Auf Rentiersuche im Fjell

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Ich frage mich, wie das Z 800mm im Vergleich zu Deiner Kombi (2x 1,4 Konverter) abschneiden würde und ob das Objektiv für Dich sinnvoll wäre?

Naja, etwas besser, aber nichts was man hier am fertigen Foto erkennen würde. Das 800/6.3 wäre nur vom Handling wirklich besser, aber dafür schleppe ich dann zwei große Objektive rum. (n) Für mich wäre es definitiv nichts, selbst bei den Rentieren nicht. Denn am letzten Tag, konnte ich bereits Entfernungen realisieren, die für 400 mm und 560 mm ideal waren und der zusätzliche Konverter bereits in der Tasche blieb. Auch die bisher gezeigten Fotos variieren zwischen 560 mm und 800 mm. Für Moschusochsen benötigte ich die 800 mm nur für Portraits. Dazu dann aber die Tage an anderer Stelle mehr.
Das Z 400/2.8 TC VR S ist das für mich ideale Objektiv. 400 mm für Füchse, Dachse und größere Säugetiere. 560 mm, die absolut ebenbürtig mit einem 600/4 sind und dann 800 mm die mich absolut zufriedenstellen. An einem fertig entwickelten Foto wird man keine Unterschiede zu einem Z 600/4 TC VR S bei 840 mm erkennen. Dieses wird aber genauso wie das Z 800/6.3 eine etwas höhere Trefferquote liefern und hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Beim Bokeh hat das 400/2.8 mit 2x 1.4 sogar die Nase vorne gegenüber dem 800/6.3 PF in speziellen Situationen.
 
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Am nächsten Morgen ging es natürlich vor Sonnenaufgang los und so machte ich mich in der Dämmerung auf die Suche nach den Rentieren. Über Stunden war es mir nicht möglich sie wiederzufinden. Abends waren sie nur wenige hundert Meter von meinem Zelt entfernt, doch am nächsten Morgen fehlt einfach jede Spur. Ich erklomm ein Kuppe nach der anderen, doch von den Rentieren fehlte jede Spur. Erst am späten Nachmittag konnte ich sie dann wieder entdecken. Sie sind in eine ganze andere Richtung gezogen, als ich dachte. Rentiere legen schnell mal etliche km zurück.

#27
DSC_6050-X4.jpg


#28 Mit 400 mm aufgenommen. Auch dafür kann weniger Brennweite mal gut sein.
DSC_6942%201-X2.jpg
 
3 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Großartig!
 
C
Christian B. kommentierte
Irgendjemand hier im Forum hat mich mal ausgelacht, als ich meinte, ohne Tele könnte ich mir Landschaftsfotografie nicht vorstellen. Hier sieht man, dass sogar ein 400mm notwendig sein kann.
 
Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Das blaue Wunder (bild)
Herrlich.
 
Ich packte meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg hoch zu ihnen. Der Wind stand gut und ich konnte sogar einen kleinen Hügel als Sichtschutz nutzen und so lag ich am Ende nicht weit entfernt von der Herde und konnte ihnen beim Wiederkauen zu schauen. Nicht übermäßig spannen, aber irgendwie ein schönes Gefühl ihnen ohne Störung so nahe zu sein.

#29
DSC_7288-X4.jpg


Schließlich begann sie wieder mit der Nahrungsaufnahme. Der Wind kam von vorne und ich lag gut versteckt hinter der Kuppe. So zogen die Rentiere direkt auf mich zu.

#30
DSC_7369-X4.jpg


#31
DSC_7540-X4.jpg
 
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1 Kommentar
M.E.C.Hammer
M.E.C.Hammer kommentierte
Klar, sie haben immer mal wieder etwas von mir wahrgenommen. Doch so lange man flach auf dem Boden liegen bleibt, ergreifen sie nicht die Flucht. Des Weiteren zeige ich hier ja auch vor allem die Fotos mit Blickkontakt, da ich sie einfach intensiver finde.
 
Wie weit muss du laufen von Parkplatz bis zur Stellle Zelt? Zelt paar Tage oder jedes Tag woanders Zelt?
 
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M.E.C.Hammer
M.E.C.Hammer kommentierte
Das hängt alles davon ab, wo man die Rentiere findet und wie weit sie so ziehen. Das können 4 km, oder auch 10 km vom Parkplatz aus sein.
 
Ich war in den 1980er - 90er Jahren oft in Nord-Finnland. Da liefen die Tiere öfter frei auf oder neben der Straße. Besonders gern lagerten sie auf dem sonnengewärmten Asphalt. Ich hatte zu der Zeit weniger Interesse an Rentieren und auch keine sehr geeignete Ausrüstung dabei, eine F3 mit dem 4/200mm war das äußerste. Ich sehr gelegentlich mal nach, ob es Dias gibt, die für eine Digitalisierung geeignet sind.
 
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Stefan_N
Stefan_N kommentierte
Das kenne ich auch. Selbst wenn man hupte, wollte sie nicht Platz machen. Die konnte man mit dem 50er portraitieren.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Das sind die Zahmen. Es gibt zahme und wilde Rentiere.
 
In den 1980er Jahren war ich mal am Nordkap, Fahrzeug: Motorrad, Hotel: 2-Mann-Zelt, Zeit: Mai = kalt mit Altschnee, dafür keine Mücken. Die Rentiere, mit abpellendem Winterpelz, liefen recht nahe am Zelt vorbei und waren insgesamt ziemlich ungestört:

full

Technik: Olympus Om-2n mit Tokina 28-200mm, analog, Scan vom Dia
 
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Man muss zwischen wilden Rentieren und domestizierten unterscheiden. Ich habe auch schon früher in Schweden oder Jotunheimen relativ zahme Rentiere fotografiert, diese waren aber eben keine echten Wildtiere. Die von mir gezeigten sind es aber schon und daher auch viel scheuer.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Danke, die Frage hätte ich noch gestellt :)
 
M.E.C.Hammer
M.E.C.Hammer kommentierte
Meistens sehen die domestizierten Tiere schon von der Fellfärbung her auch etwas anders aus. Daher hier mal drei Fotos von solchen Rentieren aus Schweden. Aufgenommen mit 400 und 560 mm ganz ohne Tarnung und Anstrengung.

DSC_9856-X4.jpg


DSC_9887-X4.jpg


DSC_9906-X2.jpg
 
nikcook
nikcook kommentierte
Deswegen sind die Bilder nicht schlechter :)
 
M.E.C.Hammer
M.E.C.Hammer kommentierte
Das Erlebnis, welches für mich aber eben auch zählt schon. Sonst könnte ich auch in den Zoo oder Wildpark gehen, da kann man ebenfalls gute Fotos machen. Wenn es einem rein um das Foto geht, dann sollte man besser kein Wildlife machen.
 
huckabuck
huckabuck kommentierte
Hier geht es jetzt mit den wilden Rentieren weiter, denn ein paar mag ich euch noch zeigen. Es war der letzte Tag, an dem ich mich auf die Suche machte. Wieder waren die Tier deutlich weiter gezogen. Nach dem ich den Berggipfel erreicht hatte, konnte ich eine riesige Herde sehen, die auf der anderen Seite in einem Wald und Sumpfgebiet gezogen ware. Die Herde war in starker Bewegung und so beobachte ich von oben einfach mal, wo es sie denn wohl hinziehen wird. Urplötzlich änderte die Herde ihre Richtung und kam den Berg hinauf. Was ein Schauspiel. Hier ein kleiner Handyclip dazu. Ich versuchte die weitere Bewegungsrichtung zu antizipieren und einen geeigneten Punkt in der offenen Landschaft zu finden, wo ich mich positionieren konnte. Mein Plan ging auf und so war ich am Ende fast schon umzingelt von Rentieren.


#37 Langsam näherten sie sich.
DSC_9060-X4.jpg


Und dann kamen sie, wie von mir erhofft plötzlich den kleinen Hügel hoch, hinter dem ich mich versteckt hatte und so standen sie quasi direkt vor mir. Den zweiten Konverter hatte ich da schon abgeschraubt. Was für ein Erlebnis!

#38
DSC_8713-NEF_DxO_DeepPRIME%201-X4.jpg


#39
DSC_8849-X4.jpg
 
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Eine sehr eindrucksvolle Serie mit feinen Aufnahmen dieser schönen Tiere, Stefan! (y)

Die tollen Fotos sind das Eine---das direkte Erlebnis mit dem "Gänsehautgefühl" das Andere.
Den wilden Rentieren so nah zu kommen, das hat schon was!

Gruß aus Hamburg, Peter
 
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