Buchtipp: Porträtfotografie – Ein Praxishandbuch


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Robert Hill

Guest
Im Heel Verlag ( ) ist ein neues Buch des Fotografen Helfried Weyer erschienen:
Porträtfotografie – Ein Praxishandbuch für unterwegs
Landschaften, Städte, Tiere und Pflanzen – das sind die beliebtesten Motive für den geneigten Fotoamateur, ganz gleich, ob er zu Hause oder auf Reisen ist. Menschen, speziell außerhalb der eigenen Familie, gehören dagegen eher selten dazu; dabei bieten Porträts geradezu faszinierende Möglichkeiten der Bildgestaltung. Der renommierte Autor Helfried Weyer zeigt im vorliegenden Buch, wie technisch gute Porträts und Personenaufnahmen gemacht werden, und vor allen Dingen, wie man unterwegs Kontaktbrücken zu fremden Menschen aufbaut – nötigenfalls sogar über alle Sprach- und Kulturbarrieren hinweg. Er zeigt einzigartige Porträtbeispiele aus aller Welt, Schnappschüsse und leicht gestellte Bilder, die stets im natürlichen Umfeld, also nie im Studio, entstanden sind.
Der Leser erfährt alles Wissenswerte über Beleuchtung, Tageszeit, Aufhellhilfen und vieles mehr – und er wird erkennen, dass die Fotografie, wird sie mit Respekt betrieben, in allen Kulturkreisen Freundschaften aufbauen und vertiefen kann. Dabei gelten alle Hinweise sowohl für die analoge wie für die digitale Fotografie.
Dazu der Autor:
„Seit einem knappen halben Jahrhundert reise ich mit der Kamera durch die Welt - auch um Menschen zu fotografieren und die Bilder dann zu veröffentlichen - in Magazinen, Büchern und Diavorträgen. Ich werde also über langjährige Erfahrungen erzählen und Ihnen - liebe Leser und Bildbetrachter - praxisnahe Anregungen geben. Wie „stoppe" ich vorübereilende Menschen, wie gewinne ich ihre Zustimmung für ein Foto - auch ohne Sprachkenntnisse, wie kann ich den Unterschied zu meinen eigenen Landsleuten deutlich zeigen und - das erscheint mir sehr wichtig - wie kann ich die Menschenwürde jedes Einzelnen, vom Buschmann in der Kalahariwüste über den Targi aus den Hoggarbergen bis zum Eskimo in den Eiswüsten der Arktis, durch meine Fotos vermitteln!
Da gibt es keine Tricks, sondern handfeste Regeln. Wir wollen ja fremde Menschen nicht überrumpeln, sondern sie in ihrer Not, in ihrem Glück und im Alltag einer uns fremden Gesellschaft zeigen. Es geht in diesem Buch also nicht um die Porträtfotografie in einem Fotostudio, wo künstliches Licht, Hintergrundwände, Reflektoren und Modelle die Fotografie bestimmen, sondern um die Porträtfotografie unterwegs - weltweit.
Ich stimme in Sachen Porträtfotografie meinem Münchener Kollegen Michael Friedel zu, vor dessen fotografischer Leistung ich großen Respekt habe, der sagt: „Nichts hat soviel Dynamik wie die Realität. Ein Bild zu stellen, ist immer ein Notbehelf. Auf jeden Fall muss ein gutes Bild Reaktionen erzeugen. Für mich ist es ein Erfolg, wenn ich möglichst viel Realität in einem Foto unterbringe und der Betrachter trotzdem noch träumen kann."
Mit diesem Satz trifft Michael Friedel den berühmten Nagel auf den Kopf. Ein Bild zum Träumen, das sollte unser Ziel sein.
Seit 40 Jahren zeige ich in aller Welt meine Diaschauen - und die schönste und erfolgreichste ist sicher meine Präsentation „Die Schöpfung". Da zeige ich das Werden der Welt nach dem Text der Genesis. Zuerst war Chaos, dann schuf Gott das Licht, schließlich lässt er frisches Grün auf der Erde sprießen, bringt Fi¬sche und Meeresungeheuer in die Weltmeere, Vögel in die Luft und alle Arten von Tieren kriechen und toben auf dem Land. Und dann - als Krönung der Schöpfung - kommt der Mensch.
An dieser Stelle zeige ich Porträts aus aller Welt, lachende Menschen verschiedener Hautfarben und Kulturen und spiele dazu den Schlusschor aus Beethovens 9. Sinfonie: Alle Menschen werden Brüder. Ein Pastor aus Hamburg, der die Show in seiner Kirche für die Gemeinde veranstaltete, sagte mir anschließend: „Die Porträtserie hat mich am stärksten berührt. Ich wollte am liebsten mitten in der Show aufstehen und allen Menschen die Hand reichen. Die strahlenden Gesichter - warum werden sie nicht wirklich alle Brüder?!"
Hier haben Bilder also tatsächlich einen Menschen zum Träumen gebracht. Und genau deshalb sollen und wollen wir Menschen fotografieren und mit den Bildern ihre Würde zeigen - das ist in meinen Augen Realität.“

ca. 128 Seiten, ca. 130 farbige Abbildungen,
210 x 265 mm, gebunden
€ (D) 24,95
ISBN: 3-89880-296-5
 
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klaus harms

Guest
Danke, Robert; ab sofort über unsere "Fundgrube / Foto-Lehrbücher" zu beziehen!:)
 
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