Hi,
ich habe mal das ganze Album durchgeblättert und möchte ein paar "pauschale" Hinweise geben, denn auch mir ist nicht in jedem Bild klar, warum es schief gegangen ist. Den Eindruck, dass es sich auch um Ausschnitte handelt, teile ich.
1. Die Zeit.
Du hast sehr unterschiedliche Zeiten gewählt. Immer, wenn der Hund schnell in Bewegung ist, brauchst du mindestens 1/800, eher 1/1250. Da, wo du mit 1/400 fotografiert hast, ist dies Problem auch zu sehen.
Da, wo du solche oder kürzere Zeiten hast, sind scharfe Konturen zu finden.
2. Die Blende.
Hier solltest du bei quer laufendem Hund eigentlich bei Blende 4 schon genügend Schärfentiefe haben, dass es passt.
Bei auf dich zu laufendem Hund und Blende 2,8 ist der Hund schon zu lang, um vollständig von vorn bis hinten in der Schärfeebene zu sein.
Dass die Bilder aber unscharfe Köpfe haben, mag an der Gesamtperformance der D5100 liegen, die das nicht in der Geschwindigkeit fokussieren, und nachführen kann, das weiß ich nicht. Es kann auch ein falscher Autofokus sein.
"Auf dich zu laufender Hund" ist in jedem Fall so ziemlich die schwierigste Disziplin und die Bilder, wo das gelingt - von denen gibt es im Forum etliche - sind meist mit viel Erfahrung oder weit teurerem Equipment gemacht. Da kriegst du mit Übung noch mehr hin, auch mit der D5100.
3. Das Licht - natürlich.
Wurde ja auch schon geschrieben. Mache solche Versuche erstmal bei gutem Licht auf der Wiese, nicht im Wald. Da ist es immer zu dunkel.
Das sind jetzt, wie gesagt, ein paar pauschale Antworten, die ein paar der sichtbaren Probleme erklären.
Aber sicher lässt jedes Bild weit mehr Analysen zu.
Wenn du für ein paar Bilder die originalen NEF zur Verfügung stellen kannst (oder die JPG), oder in jedem Fall die vollständigen EXIF Informationen, gibt es sicher noch mehr konkrete Tipps.
Edith meint noch, dass ich diese Serie mal gemacht habe, weil jemand wissen wollte, wie sich das 18-105 bei Hundefotografie schlägt. Das Objektiv ist nicht in der Leistungsklasse deines 70-200. Dafür habe ich es an der D7000 eingesetzt, da ist der AF vielleicht etwas leistungsfähiger. So genau weiß ich das nicht.
https://plus.google.com/u/0/photos/102548463617987477571/albums/5668152822019414785
Dass es mit etwas Erfahrung auch mit der D40 geht (die ist ein paar Jahre älter als deine D5100, hier mit dem
Sigma 50-150), siehst du hier
https://plus.google.com/u/0/photos/...5337637915040820706&oid=102548463617987477571
https://plus.google.com/u/0/photos/...5337637938127599122&oid=102548463617987477571
Da habe ich mich allerdings nicht auf den Autofokus verlassen, das hätte die D40 nicht geschafft. Da habe ich mir mit zuvor ausgedruckten Schärfentiefentabellen geholfen und manuell fokussiert. Dann durften die Viecher aber auch nur quer laufen
Und hier habe ich selbst den "läuft auf mich zu" Test gemacht. Auch im Wald. Und die Belichtungszeiten mit 1/800 noch eine Spur zu lang gewählt. Das hat der AF der D7000 soeben noch hinbekommen, aber die Fotos leiden auch unter dem ISO Rauschen, der Bewegungsunschärfe und dem an die Grenze getriebenen AF.
https://plus.google.com/u/0/photos/102548463617987477571/albums/5690721620591421825
Das sind alles Bilder, die ich selbst testweise gemacht habe, um mich der Hundefotografie zu nähern, so sollen sie auch verstanden werden. Anhand der Exifs (oben rechts "Fotodetails" ankicken) kannst du die Einstellungen sehen.