Willkommen und viel Spaß mit deiner Kamera....
Natürlich brauchst du ein Buch. Es gibt vielfältige Bücher, vielleicht ist eines speziell zur D 60 am besten, dann kannst du verschiedenen Einstellungen am einfachsten durchspielen. Vielleicht mal grundsätzlich:
1.) Die BLENDE ist ein "Lammellenvorhang" im Objektiv, der sich bei der Aufnahme je nach Einstellung mehr oder weniger weit öffnet, um "das Bild" zum Film bzw. zum Sensor der Kamera durchzulassen. (große Zahl = kleine Öffnung; kleine Zahl = große Öffnung) Je kleiner die Öffnung, desto größer ist der Bereich, den die Kamera scharf abbildet, z.B. (je nach Brennweite) alles in einer Entfernung von 2 Metern bis 5 Metern von der Kamera weg. Also: kleine Blende = große Öffnung, wenn z.b. ein Portrait abgelichtet werden soll und alles drumherum in "Unschärfe versinkt" um die Aufmerksamkeit aufs Objekt zu richten. Große Blende bei Landschaftsaufnahmen, wo möglichts alles scharf abgebildet sein soll.
Der Bereich der scharf abgebildet ist, wird durch die sog. "Schärfentiefe" definiert, die ist bei Weitwinkelobjektiven größer als beim Tele, also: Portrait eher mit einer Brennweite von 50-75 mm, Landschaft in der Totale eher mit 18 mm.
2.) Je kleiner die Blendenöffnung desto weniger LICHT trifft auf den Sensor, die Aufnahme würde dunkler werden. Deshalb braucht man bei einer großen Blende = kleine Öffnung eine LÄNGERE Belichtungszeit (Verwacklungsgefahr steigt) damit die gleiche Lichtmenge auf den Sensor trifft.
3.) Alternativ kann man die ISO-Zahl, also die Empfindlichkeit des Sensors erhöhen. Dann kann man wieder zur kürzeren Belichtungszeit greifen, erhöht aber die Gefahr, dass die Aufnahme VERRAUSCHT.
4.) Blendenautomatik (TV) : du wählst eine bestimme Zeit vor und die Kamera steuert die passende Blende dazu. Gut für Sport oder Aktionaufnahmen, wenn du eine kurze Belichtungszeit erzwingen willst, damit keine Bewegungsunschärfe auftritt.
5.) Zeitautomatik (AV) : du wählt die Blende, die Kamera steuert die passende Zeit. Gut, wenn du die Schärfentiefe (s.o.) steuern willst, also z.b. für Landschaft.
6.) Manuell (MV) : da musst du alles selber machen, die Kamera macht aber durch Über- und Unterbelichtungswarnungen "Vorschläge". Manuell führt oft zu guten Ergebnissen, da man sich viel mehr mit der Aufnahme beschäftigen muß, also kein schnelles "knipsen". Das merkt man am Ergebnis häufig.
So, jetzt mal los und viel Spaß! Gruß, Martin