Wo nimmst du denn die 50% falsch Positiven her - aus dem Aerzteblatt?
Wenn ja dann ist das aus dem Zusammenhang gerissen - und ein weiterer manipulativer Beitrag.
Zur Fehleranfälligkeit des PCR Testes unter Berücksichtigung der Ergebnisse bei symptomlosen Urlaubsrückkehrern:
Generell wäre es mal eine Anregung an dich, jemandem der deine Meinung nicht teilt, keine manipulativen Beiträge sondern eine andere Sichtweise, die ich in der Regel auch begründe zuzugestehen.
Jeder schaut durch seine Brille auf die Ereignisse. Ich versuche dies ergebnisoffen zu tun, was ich mehrfach trotz gegenteiliger Unterstellungen gesagt habe.
Die 50% falsch Positiven ergeben sich, wenn man im link auf das British Journal of Medicine den Rechner benutzt. Ich habe das doch alles erklärt.
Falls es an Sprachproblemen scheitern sollte, kann ich gerne helfen.
Die Pretest-Probability meint die angenommene Häufigkeit des gesuchten Merkmals (hier Nukleinsäuren eines Virus im Rachenabstrich) innerhalb der getesteten Gruppe der Reiserückkehrer.
Die habe ich mal mit 1% angenommen, kann man auch gerne mit 2% machen.
ich hoffe @Kay und andere liest/lesen hier mit, der/die das offensichtlich wieder mal vollkommen missverstanden hat/haben.
Wenn man aktuell die in Bayern getesteten Rückkehrer nimmt, ergeben sich eher ca. 2% positive Merkmalsträger für den Test (900 von 44000 Getesteten).
OK.
Nehmen wir 2% vermutete Merkmalsträger (Positive) , die Testspezifität wurde mehrfach mit ca. 98,4 angegeben, geben wir dann mal großzügig 99% ein und die Sensitivität, die ja von Falk gerne als fast 100% postuliert wird (der Ringversuch gab das nicht her), seien wir auch hier großzügig und geben 100 % ein.
Dann ergibt sich einen Wahrscheinlichkeit, dass von 3 positiv Getesteten nur 2 wirklich positiv sind, in konkreten Beispiel würden also ein Drittel der positiv Getesteten
fälschlicherweise in Quarantäne geschickt werden, was für manchen Freiberufler und Selbständigen einem k.o. Schlag gleichkommen kann.
Für diejenigen unter uns, die mit Sensitivität und Spezifität nicht viel anfangen können eine hoffentlich allgemeinverständliche Erklärung:
Hohe Sensitivität meint, dass ein Test mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das misst, was er vorgibt. Beim Schwangerschaftstest eben das Vorliegen einer Schwangerschaft, in unserem Fall das Vorhandensein von bestimmten Nukleinsäuren, die von Viren stammen.
100% Sensitivität, wie ich mal angenommen habe heisst, dass alle vorhandenen Merkmalsträger (Schwangere oder Menschen mit bestimmten Nukleinsäuren im Rachen ) auch hundertprozentig erkannt werden.
Was ganz anderes ist die Spezifität:
Es kann der Test noch so sicher alle Merkmalsträger erkennen, wenn er aber "nur" eine Spezifität von 99% hat (wie unser PCR Test auf SARSCoV-2, was generell top wäre, wenn nicht .....), dann erkennt er zwar weiterhin alle Merkmalsträger korrekt, also einen oder zwei von Hundert getesteten Rückkehrern, schlägt aber fälschlicherweise auch einen Dritten, der das Merkmal (SARSCoV2 Nukleinsäuren) gar nicht im Rachen hat ebenfalls zu den "Erkrankten" dazu.
Diese Testspezifität kann man messen, indem verschiedene Proben bekannten Inhaltes (für die getesteten Labore natürlich nicht bekannten Inhaltes) verschickt werden und die Testergebnisse ausgewertet werden.
Für die zu Unrecht in Quarantäne geschickten Probanden ist es uninteressant, ob nun eine Verunreinigung im Labor oder eine Kreuzreaktion mit anderen Viren oder was auch immer zu einem falsch positiven Ergebnis geführt hat.
Und daraus ergibt sich dann, dass von den angeblich fast tausend positiv Getesteten je nach Häufigkeit des Merkmals in der Testgruppe 30 -50 % fälschlicherweise positiv getestet werden. Für die Betroffenen ist das weder manipulativ oder abstrakt, denn sie landen bei gegenwärtiger Praxis der Gesundheitsämter für 2 Wochen in Quarantäne.
Da eben kein Test eine 100 prozentige Spezifität hat, ist nun eben diese Abhängigkeit von der Häufigkeit des Merkmals in der getesteten Gruppe gegeben und wirkt sich nach den Gesetzen der Statistik genauso aus, wie ich das beschrieben habe, das wird auch von correctiv.org Journalisten, in einem separatem Beitrag, den du leider unterschlagen hast eingeräumt.
Sind die PCR-Tests auf SARS-CoV-2 unzuverlässig? Nein, aber ihr Ergebnis wird durch die Vortestwahrscheinlichkeit stark beeinflusst. Was steckt dahinter?
Abgesehen davon, dass diesen Journalisten die nötige Fachkompetenz fehlt.
Bezeichnend ist, dass sie in einem ersten Beitrag mit Unterstellungen gegenüber Kritiker der Coronamaßnahmen argumentieren, dann sich genötigt sehen, ihre eigene Meinung zu revidieren, dies aber auf einer anderen Seite tun, auf der man dann ganz nach unten scrollen muss, um auf den auch von mir gesetzten link im BJM zu kommen.
Dann muss der geneigte Leser schon von selbst drauf kommen, dass die von correctiv.org bemühten Beispiele mit 50% Anteil Erkrankter auch im schlimmsten Rückreise-Szenario unrealistisch sind und von selbst auf eine realistische Quote von 1% oder 2% kommen um sich dann das für Journalisten Unfassbare anschauen, was dann zähneknirschend zugegeben wird.
Genau so geht manipulative Meinungsmache, correctiv.org mutiert in bestimmten Bereichen vom Faktenchecker zum Meinungsmacher.
Unter Fachleuten auch im Ärzteblatt und RKI ist das Thema bekannt und die von mir genannten Fakten werden nicht angezweifelt.
Man muss das nur zu Ende lesen.
Es wird daher den Ärzten im Ärzteblatt empfohlen, ein positives Testergebnis in fast virenfreien Landstrichen in MeckPomm bei symptomlosem oder symptomarmen Patienten vorsichtiger zu interpretieren, als man es in einem Hotspot wie Gütersloh tun solle.
Generell wird immer der Krankheitsbefund des Patienten auch in diesem Artikel als wegweisend gesehen und der Test nur als zusätzliche Absicherung, die im Bedarfsfall ergänzt werden muss.
Hast du das nicht gelesen, oder willst du deinerseits eine bestimmte Meinung entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse durchboxen, um das Wort manipulieren zu vermeiden?
In unserem Beispiel geht es aber um überwiegend gesunde Merkmalsträger (Urlauber), die im medizinischen Sinn gar nicht krank sind, und deren Infektiosität in Frage steht.
Die Autoren im BMJ mutmaßen, das der RT-PCR-Test eine Sensitivität von 70 % und eine Spezifität von 95 % aufweist.
Nix genaues wissen sie legen evtl. eine Studie aus China zu Grunde - denn die berechnet genau diese Zahl - in China.
Ich habe doch nur auf den Rechner verlinkt und mich zum Artikel gar nicht geäußert.
Ich habe 100 % Sensitivität und 99% Spezifität großzügig angenommen, weil mir das im Idealfall realistisch erscheint. Und dennoch ergibt sich ein beachtlicher Vorhersagewert für die falsch Positiv getestete Personen bei geringer Prävalenz des getesteten Merkmals.
Das wird auch im Ärzteblatt eingeräumt und in den Kommentaren auch konkretisiert.
Nicht der von dir thematisierte negative Vorhersagewert ist das Problem sondern, der positive Vorhersagewert, der sich aus der geringen Erkrankungshäufigkeit innerhalb der Testgruppe selbst bei einer hohen Spezifität ergibt.
Du argumentierst mit negativen Vorhersagewerten, die ja keiner bestreitet, am Thema vorbei, sorry.
Es mehren sich offensichtlich die Hinweise, dass ein noch unklarer Anteil der Bevölkerung eine zelluläre Immunität gegenüber Sars-Cov-2 besitzt.
Erfreulicherweise auch vermutlich unter den Kindern und Jugendlichen, so dass die Maskenpflicht im Unterricht in NRW sicher hinterfragt werden kann.
da es sehr heiß ist, habe ich mir das nur eingebildet das da was von Maskenpflicht hinterfragen stand