Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Südhalbkugel <35°N



Inkl. Wuhan und Iran, Brasilien. Schon ein drastischer Unterschied im Verlauf. Der Bevölkerungsmeridian verläuft wohl bei ca. 27°N, d.h., in beiden Charts sind etwa gleich viel Menschen erfasst, die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist auch ähnlich (knapp 100.000). Aber die Prognose ...

P.S. Lasst euch vom "flachen" Verlauf nicht täuschen. Das ist immer noch exponentiell, mit einer Verzehnfachung ca. alle 2 Monate. Die "Weltkurve" wird seit ca. 2 Wochen von der Südhalbkugel dominiert, da diese jetzt mehr Neuinfektionen hat als der Norden. Das heisst, global kommt jetzt eine neue Welle, die den Norden aber nicht erfasst.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte

woher nimmst Du die “knapp 100.000“ Daily Cases pro Halbkugel?
Guck dir die Grafiken an, 100.000 liegen bei "5". Im Süden knapp so viele, im Norden knapp darunter. Der log10 von 70.000 ist 4,85, das sind knapp 5, also knapp 100.000. Man muss das exponentiell betrachten. Am 9.6. sind es dann genau 100.000 im Süden. Der Norden liegt bei ca. 40.000, das sind für mich auch eher "knapp 100.000" als "gut 10.000", der log10 ist 4,6 Und es waren ja auch schon mehr im Norden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dupk kommentierte

Sind das denn alles die gleichen Corona-Virenstämme?
Ich meine gelesen zu haben, das es da mehrere von gibt!?
Mindestens 3 Coronastämme oder heissen Corona-Gruppen!?!

Und wie steht es jetzt mit anderen Viren/Infekten?
Grippe, Hepathitis (eher nicht, da meist über Blut übertragen!?), Norovirus z.B. und ähnliche andere Infektionskrankheiten sollten doch jetzt mit den Beschränkungen auch etwas eingedämmt werden. Gibt es da Erkenntnisse?
 
AnjaC kommentierte
Die Grippesaison jedenfalls war definitiv früher vorbei als erwartet, vom RKI auch auf die Einschränkungen zurückgeführt. Ist ja auch logisch, denn dadurch wurde ja die Übertragungsmöglichkeit aller möglicher Dinge, die man sich nicht einfangen möchte, reduziert.
 
luckyshot kommentierte


Exponenzielle Grafiken sind für Laien schwer intuitiv zu erfassen...
 
falconeye kommentierte

Die Strains von SARS-CoV-2 (man unterscheided 3 Hauptstrains und beliebig viele Substrains) sind für den Körper bisher alle das gleiche Pathogen, insbesondere gleich infektiös und erzeugen die gleichen Antikörper. Es gibt sogar einige SARS1 Antikörper (ich glaube, etwa 2% davon), die SARS-CoV-2 neutralisieren.

Tatsächlich mutiert das SARS-CoV-2 Virus i.d.R. mit jeder Übertragung, manchmal häufiger, manchmal seltener. Drosten konnte sogar eine Mutation innerhalb eines Trägers (Rachen und Lunge verschieden, trotz nur einer Infektion) nachweisen und so belegen, dass das Virus sich auch ohne Infektion der Lunge verbreiten kann. Man nutzt dies, um nachträglich Infektionsketten zu belegen, was juristisch relevant sein kann, wenn eine Infektion mutwillig erfolgt. Das war auch wichtig, den Vorwurf aus Italien und von Kanzler Kurz zu widerlegen, die Viren in Ischgl und Italien hätten ihren Ursprung in München (Webasto) - damit hatte Drosten (von der Presse hier unbemerkt) kurzen Prozess gemacht (Tatsächlich hat das Webasto-Virus es bis nach Spanien geschafft und ist dort ausgestorben).

Tatsächlich leidet die Eindämmung anderer Epidemien (HIV, Malaria, Ebola), da wegen Corona diese Programme alle auf Eis gelegt wurden. Diese Viren leiden kaum unter Social Distancing. Ist der Malaria-Mücke z.B. wurscht

Aber in Deutschland haben die NPIs (Non Pharmaceutical Interventions) das Grippevirus fast eliminiert -> https://influenza.rki.de/maparchive.aspx (die 15.Woche sieht in anderen Jahren eher hellgrün aus ...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeigen
.

Gerade im FAZ-Liveticker gefunden:

Hat die Blutgruppe einen Effekt auf die Schwere eines Coronavirusverlaufs? Das zumindest legt eine aktuelle Studie nahe. Europäische Forscherinnen und Forscher haben dabei in den Corona-Hotspots in Norditalien und Spanien Infizierte und deren Krankheitsverlauf sowie Blutgruppe ausgewertet. Das Resultat: Vor allem Menschen mit der Blutgruppe A positiv seien anfällig für einen schweren Verlauf. Hingegen haben Menschen mit der Blutgruppe 0 sogar ein geringes Ansteckungsrisiko. Es heißt, die Blutgruppe habe einen protektiven Effekt.


Ich bitte um einen qualifizierten Kommentar, was das für die Blutgruppe AB positiv bedeuten könnte …
.
 
AnjaC kommentierte
Ich übersetze euch erst mal einen Teil der Schlussfolgerung:
Eine blutgruppenspezifische Analyse zeigte ein höheres Risiko für A-positive Personen (OR=1,45, 95% KI, 1,20 bis 1,75, P=1,48×10-4) und einen protektiven Effekt für die Blutgruppe O (OR=0,65, 95% KI, 0,53 bis 0,79, P=1,06×10-5).
(für die Entwicklung von Atemwegsinsuffizienz bei Covid-19, Hinzufügung von mir)
 
luckyshot kommentierte
...Es heißt, die Blutgruppe habe einen protektiven Effekt.

Ohne die Untersuchung zu kennen wage ich die Behauptung, dass es eigentlich heißen müsste:

...die Blutgruppe könnte möglicherweise einen protektiven Effekt haben.
 
HaDiDi kommentierte
Schwere Covid-Verläufe sind häufig durch eine "überschießende" Immunreaktion gekennzeichnet. Autoimmunerkrankungen treten häufiger bei den Blutgruppen A und B auf. Bei 0 und AB sind sie seltener, dafür gibt es bei Menschen mit diesen Blutgruppen wohl mehr Krebserkrankungen. (Lehrbuch- und Paperwissen.)

Es könnte also sein, dass es bei den Blutgruppen AB und 0 seltener zu schweren Verläufen kommt und da häufig nur Menschen mit (schwereren) Symptomen getestet werden, gibt es weniger Menschen mit Blutgruppe 0 unter den positiv-getesteten. Ähnlich könnte es für die seltenere Blutgruppe AB sein.


 
AnjaC kommentierte
UlrikeHoffmann kommentierte
@häuschen und @Kay
Sowas steht im Mutterpass
Schlecht für den Papa, der hat ja keinen.

Meine ist 0 Rh. neg.
 
Kommt gerade ins Postfach geflattert - Pressemitteilung von phoenix:

corona nachgehakt: Im neuen phoenix-Format „corona nachgehakt“ stellen Wissenschaftler und Ärzte neueste Forschungsergebnisse vor.

Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und der Welt verändert. Obwohl der Shutdown weitgehend gelockert ist, müssen sich die Menschen bis zur Entwicklung eines Impfstoffes noch lange gegen das tödliche Virus schützen. Inzwischen liegen weltweit immer mehr Ergebnisse aus Forschungsprojekten über das Virus vor. Was bedeuten diese Erkenntnisse für uns? Welche Auswirkungen habe sie auf Schutzmaßnahmen, Hygiene und menschliche Abstandsregeln?

In dem neuen Format „corona nachgehakt“ bleibt phoenix an dem Thema dran, obwohl für viele die Gefahr schon überwunden scheint. phoenix gibt Antworten auf weiterhin brennende Fragen zur Verbreitung und Wirkung von COVID-19. In jeder Ausgabe des 15-minütigen Formats geht es im Gespräch mit Wissenschaftlern und Medizinern aus allen Fachbereichen um einen bestimmten Aspekt des Virus. Wieso verläuft die Infektion bei manchen Menschen tödlich und bei anderen völlig harmlos ohne Symptome? Wie ansteckend sind infizierte Kinder? Wie ist der Stand bei der Impfstoff-Entwicklung? Welche Bedeutung haben die sogenannten Aerosole bei der Ansteckung?

Die Gespräche führen die phoenix-Moderatoren Claudia Davies, Julia Grimm, Michael Krons und Alfred Schier. Mit ihren Fragen wollen sie dazu beitragen, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich zu machen. Den Auftakt macht die Infektiologin Prof. Maria Vehreschild von der Universitätsklinik Frankfurt. Sie ist Gesprächspartnerin von Michael Krons, der mit ihr der Frage nachgeht, ob und inwieweit die Qualität von Medikamenten oder eines Impfstoffs gegen Covid-19 durch den starken politischen und gesellschaftlichen Erwartungsdruck gefährdet ist? (Ausstrahlung: Sonntag, 7. Juni um 13.45 Uhr)

„corona nachgehakt“ hat bei phoenix in der Nacht von Sonntag auf Montag um 0:30 Uhr einen festen Sendeplatz. Darüber hinaus wird es im Tagesprogramm auf aktuellen phoenix plus-Flächen zu sehen sein. Im YouTube-Kanal von phoenix werden alle Folgen zum Abruf bereit stehen. Die interessantesten Thesen und Erkenntnisse verbreitet phoenix auch auf seinem Twitter-Kanal @phoenix_de.
 
Kommentar
Upgrade 6.6.2020 Deutschland

Germany
New Cases 05.06.2020: 452
Weekly average: 286
Rt: 0,67 (0,55 - 0,81)
Rt (RKI): 0,89 (Stand 6.6., geglättet)
Forecast 03.07: 46 (11 - 195)
Alert Value A: -0,56 low risk

 
hansolo22 kommentierte
Gestern war im Tv ein Bericht ueber Schweden.
Eine Familie wurde positiv getestet, beide Erwachsenen waren krank aber nur sie sollten in Quarantaene, die Kinder sollten weiter in die Schule gehen lt. Gesundheitsamt.
Letzlich war es der Druck der Nachbarschaft und das Stigma, wie die Eltern selbst sagten und die Kinder blieben zu Hause.
Das ist doch einfach irre von der Regierung was da abläuft.
Die Menschen sind schlauer als Herr Tegnell.
 
VisualPursuit kommentierte

Wie sieht es denn in Spanien aus, das war doch auch eine der am stärksten betroffenen Regionen?
Die stehen jetzt in keiner der risk-Varianten drin. Ist die Aufzählung nur exemplarisch, oder
sind die raus?
 
falconeye kommentierte

Frankreich und Spanien korrigieren ständig ihre Zahlen. Damit gab es in Spanien zuletzt eine negative Todeszahl. Das mögen meine Formeln gar nicht und ich inkludiere die Länder wieder, wenn die ihr Reporting im Griff haben. Sehen aber nicht grundsätzlich anders als Italien aus. Und ja, die Aufzählung ist exemplarisch, je nach Neugierde Wie schon geschrieben, gibt es die Kurven ja jetzt auch hier: https://www.endcoronavirus.org/countries
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit kommentierte
falconeye kommentierte

Meines Wissens wird Hr. Tegnell da falsch interpretiert. Kürzlich hat er gesagt: "We see a bit of a plateau and not the continued fall we are hoping for, so it's very important to stay home when ill, avoid large social gatherings, limit your travel, avoid social contacts if you're in a risk group."
Daraus würde ich schliessen, dass ein "Stay at Home" vor allem auch die Schulkinder von Kranken einschliesst. Da hat ihn wohl niemand explizit gefragt ...

P.S. Im selben Interview hat er aber auch gesagt, dass die Schliessung der Schulen in Schweden für Schüler 16+ vielleicht nicht nötig gewesen wäre. Das ist interessant, da es publizierte Studien gibt, wonach Schulschliessungen international betrachtet die wirksamste Einzelmaßnahme bei Corona waren.
 
Elon Musk

Hat jemand von euch eine Meinung zu Elon Musk seit Ausbruch der Pandemie? Ich bin zunehmend irritiert. Er scheint ein Corona Leugner zu sein, öffnet seien California-Tesla Fab gegen Behördenauflagen, und fordert die Aufspaltung von Amazon, weil das Alex Berenson Anti-Lockdownbuch auf Amazon Kindle vorübergehend abgelehnt wurde (vermutlich zu recht, allerdings nun doch publiziert). Das wäre ja noch ok für mich. Aber nach dem "Launch America" Event hatten seine anschliessenden Äusserungen für mich die Qualität von Gestammel, manchmal hat er die Antwort einfach abgebrochen. Hat das jemand verfolgt und sich eine Meinug gebildet? Ich mache mir ein wenig Sorgen um unseren Held ...
 
hansolo22 kommentierte

Mir ist das Aussehen seiner Raumschiffe egal - obwohl ich Hard SF Fan bin seit meiner Jugend.
Das ist das Problem heutzutage - aus meiner Sicht - wenn du cool bist kannst du dir alles leisten.
 
Kay kommentierte
Aber gernau das macht mich voreingenommen für ihn :
Gerade, wenn er sich viel leisten kann, könnte er sein Ziel darin sehen, ein bequemes Leben zu führen. Statt dessen lebt er für seine Visionen.
Ohne solche Menschen bleibt die Entwicklung stehen.
- Darüber, ob nun alles erforderlich ist und Entwicklung der Menschheit immer hilft, kann man philosophisch diskutieren. Aber mir ist eine Welt mit den Wirrköpfen wie Sokrates, Darwin und Einstein lieber als mit der Käseglocke.
 
Sedlitzer kommentierte

Wer legt den fest, wie ein Raumschiff aussehem muss? Für mich allemal: nur Constitution Class ...
Und Musk woll ja hier demnächst ums Eck - die Fabrik ist am entstehen - auch Elektro-Autos bauen. Die brandenburgische Landesregierung (und nicht nur die) haben ihm quasi den roten Teppich ausgerollt ...
Aber wir schweifen ab
 
hansolo22 kommentierte
Kay

Kay, das kann man so sehen - OK - aber man kann statt Visionen es auch so sehen das jemand sein Ego auslebt weil er es braucht um Defizite seiner Persoenlichkeit zu lindern.
Ich hab ein Biotech Startup betreut vor 20 Jahren, der Inhaber war auch so ein "Visionaer" und ein kleiner Musk.
Heute sehr erfolgreich mit weltweiten Niederlassungen.
Menschlich eine Katastrophe, getrieben von seinem Ego - ich bedaure ihn als Menschen und hab nach anderthalb Jahren Schluss gemacht - egal wie visionaer - meine Motto auch im Geschaeftsleben ich muss mit den Geschaeftspartner menschlich und moralisch klar kommen und auf einer Linie liegen.
 
AnjaC kommentierte
Meine Meinung zu Elon Musk: Genie und Wahnsinn liegen oft haarscharf nebeneinander. Große Visionäre waren immer schon sehr in Gefahr, dorthin abzudriften. Damit meine ich nicht "die Zeit war noch nicht reif für diese Idee", sondern tatsächlich die totale Ablösung von der Realität und das pathologische Überschreiten dieser Grenze. Wäre das bei Musk der Fall, täte mir das sehr leid. Ich sehe ihn und seine Äußerungen allerdings seit langem sehr kritisch - ohne ihm seine Intelligenz und seine Ideen und Entwicklungen abzusprechen.
Erlebnisse wie die von @hansolo22 mit dem Startup-Gründer kenne ich auch aus eigener Erfahrung und habe ähnlich reagiert. Ich kann nur hoffen, dass Musk der Realität noch lange genug verhaftet bleibt, um seine Projekte marktreif zu machen. Dazu gehört auch, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur je nach persönlicher Vorliebe und Nutzenbewertung zu akzeptieren.
 
Ich kenne Elon Musk nicht persönlich, lese keinen Boulevard Klatsch, aber hat sein Unternehmen nicht gerade eine Trägerrakete zur ISS geschickt und baut hervorragende Elektroautos?
Borgward war seiner Zeit auch voraus, deshalb haben ihn wohl die grossen Konzerne fertig gemacht.
Bei Tesla ist das glaube ich nicht so einfach.
 
Kommentar
Wenig sympathisch finde ich das Vorhaben, mittelfristig 12000 Satelliten für das StarLink Projekt in den Orbit zu schießen. Gibt es nicht verdammt noch mal genug Schrott dort oben ?
 
1 Kommentar
Dupk kommentierte
Da bist du nicht auf dem neuesten Stand! Seit einigen Jahren dürfen Satelliten nur noch in niedrigere Umlaufbahnen verbracht werden, so das nach einer vorher gesehenen Zeit ein Verglühen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre stattfindet.
Der Weltraumschrott entstand leider zu einer vorherigen Zeit.
Die Grenze liegt bei 600km Entfernung zur Erde.

vg
Dirk
 
... und baut hervorragende Elektroautos?

Meine Erfahrungen beschränken sich auf einen Tesla S in dem ich vor zwei Jahren mehrmals in Hong Kong mitfahren konnte. Beschleunigung war ziemlich gut, aber Spaltmaße, Innenraumverarbeitung (Plastikklappern) und sonstige Qualitätsanmut sind selbst beim Polo besser. Für ein 100k€ Fahrzeug lachhaft.

Musk als Firmenchef einer AG ist eher "ungewöhnlich", um nicht zu sagen unseriös - (mal ist er zugekifft, dann twittert er wieder wirres Zeug), allerdings hat er eine ziemlich treue Fangemeinde, die seit Jahren die Tesla-Verluste finanzieren.
 
5 Kommentare
Kay kommentierte
Hugo meint weise : Gut, wenn jeder das Auto fährt, das zu ihm/ihr passt.
 
häuschen kommentierte
Wirres Zeug twittern ... das könnten wir auch, Kay - oder?
 
Kay kommentierte
Ach Häuschen, das Beitrittsformular zum Club der Visionäre ist doch schon ausgefüllt.
 
dembi64 kommentierte
na ja, mit wirrem Zeug twittern ist er nicht alleine. Da gibt es im gleichen Land noch so ein Vogel. Und der baut keine Autos und fliegt nicht ins Weltall sondern, was noch viel bedenklicher ist, er regiert ein ganzes Land
 
Zuletzt bearbeitet:
Dupk kommentierte
Ja und nein. Die Spaltmasse sind vor allem anfangs übelst gewesen. Tesla hat aber mittlerweile dazugelernt. Das Unternehmen ist im Autobau noch relativ jung, kaum 20 Jahre alt.
Die "alteingesessenen" Produzenten können da schon auf 150 Jahre zurückblicken.
Die Antriebstechnik ist neu, auch wenn es schon Anfang 1900 Elektrofahrzeuge mal gab.
Dafür ändert aber der herkömmliche Produzent seine Einstellung zu Verbrauch, Nachhaltigkeit und Immissionen nicht.

Finanzieren tut sich Musk vorwiegend über SpaceX. Er fliegt fast 60% aller Aufträge mit seinen Raketen billiger als andere Anbieter.

Das Musk, ähnlich wie Trump, mit seinen Twitter-Postings eher Verwirrung stiftet, ist leider schon ein zuverlässlicher Fakt.
 
Was ist denn nun eigentlich mit der zweiten Welle geworden?
Die Erste war bereits vor dem Shutdown gebrochen.
Die verständlichen vorbeugenden Maßnahmen im Bereich der Krankenhäuser haben diese tief in die roten Zahlen getrieben, da der erwartete Ansturm ausgeblieben ist, Gott sei Dank.
Andererseits wurden Betten leer gehalten.
Die Belegung auf Intensivstationen und peripheren Stationen ist zu Coronazeiten deutlich unter das Jahreszeit übliche Limit gesunken.
Dem Pflegepersonal sei in Anbetracht der fürchterlichen Personalengpässe zu normalen Zeiten die vorübergehende Verschnaufpause dank Corona gerne gegönnt.

Die zweite Welle kann jederzeit oder auch nicht ausbrechen?

Alle namhaften Virologen haben doch diese erwartet, da die Lockerungen zu früh gekommen seien?
Wäre es nicht an der Zeit, dass Virologen mal untersuchen, wie hoch der Fehlergrad ihrer Aussagen ist?

Eine Vertreterin des Max Planck Institutes hat wenigstens zugegeben, dass sie sich da geirrt habe, da sie diese schon längst erwartet hatte.

Mathematisch-naturwissenschaftliche Methoden sind eben nur bedingt geeignet, Wechselwirkungen zwischen biologischen und sozialen Systemen (Aggressivität eines Virus und Verhalten der Menschen schon vor dem Shutdown) zu erfassen.

Nachdem flattening the curve, drastische Verlängerung der Verdoppelungszeit, gewünschte Reduktion der R-Zahl schon vor dem shutdown erreicht waren, waren es im wesentlichen die Anzahl der Neuerkrankungen und die drohende zweite Welle, welche zur Begründung der Kontakteinschränkungen und weitgehenden Einschränkung wesentlicher Grundrechte dienten.
Wovon will man es eigentlich abhängig machen, die allgemeine Maskenpflicht , von der ich nach wie vor nichts halte, nur noch auf sinnvolle Bereiche zu beschränken, wo der Mindestabstand nicht gehalten werden kann?
Auf einmal entdeckt man jetzt den Clustereffekt, den man noch erforschen muss, und der uns bedroht und jederzeit eine zweite Welle auslösen könne.
Wenn man genauer hinschaut, tritt dieser doch im wesentlichen dort auf, wo in geschlossenen Räumen der Mindestabstand nicht gehalten wurde und durch Feiern oder Singen in engem Körperkontakt die Verbreitung durch einen "Superspreader" erst ermöglicht wurde.
Dieser Effekt trifft sicher auf alle Grippeviren zu.
Er begünstigt eben die Weiterverbreitung und ist Folge menschlichen Sozialverhaltens und beschreibt keine Eigenschaft des Virus an sich.

Monate nach Ausbruch der Erkrankung haben wir noch immer keine verlässliche Letalitätsangabe.
In Heinsberg (Gangelt) mit eher überdurchschnittlich alter Bevölkerung lag sie zwischen 0,2 und 0,4 Prozent.
Bundesweit dürfte sie eher niedriger liegen.

Das ist nicht viel höher als die Sterblichkeit nach einer Kniegelenkersatzoperation.
Sollen solche Operationen, die ja fast nie lebensnotwendig sind, jetzt verboten werden?

Das wird langsam schon etwas albern. Die Neuansteckungen gehen ständig gegen Null, trotz Lockerungen;
aber die Maskenpflicht und Kontakteinschränkungen sollen bleiben, bis wir uns daran gewöhnt haben, wie die dressierten Affen herum zu laufen?
Wo ist denn nun der Effekt der Maskenpflicht statistisch nachgewiesen?
Wieviele Menschen haben sich im Supermarkt angesteckt?
Keiner weiss es, weil man ohne die Erfolge der vorangegangenen Maßnahmen abzuwarten, dann noch die Maskenpflicht drauf gesattelt hat.
Ja sicher kann man im Falle eines positiven Virenträgers dessen Virenlast an die Umgebung durch Masken reduzieren, was ich im ÖPNV ja auch als sinnvoll einsehe, aber als allgemeine Vorgabe ?
Die Streeck Studie hat ja auch Hinweise darauf geliefert, dass bei nur geringer Virendosis eher leichtere Krankheitsverläufe zu erwarten sind.
Durch Weglassen der Masken bei möglichem Mindestabstand könnte man solche sinnvollen Verläufe ja dann sogar begünstigen.

Deshalb noch mal meine Forderung, das Risiko der tödlichen Infektion nun endlich mal genauer zu erforschen.
Wozu leisten wir uns ein Robert Koch Institut?
Was taugen eigentlich Pandemiepläne, wenn bis zum heutigen Tag in den Krankenhäusern keine ausreichende Zahl von Gesichtsschutzmasken vorhanden sind?
Diese sollten ja bekanntlich alle drei Stunden gewechselt werden, da sie infolge natürlicher Durchfeuchtung ihre "Wirksamkeit" verlieren.
Tatsache ist jedoch, dass pro Pflegeperson nur eine Maske pro Tagesschicht zur Verfügung steht.

Jeder Mensch - nicht nur Virologen - kann/können sich irren.

Die Überheblichkeit, mit der Kritiker entweder in die Ecke der Egoisten oder Verschwörungstheoretiker gedrängt oder als typisches Beispiel des Präventionsparadoxes diskriminiert werden, geht mir gewaltig auf den Keks.
 
4 Kommentare
AnjaC kommentierte
Wovon will man es eigentlich abhängig machen, die allgemeine Maskenpflicht , von der ich nach wie vor nichts halte, nur noch auf sinnvolle Bereiche zu beschränken, wo der Mindestabstand nicht gehalten werden kann?
Da versteh ich Dich nicht. Das ist doch meiner Meinung nach genau so: im ÖPNV, in Geschäften, in Arztpraxen, in Innenräumen der Gastronomie, ... also eben genau da, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Draußen im Freien gibt es imho keine Maskenpflicht. Jedenfalls nicht hier in Bayern.
Dieser Effekt trifft sicher auf alle Grippeviren zu.
Er begünstigt eben die Weiterverbreitung und ist Folge menschlichen Sozialverhaltens und beschreibt keine Eigenschaft des Virus an sich.
Natürlich nicht. Wir bekämpfen ja auch nicht die Eigenschaft des Virus (einfach, weil wir es noch nicht können), sondern seine Verbreitung.
Wieviele Menschen haben sich im Supermarkt angesteckt?
Keiner weiss es, weil man ohne die Erfolge der vorangegangenen Maßnahmen abzuwarten, dann noch die Maskenpflicht drauf gesattelt hat.
Ja, Gott sei Dank! Ich verzichte gerne auf diese Zahl für die Statistik. Die Alternative wäre gewesen, sie zu erheben, dafür aber die Kunden als Versuchskaninchen für eine Kohortenanalyse herzunehmen.
Jeder Mensch - nicht nur Virologen - kann/können sich irren.
Stimmt. Und die seriösen unter ihnen geben das auch zu, weil es ihnen nicht ums recht haben geht, sondern darum, SARS-CoV-2 und COVID19 besser zu verstehen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
 
hansolo22 kommentierte
Hoffentlich brauchen wir nicht alle ein Knie OP - im Ernst - welche an den Haaren herbei gezogenen Vergleiche kommen noch.
Die Letalitaet beim Geschlechtsakt mit 80 Jahren zu sterben ist bestimmt auch nicht null - also kein Problem mit den Alten - Masken runter.
Ich habe fertig.
 
VisualPursuit kommentierte
"There's no glory in prevention" - Du belegst das sehr schön.

Was passiert wenn man all dies nicht tut sehen wir in Schweden, in den USA, in Brasilien.
 
falconeye kommentierte
Auf einmal entdeckt man jetzt den Clustereffekt, [...]
Dieser Effekt trifft sicher auf alle Grippeviren zu.
Er begünstigt eben die Weiterverbreitung und ist Folge menschlichen Sozialverhaltens und beschreibt keine Eigenschaft des Virus an sich.
Hierauf hätte man i.d.T. schon früher kommen können, denn bei SARS1 war es ähnlich. Tatsächlich hat man sich aber eher an der Grippe orientiert. Bei H1N1 z.B. (span.Grippe) gibt es keine Overdispersion (Clustereffekt). Es ist wohl sehr wohl eine Eigenschaft des Virus, ob er sich bevorzugt in der Lunge oder im Rachen vermehrt. Andererseits spielt dieser Unterschied nur bei eher kleiner Inzidenz eine Rolle, also der Möglichkeit, das Virus ganz zu eliminieren.

Die Überheblichkeit, mit der Kritiker entweder in die Ecke der Egoisten oder Verschwörungstheoretiker gedrängt oder als typisches Beispiel des Präventionsparadoxes diskriminiert werden, geht mir gewaltig auf den Keks.
Ist das so?
Ich sehe das nur bei Kritikern, die absurde Behauptungen aufstellen, z.B. dass die Infektionssterblichkeit vernachlässigbar klein sei.

Zu deinem Gangelt-Kommentar: das Altersprofil der Infizierten (mit Antikörpern) war unterdurchschnittlich (aufgrund der Karnevalsfeier und verbundenen Haushalte) - wie überhaupt zu Beginn der Epidemie und wurde nicht publiziert. Das Altersprofil der Stichprobe (publiziert) ist irrelevant. Eine IFR alleine ist auch wenig nützlich, wenn es einen altersabhängigen Faktor 100 darin gibt. Wir benötigen, wenn schon, IFR(age). Die kann man dann auf das Profil der jeweiligen Bevölkerung umrechnen. Ich hoffe, dass die München-Studie dies liefert. Meine Berechnungen liefern für die (über die deutsche Altersstruktur gemittelte) IFR einen Wert von 0.5 - 1.5%. In Nembro (Italien) sind während des Lockdowns 1.4% der Bevölkerung zusätzlich verstorben - da wäre es jetzt interessant, mal die Antikörperverteilung über die Alterstruktur zu bestimmen - aber auch wenn alle infiziert wären, kann da keine kleine IFR mehr rauskommen Auf Youtube werden teilweise zu diesem Thema anderslautende Studien (non reviewed) verlinkt, deren Auswahl habe ich aber mehrfach als extrem gefiltert beobachtet. Man muss das aus den Originaldaten schon selbst ausrechnen. Die IFR genau zu kennen, ist wirklich nur wichtig, um die Neugierde zu befriedigen und das Präventionsparadox zu belegen für die, die Beispiele aus dem Ausland nicht gelten lassen.

Masken sind ja gerade geeignet, über geringe Infektionsdosen die IFR zu senken. Müssten also gerade von Gegnern anderer Maßnahmen befürwortet werden. In Deutschland ist die Maskenpflicht ja auch auf geschlossene Räume mit Publikumsverkehr beschränkt.

Die zweite Welle ...

Tja, so genau ist das alles nicht. Aber deshalb doch nicht harmlos. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die meisten Menschen auch ohne Anordnung in öffentlichen geschlossenen Räumen vorsichtig geblieben sind und es einen saisonalen Effekt gibt. Zusätzlich scheinen sich Länder um so leichter zu tun, je weniger Fälle sie haben. Ich vermute hier, dass die Effektivität der Gesundheitsämter in der Fallverfolgung ausschlaggebend ist. Ohne unseren weichen Lockdown wären wir da aber nie angekommen, viele Länder schaffen das auch trotz ursprünglich härteren Lockdowns nicht.

Ja, Virologen können sich irren.

Aber ein wenig mehr Grundvertrauen den Menschen gegenüber, die sich professionell damit auseinandersetzen, könntest Du schon haben. Gut, u wurdest nicht gefragt. Ich auch nicht. Aber dennoch. Mir fällt es doch auch schwer
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist denn nun eigentlich mit der zweiten Welle geworden?

Grundsätzlich hat sich das Sozialverhalten der Menschen verändert - Hygieneregeln und durch die wärmeren Temperaturen verlagern sich viel mehr Aktivitäten in den outdoor Bereich. Allerdings ist dieser Zustand fragil, werden die Menschen wieder nachlässiger, kann es zur zweiten Welle kommen (IMHO).


Mathematisch-naturwissenschaftliche Methoden sind eben nur bedingt geeignet, Wechselwirkungen zwischen biologischen und sozialen Systemen (Aggressivität eines Virus und Verhalten der Menschen schon vor dem Shutdown) zu erfassen.
Yes!
Es geht meist um das Fortschreiben eines Trends, Verhaltensänderungen werden meist nicht antizipiert.


Hier wäre es besonders interessant zu untersuchen, ob es bisher SSEs gegeben hat, bei denen die Menschen indoor alle Masken getragen haben? Wahrscheinlich lassen sich durch Masken SSEs ziemlich effektiv vermeiden.

Wozu leisten wir uns ein Robert Koch Institut?

Gute Frage! Scheint mir immer mehr eine regierungsfreundliche Framing-Institution zu sein.

Die Überheblichkeit, mit der Kritiker entweder in die Ecke der Egoisten oder Verschwörungstheoretiker gedrängt oder als typisches Beispiel des Präventionsparadoxes diskriminiert werden, geht mir gewaltig auf den Keks.

Es gibt tatsächlich auch Aluhutträger, Esoteriker und Spinner. - Aber nicht nur bei Corona ist ein sachlicher, kontroverser Diskurs unerwünscht. Quasi alles, was dem moralin-geschwängerten Mainstream nicht entspricht, wird mit der "oralen" Keule plattgemacht, statt Diskussion heißt es dann Diskriminierung, Rassismus, Nazi, Sexismus, Aluhut und Leugner. Man will in seinem Denktunnel nicht verunsichert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
5 Kommentare
Fraenker kommentierte
Naja, immerhin ist es erlaubt, über Fakten zu diskutieren.
Was allerdings Fakten sind, darüber darf natürlich nicht jeder entscheiden...
 
falconeye kommentierte
Quasi alles, was dem moralin-geschwängerten Mainstream nicht entspricht, wird mit der "oralen" Keule plattgemacht, statt Diskussion
Man nennt diesen Effekt "Polarisierung".

Die USA ist da absolut Vorreiter, da kann man über gar nichts mehr diskutieren

Der Effekt entsteht, indem ausgehend von einem moderaten, diskussionswürdigen, Meinungssprektrum, zunehmend extremer Positionen entstehen. Daraus ensteht als Gegenreaktion auch eine festere Position des "Gegenlagers", die Fronten verhärten sich.

Uns im Falle der Corona-Epidemie kann man ja schon sagen, dass die Aluhutträger damit angefangen, das in Gang gesetzt haben. Und damit die normale, kritikwürdige Diskussion gleich mit beerdigt haben. Tatsächlich müssten Kritiker der aktuellen Corona-Politik erst einmal die Aluhuträger bekämpfen, damit man wieder zurück zu einem normalen Klima kommt. Im Augenblick kann man sich ja nur zwischen Aluhut und Mainstream entscheiden, was definitiv zu wenig Optionen sind!

Übrigens passierte dies in der Floyd-Protestbewegung: Aktivisten wurden ausgegrenzt und von den anderen Demonstranten verprügelt. Hat zwar nur begrenzt geholfen, aber immerhin ...
 
HaDiDi kommentierte
Übrigens passierte dies in der Floyd-Protestbewegung

Nun ja, bei der Floyd-Demo rennen wohl viele mit, die sich nie mit der gewalttätigen Floyd-Vita beschäftigt haben. Oder sind Raubüberfälle heute die Voraussetzung um im goldenen Sarg beerdigt zu werden....
 
falconeye kommentierte
Das erklärt vielleicht die Verachtung, aber nicht, wenn jemand 8 Minuten Zeit hat, darüber nachzudenken und nicht erkennt, dass diese irrelevant ist, zumal er wissentlich gefilmt wurde. Das war kaltblütiger Mord (oder zumindest Totschlag). (Im Falle des 75-Jährigen gibt es allerdings wohl Hinweise, dass dies eine staged Aktion war.)

Im Falle von Floyd kann man sich wohl nur auf eine Seite schlagen ...
 
AnjaC kommentierte
Die BlackLiveMatters-Demos diskutieren wir hinsichtlich der Gefahr von neuen SSEs, aber bitte nicht hinsichtlich ihrer Ziele, ihres Inhalts etc. Auch eine Diskussion über George Floyd ist hier off-topic.
 
Kann mir jemand erklären, warum die Schulen faktisch noch geschlossen sind (die erste Öffnung hat eigentlich wenig verändert, die Kinder gehen einmal pro Woche für drei Stunden, in kleinen Gruppen).

Gerade wird diskutiert, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll. Eine Petition (Klick) fordert einen "Masterplan". Bis dahin bin ich dabei...
...bei näherem Hinsehen schwant mir allerdings Böses: "Den Lehrerinnen und Schülerinnen müssen Hilfsmittel, wie eine einheitliche Videoplattform, ggf. Tablets, Drucker etc. zur Verfügung gestellt werden, so dass Unterricht auch zu Hause stattfinden kann."

Aua. Über Präsenzunterricht redet schon keiner mehr so richtig.

Ich muss gestehen, dass ich Naivling zwischenzeitlich gedacht habe, die Kinder könnten nach der Sommerferien wieder zur Schule gehen (und die Azubis zur Berufsschule).

Ich meine, die Statistik weist beispielsweise bei uns in Köln seit einigen Tagen weniger als 50 Infizierte aus (bei knapp einer Million Einwohner). Klick. Was spricht also gegen den Präsenzunterricht?
 
Sans Ear kommentierte
Ich finde ja eher, dass Kinder nicht mehr, sondern weniger vor Bildschirmen sitzen sollten... aber das ist ein anderes Thema.

Die Kitas in NRW öffnen wieder für alle Kinder, ist zu lesen.

Die Öffnung der Schulen ist aus Elternsicht bisher vernachlässigbar, da kommen pro Woche nur weniger Stunden zusammen. Das hilft echt keinem weiter. Ich kann das noch relativ locker abfangen, aber die meisten Eltern, die ich kenne, stolpern da von einer Krise in die nächste (von einem Tag zum nächsten). Wenn ich mich so umsehe:
  • sie arbeiten jetzt schon und haben keine Ahnung, wie sie das auf Dauer organisieren sollen oder
  • sie wollen/müssen bald wieder arbeiten und/oder
  • sie sind mit ihrer Hauslehrertätigkeit überfordert und/oder
  • die Situation belastet das Verhältnis zwischen und Eltern und Kindern so extrem, dass die Anfragen nach freien Plätzen im nächsten Kinderheim rapide ansteigen.

Und deshalb ist meine Frage erstgemeint: Was/welche Argumente sprechen ganz aktuell (und nach den Sommerferien) gegen den Präsenzunterricht? Kein Scheiß, ich habe mich schon seit Wochen nicht mehr mit dem Thema beschäftigt und mich ganz fatalistisch meinem Schicksal ergeben.
 
Sans Ear kommentierte
Bei uns in Schweinfurt sieht es so aus, dass die 5. bis 9. Klassen in halber Klassenstärke im Wochenwechsel in der Schule unterrichtet werden, die jeweils andere Hälfte hat über die Lernplattformen Aufgaben zu erledigen.

Das wäre ein Anfang. Bei den zwei Schulen, bei denen ich in Köln mitreden kann, sieht es anders aus. Die eine (Gymnasium): ein kurzer Schultag pro Woche. Die zweite (Gesamtschule): Alle vier Tag von 10-13 Uhr.

Das ist einfach lächerlich wenig, ich meine, die haben gerade ihr Pausenbrot gegessen, dann geht's schon wieder nach Hause.
 
AnjaC kommentierte
Stimmt, das IST wenig. Liegt das an den Schulen oder an den Vorgaben der Landesregierung? Was sagt der jeweilige Elternbeirat dazu?
 
falconeye kommentierte

Was/welche Argumente sprechen ganz aktuell (und nach den Sommerferien) gegen den Präsenzunterricht? Kein Scheiß, ich habe mich schon seit Wochen nicht mehr mit dem Thema beschäftigt und mich ganz fatalistisch meinem Schicksal ergeben.
Ich glaube, nichts. Und ich denke, er wird auch eingeführt.

Allerdings wird man dies begleiten müssen, z.B. mit einem täglichen Pooltest für die Lehrer, die als Sentinel einen möglichen Ausbruch anzeigen. Je nachdem, wie die Inzidenz sich entwickelt nach den Ferien, mit ggfs. infizierten Urlaubern oder auch Richtung Winter, werden dann auch Schulen betroffen sein. Ein Masterplan muss doch auch das vorsehen. Sonst kann man die Schulen auch ganz zulassen.
 
AnjaC kommentierte
Gestern Abend gab es eine Diskussion darüber, insbesondere die Grundschulen betreffend, bei Markus Lanz. Gegen die Öffnung hat keiner was. Allerdings dagegen, dass die Mindestabstände in Grundschulen aufgegeben werden, es keine Maskenpflicht gibt und die Klassengröße wieder auf 30 Schüler angehoben wird, als hätte es Corona nie gegeben.
Frau Gübler (Staatssekretärin für Integration in NRW), hat hier imho keine gute Figur abgegeben. Weder inhaltlich (das angebliche Gutachten, auf das die Landesregierung sich stützt, ist keines, sondern wie sie zugeben musste, lediglich eine Stellungnahme ohne wissenschaftlichen Unterbau verschiedener Verbände und eines Krankenhaushygienikers - bisschen dünn für so eine Entscheidung). Noch vom Auftreten her: viel, viel Redeanteil und dauernde Unterbrechung der anderen Gäste, dabei immer wieder die gleichen 1, 2 Argumente, die imho nicht tragfähig genug sind. Wie schon oben geschrieben: mich regt das auf.

Also nochmal: Schulen öffnen ja, aber mit entsprechenden Vorkehrungen genauso wie an jedem anderen Arbeitsplatz auch. Andere Bundesländer machen vor, wie das funktioniert, NRW kriegt es mal wieder nicht gebacken.

Hier in der Mediathek ab ca. Minute 21 (wer die Zeit hat, sollte von Anfang an schauen - da spricht Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter über Kindesmissbrauch insbesondere im Fall Münster)
 
Dein langer Beitrag verdient Antwort. First Things First:
Die Überheblichkeit, mit der Kritiker entweder in die Ecke der Egoisten oder Verschwörungstheoretiker gedrängt oder als typisches Beispiel des Präventionsparadoxes diskriminiert werden, geht mir gewaltig auf den Keks.
Mir (und anderen) geht auch die Leugung von Fakten ziemlich auf den Keks.

Mögen wir über Masken (keine Fakten) streiten - schön, dass wir das noch können. Schweden, Großbritannien, USA und Brasilien zeigen uns, dass nicht alle heute über diese "Kleinigkeiten gestritten werden kann. Dort geht es ums nackte Überleben. Die angeblich so viel wirtschaftsfreiundlicheren Alternativen haben ihre Nagelprobe eindeutig nicht bestanden. Wirtschaft hin UND viele, sehr viele Tote. Fakt. Und noch dazu: Kein Ende in Sicht.

Wir sind in der glücklichen Lage, nun über "Kleinigkeiten", über Methoden der Prävention zu streiten. Denn heute wissen es alle besser. Und jeder glaubt in heerer Selbstüberschätzung heute vor allem zu wissen, was damals hätte getan werden sollen, ja müssen. Ein sehr guter, sehr kurzer Artikel zu diesem Paradoxon der Prävention:

Nein, keine Ecke, in die ich dich oder irgendjemanden stellen möchte. Aber lies den Kommentar. Ganz, nicht nur die Passagen, die dir gefallen oder die deiner Meinung dienen.

Nein, ich habe keine Panik, nicht mal besondere Angst, an Covid-19 zu erkranken oder zu sterben. Aber ich möchte auch nicht wegen ingnoranter Nachlässigkeit sterben. Weder wegen meiner eigenen noch der anderer. Und ein bisschen Abstand sowie Masken im engen Raum sind da noch ein vergleichsweise einfache und billige Mittel der Wahl. Wenn alle mitmachen. Rücksichtslose Menschen oder vermeintliche Besserwisser gefährden nicht nur sich selbst (was ihnen zustünde), sondern auch alle Menschen rundum, vor allem die eigene Familie. Und dafür fehlt mir das Verständnis.
 
gelenkpfanne kommentierte
Ich unterstelle Maskenträger keine Angst. Ich trage auch Maske, dort wo es vorgeschrieben ist. Aber ich kann Menschen verstehen, die klare und verbindliche Regelungen haben möchten, welche auf wissenschaftlichen Daten beruhen. Da reicht es eben nicht, immer wieder zu rufen „Das Messer könnte sauscharf sein!“, ohne gelegentlich zu überprüfen, ob es tatsächlich so ist.
 
AnjaC kommentierte
Zum Thema Versuchskaninchen mal eine Gegenfrage: wem schadet es denn, wenn Masken getragen werden? (und um das gleich vorwegzunehmen: es gibt Ausnahmen für Menschen, denen das Maskentragen gesundheitlich Probleme bereitet). Dagegen: wem schadet es, wenn keine getragen werden? Da bin ich doch lieber Versuchskaninchen im "Team Maske".
Und nochmal, wir haben es hier schon oft belegt: es gibt Studien, die die Wirkung der Masken belegen. Ich hab jetzt echt keine Lust, die Links alle nochmal rauszusuchen.

Es gibt schlicht Orte, die gefährlicher für eine Ansteckung sind als andere: Innenräume z.B., Menschenansammlungen, überall da, wo kein Abstand gehalten werden kann. Ich würde zu gerne mal sehen, wer alles Maske tragen würde, wäre die Wirkweise umgekehrt, also würde sich jeder selbst schützen können durch eine Maske (und nicht die anderen). Ich wette, wir hätten diese Diskussion nicht.
 
VisualPursuit kommentierte
Das Konzept sich gelegentlich in den Finger zu schneiden um das zu überprüfen,
oder jede zehnte Autobahnfahrt ohne Gurt zu absolvieren um zu prüfen ob der
Gurt wirklich zu etwas Nutze ist..... könnte man als "extravagant" bezeichnen.

Ich zumindest brauche keine klaren und verbindlichen Regeln um meinen
Hausverstand einzusetzen, das kann ich auch ohne Zwang.

Daß die Masken ein Ansteckungsrisiko signifikant reduzieren muss wohl nicht
mehr diskutiert werden, das ist eine Tatsache.
 
falconeye kommentierte

Hattest du vielleicht auch unabhängig von meiner Person gesagt.
Dich meinte ich nicht, hab dich hier auch nicht so kennengelernt.
Maskenpflicht [...] Ab wieviel Neuerkrankungen pro Landkreis/100000 Personen oder erst wenn mit einem zukünftigen Impfstoff [...]
Streng genommen (aber s.u.) ist die Logik eine andere: falls ohne Maskenpflicht Rt über 1 liegt, muss es eine Maskenpflicht geben, um eine Chance zu bekommen, Rt darunter zu bekommen. Egal, wie viele Infizierte es gibt, oder wie klein das persönliche Risiko ist. Denn es gilt, die ggfs. wenigen Infizierten abzuschirmen (denn um deren Rt geht es ja). Das Rt eines Nicht-Infizierten ist per definitionem immer 0. Die Maske ist halt die Maßnahme mit dem geringsten Kollateralschaden. Liegt Rt mit Maskenpflicht unter 1, weiss man natürlich nicht, wie es ohne aussähe. Aktuell (Stand 9.6.) liegt Rt laut RKI bei 1.10 mit Maske, da wird niemand über die Maskenpflicht diskutieren wollen.

"Streng genommen" ... dieses Kriterium ist ein wenig praxisfern, wenn es nur noch sehr wenig Infizierte gibt. Daher bevorzuge ich meinen Alertlevel A, der natürlich in der öffentlichen Diskussion (noch?) keine Rolle spielt. Aber vielleicht hier. Ich halte die Maskenpflicht für verzichtbar, wenn A unter -2 fällt ("no risk"). Die Maskenpflicht in China halte ich z.B. für aktuell überzogen.

Das heisst (für mich): Maskenpflicht so lange, bis A<-2. Und versuchen, diesen Zustand möglichst schnell zu erreichen, um die lästige Maskenpflicht schnell wieder loszuwerden.
 
mfey kommentierte
Endlich mal eine Antwort, mit der ich als Arbeitshypothese etwas anfangen kann.
wie steht es mit der Abhängigkeit der R-Zahl von der Anzahl der Getesteten bei jetzt deutlicher Ausweitung der Letzteren?
Muss mir die Definition des Alertlevels noch mal genauer anschauen. THX
 
Hallo,

ich gehöre ebenfalls zur Risikogruppe und bin sehr verunsichert.
Dazu habe folgende Frage: Bilder von den "Black Lives Matters" Demos, z.B. in München, oder diese "Boot-Demo in Berlin, zeigen das die Demonstranten doch sehr eng zusammen standen.
Meint ihr das es dadurch wieder zu einem Anstieg kommt?

Wolfy
 
AnjaC kommentierte
Martin, Du hast Deine Meinung und ich hab meine. Darüber haben wir uns ausgetauscht.

Nur eines möchte ich noch zu bedenken geben zu Deiner Aussage " Allgemeine Maskenpflicht ohne bezug zur Letalität ist total übertrieben. "
Ich finde den Bezug allein zur Letalität fahrlässig. Wir müssen nicht nur Tote verhindern, sondern auch schwere Verläufe sowie Folge- und Langzeitschäden. Vor allem müssen wir Hotspots verhindern, wie jetzt in NRW (nicht nur bei Tönnies, sondern in insgesamt 11 Grundschulen, Berichterstattung s. u.a. WDR.de von gestern). Meiner Meinung nach haben wir beide uns jetzt gründlich ausgetauscht - ohne neue Erkenntnisse werden wir uns nun nur weiter wiederholen.

Aber - und das gilt für alle hier!:

Was ich grundsätzlich in diesem Thread nicht haben will, ist eine Verallgemeinerung durch die polarisierende Wortwahl, z.B. Maskenfans und Maskenverweigerer. Als ob es nur diese beiden Gruppen gäbe! Da sind wir doch hier (auch du!) auf einem höheren Diskussionsniveau.
 
Fraenker kommentierte
(nicht nur bei Tönnies, sondern in insgesamt 11 Grundschulen, Berichterstattung s. u.a. WDR.de von gestern).
Echt? In den Grundschulen gibt es auch C-Ausbrüche?
Ich hatte es so verstanden (missverstanden?), dass die Schulen und Kindergärten vorsorglich geschlossen wurden. Daher auch das Unverständnis von einigen interviewten Eltern, die meinten, dass die betroffenen Arbeiter der Fleischfabrik typischerweeise keine Kinder in den nun geschlossenen Schulen/Kindergärten hätten.
 
mfey kommentierte

Du willst mich nicht verstehen, auf meine sachlichen Argumente gehst du nicht ein. Sorry, deine Kommentare fallen nicht gerade durch sachlichen emotionsfreien Meinungsaustausch auf, ist leider mein Eindruck.
 
AnjaC kommentierte
Nein, das ist unabhängig von dem Cluster bei Tönnies! Kommt imho davon, wenn man die Grundschulen ohne Mindestabstand etc und als ob es Corona nie gegeben hätte wieder öffnet.
Quelle:
 
hansolo22 kommentierte

Richtig - es sind immer die anderen die dich nicht verstehen - Asche auf mein Haupt.
 
Hier wäre es besonders interessant zu untersuchen, ob es bisher SSEs gegeben hat, bei denen die Menschen indoor alle Masken getragen haben?
Es gibt eine publizierte Aufstellung von 318 SSEs
Nur 1 Outdoor, die meisten zuhause (wohl à la Göttingen) - gültig für China bis zum Lockdown und kurz danach.
Du lannst ja mal gucken, ob man da was über Masken erfahren kann.

Ich vermute, bei vielen Settings hilft eine Maske nur, wenn nicht der Redner, Sänger, Priester etc. selbst infiziert ist, da die i.d.R. auch bei Maskenpflicht keine Maske getragen haben - sieht man ja auch auf PKs. Und bei Familienfeiern trägt eh keiner Maske ...
 
Kommentar
Flüge, vor allem Langstreckenflüge, könnten zum Startpunkt von SSEs werden.

Auf meine geplanten Flugreisen werde ich wohl dieses Jahr komplett verzichten:

 
Kommentar
Eine neue Studie ist peer-reviewed und wird in Nature publiziert. Titel (Übersetzung von mir) Abschätzung der Auswirkungen von nicht-pharmazeutischen Interventionen auf COVID-19 in Europa

Betrachtete Länder: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Österreich, Spanien, Schweden, Schweiz

Aus der Zusammenfassung (Übersetzung von mir):
"Wir schätzen, dass für alle von uns betrachteten Länder die gegenwärtigen Interventionen ausreichend waren, um die Reproduktionszahl Rt unter 1 zu senken (die Wahrscheinlichkeit Rt< 1,0 beträgt 99,9%) und eine Epidemiekontrolle zu erreichen. Wir schätzen, dass in allen 11 Ländern bis zum 4. Mai zwischen 12 und 15 Millionen Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert waren, was zwischen 3,2% und 4,0% der Bevölkerung entspricht. Unsere Ergebnisse zeigen, dass größere nicht-pharmazeutische Interventionen und insbesondere der Lockdown einen großen Einfluss auf die Verringerung der Übertragung hatten. Eine fortgesetzte Intervention sollte in Betracht gezogen werden, um die Übertragung von SARS-CoV-2 unter Kontrolle zu halten."

Im PDF imho insbesondere interessant:
Table 1 (PDF Seite 7) Infizierte Gesamtbevölkerung pro Land
ExtendedData Fig 1 (PDF Seite 13) Zeitplan der Interventionen
Extrended Data Table 1 (PDF Seite 15) Gesamtzahl der prognostizierten Todesfälle seit Beginn der Epidemie bis zum 4. Mai im Studienmodell und in einem kontrafaktischen Modell (unter der Annahme, dass keine Intervention stattgefunden hat)

Quelle: Flaxman, S., Mishra, S., Gandy, A. et al. Estimating the effects of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in Europe. Nature (2020). https://doi.org/10.1038/s41586-020-2405-7
 
2 Kommentare
falconeye kommentierte
Wer eine Zusammenfassung benötigt: Die Autoren berechnen u.a., dass die Maßnahmen, vor allem der Lockdown, in Deutschland 560.000 Tote verhindert hat. Trotz Peer Review hätte ich da aber noch die eine oder andere Frage ...
 
falconeye kommentierte
Drosten kommentiert in Folge 48 diese Studie (eher in der zweiten Hälfte).
Kurzfassung: Grundsätzlich gut und solide. Sein Haupteinwand: „zu den Zahlen ohne Maßnahmen wäre es natürlich nie gekommen. Denn die Menschen schützen sich natürlich trotzdem, wenn sie merken, da geht was um“.

Das wäre auch einer meiner Einwände: mit welchem R0 modelliert man die Epidemie, nachdem die Menschen in ihrem Umfeld den Ausbruch bemerken? Hier den naiven Wert 2.2 - 3 anzunehmen, ist muMn falsch. Ich persönlich beobachte hier einen Wert in der Nähe von 1.5. Aber das ändert erst einmal nichts an der grundsätzlichen Aussage der Arbeit.
 
Tja, in Kitas wird ja eh viel gebastelt, haben sich die Verantwortlichen vielleicht gedacht.....

Ich würde euch ja gerne was anderes als die t-online news verlinken, aber sowohl die Rheinische Post als auch diverse Lokalblätter haben die Artikel, in denen sie darüber berichten, hinter Bezahlschranken:

Also hier mal wahlweise zum Lachen oder zum Kopfschütteln:

NRW: Kitas ärgern sich über Bastelsätze für Masken

 
Kommentar
Neuseeland

Neuseeland hebt ab morgen alle Corona Beschränkungen auf und verschärft die Grenzkontrollen. So minimiert man den wirtschaftlichen Schaden. Das Virus wurde eliminiert, eradiziert sagt man wohl erst, wenn das weltweit zutrifft.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
luckyshot kommentierte
Ich bin ich mir nicht sicher Falk, ob sich das so leicht pauschal auf den Punkt bringen lässt...
Die Situation von Neuseeland ist nicht mit der von Deutschland vergleichbar, weder geografisch noch wirtschaftlich.

Zum einen handelt es sich um eine Insel, die mehrere Flugstunden vom nächsten großen Nachbarn entfernt ist, da kann man sich schon mal von den “Nachbarn“ abschotten, ohne große Verwerfungen zu erzeugen. Und man hat es viel leichter, den “Import“ von Ansteckungen zu vermeiden.
Wie sich das dann auf die Wirtschaft auswirkt, ist eine andere Frage. NZ erzielt die höchsten Export-Umsätze mit Agrarprodukten (ca. 2/3 des Gesamtexportvolumens wenn ich mich recht erinnere) - da werden die Rückgänge schon mal deutlich geringer ausfallen, als hier, wo v.a. Hochtechnologie exportiert wird. Zudem hat die Lieferfähigkeit von Lebensmitteln unter Corona wesentlich weniger gelitten, als die unserer Exportgüter. Im Gegensatz zu Deutschland hat NZ eine fast ausgeglichene Handelsbilanz.
Ein zweiter wichtiger Wirtschaftsfaktor ist dort der Tourismus, da sind die Folgen einer strikten Abschottung härter. Denn sicherlich kann in diesem Sektor der Rückgang nicht mit Urlaubsreisen der 4 Mio Einheimischen aufgefangen werden.

Ich glaube, dass die Komplexität der wirtschaftlichen Probleme die der medizinischen (zumindest in den Wirtschaftsnationen) bei weitem übersteigt, weil die globalen Zusammenhänge durch nationale Maßnahmen nur in geringem Ausmaß beeinflussbar sind.
 
falconeye kommentierte

Ich wollte nicht andeuten, dass Deutschland das ähnlich machen könnte. Das diente nur als Beispiel, wie eine Eliminierungsstrategie praktikabel und wirtschaftlich sinnvoll sein kann.
Die Welt ist halt noch nicht so weit, sonst hätten wir das Virus jetzt eradiziert.
 
-Anzeige-