Hi Frank,
beschreibe doch bitte mal, was dich an diesem Bild - Farbe oder SW, egal - so fasziniert.
Mir erschließt es sich leider nicht, aber ich würde gerne verstehen, warum, oder eben was lernen.
Ich sehe die sich aus Motiv und Rand ergebenden Linien, Dreiecke, was auch immer, aber ich kann das nicht so recht harmonisch einordnen. Warum auch immer.
Guten Morgen, Michael!
Ich denke, da ist (für mich) zunächst einmal der extreme Weitwinkel, der es mir insgesamt sehr angetan hat. Das ergibt Ansichten, die so weit weg sind vom Normalen - also quasi schon deshalb etwas Besonderes

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Häufig sehr interessant im Stadttor, wie auch im sonstigen Medienhafen (und überhaupt an Gebäuden - um nicht direkt Architektur zu sagen), finde ich das Zusammenspiel von Linien (Parallelen, Winkel, Kurven) und sich wiederholenden Strukturen.
Hier war mir im Vorfeld des Fotos speziell die Linienführung aufgefallen, die das Geländer kennzeichnet. Wenn man ihm nicht direkt vom rechten Rand aus folgt, dann spätestens von der Ecke im Vordergrund aus. Die Linie führt das Auge dann (so hoffe ich doch) im Uhrzeigersinn weiter und verschwindet die Treppe runter, ohne dass man weiß wohin (und stößt dabei wieder an sich selbst - gewollt genau wieder in der Ecke, um wieder von vorn...).
Das Geländer mit seiner Parallele zum oberen Bildrand (fotografiert, nicht in der EBV gerade gerückt) ist hier also definitiv das (von mir angedachte) Hauptmotiv. Die Lichtreflexe um die *Noppen* des Bodenbelags nur mehr oder weniger schmückendes Beiwerk, das in SW besser heraus kommt.
Einer irgendwo aufgeschnappten berechtigten namhaften Sichtweise zufolge sollte ein Foto sowieso nur schwarz-weiß sein, wenn nicht die Farbe eine wichtige Rolle in ihm spielt. Insofern finde ich die orange-grau-beige Variante in Ordnung, weil der Bodenbelag sich auch auf den Stufen der Treppe fortsetzt. Der Kontrast ist in SW aber größer und das Orange wird auch nicht wirklich benötigt.
Vor dem Foto habe ich mir erlaubt, abzuwarten, bis zwei *Kollegen* die Szene verlassen haben und eine fremde Fototasche etwas nach rechts aus dem Bild zu schieben, weil ich den Anfang des Geländers gerne (ungestört) mit drauf haben wollte, hatte dann aber doch etwas Skrupel, weil da noch mehr Taschen standen.
ICH hätte mich noch Stunden im Stadttor aufhalten können, um weitere interessante Dinge zu suchen.
NACHTRAG: Ich hoffe, das ist nicht zu dick aufgetragen. Da färbt bestimmt so einiges aus Büchern ab, die sich inhaltlich glücklicherweise ähneln und die zum Nachdenken anregen. Aber bei so manchem Bild, das in so einem Buch ausführlich *besprochen* wird, zweifele ich doch stark, dass dem Fotografen alle Aspekte schon im Vorfeld klar waren - oder kann sie für mich nicht bestätigen. Das ist dann wieder die Sache mit dem Auge des Betrachters und der Schönheit, die DA DRIN liegt...