Berufsfotografie im Social Media Zeitalter

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AnjaC

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Lohnt sich ein Social Media Account?​

Laptop mit Anmeldebildschirm für Instagram auf dem Monitor

Es ist nichts neues, geradezu schon eine Plattitüde. Ich schreib es trotzdem: Die sozialen Medien haben vieles verändert. Vor allem haben sie Einfluss auf unser Verhalten. Seit Fotos vermehrt unser digitales Leben bestimmen, werden wir dank unserer tragbaren Handycams selbst zu Touristen des täglichen Lebens. Ein Indiz für diese These bietet der Zeitvergleich: die Zahl der Fotoaufnahmen ist heute um ein Vielfaches höher als noch vor einigen Jahren.

Fotos werden verstärkt in der Öffentlichkeit geteilt. Dinge, die früher als privat gegolten haben, sind nun in weiten Teilen der Gesellschaft zu einem öffentlichen Gut geworden. Das lässt sich gut anhand der vielen Shares und Likes im Internet erkennen. Kein Wunder, dass auf dieser Basis funktionierende Geschäftsmodelle entstanden sind. Drei Beispiele von vielen:
  • Instagram-Accounts mit zahlreichen, beliebten Fotos sind inzwischen „Objekt der Begierde“ großer Leitmedien geworden – das Influencer-Marketing.
  • Affiliate Marketing lebt von guten Bildern. Nicht nur Texte machen einen gut recherchierten Beitrag in einem Blog aus. Zu einem großen Teil verdankt man die Aufmerksamkeit der Leser:innen den Bildern – der Eye-Catcher-Effekt.
  • Auch die Fotos als solche ohne Text sind kommerziell interessant: Die Nutzungserlaubnis für sehr gute Fotos wird inzwischen weitestgehend auf Stockfoto-Plattformen vermarktet. Nicht nur Fotojournalisten nutzen diese Plattformen, um Fotos aus ihrer Recherchearbeit zu verkaufen – je aktueller, desto besser. Gefragt sind auch Symbolbilder zu so ziemlich allen Themenbereichen.

Fotograf:innen und die Verbindung zu Social-Media-Konten​

Wenn man sich in Foren wie dem unseren nach diesem Thema umsieht, lässt sich eine gewisse Hass-Liebe feststellen. Soziale Medien – braucht man die oder können die weg? 😉

Für Fotograf:innen kann das Führen eines Social-Media-Accounts durchaus lohnend sein. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Reichweite für die eigenen Bilder ist das Ziel. Jedoch: nicht alle wissen mit den Möglichkeiten der verschiedenen Kanäle umzugehen. Vielen fällt es schwer, überhaupt eine Präsenz im Netz aufzubauen. Den Gedanken aus diesem Grund aufgeben heißt aber auch, auf mehr Bekanntheit zu verzichten. Insbesondere Berufsfotograf:innen sollten daher darüber nachdenken, Experten mit solchen Aufgaben zu beauftragen. Social-Media-Agenturen sind darauf spezialisiert, die Accounts professionell einzurichten und die Präsenz auszubauen. Eine Social Media Agentur übernimmt die Planung, Umsetzung und letztlich auch die Überwachung eines solchen Projekts. Die Aufgabe ist damit aber nicht beendet - im Gegenteil beginnt sie erst mit diesem Schritt und muss weitergedacht werden. So können z.B. mit Kampagnen einzelne Werbemaßnahmen geplant und die digitalen Kanäle professionell bespielt werden.

Social-Media als Erfolgsgarant für Fotograf:innen?​

Wer in diesen Beruf strebt, denkt verständlicherweise vor allem an sein Handwerk: die Fotografie. Doch zum Erfolg im Traumberuf gehört mehr – vor einigen Tagen hatten wir dazu hier etwas zusammengetragen. Gerade die Entwicklung einer funktionierenden Social Media Strategie ist eine Herausforderung. Gute Fotos sind die Expertise der Berufsfotograf:innen, gute Social Media Arbeit hingegen das tägliche Brot der Agenturen. Wer das Potenzial der Werbung im Internet erkennt und nutzen möchte, benötigt eine große Reichweite im Netz. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der intensiven und vor allem regelmäßigen Nutzung der sozialen Medien. Die Strategieentwicklung beginnt dabei mit der Zielformulierung und führt über die richtige Channel-Auswahl, die konsistent mit den Beiträgen abgestimmt werden muss.

Grafik: Tätigkeiten einer Social Media Agentur

Es gibt eine Menge Literatur zu dem Thema, z.B. bei dpunkt oder im Rheinwerk Verlag. Aus dem großen Angebot das individuell passende Werk zu finden, ist gar nicht so einfach, da viele Bücher sich jeweils nur auf einen Social Media Kanal beziehen. Aber wenn ihr als Fotograf:innen schon die guten Bilder habt, dann braucht es dazu selbstverständlich auch richtig gute Texte. Meine Empfehlung ist daher zunächst einmal, einen Blick in dieses Buch zu werfen: Texten können von Daniela Rorig (*Partnerlink)
* Für Bestellungen über Partnerlinks erhält das Netzwerk Fotografie kleine Provisionen. Am Preis für dich als Kunden ändert sich nichts.

Mit einer Plattitüde habe ich angefangen, mit einer Binsenweisheit höre ich auf (hoffentlich war zwischen diesen beiden etwas Hilfreiches für euch dabei 😉 ): Mit den Social Media Accounts ist es wie mit vielem anderen auch: man kann es lernen und alles selber machen, aber das kostet Zeit (in diesem Fall: sehr viel Zeit). Das Beauftragen eines Experten spart Zeit, dafür kostet es Geld. Eine ordentliche Kosten-Nutzen-Rechnung ist Voraussetzung.

Übrigens: Natürlich ist auch das Netzwerk Fotografie in den sozialen Medien vertreten. Ihr findet uns auf:
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