...Einige Hausärzte haben ein ungewöhnliches Projekt gestartet, um auf den Mangel von Schutzkleidung aufmerksam zu machen: Unter dem hashtag #blankebedenken und auf ihrer Homepage (Link s.u.) posten sie Nacktbilder von sich in oder vor ihren Praxen. Einziges Bekleidungsstück ist z.B. ein Stethoskop oder ein Blutdruckmessgerät.
Auf der Homepage heißt es u.a. zu den Bildern:
"Wir sind Ihre Hausärztinnen und Hausärzte. Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung und Unterstützung durch die Politik. Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus:"
Blanke Bedenken | Profis für ambulante hausärztliche Versorgung brauchen Unterstützung
Wir sind Ihre Hausärztinnen und Hausärzte. Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung und Unterstützung durch die Politik. Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus:www.blankebedenken.org
Meine Frau arbeitet teilzeit als MTA in einer Hausarztpraxis - die Situation bzgl. Schutzmaterial dort ist tatsächlich so schlecht.
Es gibt für jeden Angestellten und die Ärztin jeweils genau eine (1 Stk.) ffp3 Maske, eine Schutzbrille, eine Haube und einen Kittelüberzieher.
Diese “Ausrüstung“ musste über Beziehungen besorgt werden, auf den normalen Bezugswegen wurde noch nichts geliefert.
Einweg-OP-Masken hat die Ärztin im Internet zu den gängigen Wucherpreisen gekauft, sie werden mehrfach getragen.
Anfang dieser Woche kam 1 Packung (50 Stk.) Einwegmasken von der Kassenärztlichen Vereinigung (gelobt sei die Bürokratie...
Zudem berichtet meine Frau, dass viele Fachärzte ihre Patienten mit diversen Diagnosen (von der Punktion eines Knies bis zum Halskratzen, das auch nach 2 Wochen nicht weggeht) zum Hausarzt zur Erstdiagnose und Weiterbehandlung schicken.
In diesem Zusammenhang noch ein bisschen private (und natürlich nicht wirklich relevante Statistik):
Wir haben 11 positiv getestete Freunde/Bekannte/Verwandte.
2 davon waren im März in St. Anton beim Skifahren.
9 davon arbeiten im medizinischen Dienst oder leben im Haushalt mit jemandem, der das tut.
2 von den 7 sind Hausärzte (Praxis), 2 sind Krankenhausärzte (nicht Intensiv), 1 ist Medizinstudentin in Famulatur, die anderen Familienangehörige von ihnen.
Schwer erkrankt (statistisch “mittelschwerer Verlauf“) ist die Ehefrau eines Hausarztes und eine Krankenhausärztin (Dermatologin).
Leicht erkrankt die Medizinstudentin. Die anderen ohne oder mit leichten Symptomen.
Zusätzlich zu meiner Frau und 2 bereits positiv getesteten Cousinen haben wir noch eine Zahnmedizinstudentin in klinischer Ausbildung mit einem Lebensgefärten, der als Chirug in der Klinik seine Facharztausbildung macht und eine Schwägerin mit gynäkologischer Praxis in der Familie.
Wenn ich mich über dieses Virus informiere, dann deshalb, damit ich das unbestreitbar etwas höhere Risiko in meiner Familie einschätzen kann und nicht, weil ich jemand bin, der Zahlen “geil findet“.
Kommentar
Ich habe mir soeben die UVEX Ultravision Supravision Excellence Transparent/Grau Schutzbrille bestellt.
Die Brille ist so dimensioniert, dass ich auch meine normale Brille darunter tragen kann.
Damit werde ich eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus über die Schleimhäute (Bindehäute) der Augen stark vermindern oder sogar gänzlich verhindern können.
In Orten bis besonders hoher Ansteckungsgefahr wie Supermärkten, Arztpraxen, Krankenhäusern usf. werde ich zukünftig die Schutzbrille zusätzlich zu einer FFP2-Maske aufsetzen.