Die Botschaft der Aussage besteht meines Erachtens einfach darin, dass sich die Geschichte des rheinisch-westfälischen Kohlenpotts eben nicht auf die unmittelbar mit der Montanindustrie verknüpfte Geschichte reduzieren lässt bzw. nicht darauf reduziert werden soll. Vielfach beschränkt sich eben die Assoziation mit dem Begriff 'Ruhrgebiet' genau darauf, was dem Revier nicht ganz gerecht wird. Zumal in weiten Teilen des Potts 'Kohle und Stahl' längst schon eine Geschichtsepoche geworden sind, die man heute mit der Lupe suchen muss.

Daher kann gerade die Fotografie vieles in Erinnerung wachhalten, was ggf. kurz vor dem endgültigen Verschwinden steht, wie z.B. die Nähe von Wohnen/Leben und Stahlproduktion im halb abgerissenen Duisburger Stadtteil (Hamborn-)Bruckhausen.