Wenn
@gpox vier Aufsteckblitze vorschlägt, dann ist das mit der Leistung recht einfach herauszufinden: die typischen "Cobras" (so nennt man in Frankreich die klappbaren Aufsteckblitze) haben echte Leitzahlen zwischen 30 und 44 bei voller Leistung.
Echt, weil da seit dem Aufkommen der "Zoom-Reflektoren" gern beschissen wird und es Mode geworden ist, dass ein jeder Hersteller seine eigenen Messparameter anlegt. Die LZ sagt etwas über die Entfernung aus, bei der ein Blitzgerät noch eine Aufhellung um 1LW schafft. Anstatt da jetzt gaaaanz weit auszuholen verlinke ich mal auf den Wikipedia Beitrag
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitzahl
Typischerweise wird die LZ bei 21 DIN oder ISO 100 und einem Abstrahlwinkel/Lichtkegel entsprechend einem 35mm Objektiv and FX angegeben. Nach diesen Parametern ist das Nikon SB800 der stärkste Aufsteckblitz mit einer echten LZ von 44 (etwa 100 W/s). Das ist echt viel Sonne! Ein Metz AF58 N kommt dem mit echter LZ 42 recht nah, allerdings rechnet Metz die LZ nicht bei einem Lichtkegel äquivalent 35mm sondern 50mm (deshalb heisst der Blitz "58" und nicht "42" - obwohl 42 bekanntlich die Antwort auf alle Fragen ist .... ich schweife ab).
Das stärker gebündelte Licht "wirft" natürlich weiter. Gleiche Energie, gleiche Blitzbirne, nur stärker gebündelt, daher "mehr Meter" und somit höhere Zahl. Sowas klingt toll, liest sich gut im Prospekt (LZ58) dient aber ausschliesslich dazu, einen echten Vergleich zu erschweren. Ein weiterer Parameter bei der "Messung" der Lichtmenge zur Ermittlung der LZ ist der Testaufbau: Auf einem Stativ frei stehend in pechswarzer Nacht oder in einen schmalen, rundum mit stark reflektierendem Silber-Weiss gestichenen Korridor hineingeblitzt .... Letzteres kann die LZ DEUTLICH erhöhen (nicht wahr, Yongnuo?)
Der Fairness halber sei gesagt, dass viele Hersteller ihre Leitzahlen gern bei maximalem Zoom des Reflektors angeben (meist 105mm, manchmal sogar 200mm) oder gar maximal-Zoom und höherer ISO Zahl. Letzteres verdoppelt (ISO200) oder vervierfacht (ISO 400) die LZ auf dem Papier. Da es Kameras gibt, deren Basis ISO bei 200 liegt (zB. die meistverkaufte Nikon DLSR ever: D90) klingt so ein Beschiss "eigentlich" sogar legitim. Ist er aber nicht. Auch bei der D90 ist +1LW genau +1LW ... die Basis ISO Zahl spielt da keine Rolle.
Back to Entertainment, weil:
Leider geht das an meiner Frage ziemlich vorbei.
Daher nochmal:
Welche Leistung sollte eine Blitzanlage haben, die für einen solchen Job angemessen ist?
Reichen 400 Ws Eurer Meinung nach?
ein Aufsteckblitz auf 1/2 Leistung runter geregelt haut etwa 40-50 W/s raus. Zwei davon pro Seite entsprechen 80 - 100 W/s. Ob also 400 W/s reichen verrate ich jetzt aber nicht. Das musst Du ganz alleine selber ausrechnen (Dritte Klasse: vier Grundrechenarten, Zahlenraum 0 bis 999).
Persönlich finde ich ja, dass Gerd deine Frage sehr genau beantwortet hat - er ist nur davon ausgegangen, dass Du auch nur die allerleiseste Ahnung von Blitzleistung hast.
Gib nicht auf ;o)
ist eine Kennzahl, mittels derer man bei bekannter Entfernung die Kamerablende errechnen kann.
Leitzahlen beziehen dabei alle Einflußgrößen wie Reflektorstellung und Effizienz/Lichtausbeute
der jeweiligen Blitzröhre ein. Früher, als alles besser war, wurden Leitzahlen für einen
Reflektor/Leuchtwinkel angegeben, der für ein 35mm Objektiv passte - damals das
verbreitetste Reportageobjektiv. 20mm waren damals schon Superweitwinkel, von
noch kürzeren Brennweiten konnte man nur träumen. Eine Leitzahl ist immer "echt".
Je nach gewählter Zoomstellung verändert sich jedoch die Leitzahl. Bündelt man das
Licht in Tele-Stellung des Zoomreflektors, ergibt sich eine höhere Leitzahl und umgekehrt.
Was Stefan meint war der Sündenfall, daß ein Hersteller anfing die Leitzahl in Telestellung
als Produkteigenschaft zu bewerben, statt für 35mm Leuchtwinkel, und dann alle nachzogen.
Die Messparameter sind dabei nach wie vor für alle gleich.
Die gespeicherte Leistung in diesen Blitzen ergibt sich aus Ladeschlußspannung und
Kapazität der Blitzkondensatoren. Wieviel Licht daraus am Objekt ankommt hängt ab
vom Reflektor, sowie Länge, Durchmesser, Gasfüllung und Innendruck der Blitzröhre
und anderen Faktoren.
Deswegen gibt man bei Studioblitzen die gespeicherte Leistung an. Was daraus an
Lichtleistung gemacht wird hängt wesentlich vom verwendeten Lichtformer ab.
Daher haben die großen Blitzhersteller früher zu allen Lichtformern die Leitblende
angegeben. Das war für einen bestimmten Blitzkopf mit definierter Maximalleistung
die in 2m Abstand (typische Studioentfernung) erzielbare Blende.
Leitblende mal 2 ergibt die Leitzahl für diesen speziellen Lichtformer bezogen auf
ISO 100 und den genannten Blitzkopf.
Die Spitzenmodelle der Aufsteckblitze haben gespeicherte Leistungen zwischen 60Ws und 70Ws.
100 Ws gab es in den 45er Metzblitzen (Kartoffelstampfer), 200 Ws in den
60er Metzblitzen. Die gespeicherte Leistung kann man NICHT direkt in Leitzahlen
umrechnen.
Davon abgesehen wären Aufstecker für mich nur eine Notlösung für Gemälderepros.