf AUTO, mehr ist nicht notwendig.

Ich möchte dieses Thema hier beenden. Das ist schließlich ein Nikon Forum und Fuji-DSLR`s sind Geschichte.
Nikon hat schon gewusst, warum an Fuji keine Gehäuse mehr geliefert werden.
Ein D700 Gehäuse mit einem 24 MP Vollformat-Fuji-Sensor ähnlich der S5 und Nikon oder Canon usw. hätten ein echtes Problem.

Gruß, Karl
 
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Die D700 kannst Du einstellen, wie Du willst. Was RAW nicht bringt, ist auch nicht in irgendwelchen Kameraeinstellungen reinzuquetschen.
Und da es ist manchmal nicht möglich auch nur die Bildqualität der S5 JPG,s zu erreichen.
Dann müsste das S5-RAW schon besser sein als das der D700, und das glaubst Du nicht ernsthaft?!

Ein D700 Gehäuse mit einem 24 MP Vollformat-Fuji-Sensor ähnlich der S5 und Nikon oder Canon usw. hätten ein echtes Problem.

Gruß, Karl
 
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Da hast Du sicherlich recht. Ich kann da Deine Einstellung gut nachvollziehen.

Nicht desto trotz halte ich Deine Urteile über die D700 für vorschnell. Du kennst die Kamera nicht,schon garnicht ihre besonderen Stärken. In der Hand eines erfahrenen Fotografen der sehrwohl die Stärken von Raws zu schätzen und zu nutzen weiß und über entsprechende Fähigkeiten in der Bildbearbeitung verfügt, kann sie fast alles besser.
Auch mit einer M9 können viele nicht umgehen, andere dagegen zaubern. Und auch für die Leica gilt, dass sie für viele fotografische Situationen eher die schlechtere Wahl ist.
Aber ich glaube es Dir gerne: jpegs ooc können viele andere Kameras besser als die D700. Nur kommt es darauf nicht immer an.
Mios
 
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Keine Ahnung was du für eine D700 hattest. Keine Zeichnung beim Himmel, Überstrahlung, abgesoffene Schatten. Sowas kenne ich noch von ner Coolpix oder der D80 aber an der D700 ist mir so etwas fremd.
Zum Thema Kameraeinstellung gibt es einiges. Erste in mal Automatisches Aktiv D-Ligthing (ADL), richtige Belichtung, richtige Einstellung der Bildoptimierung die bei RAW mit einem Nikon Bildbearbeitungsprogramm übernommen werden.
Und nicht zu vergessen, das kennen der Kamera. Ich habe schon viele Bilder von der S5 gesehen, vom Hocker gehauen haben sie mich nicht.
 
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Die D700 ist sicher keine schlechte Kamera, das will ich nicht gesagt haben.
Mir ging es nur um die Unterschiede zwischen den Beiden in den für mich wichtigen Aufnahmegebieten. Und da ist die S5 nun einmal besser geeignet.
Ich beschäftige mich schon lange genug, (15 Jahre) mit der Digitalfotografie um das Leistungsvermögen und die Eigenheiten einer Kamera, in bestimmten Aufnahmesituationen, einigermaßen einschätzen zu können.
Auch was per EBV möglich ist bzw. was in den Dateien bei RAW-Entwicklung rauszuholen ist verschließt sich mir nicht.
Der Dynamikumfang eines Sensors ist für mich weitaus wichtiger als eine ein paar MP mehr.
Im Bilderforum werde ich eventuell mal Vergleichsfotos einstellen.
Gruß, Karl
 
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Ich beschäftige mich schon lange genug, (15 Jahre) mit der Digitalfotografie um das Leistungsvermögen und die Eigenheiten einer Kamera, in bestimmten Aufnahmesituationen, einigermaßen einschätzen zu können.

Man lernt nie aus, auch nach 15 Jahren nicht. Die Eigenheiten eines Werkzeuges, wie die einer Kamera beispielsweise, lassen sich nicht nach einem mal ausprobieren feststellen. Es ist schön für Dich, wenn Du mit Deinem Werkzeug zufrieden bist, Dein Urteil über die D700 jedoch ist aus meiner Sicht zu vorschnell und oberflächlich, als das ich es ernst nehmen könnte. Übrigens sehe ich die Kamera(marke) ziemlich emotionslos.
 
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Ganz emotionslos bin ich nicht.
Seit 22 Jahren fotografiere ich mit Nikon Kameras und bin nie enttäuscht worden.
Darum sollte die D700 irgendwann die S5 ablösen.
Übrigens der freie Fotograf, von dem ich die D700 leihweise bekam, hat sich eine D4 zugelegt.
Nun schwärmt er von der hohen Dynamik und der damit verbundenen Durchzeichnung in den Lichten.
Ei Guckke. :kopfkratz:
Wenn der die D700 nicht kennen sollte, die jahrelang sein Arbeitstier war, dann weis ich nicht.

Gruß, Karl
 
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