Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Ist zwar nicht die Bretagne - aber Deutschland soll ja auch schön sein - und in Niedersachsen waren wir bis jetzt noch nicht im Urlaub.

 
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Von der oft als "Heinsberg-Studie" bezeichneten Untersuchung von Streeck et al. liegt eine erste Version eines wissenschaftlichen Manuskripts vor. Veröffentlicht wurde das Ganze als Preprint (also logischerweise in der Kürze der Zeit noch ohne Peer Review) bei MedRxiv.

Hier der Link zum PDF (englisch):

Ebenfalls heute gab es ein knapp einstündiges Pressebriefing als Webinar mit Prof. Dr. Gunther Hartmann (Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, Universität Bonn), Prof. Dr. Gérard Krause (Leiter der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig) und Prof. Dr. Hendrik Streeck (Direktor des Instituts für Virologie, Universitätsklinikum Bonn) zu Methoden, Ablauf, Validität der Ergebnisse. Teilnehmende Journalisten konnten Fragen stellen.

Ich habe es mir noch nicht angesehen, aber hier ist der Link dorthin (Emailadresse erforderlich). In Kürze soll es auch ein Transkript geben, für alle, die lieber quer lesen und nicht 50 Minuten lang zuhören wollen.

 
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Das ist aber eine Erwartung, die schon vor der Pandemie naive Illusion war...
Deshalb ist Rücksichtslosigkeit in Ordnung?

Ich erwarte auch, nicht überfallen und ausgeraubt zu werden - obwohl das doch täglich irgendwo passiert. Naiv? Würde ich nicht mehr erwarten dürfen, dass der Rechtsvorrang gilt, dürfte ich in keine Kreuzung mehr einfahren, weil ... irgeneiner fährt mir auch trotz Rot irgendwann durchs eigene Auto.
 
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@ernst.w
Ich sage nicht dass Rücksichtslosigkeit in Ordnung ist, ganz im Gegenteil.
Damit will ich sagen, Du erwartest etwas, was Du nicht bekommen wirst...
Ist Dir Rücksichtslosigkeit früher nie begegnet?
 
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Vorsichtig zu sein, sollte daher schon der oft zitierte "gesunde Menschenverstand" empfehlen.

(ich weiß jetzt nicht, wie ich das so hin bekomme. dass nicht alles von ernst.w ist.)

Meine Antwort ist:
Das sollte man aber immer. In jeder Situation und in jeder Lebenslage.

Für mich heißt das, vorsichtig, umsichtig und rücksichtsvoll zu sein, aber nicht alles hin nehmen, was einem gesagt wird.
 
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AnjaC kommentierte
Hallo Ulli, ich habe das Zitat mal so gesetzt, dass es deutlich ist
 
UlrikeHoffmann kommentierte
Danke Dir !!
 
Ostern in Österreich

In Deutschland war es nicht so ausgeprägt, der R0-Wert (und mein Alert Level A - blau) sind über Ostern (grüner Streifen) in Österreich doch angestiegen und erholten sich danach. Der Effekt wirkt sich wegen der zeitverstezten Erfassung in meinen Zahlen erst jetzt aus.

 
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Die Öffnungsdaten für den Tierpark Hellabrunn und den Botanischen Garten zu München wurden um eine Woche verschoben.
Jetzt soll es am Montag, den 11. Mai soweit sein.

Ich habe die passenden Kameras und Objektive schon mal bereit gelegt.
Für den Tierpark: Nikon D 7200 mit Carl Zeiss Apo-Sonnar 135/2.0 ZF.2 und Einbeinstativ
Für den Botanischen Garten: Sony Alpha 7RM2 mit Voigtländer Macro Apo-Lanthar 65/2.0.

Gruß
Hans
 
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HaDiDi kommentierte
Dann wollen wir aber auch Bilder sehen!
 
Gianni33 kommentierte
Ja, gerne, ich werde mich nach Kräften bemühen!
Allerdings werden im Zoo die Tierhäuser vermutlich noch geschlossen bleiben, ebenso die Gewächshäuser im Botanischen Garten.
Auch die Restaurants werden noch nicht geöffnet sein; sie werden sich auf den Straßenverkauf beschränken müssen.
Diese Einschränkungen finden selbstverständlich als notwendige Vorsichtsmaßnahmen meine volle Zustimmung.
 
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Neues von der App-Front:

Apple und Google haben Screenshots und Rahmenbedingungen für die Entwickler der diversen Corona-Tracing-Apps veröffentlicht.

Zitat: "...haben aber auch für die Apps der Behörden, die nun bald auf diese Infrastruktur zugreifen können, strenge Regeln: So muss es mehrfache Zustimmungen durch den Nutzer geben, es darf nur eine App pro Land geben, diese darf nur von den lokalen Behörden und nicht von Privatunternehmen stammen. Außerdem dürfen diese Apps nicht auf Standortdienste zugreifen, so wenige Daten wie nur möglich sammeln und natürlich auch keine Werbung einblenden."

Quelle:
 
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falconeye kommentierte
> es darf nur eine App pro Land geben
Eine sehr wichtige und schlaue Klausel. Fragmentierung würde alles zunichte machen, hatte da schon Sorgen ...
 
Der US-amerikanische Fotograf Kevin Raber, einigen vielleicht bekannt als ehemaliger Inhaber von luminous landscape, schreibt in einem berührenden Bericht auf seiner Webseite, wie COVID-19 ihn und seine Familie betrifft. Auf englisch, aber lesenswert. Für alle die meinen, sie kennen ja keinen, der einen kennt, der infiziert ist:

 
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ernst.w kommentierte
Sehr berührend. Danke für den Link.
 
Es ist mal Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen:

Ich habe im Laufe der Epidemie eine "Entwicklung" durchgemacht: Im Februar war die Datenlage sehr unklar. Die Zahlen aus China waren politisch, boten keine seriöse Grundlage, um darauf Aussagen zu stützen. Über das Wuhan Virus wussten wir sehr wenig, es scheint sehr infektiös zu sein, es gibt ernsthafte Krankheitsverläufe, es gibt keine Herdenimmunität, keine Medikation, keinen Impfstoff und es nutzt den ACE-2-Rezeptor um in Epithelzellen einzudringen.

Bei dieser Ausgangslage hielt ich es für notwendig (über)vorsichtig zu sein und worst case Betrachtungen anzustellen. Bis heute nutze ich immer Masken im öffentlichen Raum, halte Abstand, meide mögliche Infektionsquellen und versuche eine Infektion mit dem Wuhan Virus zeitlich zu verzögern, bis es eine bessere Medikation gibt. Aus Nachlässigkeit will ich an Covid nicht versterben, auch wenn mein persönliches Risiko wohl nur bei 1:50 (Alter, Vorerkrankungen) liegen wird. (Mein Unfallrisiko mit der Honda ist da deutlich höher, trotzdem steige ich aufs Bike.)

Nun, nachdem Covid gut acht Wochen in Westeuropa "gewütet" hat und mehr als zwölf Wochen in Asien, erlaubt die Datenlage erste Einschätzungen:

1) Taiwan, Hong Kong, aber auch Thailand zeigen, dass man sich recht gut gegen eine Infektion schützen kann, ohne das soziale Leben völlig lahm zu legen. Die Gefahrenquellen lauern meist indoor, im Aufzug, im Bus, in schlecht gelüfteten Räumen. Outdoor, etwas Abstand, auf die Windrichtung achten und das Infektionsrisiko auch ohne Maske ist sehr gering. Eine intelligente Bevölkerung, die sich mit Infektionswegen und Infektionsdosis beschäftigt hat, kann sich schützen, mit geringem Aufwand, ohne Panik, primär mit "Achtsamkeit".

2) Schaut man unvoreingenommen nach Westeuropa und vergleicht Frankreich, Italien und UK, dann fällt auf, dass obwohl die politischen Maßnahmen sehr unterschiedlich wahren, Erkrankte und Tote in einem ähnlichen Größenbereich liegen. Horrorvisionen, hohe Übersterblichkeit sind nicht zu erkennen. Statistisch, auf die Gesamtbevölkerung gesehen, ist Covid relativ harmlos. Es gibt Risikogruppen, die müssen sich schützen (Eigeninitiative), aber das Wuhan Virus scheint insgesamt unproblematisch.

3) Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Erkenntnisse vom Rechtsmediziner Prof. Püschel und anderen Obduzierenden. Wer stirbt eigentlich an Covid - Altersgruppen und Vorerkrankungen? Wer stirbt nur mit Covid? Warum gibt es keine für jeden einsehbaren Statistiken über die Toten in Westeuropa? Ich wünsche mir eine Aufstellung der 150.000 Toten mit Angaben zu Alter, Geschlecht, Gewicht, Vorerkrankungen, Raucher, Berufe. Dann kann jeder sein persönliches "Sterberisiko" besser abschätzen.

4) Wird es wirklich eine hohe Übersterblichkeit geben? Sicherlich, betrachte ich sehr kurze Zeiträume (wenige Wochen) und dann Hot Spot Areas, dann erscheint der Eindruck von sehr vielen Toten. Diese Betrachtung ist jedoch unseriös, zumal ohne Obduktion. Betrachte ich dagegen einen Zeitraum von 2 Jahren und z.B. für ganz Deutschland, dann wird sich die Übersterblichkeit relativieren, so meine Einschätzung. In zwei Jahren sterben rund 2 Mio. Menschen in der BRD - viele Alte, Vorerkrankte. Durch Covid sterben vielleicht in diesem Zeitraum 300.000-500.000 Menschen zusätzlich, das wäre für mich eine geringe Übersterblichkeit. Zumindest keine Übersterblichkeit, die Million Arbeitslose, Hunderttausende an Pleiten und Aushebelung der Grundrechte rechtfertigt. (Kann man natürlich anders sehen.)

5) Zu Anfang waren die Politiker besorgt, mittlerweile wird Covid aber opportunistisch genutzt. Da geht es um Positionen, Wählerstimmen und um die Durchsetzung längerfristiger politischer Ziele - zB. Bargeld-Abschaffung, Minuszinsen, Vermögenssteuer, usw.

Mein Fazit (alles eigene Meinung), jetzt muss der Souverän aufpassen, dass er nicht zum Untertan wird. Covid ist relativ harmlos und man kann sich individuell gut schützen. Die wirtschaftlichen Folgeschäden zu minimieren, ist die größere Herausforderung für die nächsten Monate.
 
5 Kommentare
häuschen kommentierte
Wenn ich mir die üblichen Spitzen wegdenke, bin ich mit diesen Ausführungen einverstanden.
Du bist der Ansicht, dass innerhalb von 2 Jahren 300-500.000 Menschen in Deutschland am Gelbmann-Virus sterben werden?
 
HaDiDi kommentierte
Ich bin der Meinung, dass ohne weitere Lockdown-Maßnahmen (und ohne Impfstoff) maximal 300.000-500.000 Menschen zusätzlich an Covid in den nächsten 24 Monaten versterben könnten. Ja, ist nicht wenig, aber auch keine Horrorvision. (An Alkohol und Zigaretten stirbt sicherlich eine ähnliche Größenordnung. Da werden Grundrechte nicht massiv beschnitten.) Es geht mir um Relationen und Größenordnungen.
 
hansolo22 kommentierte
Ich halte es eher mit dem Schweizer Kardiologen dessen Statement hier verlinkt wurde und meinem Menschenverstand.
Welche Grippe- oder sonstige Welle hat zu einem Zusammenbruch der Kliniken gefuehrt wie in NY, Italien oder Spanien?
Welche Infektionswelle hat dazu gefuehrt das es Kuehlcontainer, Massengraeber und Armeelaster fuer die Toten gab?

Keine an die ich mich mit 65 Lenzen erinnern koennte.

Harmlos ist was anderes.

Grundrechte - ich erlebe da z.B eine Gruppe an Buergern welche ihr Grundrecht auf Dummheit verbunden mit Ignoranz der Regeln einfordert.
Ich schriebs schon mal - die Infektionen die wir jetzt noch erleben sind meiner Meinung nach genau diesen Menschen zu verdanken - ueberwiegend.
Sonst waeren wir schon laengst weiter.

Hr. Weil hat es gestern abend im Interview sehr gut auf den Punkt gebracht.
Es geht jetzt darum ein Hygienekonzept fuer alle Wirtschaftszweige auf den Weg zu bringen.
Und mit Ausnahme von Volksfesten, Massenveranstaltungen ist das aus meiner Sicht moeglich.

Wer sich die Regeln fuer Frisoere ausgedacht hat mit Nassschnitt - naja.
Corona haelt sich in den Haaren - mag sein - aber genauso auf den Haenden auf der Kleidung und und.
Genau deswegen hat der Frisoer ja Handschuhe und Maske.
 
falconeye kommentierte
Das ist ja eine der drei Optionen, die ich mal erwähnt hatte - laufen lassen. Selbst bei „nur“ 400.000 Covid Toten kämen aber auch noch die Toten wegen Überlastung der Krankenhäuser dazu - die Leute sterben ja auch so, wie Du richtig erwähnst. Die Übersterblichkeit wäre dann fast im Millionenbereich (die Übersterblichkeit in Italien liegt neuesten Zahlen zufolge bei einem Faktor 2 zu den Covid Toten).

Warum ich das nur als zweitteuerste Option sehe? Weil, und das zeigen die Zahlen, die Menschen bei hoher Inzidenz (was das Laufenlassen zwangsläufig bedeutet - also anders als jetzt) und damit irgendwann sogar Sterbefällen in ihrer Nähe von alleine Social Distancing betreiben und dann ist der wirtsch. Schaden fast identisch. Über eine lange Zeit, nicht nur während der aktuellen Containment Phase. Eine aufmuckende Bevölkerung ist ein gutes Zeichen, dass die Wirtschaft wieder eine Chance hat. Aber inmitten von Leichensäcken sehe ich das nicht. Aufmucken sehe ich nur überall dort, wo die Inzidenz klein ist. Im Grunde genommen bist Du dafür sogar ein Beispiel, die Inzidenz in Thailand ist sehr gering.
 
mfey kommentierte
@HaDiDi

Kann ich alles voll und ganz unterschreiben. Ob 300 000 bis 500 000 zusätzliche Tote in 2 Jahren nur eine geringe Übersterblichkeit bedingen, da habe ich ein Problem.
Dennoch würde mich dein zahlenmäßiges Übersterblichkeitskriterium (Quelle) interessieren.
20000 Tote als Übersterblichkeit im Winter 17/18 galt schon als deutlich höher als sonst.
150 000 bis 250 000 jährlich zu akzeptierende Coronatote wäre mir daher zu viel, das sollte man durch möglichst freiwillige Einschränkungen deutlich zu senken versuchen.
Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass man bei einer bislang unheilbaren und für wenige auch tödlich ausgehenden neuen Grippeerkrankung durch Gegenmaßnahmen mangels Grundimmunität und fehlenden Impfstoffen zwar kaum so "gute" Ergebnisse wie bei der saisonalen Influenza erwarten kann, dass die jährlichen Todesfälle aber dennoch nicht exorbitant darüber liegen sollten, solange noch Hoffnung auf Impfung und Medikamente zur Verlaufsabschwächung für die Risikogruppen besteht.
Dann lieber langsamer lockern und die Zahlen im Auge behalten. Ausgeheinschränkungen, Größe der erlaubten Veranstaltungen, Anzahl Gäste pro 100 qm in Lokalen etc. sind schon Stellschrauben an denen man drehen und zur Not auch etwas zurückdrehen kann. Die Wirtschaft insgesamt, besonders was Industrie und verarbeitendes Gewerbe anbelangt, sehe ich wie einen Ozeanriesen, da kann man nicht mit stop und go manövrieren. Da unser aller Leben und Überleben auf wirtschaftliche Tätigkeit gründet, ist der Zustand der Wirtschaft essentiell auch für unseren Gesundheitszustand, und da läuft uns nun mal die Zeit davon.
 

As part of this partnership Google and Apple are releasing draft documentation for an Exposure Notification system in service of privacy-preserving contact tracing:

Exposure Notification - Bluetooth Specification

Exposure Notification - Cryptography Specification

Exposure Notification - Framework API

Exposure Notification - Frequently Asked Questions
 
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Guten Morgen zusammen

Wenn ich mir die Medienberichte so ansehe, dann wird es imho derzeit deutlich unübersichtlicher, noch einen irgendwie gearteten Überblick zu behalten. Dieses Land lockert jenes, das andere dieses oder auch nicht und das alles oftmals ohne Beachtung der letzten Beschlüsse der Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung. Ich habe auch den Eindruck, dass mehr und mehr Verbände, Branchenvertreter, Interessensvereinigungen ihre Bedeutung "in den Ring" werfen, damit man sie nur ja nicht überhört und am Ende bei Beschlüssen übergeht. Das alles trägt zur Verunsicherung bei und auch zu dem meiner Meinung nach bisher häufig herbeigeredeten Verdruß der Bevölkerung, ganz nach dem bekannten Schema einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Was unseren Thread hier betrifft, möchte ich alle nochmal daran erinnern, dass wir hier trotz Frust, Ärger, Lagerkoller, Hilflosigkeit, Angst um die Gesundheit oder berufliche Existenzsicherung und ähnliche belastenden Empfindungen mehr mit unserem Gegenüber trotzdem respektvoll umgehen. Im Home Schooling meiner Tochter wurde ich gestern erst wieder an "unfaire Mittel" in einer Diskussion erinnert. Dazu gehören unter anderem auch persönliche Angriffe und herabwürdigende Bewertungen anderer Diskussionsteilnehmer. Da schon meine 16-jährige Tochter bei allem emotionalen Engagement in Diskussionen die dazugehörigen Aufgaben fehlerfrei lösen kann, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Erwachsenen das hier auch umgesetzt bekommen. Oder?

Hier noch die aktuellen Pressetermine für heute, wie immer zu sehen bei phoenix und in den diversen Livestreams:

10:00 Uhr Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts (RKI) zum aktuellen Corona-Sachstand
11:00 Uhr Bundespressekonferenz zum Reformkonzept „BMZ 2030“ und das “Corona-Sofortprogramm“ des BMZ mit Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Georg Graf Waldersee (Vorsitzender UNICEF Deutschland)
12:00 Uhr Land Bayern: Pressekonferenz zur Kabinettssitzung mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Sozialministerin Carolina Trautner

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
 
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Aha, dann sind wir schon 2 die das vermuten/wissen worauf das hinausläuft

Hatte gestern mit der Messe Düsseldorf gesprochen, Öffnung etc. Toll was da so hinter den Kulissen abläuft von den Volksvertretern.

Gehört aber nicht in ein Fotoforum
 
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AnjaC kommentierte
"Gehört aber nicht in ein Fotoforum"
Warum schreibst Du es dann? Soll ich es jetzt löschen? Oder doch nicht?
 
Hierauf möchte ich gerne eingehen, denn das sind genau die Schlussfolgerungen, die ich für die kurz- und mittelfristige Entwicklung und Entscheidungsfindung fatal finde:

Horrorvisionen, hohe Übersterblichkeit sind nicht zu erkennen.

Ich habe die Bilder aus Italien und die Massengräber in den USA noch nicht vergessen. Das sind und bleiben für mich Horrorvisionen.


Das sind Untersuchungen, die selbst für die Grippe nicht durchgeführt werden, obwohl wir die bereits viel länger kennen und mehr von ihr wissen. Die gewünschte Aufstellung wirst Du nie bekommen (und das weit du auch), da diese Angaben in der Ausnahmesituation der Pandemie von wohl keinem Land vollständig erhoben wurden. Selbst in Deutschland ist es im elektronischen Meldesystem erst seit wenigen Tagen möglich, z.B. die gesicherten Symptome Geruchs- und Geschmacksverlust überhaupt anzugeben und diese Angaben (wie auch die zu anderen Symptomen) sind nicht verpflichtend. Ein Fehler? Zu spät eingeführt? Ja, sicher. Aber wenn unser Gesundheitssystem es noch nicht mal schafft, bei den Infizierten von Beginn an alle Fakten zu erheben, wie soll da nachträglich die Kapazität da sein, das im Falle eines Todes pathologisch zu erheben? Und wie sollen das andere Länder schaffen, deren System nicht auf unserem Level ist? Siehe Ecuador, zum Beispiel.

Nein, das sind für mich Zahlen und Daten, die erst im Nachhinein und dann lückenhaft zusammengestellt und ausgewertet werden können. Ähnlich, wie es auch bei SARS-1 und MERS war.

Covid ist relativ harmlos und man kann sich individuell gut schützen.

Absoluter Protest! COVID-19 ist alles andere als harmlos und wir wissen noch viel, viel zu wenig darüber, um diese Einschätzung gesichert abgeben zu können. Ich kriege Gänsehaut, wenn ich solche Aussagen lese.

Täglich lernen wir mehr, werden mehr Zusammenhänge aufgedeckt und untersucht. Ich denke da z.B. an das Kawasaki-Syndrom bei Kindern, das jetzt in der Diskussion ist, an Beobachtungen zum Anstieg des plötzlichen Herztodes und vieles mehr. Wir wissen insgesamt so gut wie nichts. Die ganzen Lockerungen, bei denen sich in den letzten Tagen die Länder überbieten, sind imho absoluter Mist, weil später keiner mehr wird nachvollziehen können, welche Lockerung welche Auswirkung hatte und wie für die Zukunft zu beurteilen ist.
 
häuschen kommentierte
Die Frage ist doch, werden Horden von Menschen die Möglichkeiten nutzen und sich in den Ferienorten tummeln, wie im Sommer 2019, werden sie die Möglichkeiten umsichtig und mit gegebener Vorsicht nutzen, oder werden sie noch vorsichtiger sein und vorerst auf Urlaub verzichten.
Für mich persönlich spricht nichts gegen Urlaub im Ferienhaus, schon aber etwas gegen ein allabendliches Festmal im überfüllten Lieblingsrestaurant.
Menschen, die 8 Stunden am Tag im gemieteten Strandkorb vor sich hin braten sind mEn jedenfalls vor dem Virus sicher.
 
mfey kommentierte
zu Kawasaki bei Kindern s.a. hier https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112543/COVID-19-Berichte-ueber-Kawasaki-Syndrom-bei-Kindern
Es tritt u.a. auch nach harmloser Grippevirusinfektion auf, nun womöglich auch nach Covid-Infektion
und
Die Inzidenz liegt bei 9/100.000 Kindern kaukasischer Herkunft unter 5 Jahren.

Plötzlicher Kindstod:
Der plötzliche Kindstod ist seltener geworden. Im Jahr 2012 verstarben laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 131 Kinder innerhalb des ersten Lebensjahres am plötzlichen Kindstod. 2011 waren es noch 147, zur Jahrtausendwende 482 und 1990 sogar 1283 SIDS-Todesfälle. Dieser Rückgang beim Kindstod wird durch eine bessere Vorsorge erklärt.

Ungefähr zwei Drittel der Fälle treten im Winter auf. Diese Häufung erklärt man sich dadurch, dass viele SIDS-Kinder zuvor eine Erkältung durchgemacht haben, die in diesen Monaten häufiger vorkommt. Die meisten Säuglinge versterben in den frühen Morgenstunden im Schlaf.
Wenn man nun auch entsprechende Auswirkungen von Covid annimmt, so what?
auch Coronaviren gehören zu den Grippeviren. Sie sind nur deshalb gefährlicher weil wir noch keinen früheren Kontakt mit ihnen hatten und es keine impfung für Risikogruppen gibt.

Man wird noch sehr viele seltenste und klinisch insgesamt unbedeutende Einflüsse von Corona finden.
Jetzt starren wir da alle drauf, wie das Kaninchen auf die Schlange und rufen schreckerstarrrt nach immer strengeren Regeln, das ist leider mein Eindruck, nur mein ganz persönlicher, ist auch nicht böse gemeint, aber ich kenne viel KollegInnen, die das auch so sehen. Wir können uns alle irren, schon gut.
 
AnjaC kommentierte
Vom plötzlichen Kindstod hab ich nichts geschrieben, habe da auch keine Erkenntnisse in Bezug auf COVID-19. Es gibt erste Berichte über den Anstieg des plötzlichen Herztods.
 
Gianni33 kommentierte

Ich stimme dir zu!
Ob man sich die Öffnung für alle deutschen Urlauber in Meck-Pomm gut überlegt hat? Wenn jetzt alle, die an Pfingsten ans Meer wollen, dorthin fahren, sind die Hotels und Campingplätze ausgebucht (wenn nicht jetzt schon) und das Bundesland mit den geringsten Infektionen wird auf Grund der einströmenden Touristenmassen evtl. zum Corona-Hotspot mutieren. Hier wäre eine vorherige Abstimmung mit den anderen Bundesländern gewiss sinnvoll gewesen.
 
mfey kommentierte
oh, sorry
 
Betrifft Bayern und Soforthilfe!

Zitat: "Das Bayerische Wirtschaftsministerium warnt Unternehmerinnen und Unternehmer vor gefälschen E-Mails zur Corona-Soforthilfe. Konkret geht es um die vermeintlich vom Ministerium versendete E-Mail mit dem Betreff „Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung“. Darin werden die Unternehmen aufgefordert, eine Bescheinigung für das Finanzamt auszufüllen und an den Absender zurückzusenden. Es handelt sich um eine gefälschte Nachricht, das Bayerische Landeskriminalamt ist bereits eingeschalten."

Zur Meldung:

P.S.: Das "eingeschalten" am Ende meines Zitats ist kein Tippfehler. Das ist Bayern pur
 
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Wer stirbt eigentlich an Covid - Altersgruppen und Vorerkrankungen? Wer stirbt nur mit Covid?
Wieder drei Tote in der Intensivstation : Alle gestorben an Herzversagen.
einer davon mit einer Kugel im Bauch, einer davon starb mit Corona, einer mit einem Messer im Rücken ...
aber alle drei starben an Herzversagen. - Es lebe die Statistik des Herrn P.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Da dies doch auch vermehrt ins Feld geführt wird, hier eine kurze Betrachtung zum Thema „mit vs. an“ ...

An Covid-19 verstirbt man im Mittel an Tag 19, an Tag 5 bemerkt man Symptome. D.h. das sind ca. 14 Tage (im Mittel), die man Zeit hat, mit, aber nicht an, Covid zu sterben (Motorradunfall z.B.). Nehmen wir mal eine Restlebenserwartung von 10 Jahren der typischen Covid-Toten über 70, so ist die Wahrscheinlichkeit hierfür 14/3650 oder 0.4%. Die Sterblichkeit über 70 „mit“ Covid ist aber eher 10+%, also um den Faktor 20+ höher. Daher muss man bei der Altersgruppe 70+ den Aspekt „mit vs. an“ nicht beachten, und da diese Gruppe die meisten Toten stellt, auch insgesamt nicht. Oder man multipliziert die Zahl der Toten einfach mit 0.95.

Eine Ausnahme ist die Betrachtung der Fälle U50, hier ist die genaue Ursache wichtig. Hier ist die Hintergrundwahrscheinlichkeit aber auch nur 0.1% oder kleiner.
 
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4 Kommentare
häuschen kommentierte
Diese Frage “gestorben mit, oder an Covid-19“ habe ich immer als eher unwichtig angesehen. Ich habe mir da immer einen dieser Hochrisikomenschen vorgestellt, der mit verkalkten Adern, einem schwachen Herz, Asthma und beginnender COPD noch 4 Jahre zu leben gehabt hätte, den es nun aber auf Grund des Virus innerhalb von 2 Wochen dahinrafft.
Die Menschen leben heute mit diversen Krankheiten ziemlich lange und niemand sollte behaupten, dass sie kein lebenswertes Leben haben. Da macht solch eine Erkrankung schon einen heftigen Unterschied. Andererseits sind sie stets gefährdet, an einer anderen Infektion zu versterben. Im Grunde ist es sämtlichen alten Menschen in meiner Verwandschaft so ergangen.
Mir stellt sich die Frage, ob wir ab 2020 nicht einfach eine Krankheit mehr auf der Welt haben, mit der wir umgehen und leben müssen, ohne uns von ihr gänzlich verängstigen zu lassen. Ich zumindest kann mich an keine Krankheit erinnern, deretwegen wir jemals ein solches Aufsehen gemacht haben. Mein Vater ist am MRSA-Virus gestorben, den er sich beim Wechsel seines Herzschrittmachers zugezogen hat. Das Getuschel und die Verschleierungstaktik des Krankenhauses, in dem das passiert ist, war unerträglich. Der Chefarzt, den ich damals seiner Ausführungen wegen reflexartig geohrfeigt habe, kam nicht einmal auf die Idee mich anzuzeigen.
 
mfey kommentierte
Die Kritik gilt der konkreten Auswertung der Sterbestatistik: es sind eben auch Fälle die darin enthalten, die wegen einer andersartigen Erkrankung aufgenommen, positiv getestet wurden und möglicherweise auch ohne Covid verstorben wären. Ob die nun zahlenmäßig viel ausmachen weiss man nicht.
Klar sind ja eigentlich nur die Fälle wo der Aufnahmegrund eine Lungenentzündung oder andere Organmanifestation von Covid war, diese wird per CT in der Regel geklärt und durch Labortests gesichert.
Wenn es einen vital bedrohlichen andersartigen Aufnahmegrund gab, dann kann Covid evtl. nur eine unbedeutende Nebendiagnose gewesen sein.
Irgendwann wird man das ja vielleicht mal aufarbeiten.
Vor allem aus Italien hörte man immer wieder, dass die Ärzte bei vielen verstorbenen alten Patienten nicht immer an Covid als Hauptdiagnose glaubten. Bei uns in Deutschland scheint mir das anders zu sein. Hier haben wir kein überlastetes System, die Diagnostik und Therapie kann gewissenhaft erfolgen, die Feststellung der Todesursachen dann auch.
 
falconeye kommentierte
> "Ob die nun zahlenmäßig viel ausmachen weiss man nicht."
Darum habe ich es dir in meinem Post ja ausgerechnet. Du wusstest es nicht. "man" schon.
 
falconeye kommentierte
> "Ich habe mir da immer einen dieser Hochrisikomenschen vorgestellt, der mit verkalkten Adern, einem schwachen Herz, Asthma und beginnender COPD ..."
So stellte ich mir die auch immer vor. Inzwischen stelle ich mir immer Boris Johnson vor - es war wohl eine extrem knappe Kiste Und wir werden es wohl nie erfahren, aber ich vermute, er hat eine Antikörper-Blutplasma Therapie erhalten (die z.Zt. nur sehr begrenzt verfügbar ist).
 
Covid ist deutlich harmloser, als ich erwartet habe. Verglichen mit Raucher- und Alkoholtoten liegt Covid in einer ähnlichen Größenordnung.


Quantitativ mag das sogar stimmen, qualitativ dagegen gewiss nicht.

Raucher erwischt ihr Genuss vielleicht nach 40 Jahren, Alkoholiker
können durchaus mit ihrer Sucht uralt werden …

Wen Covid-19 mit letalem Ausgang ereilt, dem bleiben bestensfalls
einige Wochen …


.
 
3 Kommentare
mfey kommentierte
Ja so ist das. Habe in den letzten 2-3 Jahren im engeren Freundeskreis 4 Todesfälle an Herzinfarkt zur Kenntnis nehmen müssen: 1x 45 Jahre, kerngesund, sportlich , gesund lebend, 1x50 Jahre, ebenfalls gesund, 2x 60 Jahre, beide Raucher. Alle starben unerwartet, 3x vor den Augen ihres Partners, noch bevor ein Rettungsdienst zur Stelle war. Es gibt Diinge die können wir nicht verhindern, ich fürchte bei Covid wird es noch lange dauern, bis ein wirksamer Schutz da ist. Jedoch in Anbetracht der Gesamtletatilät, die wir dann zum Jahresende mal abschätzen können, muss man sich überlegen welche dauerhaften prophylaktischen Einschränkungen sinnvoll und notwendig sind, und ob diese besser auf Freiweilligkeit beruhen sollten.
 
Kay kommentierte
Man kann an die Lebensqualität derer denken, die " noch " leben mit dem Wissen, ein falscher Tritt, Griff, Kontakt kann den Abgesang einläuten.
 
falconeye kommentierte
> "ob diese besser auf Freiweilligkeit beruhen sollten"

Ich bin auch für maximale Freiwilligkeit, da bin ich ganz bei dir.
Aber zwischen einem R0 von 1.1 und 0.9 liegt z.B. nur eine Winzigkeit (in den Maßnahmen) - aber Welten in der Wirkung (kaum Infizierte vs. 100.000-en). Wenn man dann für den letzten Kick 1.1 -> 0.9 die Freiwilligkeit aufgeben muss, dann ist das eben so. Aber, und da bin ich bei dir, das muss sauber (auch messtechnisch sauber) erfasst und begründet werden. Maximale Transparenz (nicht bzgl. CFR, sondern des Verlaufs der Eindämmung). Nur darum tue ich mir und euch meine Rechnungen ja an.

Ich finde es z.B. ein wenig irritierend, dass nicht JEDER Fall 7 Tage lang mit der PLZ plus Ortsteil (wo es mehrere gibt) mitgeteilt wird (lokale Medien tun das teilweise ja auch). Damit man das aktuelle Geschehen in der lokalen Umgebung abschätzen kann. Wenn das Pflegeheim direkt neben meinem nächsten Supermarkt ein Cluster ist, sollte ich vielleicht davon erfahren ...
 

Das widerspricht dem, was ich oben schrieb ja nicht. Vorsicht und Reflektion sind in jedem Fall bei allen Maßnahmen erforderlich, auch wenn die regionenbezogen letztlich schon anders aussehen könnten.
 
Kommentar
150 000 bis 250 000 jährlich zu akzeptierende Coronatote wäre mir daher zu viel


wie hier so über solche Zahlen geplaudert wird : " wären mir zu viel "


nur mal so gefragt :

was sind :

" Zu akzeptierende Tote " ?

, oder

" Zu akzeptierende Coronatote " ?


nur nebenbei : Diese Redewendung habe ich bei einem Mitmenschen gelesen, der sich als Arzt geriert -
 
4 Kommentare
Gianni33 kommentierte
Ja, das finde ich auch abstoßend, wie hier locker vom Hocker über Hunderttausende Tote geredet wird - wobei man sich in die Zahl der Toten selbstredend nicht einreiht. Die Toten sind immer die Anderen.
Man selber schützt sich mit allen Vorsichtsmaßnahmen, um zu überleben.
 
mfey kommentierte
Nein, jeden von uns kann der Tod sofort treffen, ganz ohne Erkältung. Immer und überall. Wir machen uns das nicht klar und reagieren entsetzt, wenn dann mal die Zahl der Grippetoten oder der sonstigen Toten genannt wird.
Wenn ihr das nicht wollt, wie ist denn euer Heilungsrezept zu Corona? Glaubt ihr, ihr könnt das Virus ausrotten, dann outet euch doch mal, wie das gehen soll und welchen Preis zu zahlen ihr dann bereit seid?
Sonst ist das sehr heuchlerisch, über Menschen, die sich über ihre Vergänglichkeit Gedanken gemacht haben, herzufallen, weil sie Zahlen nennen.
Jeden Tag sterben über 3000 Menschen in Deutschland, das ist nun mal so. Jeder herkömmliche Grippewelle fordert bis zu 20 000 Tote, das sind nun mal die Fakten.
Wenn man die Anzahl der Coronatoten auf die einer Grippewelle reduzieren könnte, fände ich das ein großartiges Ergebnis. Dann darf man doch auch mal diese Zahl nennen? Ja, das ist nicht nur akzeptabel, das wäre großartig.
Was habt ihr denn für Erwartungen? Natürlich muss man über akzeptable Todeszahlen diskutieren, um nichts anderes geht es letztlich, immer im Kontext dessen was ich verhindern kann, und um welchen Preis ich das verhindern kann.
Was ist da so abstoßend?
Wollen wir rasende Motorradfahrer vor plötzlichem Unfalltod retten, dann beschränken wir die Motorleistung auf maximal 100km/h , auch bei Autofahrern, das würde helfen, ich wäre dafür, das ist aber nicht mehrheitsfähig. Und Unfalltote wird es weiter geben, aber deutlich weniger.
Wieder landen wir bei Zahlen und der Frage, welchen Preis wollen wir dafür akzeptieren (welche Einschränkung).
Bei Corona will niemand eine Explosion der dann nicht mehr beherrschbaren Infektion. Dennoch bleiben dann mehrere Optionen:
Jahrelang freiwilliges Gefängnis, wenn ihr das wollt, dann verbietet das keiner. Jahrelang erzwungenes Gefängnis für alle, das geht Gott sei Dank nicht und ist fachlich auch nicht notwendig, wenn man eben bereit ist ein zusätzliches, in gewissen Grenzen durch eigenes Handelns steuerbares Risiko einzugehen, was das Freizeitverhalten anbelangt.
Dass wir auf absehbare Zeit keine Großveranstaltungen zu lassen können, dass Abstandsregeln eingehalten werden müssen, geschenkt.
Aber dass wir die jetzige soziale Isolation ohne psychische Schäden auf Dauer aushalten können, ist sehr unwahrscheinlich.
Freiwillige Selbstversuche über viele Jahre sind natürlich nicht verboten.
Hoffentlich haben wir hinterher genügend psychotherapeutische Behandlungskapazitäten.
Man muss dringend, wie Laschet in NRW, mit dessen Partei ich überhaupt nichts am Hut habe, interdisziplinäre Expertenteams bilden, denn Corona ist kein rein virologisches sondern mittlerweile ein psycho-soziales, politisches und ökonomisches Problem. Weitere Todesopfer wird es auch wegen der Maßnahmen unweigerlich geben, und darüber muss gesprochen werden. In Ansätzen geschieht dies ja auch. Das ist ja gerade das schöne an unserer offenen Gesellschaft, alle auch benachbarten Disziplinen (auch Philosophen, Ethikrat, Religionsvertreter, etc.) machen sich mehr und mehr Gedanken und sollte auch gehört werden.
Statistische Erkrankungsdaten haben natürlich höchste Priorität, sie allein aber können uns nicht den richtigen Weg aus der Krise weisen.
 
HaDiDi kommentierte


Es gibt jedes Jahr rund 1 Mio. Tote in Deutschland (ohne Covid). Man rechnet jährlich mit 100.000 Rauchertoten in Deutschland. Wir sprechen also hier über eine
"übliche" Größenordnung.

Irgendwann gehört auch mein Ableben in eine Jahresstatistik. Vielleicht schon dieses Jahr durch einen Motorrad-Unfall, bei dem Verkehr in Thailand ist es manchmal knapp. Das sehe ich aber recht entspannt.
 
falconeye kommentierte
Ich habe alle meine thailändischen Motorradunfälle gut überstanden (ok, es war nur einer ... und die Bergstrasse war einfach zu steil zum Bremsen - oder meine Sozius eine zu viel )
 
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