Hallo Peter,
wirklich eine Gradwanderung. Ultra scharfe Objektive, offenblendig. Der Verlauf von weicher Unschärfe und sehr harter, detailreicher Schärfe ist ein Spagat, überdenkenswert.
Bild 2 zeigt über die weichere Darstellung die "verträumtere" Stimmung; für mich das schönste und glaubwürdigste Bild dieser Reihe.
Bild 3 demonstriert die technische Möglichkeit, aber das Gesicht wirkt für mich nicht mehr stimmig. Die Unschärfe zeigt schmeichelnd ein freundliches Gesicht, die Schärfe (auf den Wangen z.B.) - überspitzt formuliert - die "wettergegerbte Lederhaut". Das Gesicht wird zwiespältig und inhomogen. Muß Modelfotografie wirklich analytisch sein? Oder soll es nicht eher Interpretationsspielraum lassen, indem Andeutungen die Fantasie des Betrachters anregen?
Ich meine nicht weichgespülte und per Photoshop zu Plastikfolie geglättete Haut, damit dies nicht mißverstanden wird. Es ist aber eine geringe Schärfeherausnahme nach meinem Empfinden eher bildunterstützend.