Es ist die wohl größte Herausforderung für einen jeden Neueinsteiger. Das einspulen eines Films in die Entwicklerdose.
Wir wollen hier zunächste unterscheiden zwischen KB (Kleinbild) und MF (Mittelformat). Beides kein Problem, wenn man es eingeübt hat, aber beim Einstieg sind ein paar kleine Unterschiede zu beachten.
Die große Hürde ist jedoch bei beiden Filmen: Der Vorgang muss vollständig im Dunkeln erfolgen. Erst wenn der Film in der Spule ist und die Entwicklerdose verschlossen wurde, darf wieder Licht eingeschaltet werden. Vorsicht bei Räumen, die Neonröhren oder Energiesparlampen als Lichtquelle nutzen. Diese glühen nach dem Ausschalten noch sehr lange weiter, was den Film verschleiern kann.
Kleinbild
Wir das ganze vorher erstmal mit einem Testfilm bei Tage, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich empfehle zum üben einen billigen Drogeriemarkt-Hausmarke-Film, die meistens für unter 1 Euro zu bekommen sind.
Bevor man den Film aufspult, muss sicher gestellt sein, dass die Spule trocken ist. Die Filmzunge des Films schneidet man ab und bewahrt sie auf. Den Filmanfang rundet man an den Rändern leicht ab und achtet darauf, nicht in die Perforation zu schneiden, denn sonst kann es beim aufspulen haken. Nun schiebt man den Film in den Spulenanfang, so dass die Metallkügelchen in die Perforation greifen. Bis hierhin kann später auch der eigentliche Film im hellen Bearbeitet werden. Jetzt muss das Licht ausgehen! In der Übungsphase opfern wir jetzt halt den Testfilm und fahren bei Licht wie folgt fort: Mit den Daumen führt man den Film abwechselnd durch drehen der linken und rechten Spulhälfte weiter und weiter in die Spule. Dabei zieht man bei Bedarf den Film immer ein Stückchen aus seiner Filmdose, führt den Film weiter auf die Spule und zieht man wieder ein Stückchen aus der Filmdose. Dadurch wird verhindert, dass sich der Film verdreht. So macht man ganz entspannt weiter, bis der Film nicht weiter aus der Dose gezogen werden kann. Nun schneidet man den Film direkt am Filz der Filmdose ab und schiebt das Filmende ebenfalls in die Spule. Dann kommt die Spule in die Entwicklerdose, welche zugeschraubt wird. Jetzt kann das Licht wieder eingeschaltet werden. Ich empfehle, die Übung drei- viermal zu wiederholen und dabei nicht hinzusehen, damit man das "blind arbeiten" schonmal verinnerlicht. Man kann nach einem Versuch die Spule öffnen, den Film wieder in die Filmdose aufwickeln und nochmals beginnen. Man muss also keine 4 Filme opfern.
Mittelformat
Wer das Aufspulen von KB-Filmen beherrscht, hat einen großen Vorteil, denn er kennt bereits das Arbeiten bei Dunkelheit. Da es bei MF leider keine billigen Testfilme gibt, möchte ich das opfern von Filmen zur Probe nur ungern empfehlen. Oftmals jedoch haben MF-Anwender bereits KB-Erfahrungen, so dass solche Opfer auch normalerweise nicht nötig sind.
Wir nehmen also abermals eine Spule und stellen sie auf MF-Format ein. Wir löschen das Licht und lösen die Banderole mit der "Exposed"-Beschriftung ab und wickeln den Papierträger vorsichtig ab, bis der eigentliche Film ertastet wird. Man schiebt den Film somit mit seinem hinteren Ende zuerst in die Spule ein, wobei sich der Papierträger korkenzieherartig ausserhalb der Spule aufwickelt. Nachdem etwa 4/5 des Films eingespult sind, trennt man das Klebeband, welches das vordere Ende des Films auf dem Papierträger festklebt, vorsichtig vom Film ab und schiebt den Rest des Films in die Spule. Das vorsichtige Abtrennen ist wichtig, da beim kraftvollen abziehen kleine Funken entstehen können. Das kann zu ungewollter zusätzlicher Belichtung führen.
Jetzt wieder die Spule in die Dose packen, verschließen und das Licht einschalten. Damit ist auch dieser Film bereit für die Entwicklung.
Nutzen eines Wechselsacks
Möchte man nicht im dunkeln arbeiten, kann man auch einen sogenannten Wechselsack verwenden. Ich finde jedoch, dass es das Handling eher noch komplizierter macht, weswegen ich dann lieber einen Raum komplett abdunkel.
Wir wollen hier zunächste unterscheiden zwischen KB (Kleinbild) und MF (Mittelformat). Beides kein Problem, wenn man es eingeübt hat, aber beim Einstieg sind ein paar kleine Unterschiede zu beachten.
Die große Hürde ist jedoch bei beiden Filmen: Der Vorgang muss vollständig im Dunkeln erfolgen. Erst wenn der Film in der Spule ist und die Entwicklerdose verschlossen wurde, darf wieder Licht eingeschaltet werden. Vorsicht bei Räumen, die Neonröhren oder Energiesparlampen als Lichtquelle nutzen. Diese glühen nach dem Ausschalten noch sehr lange weiter, was den Film verschleiern kann.
Kleinbild
Wir das ganze vorher erstmal mit einem Testfilm bei Tage, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich empfehle zum üben einen billigen Drogeriemarkt-Hausmarke-Film, die meistens für unter 1 Euro zu bekommen sind.
Bevor man den Film aufspult, muss sicher gestellt sein, dass die Spule trocken ist. Die Filmzunge des Films schneidet man ab und bewahrt sie auf. Den Filmanfang rundet man an den Rändern leicht ab und achtet darauf, nicht in die Perforation zu schneiden, denn sonst kann es beim aufspulen haken. Nun schiebt man den Film in den Spulenanfang, so dass die Metallkügelchen in die Perforation greifen. Bis hierhin kann später auch der eigentliche Film im hellen Bearbeitet werden. Jetzt muss das Licht ausgehen! In der Übungsphase opfern wir jetzt halt den Testfilm und fahren bei Licht wie folgt fort: Mit den Daumen führt man den Film abwechselnd durch drehen der linken und rechten Spulhälfte weiter und weiter in die Spule. Dabei zieht man bei Bedarf den Film immer ein Stückchen aus seiner Filmdose, führt den Film weiter auf die Spule und zieht man wieder ein Stückchen aus der Filmdose. Dadurch wird verhindert, dass sich der Film verdreht. So macht man ganz entspannt weiter, bis der Film nicht weiter aus der Dose gezogen werden kann. Nun schneidet man den Film direkt am Filz der Filmdose ab und schiebt das Filmende ebenfalls in die Spule. Dann kommt die Spule in die Entwicklerdose, welche zugeschraubt wird. Jetzt kann das Licht wieder eingeschaltet werden. Ich empfehle, die Übung drei- viermal zu wiederholen und dabei nicht hinzusehen, damit man das "blind arbeiten" schonmal verinnerlicht. Man kann nach einem Versuch die Spule öffnen, den Film wieder in die Filmdose aufwickeln und nochmals beginnen. Man muss also keine 4 Filme opfern.
Mittelformat
Wer das Aufspulen von KB-Filmen beherrscht, hat einen großen Vorteil, denn er kennt bereits das Arbeiten bei Dunkelheit. Da es bei MF leider keine billigen Testfilme gibt, möchte ich das opfern von Filmen zur Probe nur ungern empfehlen. Oftmals jedoch haben MF-Anwender bereits KB-Erfahrungen, so dass solche Opfer auch normalerweise nicht nötig sind.
Wir nehmen also abermals eine Spule und stellen sie auf MF-Format ein. Wir löschen das Licht und lösen die Banderole mit der "Exposed"-Beschriftung ab und wickeln den Papierträger vorsichtig ab, bis der eigentliche Film ertastet wird. Man schiebt den Film somit mit seinem hinteren Ende zuerst in die Spule ein, wobei sich der Papierträger korkenzieherartig ausserhalb der Spule aufwickelt. Nachdem etwa 4/5 des Films eingespult sind, trennt man das Klebeband, welches das vordere Ende des Films auf dem Papierträger festklebt, vorsichtig vom Film ab und schiebt den Rest des Films in die Spule. Das vorsichtige Abtrennen ist wichtig, da beim kraftvollen abziehen kleine Funken entstehen können. Das kann zu ungewollter zusätzlicher Belichtung führen.
Jetzt wieder die Spule in die Dose packen, verschließen und das Licht einschalten. Damit ist auch dieser Film bereit für die Entwicklung.
Nutzen eines Wechselsacks
Möchte man nicht im dunkeln arbeiten, kann man auch einen sogenannten Wechselsack verwenden. Ich finde jedoch, dass es das Handling eher noch komplizierter macht, weswegen ich dann lieber einen Raum komplett abdunkel.