Danke Volker - das deckt sich mit den Erinnerungen an meine Erfahrungen mit dem Rodagon 80er in den 80ernSo, ich hab noch ein wenig experimentiert.
Hast recht, das ist je nach Konstruktion von Balgengerät und -kopf (und dessen Brennweite) unterschiedlich, und muss nicht unbedingt bis unendlich gehen (ggf. aber sogar darüber hinaus).Das gilt aber nur für den 105er, nicht für den 60er. Letzterer geht nicht bis unendlich, soweit ich mich erinnere. Allerdings finde ich keine detaillierten Unterlagen mehr über das Ding. Irgendwo sollte ich da noch was haben aus der Zeit, da Prospekte noch auf Papier kamen ...
So, ich hab noch ein wenig experimentiert.
Aufgabenstellung: formatfüllendes Abfotografieren von Kleinbilddias mit einer D200, vorhanden ist ein Balgengerät (Novoflex) und ein Distanzhalter mit Filmbühne für Dias, ähnlich dem oben abgebildeten Aufbau. In das Filtergewinde des Objektivs wird ein 52mm Adapter eingeschraubt und daran ein weiterer Balgen befestigt, der zwischen Objektiv und der Filmbühne lichtdicht abschliesst.
Zwischen Kamera und Balgen kommt ein PK-11 Zwischenring, damit das Balgengerät beim Ansetzen am Griff der D200 vorbeipasst.
Erster Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 55/3.5.
Selbst mit ganz zusammengefahrenem Balgen und Objektiv auf Unendlich ist der Schärfepunkt zu dicht am Objektiv, damit kann man nur Ausschnitte fotografieren.
Zweiter Versuch: Vergrößerungsobjektiv Rodagon 50mm aus der Dunkelkammer, adaptiert M39 -> T2 -> Nikon F
Leider das gleiche Problem wie mit dem 55/3.5, außerdem hat das Objektiv kein passendes Filtergewinde und damit kann man den Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne nicht befestigen.
Dritter Versuch: Objektiv Micro-Nikkor 105/4
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren, aber dann befindet sich das Dia so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist.
Vierter Versuch: Objektiv 85/2 AiS
In dieser Kombination ist es möglich, das formatfüllende Dia zu fotografieren und der Abstand ist geringer als mit dem 105er. Trotzdem befindet sich das Dia auch hier so weit vor dem Objektiv, daß der dafür vorgesehenen Balgen und Abstandhalter zwischen Objektiv und Filmbühne zu kurz ist, es fehlt immer noch eine Handbreit.
Fazit:
Hallo Friedhelm,
die D3 interessiert mich eigentlich nicht, und erst recht nicht zur Lösung dieses Problems. Die triviale Lösung gilt nicht.
Ein vollwertiges Balgengerät mit ansteckbarem Diakopeiraufsatz.
Hat jemand ein paar gute Tips für mich?
Was fürn Objektiv eigent sich am besten?
Welche Lichtquelle, was kann man falsch machen....etc.
Ein kleiner Leuchtkasten wird mit schwarzer Pappe soweit abgeklebt das nur noch etwas mehr als die Diafläche übrig bleibt.
DSLR mit Makroobjektiv o.Ä., mittels Stativ über dem Dia im richtigen Abstand und Parallel ausrichten. Schärfe korrekt einstellen, Raum abdunkeln.
Und Dia auf Dia abfotografieren!
Das muss ich mal probieren. Bist Du sicher, dass man die Kamera (Filmebene) wirklich parallel zur Vorlage ausrichten kann? Das wäre mal interessant.
Grundsätzlich gilt: mit einem Balgengerät muss die Blende am Objektiv eingestellt werden. Hat ein Objektiv keinen Blendenring (so wie das 70er Sigma), wird das schwierigNoch ein Objektiv-Vorschlag: paßt das 70mm-Makro von Sigma zu den Balgenlängen?
Noch'n kleinen Tipp zum Parallelausrichten (bei Selbstbauten ja manchmal ein Problem): anstatt des Dias ein dünnes Spiegelchen auf die Bühne klemmen, bis man seinen Reflex im Spiegel zentriert auf der Mattscheibe sieht.
Und die schrägen Kanten im PS wieder ver-ent-zerrenAlternativ kann man natürlich weiter abblenden
Aber wenn du das Dia bis zum Rand scharf abfotografieren willst solltest du etwas abblenden (1-2 Blendenstufen).Warum sind die G - Objektive denn ein Problem, das Dia ist ja Flach, ergo brauch ich keine Tiefenschärfe, oder überseh ich da irgendwas?
Da hast du Tiefenschärfe ohne Ende und auch Beugung vom Feinsten. G-Objektiv heisst Blende 22. Wenn der Balgen nicht wie der PB-6 einen Hebel zur Blendenbetätigung oder einen Drahtauslöseranschluss hat - auf dem Foto im Einstiegsbeitrag ist sowas nicht zu erkennen - ist daran auch nicht zu rütteln. Eine echte Blendensteuerung von der Kamera zum Objektiv über den Balgen bietet kein Hersteller an. Auch der Automatikbalgen von Novoflex kennt nur Blende auf/zu.Warum sind die G - Objektive denn ein Problem, das Dia ist ja Flach, ergo brauch ich keine Tiefenschärfe, oder überseh ich da irgendwas?
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