Bildreportage zeigt Tschetscheniens Kriegskinder

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Ja, die gehen wirklich unter die Haut.

Traurig anzusehen, welches Elend sich in manchen Gesichtern
und Haltungen wiederspiegelt.
Schön anzusehen, dass manche trotz verstümmelter
Gliedmaßen und schlimmer Erlebnisse nicht ihren Lebensmut und ihre
Lebensfreude verloren haben.
 
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Stephanie78 schrieb:
Ja, die gehen wirklich unter die Haut.

Ja, ich habe mir die Bilder gerade noch einmal angesehen. Das ist immer wieder irre: Obwohl furchtbare Dinge passieren, haben Fotografen die Nerven oder die Begabung oder die Ruhe, kunstvolle Bilder zu schießen. Denn das sind ja nicht einfach Bilder, die schreckliche Dinge zeigen. Das sind auch noch gute Bilder, die schreckliche Dinge zeigen.
 
Kommentar
Die gezeigten Bilder leben vom Ausdruck und den Emotionen der
abgelichteten Personen, deshalb wirken sie so stark.

Leider werden sie auch schnell wieder vergessen.

Solche Szenen in bewegten Bildern - sprich Film - plus Ton bleiben
mMn länger beim Betrachter hängen.
 
Kommentar
Stephanie78 schrieb:
Die gezeigten Bilder leben vom Ausdruck und den Emotionen der
abgelichteten Personen, deshalb wirken sie so stark.

Gut, die Emotionen der Leute sind extrem wichtig für die Bildwirkung, aber der Bildaufbau ist genauso entscheidend. Jedenfalls in der Wirkung auf mich. Und nein: Filmszenen bleiben nicht länger haften. Ich kann Dir spontan reichlich Bilder und Bild-Ikonen nennen, die mich beeindruckt haben. Aber nur eine Handvoll Filmszenen.
 
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Vierheber schrieb:
Gut, die Emotionen der Leute sind extrem wichtig für die Bildwirkung, aber der Bildaufbau ist genauso entscheidend. Jedenfalls in der Wirkung auf mich. Und nein: Filmszenen bleiben nicht länger haften. Ich kann Dir spontan reichlich Bilder und Bild-Ikonen nennen, die mich beeindruckt haben. Aber nur eine Handvoll Filmszenen.

Ich spreche hier in erster Linie von meinen persönlichen Erfahrungen, aber
denk doch nur mal z.B. an den Einsturz der Twin Tower 2001 - als Foto
hätte mich das bei weitem nicht so geschockt, wie ich es gesehen habe,
live im Fernsehn ...

Aber es gibt mit Sicherheit auch sehr eindrucksvolle Fotos, die längerfristig im
Gedächtnis bleiben, aber mir ist noch keines begegnet.
 
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Stephanie78 schrieb:
Ja, die gehen wirklich unter die Haut.

Traurig anzusehen, welches Elend sich in manchen Gesichtern
und Haltungen wiederspiegelt.
Schön anzusehen, dass manche trotz verstümmelter
Gliedmaßen und schlimmer Erlebnisse nicht ihren Lebensmut und ihre
Lebensfreude verloren haben.

da kann ich mich nur der Stephanie anschließen
 
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Ja, ja so ist das. So schlimm es ist (und es ist schlimm), die breite öffentlichkeit interessiert es offensichtlich nicht. Das geht dort meines Wissens nach schon über 10 Jahre lang so, keiner hat was dagegen getan. Wer das Geld hat, hat heutzutage recht. Das geht so weit das keine 1000km von Tschetschenien Olympische Winterspiele veranstaltet werden.

So, jetzt haben wir eine Politische Diskussion.


lg


P.S. tut was, boykottiert Sotchi (und Peking dazu----> Burma)
 
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Auch ich habe mir die Bilder eben mal angsehen.
Es treibt mir die Tränen in die Augen, denn, es könnte auch mein Kind sein, das ohne z.B. Hände am Weihnachtsbaum steht.
Mir dreht sich bei dem gedanken fast der Magen um.
 
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Stephanie78 schrieb:
Ich spreche hier in erster Linie von meinen persönlichen Erfahrungen, aber
denk doch nur mal z.B. an den Einsturz der Twin Tower 2001 - als Foto
hätte mich das bei weitem nicht so geschockt, wie ich es gesehen habe,
live im Fernsehn ...

Genau. Die Twin Tower-Liveübertragung würde mir dann auch einfallen. Die fällt jedem ein. Und welcher Filmschipsel sonst noch?
Aber Deine Aussage lautete ja auch: "Die gezeigten Bilder leben vom Ausdruck und den Emotionen der abgelichteten Personen, deshalb wirken sie so stark." Und speziell daran glaube ich nicht. Damit blendest Du jedes Gestaltungsmittel aus. Dann wäre die Fotografie beliebig und jedes Geknipse gleich wertvoll.




 
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Vierheber schrieb:

Genau. Die Twin Tower-Liveübertragung würde mir dann auch einfallen. Die fällt jedem ein. Und welcher Filmschipsel sonst noch?
Aber Deine Aussage lautete ja auch: "Die gezeigten Bilder leben vom Ausdruck und den Emotionen der abgelichteten Personen, deshalb wirken sie so stark." Und speziell daran glaube ich nicht. Damit blendest Du jedes Gestaltungsmittel aus. Dann wäre die Fotografie beliebig und jedes Geknipse gleich wertvoll.





Wäre der Fotograf nicht gewesen, der diese armen Menschen abgelichtet
und deren Ausdruck im richtigen Moment eingefangen hätte, wäre die
Wirkung sicherlich nicht so stark, wie sie es hier ist.

Was ich meine, ist, dass diese Menschen das stärkste Ausdrucksmittel in
diesen Bildern darstellen, dass gegenüber diesen Hintergrund und Randge-
schehen verblassen.

Ja und welcher Filmschnipsel sonst noch - da fällt mir noch dieser Über-
fall/Geiselnahme auf/an einer russischen Schule ein, der vor einigen
Jahren stattfand, die Filmsequenzen sind mir auch noch im Kopf ge-
blieben.

Das ist meine persönliche Erfahrung, dass bei mir nun mal eher solche
Ereignisse in Bild und Ton gezeigt im Kopf bleiben, als solche Ereignisse
als Foto.

Das mag bei dir und manch anderem anders sein, aber da das eher die
persönliche Wahrnehmung jedes Einzelnen betrifft, steht das für mich
auch nicht zur Diskussion.
 
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Stephanie78 schrieb:
Was ich meine, ist, dass diese Menschen das stärkste Ausdrucksmittel in
diesen Bildern darstellen, dass gegenüber diesen Hintergrund und Randge-
schehen verblassen.

Könnte es sein, dass wir aneinander vorbei reden? :dizzy:
Dass Filme DICH nachhaltiger berühren als Fotos, ist nun einmal so. Und dass die Kinder in den Bildern aus Tschetschenien losgelöst vom Ereignis starke Emotionen wecken, kann ich auch unterschreiben.
Aber die Menschen sind doch nicht - wie Du oben schreibst - das Ausdrucksmittel. Zwei verschiedene Fotografen würden die selbe Situation mit den selben Menschen unterschiedlich einfangen und unterschiedliche Emotionen auslösen, eben weil sie unterschiedliche Ausdrucksmittel einsetzen, oder?!

Heiner wünscht nen feinen Tag

 
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Der gute Fotograf lichtet diese Menschen so ab, dass deren Ausdruck
beim Betrachter nachher eine emotionale Reaktion auslöst, welche vom
Fotograf auch beabsichtigt ist.

Der schlechte Fotograf setzt diese Menschen und das, was diese
ausdrücken, nicht in den Mittelpunkt seiner Bildaussage und die
von ihm gewünschte Bildwirkung kommt dann nicht so wie beim
obigen Kollegen zustande.

Nichtsdestotrotz sind diese Menschen für mich das Ausdrucksmittel für
diese emotionale Bildaussage - ob diese dann entsprechend wie gewollt
vom Fotograf rüberkommt, hängt von seinem Können ab, diese Menschen
dementsprechend wirkungsvoll abzulichten.
 
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Stephanie78 schrieb:
Der gute Fotograf ...

Der schlechte Fotograf ...

Nichtsdestotrotz sind diese Menschen für mich das Ausdrucksmittel ...

Das ist schon fast lustig: Ich kann Deiner guter Fotograf/schlechter Fotograf-Theorie auch nicht folgen ... das verstehe ich so wenig, dass ich nicht einmal weiß, was ich noch fragen soll.

Aber macht nix, immerhin sind wir uns bei der berührenden Tiefe der Tschetschenien-Bilder einig - das ist ja auch was.
 
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