Balgen mit Diakopiereinrichtung

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BogiTw

Nikon-Clubmitglied - NF-F "proofed"
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Ich hab ein neues Spielzeug!

Da ich ja doch einige meiner vielen hundert Dias ins Digitalzeitalter herüberretten möchte hab ich mir fürs erste mal dies Ding aus der Bucht gefischt:

large.jpg


Ein vollwertiges Balgengerät mit ansteckbarem Diakopeiraufsatz.
Hat jemand ein paar gute Tips für mich?
Was fürn Objektiv eigent sich am besten?
Welche Lichtquelle, was kann man falsch machen....etc.

Ich hab ja schon eine Weile gebraucht bevor ich die nötige Kraft aufgewandt habe, die notwendig ist, um das 50/1,8 Objektiv auf den Nikon-F / M42 Adapter draufzudrehen, weil ich gefürchtet hab irgendwas abzubrechen.

Hier noch 2 Fotos damit ihr besser seht was fürn Ding ich da erstanden habe.
 
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So, ich hab noch ein wenig experimentiert.
Danke Volker - das deckt sich mit den Erinnerungen an meine Erfahrungen mit dem Rodagon 80er in den 80ern ;). Das ging in etwa formatfüllend, und den Abstand zwischen Balgen und Dia hatte ich mit einem schwarzen Kameratuch überbrückt (von der Plaubel Peco Universal III - die Tücher gibt's aber heute auch noch zu kaufen :winkgrin:).
 
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Das gilt aber nur für den 105er, nicht für den 60er. Letzterer geht nicht bis unendlich, soweit ich mich erinnere. Allerdings finde ich keine detaillierten Unterlagen mehr über das Ding. Irgendwo sollte ich da noch was haben aus der Zeit, da Prospekte noch auf Papier kamen ...
Hast recht, das ist je nach Konstruktion von Balgengerät und -kopf (und dessen Brennweite) unterschiedlich, und muss nicht unbedingt bis unendlich gehen (ggf. aber sogar darüber hinaus).
 
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Ich muss mir noch ein Blitzkabel zulegen, dann gibts erste Bilder. :)
Das ist das Einzige was mir zur Zeit an der Kamera abgeht, daß die D50 kein CLS kann. :nixweiss:
Ich werds heut mit meinem 60er austesten ob das ganze Dia sich ausgeht - falls ich Zeit hab, denn momentan sitz ich noch immer im Büro herum. :rolleyes:
 
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So, ich hab noch ein wenig experimentiert.

Aufgabenstellung: formatfüllendes Abfotografieren von Kleinbilddias mit einer D200, vorhanden ist ein Balgengerät (Novoflex) und ein Distanzhalter mit Filmbühne für Dias, ähnlich dem oben abgebildeten Aufbau. In das Filtergewinde des Objektivs wird ein 52mm Adapter eingeschraubt und daran ein weiterer Balgen befestigt, der zwischen Objektiv und der Filmbühne lichtdicht abschliesst.
Zwischen Kamera und Balgen kommt ein PK-11 Zwischenring, damit das Balgengerät beim Ansetzen am Griff der D200 vorbeipasst.

Erster Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 55/3.5.
Selbst mit ganz zusammengefahrenem Balgen und Objektiv auf Unendlich ist der Schärfepunkt zu dicht am Objektiv, damit kann man nur Ausschnitte fotografieren.

Zweiter Versuch: Vergrößerungsobjektiv Rodagon 50mm aus der Dunkelkammer, adaptiert M39 -> T2 -> Nikon F
Leider das gleiche Problem wie mit dem 55/3.5, außerdem hat das Objektiv kein passendes Filtergewinde und damit kann man den Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne nicht befestigen.

Dritter Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 105/4
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren, aber dann befindet sich das Dia so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist.

Vierter Versuch: Objektiv 85/2 AiS
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren und der Abstand ist geringer als mit dem 105er. Trotzdem befindet sich das Dia auch hier so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen und Abstandhalter zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist, es fehlt immer noch eine Handbreit.

Fazit: :frown1:

Hallo Volker,
Diese Experimente hab ich vor langer Zeit auch gemacht, mit dem gleichen Ergebnis.
Darauf hin hab ich mir bei passender Gelegenheit eine Kamera mit 24x36mm Sensor zugelegt und hatte nicht nur dieses Problem gelöst!
Auch das 24mm TS war wieder richtig nutzbar.
Aber kein Problem, die D3 wirds schon richten, ganz bestimmt!
 
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Hallo Friedhelm,

die D3 interessiert mich eigentlich nicht, und erst recht nicht zur Lösung dieses Problems. Die triviale Lösung gilt nicht. :D
 
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Hallo Friedhelm,

die D3 interessiert mich eigentlich nicht, und erst recht nicht zur Lösung dieses Problems. Die triviale Lösung gilt nicht. :D


Hallo Volker,
Nur zur Lösung des genannten Problems hätte ich mir keine 24x36mm DSLR angeschafft.
Die Lösung hatte ich schon anderweitig gefunden.
Aber die Bildwirkung, und einige anderer Crop Unzulänglichkeiten haben mich sofort überzeugt!
 
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Ein vollwertiges Balgengerät mit ansteckbarem Diakopeiraufsatz.
Hat jemand ein paar gute Tips für mich?
Was fürn Objektiv eigent sich am besten?
Welche Lichtquelle, was kann man falsch machen....etc.

So wie der Balgen aussieht, würde ich diesen erst mal reinigen -... auf keinen Fall an der Kamera anbringen!
Es dauert vmtl nicht allzulang bis sich der Dreck auf dem Sensor der Kamera wiederfindet.

Gruß
Michael
 
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Meine Lösung: 3,5/55 Micro mit 20mm Zwischenring (geht zwischen 1:1,5 und ca. 1:1,2 je nach Objektivauszug problemlos) und eine selbstgebastelte einfache Diabühne (Abstand zur Frontlinse variabel zwischen 0 und ca. 20 cm) befestigt am Stativgewinde der Kamera. Dia wird gegen ein angeblitztes Blatt Papier aufgenommen. Zwischen Objektiv und Dia sowie Dia und Licht (Papier) braucht man keine Lichtabschirmung, es reicht ein dunkles Zimmer.

Grüße - Bernhard
 
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Eine völlig Kameraneutrale Lösung ist folgende.
Ein kleiner Leuchtkasten wird mit schwarzer Pappe soweit abgeklebt das nur noch etwas mehr als die Diafläche übrig bleibt.
Ein Anschlagwinkel für das Dia, aus dünnen Holzleisten, auf die Pappe kleben.
DSLR mit Makroobjektiv o.Ä., mittels Stativ über dem Dia im richtigen Abstand und Parallel ausrichten.
Schärfe korrekt einstellen, Raum abdunkeln.
Und Dia auf Dia abfotografieren!
Geht sehr schnell, auch bei großen Mengen von Dias.
Funktioniert mit jeder DSLR und jedem Makroobjektiv, Balgen oder sonstigem Makrozubehör das den richtigen Abbildungsmaßstab zulässt.
Funktioniert sogar mit Mittelformat und Großformatdias!
Die Qualität ist bei einem guten Makroobjektiv und korrektem Weißabgleich erstaunlich gut und kostet fast nichts, wenn man das Fotoequipment schon hat.
 
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Ein kleiner Leuchtkasten wird mit schwarzer Pappe soweit abgeklebt das nur noch etwas mehr als die Diafläche übrig bleibt.
DSLR mit Makroobjektiv o.Ä., mittels Stativ über dem Dia im richtigen Abstand und Parallel ausrichten. Schärfe korrekt einstellen, Raum abdunkeln.
Und Dia auf Dia abfotografieren!

Das muss ich mal probieren. Bist Du sicher, dass man die Kamera
(Filmebene) wirklich parallel zur Vorlage ausrichten kann? Das wäre
mal interessant.
 
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Das muss ich mal probieren. Bist Du sicher, dass man die Kamera (Filmebene) wirklich parallel zur Vorlage ausrichten kann? Das wäre mal interessant.

Ich bin zwar nicht Friedhelm, aber das hab ich auch schon so gemacht. Funktioniert recht gut und problemlos. Vorher Weißabgleich manuell einstellen auf dieses Licht und los gehts. Das einzige, was mich daran stört ist, daß man es jedesmal neu einrichten muß. :nixweiss:
 
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Mit der Leuchtplatte habe ich auch schon mal probiert. Bei Kleinbilddias und Blende 11 hat man da Belichtungszeiten (je nach Leuchtplatte) zwischen 1/2 und 1/15 s. Ein Nachteil ist hier im Vergleich zum Blitzgerät, dass man bei diesen Zeiten eigentlich für die optimale Schärfe SVA haben sollte, außerdem dass man ein Stativ (Reprostativ) benutzen MUSS und dass man einen manuellen Weißabgleich auf die Leuchtplatte durchführen sollte. Das entfällt alles beim Blitzen und die Schärfe ist auch unabhängig vom Spiegelschlag der Kamera.

Grüße - Bernhard
 
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Noch'n kleinen Tipp zum Parallelausrichten (bei Selbstbauten ja manchmal ein Problem):
anstatt des Dias ein dünnes Spiegelchen auf die Bühne klemmen, bis man seinen Reflex im Spiegel zentriert auf der Mattscheibe sieht.

Alternativ kann man natürlich weiter abblenden :hehe:

Noch ein Objektiv-Vorschlag: paßt das 70mm-Makro von Sigma zu den Balgenlängen?

Viel Erfolg!
Phillip
 
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Gute Idee, Phillip! AUch das werde ich mal probieren.

Allerdings ist bei Zeiten um 1/15s die Gefahr der Verwacklung groß.
Hat schon mal jemand das Dia direkt auf den Blitz gelegt oder einen
Diffusor (Milchglasscheibe) dazwischen probiert?


Noch'n kleinen Tipp zum Parallelausrichten (bei Selbstbauten ja manchmal ein Problem): anstatt des Dias ein dünnes Spiegelchen auf die Bühne klemmen, bis man seinen Reflex im Spiegel zentriert auf der Mattscheibe sieht.
 
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Andreas, das mit dem G-Faktor ist natürlich doof, ich ziehe mal den 70mm-Vorschlag zurück...

Xapathan, eine Milchglasscheibe plus Blitz tut's recht gut, ist ja auch nichts anderes als eine Sortierplatte, die nur kurz angeschalten wird :dizzy:
Ich empfehle aus dem Bauch heraus, ggf. die glatte Seite Richtung Blitz zu drehen, um Geisterbilder zu unterdrücken - ist, wie gesagt, bisher unbewiesen, daß es was nützt :nixweiss:

Schöne Fotos!
Phillip
 
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Warum sind die G - Objektive denn ein Problem, das Dia ist ja Flach, ergo brauch ich keine Tiefenschärfe, oder überseh ich da irgendwas? :nixweiss:
 
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Warum sind die G - Objektive denn ein Problem, das Dia ist ja Flach, ergo brauch ich keine Tiefenschärfe, oder überseh ich da irgendwas? :nixweiss:
Da hast du Tiefenschärfe ohne Ende und auch Beugung vom Feinsten. G-Objektiv heisst Blende 22. Wenn der Balgen nicht wie der PB-6 einen Hebel zur Blendenbetätigung oder einen Drahtauslöseranschluss hat - auf dem Foto im Einstiegsbeitrag ist sowas nicht zu erkennen - ist daran auch nicht zu rütteln. Eine echte Blendensteuerung von der Kamera zum Objektiv über den Balgen bietet kein Hersteller an. Auch der Automatikbalgen von Novoflex kennt nur Blende auf/zu.

Wenn der Balgen einen Drahtauslöseranschluss hat, kannst du mit Durchsehen und Schätzen vielleicht eine mittlere Blende fixieren. Die meisten Drahtauslöser haben eine Feststellschraube.

P.S.:
Nicht das Dia ist flach, sondern die Erde. Relativ gesehen. Das Dia ist millionenfach stärker gekrümmt als die Oberfläche des Planeten.
 
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