Aufhellblitz bei Großwildfoto in Afrika im Telebereich

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jo.bathmann

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Hier im Forum sind die richtigen Experten beisammen, die mir einen Tipp geben können:
Hat da jemand Erfahrung und welche Einstellung an der D200 sollte man bevorzugen. (habe versucht dem Thread "Aufhellblitz" zu folgen und das ungute Gefühl, da kann man viel falsch machen – mit Eurer Hilfe könnte ich aber schon mal mit einer richtigen Ausgangskonfiguration beginnen) immer wieder sieht man Profis, die mit langen Rohren und Sammellinsenvorsatz am Blitz auch auf über 30m Entfernung blitzen – sicher berechtigt, das dunkle Fell so manchen Tieres (gilt natürlich auch für Vögel) ist im Schatten abgesoffen. Da muss wohl ein Blitz her (hab noch keinen und auch keine Erfahrung auf diese Distanz– Kaufempfehlung für D200 mit 70-200 und 300 ?)
Vielen Dank auch für schon mal früher gegebene Tipps aus dieser Runde, die bestens geholfen haben.
Mit freundlichen Grüßen- Jo

Ps Es wird davor gewarnt Wüstenelefanten zu blitzen (abgesehen davon, dass es hier nicht nötig wäre)
Sonst gibt's was mit dem Zahnstocher

9962465ee407c797e.jpg
 
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Netzfetzer

Guest
jo.bathmann schrieb:
Hier im Forum sind die richtigen Experten beisammen, die mir einen Tipp geben können:
Hat da jemand Erfahrung und welche Einstellung an der D200 sollte man bevorzugen. (habe versucht dem Thread "Aufhellblitz" zu folgen und das ungute Gefühl, da kann man viel falsch machen – mit Eurer Hilfe könnte ich aber schon mal mit einer richtigen Ausgangskonfiguration beginnen) immer wieder sieht man Profis, die mit langen Rohren und Sammellinsenvorsatz am Blitz auch auf über 30m Entfernung blitzen – sicher berechtigt, das dunkle Fell so manchen Tieres (gilt natürlich auch für Vögel) ist im Schatten abgesoffen. Da muss wohl ein Blitz her (hab noch keinen und auch keine Erfahrung auf diese Distanz– Kaufempfehlung für D200 mit 70-200 und 300 ?)
Vielen Dank auch für schon mal früher gegebene Tipps aus dieser Runde, die bestens geholfen haben.
Mit freundlichen Grüßen- Jo

Ps Es wird davor gewarnt Wüstenelefanten zu blitzen (abgesehen davon, dass es hier nicht nötig wäre)
Sonst gibt's was mit dem Knüppel

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Wahrscheinlich eher mit dem Rüssel. :hehe:
Dass man ein Wildtier nicht blitzt, sollte allerdings jedem einleuchten, außer man kann sehr schnell und sehr weit laufen.
 
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maikm

Sehr aktives Mitglied
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Hallo Jo,

ja, das ist durchaus üblich. Gelegenheit bei Großwild hatte ich noch nicht, aber da sich die Kontraste nur bei hartem Sonnenlicht so unangenehm darstellen, wird denen ein Blitz aus gewisser Entfernung aufgrund der hohen Umgebungshelligkeit kaum störend auffallen.

30m sind durchaus zu erreichen mit einem SB-800, allerdings bist Du auf die 1/250 Synchronzeit beschränkt. Das bedeutet, das Einfrieren von Action wird problematisch, und in hellem Sonnenlicht brauchst Du dafür low ISO und eine kleine Blende, was die Effektivität des Blitzes doch enorm einschränkt. FP-Sync würde zwar gehen, aber dann bleibt eh nur noch ca. 1/8 der Leistung übrig, je nach Verschlusszeit. Für einen Schuss mehr Zeichnung in den Schatten ist aber selbst das manchmal eine Hilfe.

Kameras mit elektronischem Verschluß (D40, D50, D70) sind eine Ausweichmöglichkeit, aber nicht mit TTL.

Ich benutze Blitzlicht als Aufheller gern bei kleineren Tieren, weil ich dann das Licht mit einer Fresnel-Scheibe (z.B. BetterBeamer) bündeln kann. Auch 50m sind dann kein Problem, da reicht sogar niedrige Blitzleistung (kurze Wiederaufladezeit), und auch TTL funktioniert, ggf. mit Anpassung der Leistung. Diese Fresnel-Scheiben bündeln das Licht aber relativ stark; Großwild damit auszuleuchten wird wohl nicht funktionieren, weil der Lichtspot schlicht zu klein ist. Mit sehr hohen Brennweiten (>= 500mm) könnte es dann wieder gehen, keine Ahnung.

Maik
 
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Hans-Peter R.

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Platin
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Hi Jo,

Aufhellblitz mit der Fresnel-Linse. Coole Idee. Spontan fallen mir dazu noch die folgenden drei Punkte ein:

Erstens: Die beiden mir bekannten Fresnel-Systeme (BetterBeamer und LEPP) bündeln das Licht wirklich sehr. Es käme mal auf eine genaue Messung an, aber ich schätze, unter 200mm Brennweite braucht man da nicht anfangen. Das kann in der Nacht problematisch sein, am Tag als Aufhellblitz eher weniger, da hier ja nur das Motiv ausgeleuchtet werden muss und nicht das ganze Bildfeld.

Zweitens: Maik bemängelt, dass der BetterBeamer eine etwas wackelige Konstruktion ist. Falls Du einen SB-600/800 einzusetzten gedenkst, ist der BetterBeamer aber trotzdem ganz sicher die bessere Wahl, weil der LEPP Teleblitzvorsatz auf die viel größeren Metz (und wohl auch Canon) Reflektoren ausgelegt ist und ein Nikon Blitzgerät de facto nicht einzusetzen ist. Verwendest Du dagegen einen Metz-Blitz, dürfte der LEPP sicher die bessere Wahl sein, weil er sich exakt über den Metz-Reflektor schieben läßt und sich sehr viel einfacher zur Objektivachse ausrichten läßt als der der BetterBeamer. Auf der anderen Seite ist der LEPP ziemlich voluminös und läßt sich nicht zusammenfalten.

Drittens: Es wäre ein Rechenexempel wert einmal nachzuprüfen, was Du von einem Blitzgerät am Tage auf Distanz überhaupt erwarten kannst. Immerhin mißt die Belichtung ja das von der Sonne beleuchtete Motiv an. Das höchste der Gefühle wäre wohl, die Blitzenergie auf eine Fläche von vielleicht 10 qm zu streuen um überhaupt etwas zu sehen. Und dann muss die Brennweite des Objektives mit dem Fresnel-Winkel schon ziemlich gut zusammenpassen, die Verluste im Wirkungsgrad durch den Teleblitzvorsatz muss berücksichtigt werden, und, und, und

Viele Grüße (und viel Erfolg)
HaPe
 
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jo.bathmann

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AndyE schrieb:
Frans Lanting's Kommentare zu Blitzen in Afrika
http://www.lanting.com/phototips_opflash.html

LG, Andy

Danke Andy für den Artikel von Lanting. Ich hatte schon geahnt dass mit dem Flash ganz neue Tore aufgestoßen werden.
Eigentlich mochte ich Flash nicht – ist wieder ein Teil mehr – wo doch meine Ausrüstung so perfekt geschrumpft ist. Aber je mehr man sich mit Wildlife Photographie beschäftigt, desto zwingender muß so ein Teil her. Mehr Zeichnung in den schwarzen Bereichen wäre nur der Anfang der Möglichkeiten .
Bild aus Nigel Dennis: Guide to wildlife photography

9962465f007a7faa4.jpg


Und jetzt meine Lieblingsfrage: Kann ich den Flash einfach auf die Kamera draufstecken und losknipsen :hehe: oder muss man in den Tiefen der Individualkonfigurationen der D200 irgendetwas werkeln ?:fahne: (erster oder zweiter Verschussvorhang?) und was ist bei VR zu beachten?
lieben Gruß - Jo
 
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maikm

Sehr aktives Mitglied
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jo.bathmann schrieb:
Und jetzt meine Lieblingsfrage: Kann ich den Flash einfach auf die Kamera draufstecken und losknipsen :hehe: oder muss man in den Tiefen der Individualkonfigurationen der D200 irgendetwas werkeln ?:fahne: (erster oder zweiter Verschussvorhang?) und was ist bei VR zu beachten?

Du kannst im Prinzip einfach losknipsen und iTTL machen lassen. Ob Du Slow/Rear oder Leistungskorrektur oder sonstwas brauchst, hängt eher von Deinen Bildvorstellungen ab als davon, ob das nun Wildlife ist oder näher oder weiter entfernt. Ganz ohne Erfahrungen und Wissen über Blitzen bist Du natürlich der Automatik ausgeliefert - kein Unterschied zu sonstigen Gebieten in der Fotografie.

Maik
 
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tengris

Sehr aktives Mitglied
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Das Blitzgerät links auf dem etwas sehr moirigen Foto dürfte ein Metz 45CT4 oder 45CT5 sein. Den abgebildeten Televorsatz habe ich jüngst im Schrank gefunden, obwohl ich gar keinen Blitz mehr dafür habe. Ich würde die Ausleuchtungsgrenze mit etwa 150mm bei Film ansetzen, also ein 100er auf Digital. Leitzahl etwa 70 bis 75, soweit ich mich erinnere. Allerdings unterstützen die verfügbaren Blitze kein iTTL, was die Verwendbarkeit sehr einschränkt und der SB-800 geht knapp nicht rein, ohne den Vorsatz anzusägen. Eventuell versuche ich einmal, einen Trichter für den SB-800 zu bauen. Die Linse ist abnehmbar, das sollte sich adaptieren lassen.
 
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frankyboy

Guest
ich war bisher einige male in afrika, den blitz habe ich gezielt während der mittagszeit eingesetzt und an sich dann immer einsatzbereit gehabt. das problem an sich ist dann, die nötige freistellung noch in den griff zu bekommen und ihn wirklich so einzusetzen, dass er wirklich nur aufhellt. bei close ups war das nie ein probelm, bei anderen aufnahmen mit bewusster unterbelichtung waren teilweise drei blenden minus zu wenig und danach, wenn es denn geht vergeht zuviel zeit im manuellen modus, in zeitautomatik waren die ergebnisse noch mehr unterzubelichten erschreckend schlecht
 
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jo.bathmann

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frankyboy schrieb:
ich war bisher einige male in afrika, den blitz habe ich gezielt während der mittagszeit eingesetzt und an sich dann immer einsatzbereit gehabt. das problem an sich ist dann, die nötige freistellung noch in den griff zu bekommen und ihn wirklich so einzusetzen, dass er wirklich nur aufhellt.

Na prima, Frankyboy
Du weißt genau worauf ich hinaus will. Mir wäre es am liebsten, wenn man dem Foto gar nicht ansieht, dass mit Blitz aufgehellt wurde. Im "close up" mit der Sony R1 und dem internen Blitz variiert man die Stärke je nach Entfernung von -2 bis +2 und kommt zu guten Ergebnissen. Mit der Nikon (hängt ausschließlich am Tele) hab ich überhaupt keine Erfahrung und werde wohl den SB-800 kaufen evtl. mit Vorsatz – wo kriegt man den ?). Hast Du noch eine spezielle Einstellungsempfehlung an der D-200 für die Mittagssonne ? (Mal abgesehen davon, dass die großen Photographen da empfehlen frei zu nehmen) Die 1/250 liegt mir schon schwer im Magen – mache alles mit Reissäckchen statt Stativ.
Mit bestem Gruß – Jo
(Dir verdanke die perfekte Einstellung an der D-200):up:
 
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