Lösung Beraterhonorare – oder warum es nicht so leicht ist, ein Videostativ zu kaufen

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So geht Käuferbindung (diesmal im Bereich Hifi-Lautsprecher):

Es ist von Anfang an klar, dass der Kunde gar nicht genug Geld hat, um sich die beworbenen Lautsprecher zu kaufen. Trotzdem führt ihm der Verkäufer die Geräte vor, erläutert die Technik, zeigt die Fertigungshallen, lässt den Kunden selbst mitgebrachte Musik abspielen.

Der Aufwand war neben der Bereitstellung der Hifi-Komponenten und des Hörraums auch noch ein ganzer Tag Vorführzeit und Kaffee, Wasser und Brötchen für ca. 10 Personen.

Und ja, wenn man die Lautsprecher kaufen möchte, findet sich meist auch noch ein Weg, um etwas unter den Listenpreis zu kommen.

So etwas beeindruckt mich.
 
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Ich weiss gar nicht mehr, wann ich mir zuletzt einen freien Samstag Nachmittag mit Stau und Parkplatzsuche in der Innenstadt versaut habe, um selber einen ueberfuellten Laden zu betreten.

Und wenn ich es doch machen wuerde, haette ich auf keinen Fall Lust mir so einen Spruch anzuhoeren.

Und wenn ich sowas zu einem unserer Kunden sagen wuerde, wuerden mir meine Chefs den Schliessmuskel ueber den Kopf ziehen.

Gruss

Martin
 
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Eigentlich wird mittlerweile umgekehrt Schuh daraus, ich berate mich selbst mittes Netz und kaufe dann im Fachhandel.

Ist das Netz eigentlich wirklich (wesentlich) billiger? Bei den meisten Sachen, die ich in letzter Zeit so gekauft habe, war das nicht so.

Meine rein persönlichen Erfahrungen der letzten Monate sind, dass der Fachhandel nicht nur preislich mit den Internet ohne Probleme konkurrieren kann, sondern dass er sogar noch etwas (bis gehörig) preiswerter sein kann, als die eigene Online-Preisliste des Fachhändlers. Dabei rede ich hier nicht von den "Ich bin doch nicht blöd"- oder "Planeten"-Märkten, sondern von echten Fachhändlern und das jetzt nicht für einzeln beworbene Produkte, sondern allgemein Kameras, Objektive, Speicherkarten und Zubehör wie Objektivdeckel.

Meine persönliche Erfahrung der letzten Monate ist auch, dass man bei den beiden oben genannten Ketten definitiv am teuersten einkauft und/oder dazu den schlechtesten Service erhält.
 
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Meine rein persönlichen Erfahrungen der letzten Monate sind, dass der Fachhandel nicht nur preislich mit den Internet ohne Probleme konkurrieren kann, sondern dass er sogar noch etwas (bis gehörig) preiswerter sein kann, als die eigene Online-Preisliste des Fachhändlers. Dabei rede ich hier nicht von den "Ich bin doch nicht blöd"- oder "Planeten"-Märkten, sondern von echten Fachhändlern und das jetzt nicht für einzeln beworbene Produkte, sondern allgemein Kameras, Objektive, Speicherkarten und Zubehör wie Objektivdeckel.

Meine persönliche Erfahrung der letzten Monate ist auch, dass man bei den beiden oben genannten Ketten definitiv am teuersten einkauft und/oder dazu den schlechtesten Service erhält.

Schon seltsam, dass sich das noch nicht herumgesprochen hat.
 
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Meine persönliche Erfahrung der letzten Monate ist auch, dass man bei den beiden oben genannten Ketten definitiv am teuersten einkauft und/oder dazu den schlechtesten Service erhält.

Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, daß meine komplette Anschaffung rund um die D800 beim "Planeten" in Summe 850.-EUR günstiger war als das günstigste Angebot ausserhalb. Alleine die D800 lag 280.-EUR unter den üblichen Preisen. Die D810 hätte ich für glatte 3.000 EUR haben können. Es war kurz nach Einführung. Auch die Kompetenz in den einzelnen Märkten geht weit auseinander. In meiner Umgebung finde ich fünf Planetenmärkte. In zweien davon kann man sich durchaus auf hohem Niveau (Ich hoffe, das spricht mir hier niemand ab :fahne:) unterhalten. Die anderen, inkl. des "Blödmarktes" kann man in der Pfeife rauchen. Das trifft aber auch auf so manchen "Fachhändler" zu. Bei uns im Kölner Raum gibt es eigentlich nur Foto Gregor und den Lambertin als ernstzunehmende Händler. Richtung Aachen isses dann nur noch Audiophil in Foto Preim. Die Preise lagen aber z.Zt. meiner Anschaffung weit über besagtem "Planetenmarkt".Das wars dann aber auch schon.
 
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Unser Sohnemann studiert in Brüssel und weil die Stadt nur rund 80 Minuten von uns hier in Nordfrankreich entfernt liegt, haben wir ihn am Samstag mal wieder besucht. Dabei habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt, bin in einen Photoladen gegangen http://www.pch.be/ und habe mir endlich so einen ultra-langen Angeber-Kameragurt gekauft (Carry-Speed FS-Pro).

Man hat mir das Ding Freundlich erklärt und zusammengefummelt; ein "Web-Check" am Abend ergab, dass ich gegenüber Amazon deutlich günstiger weggekommen bin. Und NATÜRLICH habe ich mit Plastik bezahlt (dann ist nämlich mein Einkauf stets 30 Tage zu 100% Neuwert gegen Verlust und Beschädigung - auch durch mich selbst - versichert).

Diese deutsche Unsitte, Kreditkarten zu verdammen, muss man sich nicht zwingend gefallen lassen. Die Kartenprovision, die der Einzelhändler für Visa und Master-Card abgeben muss, liegt typischerweise bei 0,40€ +0,25% (20.000.- Euro Kartenumsatz monatlich). Hier in F oder in B nimmt jede Frittenbude Plastik, in D ist da überall Oggersheim! AmEx ist für den Handler deutlich teurer (bis zu 5% in Restaurants und Hôtels), die wird schon mal abgelehnt (es wird dann gern gefragt "Haben sie auch eine andere Karte? unser AmEx Terminal/Kartenleser hat heute/im Moment Schwierigkeiten mit der Online-Verbindung").
 
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Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, daß meine komplette Anschaffung rund um die D800 beim "Planeten" in Summe 850.-EUR günstiger war als das günstigste Angebot ausserhalb.

Ich kann nur sagen, wie ich das die letzten 12 Monate immer gemacht habe. Als erstes habe ich mich über die Preise im Internet informiert und mir einen Preis gebildet, der bei den mir seriösen und bekannten Foto-(Online)-Händlern lag. Dann bin ich irgendwann bei den beiden Märkten vorbei und habe versucht, dort kompetentes Personal zu finden, wobei ich kompetent bereits darauf reduziere, dass sich für mich a) ein Verkäufer interessiert und b) es einen gibt, der mit wenigstens die Vitrine aufschließen kann. Die vor Ort aufgerufenen Preise für den Märkte liegen im übrigen oft etwas unter dem, den die gleichen Märkte in ihren Online-Shops offerieren. Meistens hatten die das Objekt der Begierde aber eh nicht da oder/und sie hätten es bestellen müssen.

Also habe ich mich im benachbarten wowereitschen Partydorf auf den Weg zum Fach-Händler gemacht, zumal ich da dienstlich immer mal wieder alle paar Wochen an allen Händlern vorbei komme. Ein Blick in den Online-Shop des Händlers sagte mir vorher, das er sogar konkurrenzfähige Preise hatte und zwar in der Form, dass er die Kistenschieber preislich minimal unterbot. Da frage ich mich also nicht wirklich mehr, wo ich bewusst einkaufen werde.

So ruft man den Händler also an und fragt nach, ober er das Geraffel oder die Kleinteile vor Ort hat. Zur Not bestellt er das gewünschte Zeug, schreibt eine Rechnung und legt den Kram 1-2 Wochen zurück. So, und jetzt kommt es:

In den letzten Monaten hat er bisher jede Rechnung von alleine zerrissen und eine neue geschrieben, da er entweder noch einen ordentlichen Rabatt gegeben hat oder sich die Preise auf dem Markt nach unten entwickelt hatten. Dazu hat auch noch jedes mal in den Rechner gesehen, ob die Preise sich in den letzten Tagen geändert haben. Auf meine kurze Frage wegen der aktuellen Preise erwähnte der Verkäufer dann nur kurz, dass sie sich ja auch jeden Tag die Preise auf dem Markt ansehen und natürlich reagieren würden.

Fazit: Der Mann will mich nötigen, dass ich ich da auch wieder in Zukunft einkaufen werde und ich habe das Gefühl, das er da auf einem guten Weg ist :D.
 
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danke für Eure Meinungen und Kommentare zu diesem "bewegenden" Thema. Ich habe schon manchmal ein ungutes Gefühl, wen ich mir in meinem münchner Fotofachgeschäft etwas vorführen lasse und der Verkäufer müht sich ab bis zum geht nicht mehr und ich es dann nicht erwerben möchte (auch nicht im Internet), weil es gar nicht meinen Erfordernissen entspricht.

Vielleicht wären zukünftig doch fotografische Showrooms die Lösung für beide Seiten. Man bezahlt einen Eintritt (ähnlich Photokina) und kann dann die gewünschten Teile ansehen, anfassen, Fragen stellen, testen – aber nicht direkt kaufen bzw. nicht gleich mitnehmen.

Schöne neue PhotoWorld ?
 
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die aktuellen Ereignisse überrollen mich, bzw. meine Idee :)
Oder doch schon ein alter Hut? Der Bericht ist vom 28.12.2013 und der Kalender im Hintergrund des Aufmacherfotos zeigt den 11.12.2012. Das ist immerhin schon zwei Jahre her. In unserer Gegend (östliches Ruhrgebiet) habe ich solche Ambitionen auch noch nicht bemerkt.
Aber ich berichtete ja schon mal, dass unser lokaler Fotohändler auch nicht gerade mit guter Beratung glänzt. Für dessen Beratungsleistung würde ich bestimmt kein Geld bezahlen, wenn ich selbst ohne vorherige Internetrecherche besser Bescheid weiß als das Personal im Laden.
 
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Aus dem Artikel: schrieb:
Inzwischen ist er schon so lange im Geschäft, dass er einschätzen kann, wer seine Gutmütigkeit ausnutzen möchte und wer nicht.

„Ich sehe das denen an, sobald sie reinkommen oder es ergibt sich spätestens im Gespräch. Und dann sag’ ich gleich, dass ich etwas für die Beratung verlange.“

So viel zum Thema: Selbsterfüllende Prophezeiung . :rolleyes:

MfG Jürgen
 
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Also ich kenne einen Händler (und Verleiher) für Audio- und Video-Bedarf in München, der berät sehr engagiert, hat aber nicht immer soviel Zeit, wenn man persönlich kommt.

Aber der hat in solchen Fällen einen guten Ausweg: Er gibt einem das gewünschte Zeug zum ausprobieren mit oder zur Miete. Gefällt es, bringt man das Geld vorbei, ansonsten das Material (plus die Miete gegebenenfalls).
 
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Die Idee vom Beraterhonorar halte ich nicht für verkehrt. Zum einen erfordert es das Kaufverhalten der Menschen mittlerweile, zum anderen gehört der Fotosektor neben z.B. Sportbekleidung (wenn es ans Eingemachte geht) zu den Branchen mit einem hohen Beratungsaufwand im Verhältnis zum Umsatz. Der Zeitaufwand MUSS irgendwie vergütet werden. Sicherlich ist das noch unpopulär, aber man kann es ja auch nett verpacken (Beratungs-Coupon für 20 Euro, incl. 25 Euro Warengutschein).
Die Art und Weise, wie es der Verkäufer des Videostatives gemacht hat, ist nicht nur völlig daneben, sondern auch unüblich. Die Broadcast-Branche ist da recht locker. Zum einen ist der Beratungsbedarf riesig, anderseits ist das Publikum recht gut vorgebildet. Daher ist aufopfernde Beratung in dieser Branche Pflicht. Ich habe selber diesen Sommer ein Sachtler angeschafft und habe meine erste Online-Bestellung eines Manfrotto gecancelt. Da ich noch an der Wahl zweifelte habe ich angerufen und einen sehr netten, jungen Mann an der Leitung "ausgequetscht". Der hat mir zu meinem Sachtler geraten und dies für mich bestellt. Hat super geklappt, ich bin sogar extra nach Köln gefahren. Der Besuch des Showrooms war die 80 km Anfahrt locker wert. Der Verkäufer des Eröffnungspostings hat echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Da im Videosektor ein exorbitant höherer Umsatz als Fotobereich gemacht wird und nicht jeder Media Markt mitmischt, sind die Bedingungen am Markt doch noch etwas relaxter als an der Fototheke. Wir reden ja auch nicht von einem Cullmann Stativ, wo er sich für 130 Euro den Mund fransig reden muss. Besagte 700 bis 800 Euro sind die Untergrenze für wirklich professionelle Stative, soviel kostete meins auch. Ist aber das kleinste Modell der untersten Profi-Serie mit den einfachsten Stelzen. Für 8 Kg und mit Carbon-Beinen können es auch 2500 Euro werden. Und dieser Kram wird oft im Vorbeigehen gekauft. Wenn der Maurer nen 20 KG-Bosch-Stemmhammer kauft, geht das mitunter auch schneller als das der Heimwerker ne ordentliche Maschine für 79 Euro aus dem Baumarkt schleppt. Aber naja, es gibt immer mal wieder Kult-Verkäufer, wo die Käufer auf Erniedrigung warten wie vor Dieter Bohlen bei DSDS.
 
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