Mitmachthema Charakteristisches aus dem Ruhrgebiet

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Die gegenüber stehendem, tlw. leerstehende Villa Ruhrtal ist allerdings nicht mit der Geschichte der Stahlfabrik Lohmann verknüpft, sondern wurde 1895 vom Brauereibesitzer Brinkmann errichtet.




weiterführende Links:


Seit wann steht die denn leer? Falls ich am Wochenende im Lotto gewinne kauf ich die!
Ich habe dort vor ein paar Jahren ein Seminar besucht und dabei die Besitzerin kennengelernt. Die Hütte ist renoviert und modernisiert. Viele Räume waren damals vermietet, an eine Anwaltskanzlei z.B..
Das Treppenhaus darin ist übrigens eine attraktiveFotolokation, z.B. für People und Mode.
Gruß Jörg
 
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Seit wann steht die denn leer? ...
Gruß Jörg

Ich schrieb ja: teilweise leerstehend, Genaueres kann ich nicht sagen.
Über Immobilienscout24.de werden 250m² leerstehende Bürofläche angeboten, und die Internetseite http://www.villa-ruhrtal.de/aktuell/ scheint lange nicht mehr gepflegt worden zu sein. Die Links in der Kopfzeile gehen ins Leere.
Mehr weiß ich nicht, da ich dort am Wochenende auf einer Wanderung vorbeigekommen bin und deshalb im Internet recherchiert habe.
 
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Ruine der Burg Altendorf im gleichnamigen Essener Stadtteil
Das Ruhrgebiet hatte eine Geschichte schon lange vor "Kohle und Stahl"
 
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Das Ruhrgebiet hatte eine Geschichte schon lange vor "Kohle und Stahl"

Aber nicht als "Ruhrgebiet". Denke etwa an die hoch- und spätmittelalterliche, bis in die Neuzeit fortwirkende Aufteilung zwischen den Grafschaften/Herzogtümern Berg, Mark, Cleve, Vest Recklinghausen, Reichsstift Essen, Reichsabtei Werden, Reichsstadt Dortmund etc.

Eine Geschichte hat jeder von Menschen besiedelte Ort durch Überlieferung in Wort, Schrift oder Werken (im weitesten Sinne unter Einschluss archäologischer Funde).
 
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Aber nicht als "Ruhrgebiet". Denke etwa an die hoch- und spätmittelalterliche, bis in die Neuzeit fortwirkende Aufteilung zwischen den Grafschaften/Herzogtümern Berg, Mark, Cleve, Vest Recklinghausen, Reichsstift Essen, Reichsabtei Werden, Reichsstadt Dortmund etc.

Eine Geschichte hat jeder von Menschen besiedelte Ort durch Überlieferung in Wort, Schrift oder Werken (im weitesten Sinne unter Einschluss archäologischer Funde).

Dass sich territoriale Bezeichnungen und Abgrenzungen im Laufe der Zeit immer wieder ändern ist völlig normal. Als "Nordrhein-Westfalen" hat dieses Bundesland auch erst nach 1945 eine Geschichte, aber selbstverständlich gibt es auch eine gemeinsame Historie - nur unter anderen Bezeichnungen - dieser Region zwischen Maas und Weser lange davor. Wenn man so will, könnte man mit viel Phantasie übertrieben sagen, dass die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Cleve-Berg so etwas wie ein historischer Vorläufer von NRW waren. Die preußischen Grafschaften Mark und Ravensberg muss man in diesem Zusammenhang natürlich auch nennen, ähnlich wie die sich weit über das Rheinland und Westfalen erstreckenden kölnischen (geistlichen) Territorien (z.B. mit dem Vest Recklinghausen; in neuerer Zeit vielleicht das 'Herzstück von Kohle und Stahl' im Ruhrgebiet zwischen Emscher und Lippe). - Die territoriale Zerstückelung hat in Deutschland nahezu überall historische Tradition. ;)
 
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Die territoriale Zerstückelung hat in Deutschland nahezu überall historische Tradition. ;)
Richtig, die deutschen Fürsten waren, im Gegensatz zu den englischen, französischen und spanischen, erheblich erfolgreicher darin, ihre eigene Macht zu erhalten und dem König nur soviel Macht zu geben, dass dieser sich solange halten konnte, wie er die Fürsten nicht zu sehr verärgerte und ihre Rechte anerkannte und respektierte. Jede Gefälligkeit, die ein Fürst dem König außerhalb seiner direkten Lehnspflichten (Heerdienst für Reichskriege, nicht für Privatfehden und Hoffahrt, also Teilnahme an den offiziellen Reichsfürstenversammlungen, den Reichstagen) erwies, ließ er sich i. d. R. mit Ländereien oder einer Erweiterung seiner Rechte und Privilegien bezahlen. Im Grunde war der deutsche König immer mehr ein König von der Fürsten als von Gottes Gnaden. :D

So, nach all dem Gelaber aus dem Historischen Seminar nun mal wieder ein ganz und gar Ruhrgebiet-typisches Bauwerk:

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Dieses "Duisburger Wollknäuel" dürfte bekannt sein ;)
 
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Dass sich territoriale Bezeichnungen und Abgrenzungen im Laufe der Zeit immer wieder ändern ist völlig normal.

Ja, und da die Territorialgrenzen der jeweils Teile des heutigen Ruhrgebiets beherrschenden Grafschaften und Herzogtümer weit über dieses hinausgriffen und andere Regionen ganz oder teilweise erfassten, die man heute z. B. als Bergisches Land, Sauerland oder Niederrhein bezeichnet, wohingegen die Ausbildung eines Begriffs der Region "Ruhrgebiet" mt der Industriegeschichte von Kohle und Stahl verknüpft ist, erschließt sich mir kein Erkenntniswert der Aussage, das Ruhrgebiet habe eine Geschichte schon lange vor Kohle und Stahl. Dass hier schon vorher gelebt und Geschichte geschrieben wurde, ist ja unzweifelhaft; zahlreiche Zeugnisse dieser Geschichte wurden bereits in diesem Thread gezeigt.
 
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... oder Niederrhein bezeichnet, wohingegen die Ausbildung eines Begriffs der Region "Ruhrgebiet" mt der Industriegeschichte von Kohle und Stahl verknüpft ist, erschließt sich mir kein Erkenntniswert der Aussage, das Ruhrgebiet habe eine Geschichte schon lange vor Kohle und Stahl. ...

Die Botschaft der Aussage besteht meines Erachtens einfach darin, dass sich die Geschichte des rheinisch-westfälischen Kohlenpotts eben nicht auf die unmittelbar mit der Montanindustrie verknüpfte Geschichte reduzieren lässt bzw. nicht darauf reduziert werden soll. Vielfach beschränkt sich eben die Assoziation mit dem Begriff 'Ruhrgebiet' genau darauf, was dem Revier nicht ganz gerecht wird. Zumal in weiten Teilen des Potts 'Kohle und Stahl' längst schon eine Geschichtsepoche geworden sind, die man heute mit der Lupe suchen muss. :rolleyes: Daher kann gerade die Fotografie vieles in Erinnerung wachhalten, was ggf. kurz vor dem endgültigen Verschwinden steht, wie z.B. die Nähe von Wohnen/Leben und Stahlproduktion im halb abgerissenen Duisburger Stadtteil (Hamborn-)Bruckhausen.

Der Begriff 'Niederrhein' enthält ebenfalls wie der Begriff 'Ruhrgebiet' keine historisch-gewachsene politisch-territoriale Abgrenzung, ist also ein rein geografischer Begriff. Es gibt Überschneidungen und je nach Absicht und Motivation kann z.B. in Duisburg-Marxloh oder -Walsum, Oberhausen-Osterfeld oder -Sterkrade, Dinslaken etc. sowohl der eine als auch der andere Begriff benutzt werden. Passt schon alles ganz gut. :)

P.S.: Bei OB-Osterfeld verschwimmt sogar die Abgrenzung zwischen dem Rheinland und Westfalen: das historische Osterfeld(Westf.) wurde mal zu Oberhausen(Rheinl.) "politisch auf dem Papier verschoben". Eindeutiger 'Ruhrgebiet & NRW' geht's kaum noch. :D
 
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[...], wohingegen die Ausbildung eines Begriffs der Region "Ruhrgebiet" mt der Industriegeschichte von Kohle und Stahl verknüpft ist, erschließt sich mir kein Erkenntniswert der Aussage, das Ruhrgebiet habe eine Geschichte schon lange vor Kohle und Stahl.
Folgt man dieser Aussage, müssten wir eigentlich einen Moderator bitten, sämtliche Bildbeiträge als "Off Topic" zu löschen, die etwas anderes zeigen als alles, was "charakteristisch für das Ruhrgebiet" i. S. v. "Industriegeschichte von Kohle und Stahl" ist. Wäre schade um diesen Thread, finde ich.
 
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Die Botschaft der Aussage besteht meines Erachtens einfach darin, dass sich die Geschichte des rheinisch-westfälischen Kohlenpotts eben nicht auf die unmittelbar mit der Montanindustrie verknüpfte Geschichte reduzieren lässt bzw. nicht darauf reduziert werden soll. Vielfach beschränkt sich eben die Assoziation mit dem Begriff 'Ruhrgebiet' genau darauf, was dem Revier nicht ganz gerecht wird. Zumal in weiten Teilen des Potts 'Kohle und Stahl' längst schon eine Geschichtsepoche geworden sind, die man heute mit der Lupe suchen muss. :rolleyes: Daher kann gerade die Fotografie vieles in Erinnerung wachhalten, was ggf. kurz vor dem endgültigen Verschwinden steht, wie z.B. die Nähe von Wohnen/Leben und Stahlproduktion im halb abgerissenen Duisburger Stadtteil (Hamborn-)Bruckhausen.

So kann ich dass voll unterschreiben, habe deshalb hier selbst schon Bilder historischer Stätten jenseits von Kohle und Stahl gezeigt und finde Olaf's Aussage deshalb fernliegend:

Folgt man dieser Aussage, müssten wir eigentlich einen Moderator bitten, sämtliche Bildbeiträge als "Off Topic" zu löschen, die etwas anderes zeigen als alles, was "charakteristisch für das Ruhrgebiet" i. S. v. "Industriegeschichte von Kohle und Stahl" ist. Wäre schade um diesen Thread, finde ich.
 
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Industriedenkmal Henrichshütte, Hattingen


Blick von der Abstichebene des Hochofens 3 über das Gelände. Vorne die Ofensau des nach der Stilllegung nach China verkauften Hochofens 2,
dahinter ein Gichtgaswäscher, links der Terminal für die Schüttgutanlieferung/Bunker (heute Außenstelle und Trauzimmer des Standesamtes Hattingen),
rechts die Kompressorenhalle, zugleich Museumseingang, sowie Gichtgasleitungen vom Hochofen zur Kompressorenhalle.





Demontierte Gleise




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