Belichtungsunterschiede zwischen 85 1.8/1.4 und 70-200 2.8 VRII

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Leoval

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Ich habe kürzlich mal das AF-S 70-200 2.8 VRII im Studio benutzt und später am Rechner festgestellt das die Raws im Vergleich zu den Aufnahmen mit den beiden 85igern im Schnitt um ca. 1/2 Blende dunkler waren.
Hat da jemand ähnlich Erfahrungen? Das ist ziemlich blöd, da ich dann die Blitzleistung ändern muss, was ich als ziemlich lästig empfinde.

VG
Leoval
 
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... festgestellt das die Raws im Vergleich zu den Aufnahmen mit den beiden 85igern im Schnitt um ca. 1/2 Blende dunkler waren.
Das ist ziemlich blöd, da ich dann die Blitzleistung ändern muss, was ich als ziemlich lästig empfinde.l

Ne drittel Blende Unterschiede kenn ich zwischen verschiedensten Objektiven.
Habs aber noch nie wirklich ausgemessen oder notiert.

Wenn es bei Dir für denselben Job sein muss ( objektivwechsel) und Du weißt, dass es ne halbe Blende ist, dann wäre es ja einfach, dies mit der (dann eben "effektiven") Blende an der Kamera einzustellen.
Ist zwar auch doof, aber nach nem Wechsel doch zeitlich noch gut möglich...

Wenn Du die RAWs nutzt, wär es aber auch ganz einfach, alle die dunkleren ne halbe Stufe länger zu entwicklen, in LR sind das nur ein paar Klicks (Alle Bilder mit dem Objektiv auswählen und dann die +0,5EV auf die ausgewählten syncronisieren)
 
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Das ist, fürchte ich, schlichte Physik ...


Und was man dagegen machen kann,
hat ja der Seelen-Bruder gut erklärt.


 
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Was Leoval meint, ist sicher der für ihn unerklärliche Belichtungsunterschied, wenn denn doch bei beiden Objektiven ThruTheLens (TTL) gemessen wird. Da sollte doch der angepasste gleiche Belichtungswert herauskommen. Oder?

Ich nehme nicht an, daß er Manuell belichtet hat und sich nun fragt, weshalb beide Objektive unterschiedliche Lichttransmission haben.
 
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Hallo,

nun ja, das Zoom-Objektiv hat einige Linsen mehr verbaut und dann gibt es Bauteiltoleranzen (Blende & Co-). Ob das in Summe eine halbe Blende ausmachen kann ... :nixweiss:

Aber der Einwurf von Latte ist berechtigt: Woher genau weißt Du, dass eine halbe Blende Differenz vorhanden ist? Wenn sich ein bewegliches Motivteil im Bild befand (Mensch, Tier), dann waren die Bilder nicht vergleichbar. Dito, wenn das Zoom-Objektiv nicht exakt den gleichen Bildwinkel aufgenommen hat wie die Festbrennweiten. Es gibt viele Möglichkeiten, die die Vergleichbarkeit von Aufnahmen zunichte machen. Und wir sprechen ja nur von der Differenz von der allgemein akzeptierten drittel Blende und einer halben Blende. Das ist nicht wirklich viel.

Ciao
HaPe
 
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Was Leoval meint, ist sicher der für ihn unerklärliche Belichtungsunterschied, wenn denn doch bei beiden Objektiven ThruTheLens (TTL) gemessen wird.
Er/Sie schrieb: im Studio
und:
Blitzleistung anpassen.

Das würde ich ohne weitere Infos so interpretieren, dass die Kam in M aufnahm und die Blitze ebenfalls... (zumindest mache ich es im Studio so)
 
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Danke für die Antworten. Die Kamera (D800E) stand natürlich auf M. Die Blitzbelichtungsmessung wurde mit einem Blitzbelichtungsmesser Sekonic L-478 vorgenommen und die Blitzköpfe wurden für die Belichtungszeit und Arbeitsblende korrekt eingestellt.
Das ist mir in der Form so noch nie aufgefallen, da ich sonst nur ein Objektiv für ein Shooting benutze. Ich hatte mir schon gedacht, dass das an der unterschiedlichen Transmission der Objektive liegen muss. Nachdem ich es jetzt weiß, werde ich das am Blitzgenerator nachregeln. Das geht ja bequem vom Blitzauslöser.

VG
Leoval
 
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Hallo,

nun ja, das Zoom-Objektiv hat einige Linsen mehr verbaut und dann gibt es Bauteiltoleranzen (Blende & Co-). Ob das in Summe eine halbe Blende ausmachen kann ... :nixweiss:

Aber der Einwurf von Latte ist berechtigt: Woher genau weißt Du, dass eine halbe Blende Differenz vorhanden ist? Wenn sich ein bewegliches Motivteil im Bild befand (Mensch, Tier), dann waren die Bilder nicht vergleichbar. Dito, wenn das Zoom-Objektiv nicht exakt den gleichen Bildwinkel aufgenommen hat wie die Festbrennweiten. Es gibt viele Möglichkeiten, die die Vergleichbarkeit von Aufnahmen zunichte machen. Und wir sprechen ja nur von der Differenz von der allgemein akzeptierten drittel Blende und einer halben Blende. Das ist nicht wirklich viel.

Ciao
HaPe

ich schrieb glaube ich Studio. Ich verwendete bei diesen Shooting einen weißen Hintergrund unter gleichbleibenden Lichtbedingungen. Da lässt sich eine 1/2 Blende Belichtungsunterschied leicht feststellen.

VG
Leoval
 
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Ich hatte mir schon gedacht, dass das an der unterschiedlichen Transmission der Objektive liegen muss.
Dass der von Dir berichtete Unterschied von etwa 1/2 Blendenstufe an einer unterschiedlichen Transmission liegen kann, halte ich für höchst unwahrscheinlich. Denn moderne Objektive - auch solche mit veränderlicher Brennweite - weisen in der Regel Transmissionsverluste von unter 5% auf.

Für wahrscheinlicher halte ich es, dass ein solcher Unterschied von etwa 1/2 Blendenstufe an einer etwas unglücklichen Addition der jeweiligen Abweichungen innerhalb der Toleranzen für die mechanische Übertragung der an der Kamera eingestellten Blendenzahl auf das jeweilige Objektiv liegt.
 
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Ja, an der Trasmission liegt so eine große Differenz sicher nicht. Das ist im Grunde die Blendenform, oder Öffnungsgröße, die zu solchen Abweichungen führt. Ich hatte an der gleichen Kamera mal ein 3.5/100mm Planar mit dem Nikkorr 2/105mm DC verglichen, die bei gleichen Einstellungen tatsächlich auch eine halbe Blende auseinanderlagen. Beim Blick in die fünnfeckige Blendenöffnung des Planars, wurde mir dann auch schnell klar woran das liegt. Es ist nur eine ungefähre Näherung an eine ideale Blendenöffnung und je nach Größe mal etwas genauer, mal etwas weniger. Wenn die Blendenöffnung bei den Nikkoren aber die gleiche Anzahl an Lamellen und eine gleiche From hat, finde ich eine halbe Blende auch schon etwas viel. Hab' ich in der Größenordnung auch bei keiner meiner KB-Optiken. Vielleicht kann man bei Nikon fragen, ob das justiert werden kann. Vielleicht ist auch nur irgendein Mitnehmer leicht verbogen und führt an verschiedenen Objektiven dann zu solchen Differenzen.

VG
 
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das sind normale toleranzen bei einer mechanischen blendensteuerung mit einem stellweg von 1 mm pro ganzem blendenwert. wenn ein objektiv nur einen viertel mm vom normwert abweicht und ein anderes einen viertel mm in die andere richtung, unterscheiden sich die beiden schon um eine halbe blende.
 
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Hi!
Ich habe kürzlich mal das AF-S 70-200 2.8 VRII im Studio benutzt und später am Rechner festgestellt das die Raws im Vergleich zu den Aufnahmen mit den beiden 85igern im Schnitt um ca. 1/2 Blende dunkler waren.
Alle Objektive haben im Nikon-Bajonett ein winziges Spiel in Einschraubrichtung.
Das wirkt sich auf die Position des Blendensteuerungshebels aus.
Gerade vom 70-200/2.8 habe ich schon öfters gehört, dass dieses Spiel relativ groß sein soll.
Mein Vorschlag zur Abhilfe:
Montiere das 70-200/2.8er immer mit etwas mehr Kraft gegen den Uhrzeigersinn als nötig ist, um den Bajonettstift einrasten zu hören, und belass' das Objektiv in dieser Stellung.
Bei den 85ern drehe nach dem Einrasten des Bajonettstiftes im Uhrzeigersinn etwas zurück.
 
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Danke an alle für die erhellenden Erklärungen.
So richtig schlimm ist es ja nicht. Ich war nur überrascht vom Belichtungsunterschied. Ich werde das jetzt mit allen meinen Objektiven prüfen und dann im Studio bei Bedarf über die Blitzleistung gegensteuern. Interessanterweise unterscheiden sich das AF-S 85mm 1.4G und das AF-S 85mm 1.8G nicht, obwohl das eine nur 7 Blendenlamellen hat und das andere 9.

VG
Leoval
 
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Interessanterweise unterscheiden sich das AF-S 85mm 1.4G und das AF-S 85mm 1.8G nicht, obwohl das eine nur 7 Blendenlamellen hat und das andere 9.
Leoval

Muss ja auch nicht, da die Lamellen abgerundet sind und beide eine recht ähnliche runde Form haben. Bei der alten Hassi Optik mit ihrer 5 eckigen Form ist das aber schon extrem gewesen. Früher war es schwierig für SLRs Springlenden mit mehr als 5 Lamellen herzustellen. Heute schafft man maximal 9 und das ist auch der Grund, warum es nicht mehr sind und man das nur bei einigen Cine-Objektiven findet. Ich denke auch das es bei Dir mit der mechanischen Tolleranz (Öffnungsgröße) zu tun hat.

VG
 
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Und welche Erklärung ist dann Deiner Meinung nach die richtige?

Das hier erklärts doch gut, oder nicht?

Dass der von Dir berichtete Unterschied von etwa 1/2 Blendenstufe an einer unterschiedlichen Transmission liegen kann, halte ich für höchst unwahrscheinlich. Denn moderne Objektive - auch solche mit veränderlicher Brennweite - weisen in der Regel Transmissionsverluste von unter 5% auf.

Für wahrscheinlicher halte ich es, dass ein solcher Unterschied von etwa 1/2 Blendenstufe an einer etwas unglücklichen Addition der jeweiligen Abweichungen innerhalb der Toleranzen für die mechanische Übertragung der an der Kamera eingestellten Blendenzahl auf das jeweilige Objektiv liegt.
 
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Und welche Erklärung ist dann Deiner Meinung nach die richtige?

wie wärs mit

das sind normale toleranzen bei einer mechanischen blendensteuerung mit einem stellweg von 1 mm pro ganzem blendenwert. wenn ein objektiv nur einen viertel mm vom normwert abweicht und ein anderes einen viertel mm in die andere richtung, unterscheiden sich die beiden schon um eine halbe blende.
 
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