Blitzkondensator

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franz1

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Hallo,
mal ne Frage zum Blitzkondensator.
Wie oft (in welchen Zeitabständen) sollte so ein Kondensator in Gebrauch sein? Werden die Kondensatoren durch längeren Nicht-Gebrauch unbrauchbar/defekt/verlieren an Leistung?
Hintergrund meiner Frage: Ich habe heute nach längerer Zeit (4 Monate)wieder mal mein R1C1 Geraffel in Gebrauch gehabt und dabei ging mir das Thema durch den Kopf.
Googeln brachte mich auch nicht so richtig weiter.
Wer kennt eine gute Info-Quelle / hat Informationen?
mfg
Franz
 
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Hallo Franz!
Wie oft (in welchen Zeitabständen) sollte so ein Kondensator in Gebrauch sein? Werden die Kondensatoren durch längeren Nicht-Gebrauch unbrauchbar/defekt/verlieren an Leistung?
4 Monate sind überhaupt keine Zeit, neu gekaufte Blitzgeräte lagerten eventuell schon Jahre nach der Fertigung...

Und bezüglich richtiger Alterung kann ich dich vielleicht auch beruhigen:
Ich habe von nikkor440 2 mindestens 50 Jahre alte Hochvolt-Blitzgeräte geschenkt bekommen. Bei einem dieser Uraltgeräte war der Generator-Trafo durchgebrannt, aber bei beiden funktionierten sowohl die Blitzröhren als auch die Blitzkondensatoren noch "wie am ersten Tag" :up:
 
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Viel mehr hab ich auch nicht gefunden. Denke das die Blitzröhre noch vor dem Kondensator aufgibt.

Leider nein. Ich hab hier mehr zerknallte Blitzelkos gehabt als kaputte Röhren, zumindest bei Geräten aus den 70ern und 80ern. Habe hier 2 alte Metz mit Metallgehäuse von 1977 (40CT-4 und 34BCT-2), die immer noch hervorragend funktionieren. Beim 40CT ist allerdings der fest eingebaute Akku hinüber, aber man kann ihn dank cleverer Konstruktion direkt am Netzteil betreiben.

Zum Thema Blitzkondensatoren auch mal das hier lesen:

http://faq.d-r-f.de/wiki/Gebrauchtes (letzter Abschnitt)

4 Monate sind pillepalle. Nikon gibt iirc leider in den Handbüchern da keine konkreten Ratschläge zur Kondensatorpflege, Metz dagegen schon. 1x einschalten und voll aufladen lassen pro Jahr sollte meist reichen, wer vorsichtig ist machts 1x pro halbes Jahr. Damit ist man auf der sicheren Seite.

[MENTION=52101]Beuteltier[/MENTION]: mehr als 50 Jahre alt? Mag ich kaum glauben, hast Du genaue bezeichnungen dieser Dinger parat? Wäre mal interessant. 60er Jahre käme schon hin, da kamen die ersten Elektronenblitze, "Computerblitze" mit Thyristortechnik dagegen gabs erst ab ca. 1969, die ersten von Rollei.
 
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...Ich habe von nikkor440 2 mindestens 50 Jahre alte Hochvolt-Blitzgeräte geschenkt bekommen. Bei einem dieser Uraltgeräte war der Generator-Trafo durchgebrannt, aber bei beiden funktionierten sowohl die Blitzröhren als auch die Blitzkondensatoren noch "wie am ersten Tag"
Waren das wirklich 2500V-Elkos oder eher was anderes?
 
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Hallo Otto!
Das hört sich schon anders an. Ob die noch die ursprüngliche Leistung haben?
Wieso hört sich das anders an?
Blitzkondensator ist eine Bezeichnung für Kondensatoren, die in Blitzgeräten eingesetzt werden, diese müssen kurzschlussfest sein.
Von Elkos hat nur Dirk/Gromit geschrieben, ich nicht.
Dass Blitzelkos gelegentlich durchknallen, passiert vermutlich dann, wenn der Elektrolyt eingetrocknet ist, dann hat der Elko einen zu hohen Innenwiderstand und brennt bei der Entladung innerlich durch.
Es könnte die Ladespannung des Blitzgeräts eventuell auch zu hoch geworden oder die Isolationsschicht auf der Aluminiumfolie des Elkos beschädigt worden sein, dann schlägt der Elko von selbst innerlich durch, was mit heftigem Knall vor sich zu gehen beliebt. :hehe:

Klar haben die noch die ursprüngliche Kapazität, ich habe sie ja durch gemessen. :)
 
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Diese Dinger sind in der Tat sehr alt, damals setzte man noch auf Metallpapierkondensatoren, später dann aber auf Elkos, als diese in entsprechenden Kapazitäten zur Verfügung standen. Dadurch konnte man die Blitze auch deutlich kompakter und leistungsfähiger bauen. Metallpapierkondensatoren trocknen dafür nicht aus . . .

Einen trockenen Blitzeklo bekommt man recht leicht zerknallt, wenn man ihm gleich volle Leistung abverlangt. Bei gut abgelagerten 60er Metzen knallt das auch recht ordentlich. Nimmt man diese Dinger aber sanft wieder in Betrieb, also per schrittweisem aufladen lassen ohne auszulösen, kann man den finalen Knall recht wirkungsvoll verhindern. Die Prozedur dazu hab ich schon mehrfach hier geschrieben und auch etliche Male erfolgreich durchgeführt.
 
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Hallo Dirk!
Diese Dinger sind in der Tat sehr alt, damals setzte man noch auf Metallpapierkondensatoren, später dann aber auf Elkos, als diese in entsprechenden Kapazitäten zur Verfügung standen.
Metallpapierkondensatoren trocknen dafür nicht aus.
MP-Kondensatoren sind ausserdem selbst heilend, deshalb war die Frage von Otto völlig berechtigt, ob sie noch die volle Kapazität haben - schließlich wurden sie etwa 50 Jahre lang mit mehr als 20 % Überspannung betrieben :dizzy:
Ich habe übrigens für meine Kurzzeitblitzgeräte moderne kurzschlussfeste selbst heilende Folienkondensatoren verwendet, da 8 µF bei 800 V schon bei der normalen Belastung durch die Blitzentladung knackende Geräusche machen :eek:
 
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...
Dass Blitzelkos gelegentlich durchknallen, passiert vermutlich dann, wenn der Elektrolyt eingetrocknet ist, dann hat der Elko einen zu hohen Innenwiderstand und brennt bei der Entladung innerlich durch.
Es könnte die Ladespannung des Blitzgeräts eventuell auch zu hoch geworden oder die Isolationsschicht auf der Aluminiumfolie des Elkos beschädigt worden sein, dann schlägt der Elko von selbst innerlich durch, was mit heftigem Knall vor sich zu gehen beliebt. :hehe:

Kenne ich auch.
Habe hier ein paar ältere Broncolor Flashman Generatoren stehen bei denen schon mehrfach Elkos durchgeknallt sind. Ich nehm die Dinger sehr selten her und der Servicemann meinte, ich soll sie einmal im Monat einschalten und mit langsam steigender Leistung öfter abblitzen. Seit ich das mache hab ich Ruhe.
 
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Haben wir in jüngeren Jahren mal so auf Arbeit getestet.
Man nehme einen großen Einbauelko, schließe Wechelspannung an und fahre sie hoch.
Der Sicherheitspfropfen knallt raus und das kochendheiße Elektrolyt spritzt im hohen Bogen über die ganze Werkbank. Und alles ist eingenebelt und es stinkt gewaltig.
Jugend forscht:D
 
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Sollte halt nur keiner das Elektrolyt abbekommen bei sowas, kann sonst übel werden ... Hatte hier in jungen Jahren auch sowas, bin aber rechtzeitig in Deckung gegangen.
 
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Hallo Dietmar!
Das erinnert mich gerade an meine beiden alten Metz-Geräte hier. Die machen beim Auslösen auch noch richtig laut "knack".
Das kommt bei denen aber wohl eher von der Längsdrossel zwischen Blitzelko und Blitzröhre (zur Stromreduzierung und damit Leuchtzeitverlängerung)...
Habe bei meinen zum Studioblitz umgebauten alten Zoom-Blitzen doppelte Elkokapazitäten, da knallt es richtig aus den Drosseln - deshalb habe ich die mit Superkleber vergossen, was übrigens auch mein Tipp gegen das Pfeifen der Wandlertrafos älterer Blitzgeräte ist. :up:
 
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Hallo,
herzlichen Dank an Alle.:up:
Da habe ich mir ja umsonst Gedanken gemacht.
Auslößer meiner Überlegungen war ein (vor ca. 35 Jahren) im Schrank für mehrere Jahre vergessener Metz 32CT???. Der ließ sich damals nicht mehr wiederbeleben. Mit dem Netzteil ging er noch.
Von daher geisterte auch etwas mit "?x pro Jahr aufladen" und "nicht auslösen vorm weglegen" in meinen Gehirnwindungen.
Besonderen Dank an gromit für seinen Hinweis auf Metz.
Ich kann wieder ruhig schlafen.
mfg
Franz

Nachtrag: Habe mit den gegebenen Infos die Tante mal kräftig gurgeln lassen. Jetzt ist mir auch klar, warum meine beiden SB-800 unterschiedlich mit "Knack" und "Plop" auslösen.
 
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Auslößer meiner Überlegungen war ein (vor ca. 35 Jahren) im Schrank für mehrere Jahre vergessener Metz 32CT???. Der ließ sich damals nicht mehr wiederbeleben. Mit dem Netzteil ging er noch.

Wenn der etwa so aussah:

http://optiksammlung.de/Metz/34BCT2.html

dann wars entweder ein 34BCT oder ein 40CT. Nur diese (und gehäusegleiche Vorgänger) hatten ein externes Netzteil mit Direktspeisung des Blitzkondensators unter Umgehung des Spannungswandlers. Hab 2 dieser Teile hier, siehe oben erwähnt. Bis auf den Akku nicht totzukriegen die Dinger.

Wenn der Blitz nur noch mit dem Netzteil ging, wars recht sicher sogar ein 40CT, die haben fest eingebaute NiCD-Akkus (für die es auch heute noch Austauschpacks gibt) und nicht sein Kondensator, sondern der Akku war hin, sonst hätte er am Netzteil auch nicht funktioniert.

Die 32CT-Modelle kamen in den 80ern als SCA-Ablösung der 32BCT, die nur noch Mignonakkus bzw Batterien verwendeten statt fester Akkupacks. Diese hatten dann auch ein Kunstoffgehäuse und eine sehr kompakte Bauform, der Gehäusetyp und sein Design hielten sich bis hin zum letzten Modell dieser Kompaktbaureihe, dem 40MZ-3i, der dann durch den 54MZ-3 in Cobra-Bauweise abgelöst wurde.
Hier mal ein Bild des 32CT-3: http://optiksammlung.de/Metz/32CT3.html

Der 32BCT-4 war mein erster Metz, den ich mit dem Kauf einer SLR mit TTL-Blitzmessung ca. 1990 durch seinen Nachnachfolger 32MZ-3 ersetzte, der dann aber einem gebrauchten 40MZ-2 weichen mußte, da ich die Eigenautomatik mit Datenübertragung an Pentax und Minolta haben wollte.

Metz macht, hab ich vorhin nochmal nachgelesen, in den Handbüchern konkrete Angaben zur Kondensatorpflege: 1x im Vierteljahr einschalten, voll aufladen und ca. 10-15min eingeschaltet lassen.
 
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...Metz macht, hab ich vorhin nochmal nachgelesen, in den Handbüchern konkrete Angaben zur Kondensatorpflege: 1x im Vierteljahr einschalten, voll aufladen und ca. 10-15min eingeschaltet lassen.
Hallo,
vielen Dank.
Habe mir gerade mal diverse Metz-BDAs durchgelesen. Das ist genau der Text, den ich im Kopf hatte.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Sollte man das 1 zu 1 auf die Nikon-Blitze übertragen?
mfg
Franz
 
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