Tolle, eindrucksvolle Fotos, die zeigenswert sind und Euch in Europa verdeutliche, dass Ihr auf einer "Insel" der Glueckseligen lebt. - Allerdings auch selbst erarbeitet!
Wenn ich meine Situation mit der eines chinesischen Fabrikarbeiters oder der eines arbeitenden indischen Familienvaters vergleiche, dann überkommen mich leichte Zweifel, dass ich mir mein vergleichsweise sorgenarmes Leben wirklich
selbst erarbeitet habe...
Schlimm ist nur, man sieht es sich an, ist berührt, und weiß nicht, was man machen kann oder soll. Und das ist auch nur ein ganz kleiner Ausschnitt vom Elend auf der ganzen Welt, und wollte man immer was machen ...
Helfen? Ich denke nicht dass wirksame Hilfe moeglich ist.
Im eigenen Land anfangen, ist für mich der richtige Weg.
Ob im eigenen Land oder woanders, ob mit Geld oder mit Arbeit, sozialem oder politischem Engagement oder mit allem zusammen, ist egal.
Die Hauptsache ist es, überhaupt anzufangen und auch weiterzumachen, wenn man einmal angefangen hat!
Betroffenheitsrhetorik und der Verweis auf das Ausmass des globalen Elends sind kein Ersatz für eigenes Handeln. Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!
Ich habe Christophs Bilder jedenfalls zu Anlass genommen, einen Teil des Geldes, das vom Weihnachtsgeschenkekauf übriggeblieben ist, einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. (An meinem Geschenk für mich selbst werde ich trotzdem weiterhin Freude haben

) Auch werde ich demnächst nach einer neuen Möglichkeit suchen, etwas meiner Freizeit für einen sozialen Zweck aufzubringen.
Was mich ebenfalls erschüttert ist dass es in Indien gleich "nebenan" auch unermesslichen Luxus und Reichtum gibt.
Indien ist für mich das MULTI-KULTI-TRADITION-MODERNE einzigartigste Land der Welt und wenn du Indien einmal bereist hast, läßt es dich nicht mehr los.
Indien ist gesellschaftlich, religiös und kulturell von Deutschland sehr verschieden. Aber trotz allem haben beide Länder etwas gemeinsam:
Hier wie dort gibt es Geizige und Gierige,"Täter" und "Opfer", Egoisten und Menschen mit sozialem Verantwortungsgefühl!
Ich war vor einigen Jahren auch in Tamil Nadu. Eingeladen von einer Familie, die, nach dortigen Massstäben, zu den Gebildeten, rel. Wohlhabenden gehört. Obwohl auch diese Familie Geldsorgen hat, engagiert sie sich in einer Wohltätigkeitsorganistion für die Ärmsten und organisiert zudem privat Stipendien, die begabten Kindern ärmerer Leute einen weiterführenden Schulbesuch ermöglichen.
Was also können diese Leute, das auch wir bei etwas Bereitschaft Zeit und/oder Geld zu opfern, nicht könnten?
Dass man auch den Ar... hochkriegen kann, haben Frankyboy/Smiley (und mit ihm das ganze Forum) und Wolfgang Steiner bewiesen!
... und ja, Gerhard, Indien ist faszinierend! :up:
gruss,
Peter