Ich werde dich nicht davon abhalten, ein
Sigma zu kaufen; die bauen gute Objektive - ausschliesslich made in Japan, nix Phillipinen oder China - und ich habe deren 2.8 24-70, mit dem ich vollkommen zufrieden bin.
Aber nach einigen -zigtausend Aufnahmen (bei einem typischen Model-Shooting entstehen 500 bis 1000 Aufnahmen innerhalb 2 Stunden) mit dem von häuschen gebraucht gekauften AF-S Nikkor 1.4-50 G finde ich auch, dass die AF-Geschwindigkeit in der Praxis nur eine sehr, sehr untergeordnete Rolle spielt. Meine Motive springen nicht von unendlich auf 1m in Sekundenbruchteilen. Sie bewegen sich und springen von 1,25 auf 1,35m oder von 3,67 auf 4,21m in Sekundenbruchteilen, und der AF muss diesen Bewegungen (ob vom Model oder von mir) ausgesprochen präzise folgen.
Das schafft auch der bekannt langsame AF des hier besprochenen Nikkors immer schnell genug, denn für solche Anpassungen muss auch bei offener Blende nur minimalst am Rad gedreht werden. Spürbar ist die bestenfalls mässige Motorleistung am ehesten, wenn man mit der Tiefe spielen will: einen Meter zum nahen Motiv, dahinter die Landschaft im Unendlichen und nun ausprobieren, wie und wo der Schärfepunkt gesetzt werden soll und wie weit die Blende geschlossen werden muss. Ja, das dauert ... aber dafür brucht man auch echt kein 1.4er ... das mache ich mit dem Zoom, weil ich da auch noch mehr Freiheit beim Bildschnitt habe.
Gebrauchte 1.4er G Nikkore gibt es ab/um 250.- Euro, und die sind ihr Geld wert. Der bessere Deal ist das 1.8er, dessen Preis und Leistung unschlagbar sind, die es aber kaum gebraucht gibt.