Besser Fotografieren – George Barr

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Dirk S.

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Besser Fotografieren - Die hohe Schule der kreativen Fotografie
dpunkt.verlag

Nachdem das Buch hier angekündigt wurde, hab ich es mir vor 10 Tagen bestellt und inzwischen gelesen.

Der Autor vermeidet bewusst die technischen Aspekte der Fotografie. Es geht in diesem Buch nicht darum, ein technisch gut belichtetes, scharfes Bild zu produzieren. Man wird im ganzen Buch keine Tipps zur richtigen Verschlusszeit oder anderen Kameraeinstellungen finden. Für den Autor sind die materiellen Voraussetzungen nicht das entscheidende Kriterium um ein gutes Bild zu machen. Ob mit der Abbildungsleistung von Objektiv A gegenüber Objektiv B das Bild besser geworden wäre - unwichtig.

Der Autor bringt den Leser über verschiedene Themenbereiche zum Nachdenken über sein eigenes fotografisches Können, hilft ihm bei der Bestimmung seines fotografischen Niveaus (technisch und gestalterisch) und zeigt Wege auf sich zu verbessern.
Themenbereiche des Buches sind:
Sehen – lesen und interpretieren von Bildern
Motivsuche – Erarbeiten von Szenen, Inspiration finden
Komponieren – Gestaltung, Beschnitt, Bildkanten und -ecken
Bildbeurteilung – Bildauswahl für Präsentationen, Bildfehler
Gedankenspiele – Umgang mit Misserfolgen, Erfolgschancen, suche nach neuen Motiven
Ein Schritt vorwärts – Niveaubestimmung, wer kann helfen, wo gibt es Hilfe

Zielgruppe des Buches sind Fotografen, Studenten der Designfächer und ambitionierte Amateure. Dies kann ich nur bestätigen. Ich selbst zähle mich zu den Amateuren, wobei ich nicht immer so zielstrebig und ehrgeizig an meinen Fotos arbeite, wie es von einem ambitionierten Amateur erwartet wird. Fotografieren soll vor allem Spaß machen. Der Autor erwartet schon ein Mindestmaß an fotografischen Grundkenntnissen. Dem entsprechen wird z.B. auf die Wirkung von Blende und Tiefenschärfe, die unterschiedliche Wirkung von Weit- und Teleobjektiven oder den „goldenen Schnitt“ nicht eingegangen.

Ob ich jetzt bessere Bilder mache?
Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich das Buch noch oft in die Hand nehmen werde um gezielt Vorschläge des Autors auszuprobieren. Das Buch hat meine Fotos vielleicht (noch) nicht besser gemacht, aber es hat mir gezeigt, wie ich es besser machen kann und wo meine Schwächen liegen.

Vor diesem Buch habe ich folgende Literatur von National Geographic zur Fotografie gelesen: Der Große Foto-Guide - Landschaften - Portraits und Menschen. Der Sprung von diesen auf Anfänger ausgerichteten Büchern zu dem Buch von George Barr war schon sehr groß. Vielleicht hätte dazwischen ein Buch von Feininger o. a. gut getan.
 
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