Analoge Nikon zur D50

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root2

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Hallo zusammen,

seit knapp 1 Jahr fotografiere ich nun schon mit meiner D50 und bin nach wie vor begeistert von deren Möglichkeiten.

Aber immer wieder juckt es mir in den Fingern etwas weg von dem ganzen Automatik-Krimskrams zu kommen und dann fange ich an zu überlegen, ob denn eine analoge SLR nicht auch etwas Tolles wäre - vielleicht gerade zum Üben und Vertiefen des Verständnisses, der Komposition, ...

Ich habe mir schon ein paar analoge KB SLR herausgepickt, die ich (für meine Verwendung als Hobbyfotograf) ganz nett finde und würde mir gern ein paar Meinungen von euch einholen.

Was mir besonders Spass macht, ist das Fotografieren ohne AF, nur unter Zuhilfenahme von Schnittbildindikator/Mikroprismenring. Gerade diese Einstellhilfen fehlen ja - genauso wie große und helle Sucher - bei den meisten Einsteiger-DSLR :frown1:

Meine aktuelle Rangliste wäre wie folgt:

1. Nikon F601M: Wegen der manuellen Fokussierung _und_ der optischen Einstellhilfen. Eventuell auch eine F601 aber da fällt dann schon wieder die Einstellerei digital aus. Ich finde, sie ist ein guter Mittelweg zwischen komplett analog und digital.

2. Nikon F801: Ist ja der 601 sehr ähnlich und besitzt sogar austauschbare Einstellscheiben. Aber ist die "normale" denn mit Schnittbildindikator versehen, oder muss ich mir dann eine neue kaufen, die genausoviel kostet, wie die Kamera an sich?

3. Nikon F80: Von allen scheint sie mir am ehesten einer digitalen zu entsprechen. Das hat auch Vorteile (einblendbare Gitterlinien, schnelles AF Modul, ...). Aber geht hier dann nicht ein Großteil dessen verloren, dass man durch "analoge" Technik erfahren möchte?

Was mir sehr angenehm aufgefallen ist, sind die Gebrauchtpreise der Kameras. Bereits zwischen 50-150 Euro bekommt man sie - mehr oder weniger gut erhalten - angeboten. Gibt es bei solchen analogen Modellen grundsätzliche Schwachstellen auf die man beim Kauf achten sollte? Man kann ja nicht einfach die EXIF Daten ansehen. um festzustellen wieviele Auslösungen der Verschluss schon hinter sich hat, oder?

Ich bin gespannt auf euere Antworten.

Gruß,

Bernd
 
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root2 schrieb:
2. Nikon F801: Ist ja der 601 sehr ähnlich und besitzt sogar austauschbare Einstellscheiben. Aber ist die "normale" denn mit Schnittbildindikator versehen, oder muss ich mir dann eine neue kaufen, die genausoviel kostet, wie die Kamera an sich?

also die 801S hat keinen schnittbildindikator, die habe ich nämlich zuhause liegen...

root2 schrieb:
Man kann ja nicht einfach die EXIF Daten ansehen. um festzustellen wieviele Auslösungen der Verschluss schon hinter sich hat, oder?

das dürfte bei analogkameras eher nicht so ins gewicht fallen...
 
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Ein absolut unterschätztes analoges Highlight ist IMHO die F301.
Die bekommst du preislich nachgeworfen. Hat den ganzen Schnickschnack nicht. Du solltest nur drauf achten dass der Spiegeldämpfer und die Lichtdichtungen in Ordnung sind. Kann man bei Bedarf selber richten (wenn man kein Grobmotoriker ist).

gruss
 
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Die 301 habe ich auch gehabt. Da konnte man auch alle Automatikmodi abschalten und wieder selber hantieren. Meine erste Practica hatte nicht mal einen Belichtungsmesser TTL. Da hattest du richtig zu tun.
 
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Mit der 601M habe ich relativ lange gern fotografiert, eingebaut ist eine Scheibe mit Schnittbildindikator, die nicht getauscht werden kann, und sie kann keine Spotmessung.

Problematisch ist, dass volle Kompatibilität nur mit AF-/AF-D Nikkoren gegeben ist, d.h. mit Ai/Ais Nikkoren funktioniert nur die mittenbetonte Messung und Zeitautomatik. Die AF-/AF-D Nikkore sind nur teilweise angenehm manuell zu fokussieren, insbesondere diejenigen, die am Objektiv auf M umgestellt werden können, z.B. 60/2,8 Makro, 20-35/2,8 oder die 2,8er Teles. Trotz der Einschränkungen ist die Cam bei den augenblicklichen Preisen von ca. +/- 50,00 € für guterhaltene Exemplare mit Sicherheit einen Versuch wert, sie benötigt aber die recht teure CR-? Batterie.

Edit: Schwachstelle ist die Verriegelung der Rückwand, die ist schnell bzw. öfter angebrochen.
 
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N'abend Bernd,

wenn 801, dann 801s, nein Schnittbild hat die nicht, du kannst aber eine preiswerte K2-Scheibe der FE2 nehmen und nach abfeilen der Nase da einbauen. Ist ganz banal und klappt bestens.

lg
Axel
 
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Friese schrieb:
Edit: Schwachstelle ist die Verriegelung der Rückwand, die ist schnell bzw. öfter angebrochen.

Die 601m war meine erste Nikon und ich hab sie noch immer. Bisher musste ich die Rückwand 1x austauschen lassen, weil ein Kunsstoffteil abgebrochen war, allerdings erst nach dem ich die Kamera fallen lies (natürlich ohne Absicht). Mittlerweile lässt sich das Batteriefach nicht mehr schließen, weil am Batteriedeckel etwas abgebrochen ist. Außerdem ist das Transportgeräusch des Motors sehr laut. Aus diesen Gründen würde ich von der 601m abraten.

Wenn es dir nicht so sehr auf die Ähnlichkeit zu deiner D50 ankommt, würde ich eher zu einer FE oder FA raten. Eine FE habe ich selber und obwohl ich mittlerweile sogar eine F3 erstanden habe, ist die FE noch immer meine Lieblingskamera. Sie ist äußerlich bereits mit zahlreichen Gebrauchsspuren versehen, deshalb schäue ich mich nicht sie auch einfach mal im Rucksack mitzunehmen. Sie besitzt im Gegensatz zur FM und FM2 bereits eine Zeitautomatik. Bei Verwendung des Selbstauslösers wird der Spiegel hochgeklappt, so hat man sogar eine praktische Spiegelvorauslösung. Auch Belichtungsspeicherung geht, indem man den Hebel für den Selbstauslöser nach innen drückt, ein Feature das ich viel zu spät entdeckt habe. Man kann eines der zahlreichen Bliztgeräte verwenden die über einen Standardblitzschuh mit Mittenkontakt verfügen, in meinem Fall ein Metz 32CT, das geht z.B. bei der F3 nicht. Außerdem kann man den Film noch manuell weitertransportieren, ein Gefühl das du dir nicht entgehen lassen solltest. :D

Nur die Lichtdichtungen musste ich einmal austauschen. Dass kann man aber mit ein bisschen geschick selber machen und kostet dann ca. 10€.

Sinnvoll wäre natürlich sich dazu noch ein paar manuelle Nikkore zuzulegen. :winkgrin:

Martin
 
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Danke euch für die Antworten!

Mittlerweile tendiere ich auch eher zur F801/s (abgespeckte F4?), wobei die F100 (abgespeckte F5?) auch ein tolles Gerät ist, nur halt schon wieder ein ganzes Stück neuer...

Mein Einsatzgebiet wäre Vorzugsweise die Landschaftsfotografie (mit feinkörnigen Negativfilmen um die 100 ASA), meist im WW bis Normalbereich. Die Bilder sollten für größere Abzüge (A3) geeignet sein.

Gibt es bei den verwendeten Objektiven denn Einschränkungen, außer der Tatsache, dass sie nicht für APS-C Kameras sondern für FF gerechnet werden sein müssen? Ich kann mir gut vorstellen, dass feinkörnige Filme etwas mehr Anforderungen ans Objektiv stellen als eine D50 mit "nur" 6MP. Wie sähe es denn z. B. mit dem "15-30mm F3,5-4,5 EX DG ASPHERICAL" oder dem "AF Zoom-Nikkor 24-50mm/3.3-4.5 D" aus?

Gruß und gute Nacht,

Bernd
 
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Moin Bernd,

Einschränkungen:
Die F801s kann kein VR und nicht mit AF-S - Objektiven umgehen (d. i. bei Sigma HSM). Da muß man manuell scharf stellen. Außerdem kann man sog. G-Objektive (das sind die ohne Blendenring) nur im P- oder S-Modus betreiben.

lg
Axel
 
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root2 schrieb:
Danke euch für die Antworten!

Mittlerweile tendiere ich auch eher zur F801/s (abgespeckte F4?), wobei die F100 (abgespeckte F5?) auch ein tolles Gerät ist, nur halt schon wieder ein ganzes Stück neuer...
Bernd


Nimm am besten mal bei einem Fotohändler beide in die Hand. Ich habe beide und finde die 601 viel besser. Leider kann ich dir nicht objektiv sagen warum. Sie fühlt sich aber schwerer an.
 
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root2 schrieb:
Danke euch für die Antworten!

Mittlerweile tendiere ich auch eher zur F801/s (abgespeckte F4?), wobei die F100 (abgespeckte F5?) auch ein tolles Gerät ist, nur halt schon wieder ein ganzes Stück neuer...
Hallo Bernd

Falls du dich für die F-801s entscheidest: ich habe eine anzubieten. Schick' mir in diesem Fall eine PN.

Ich finde das Ding eigentlich eine grossartige Kamera, nur werde ich wohl nicht mehr analog fotografieren. Und falls schon, wirds dann eine FM2 oder vielleicht eine FA geben.

Schnittbildindikator hat sie keinen. AF ist akzeptabel, aber den willst du ja eh' nicht verwenden, wenn ich dich richtig verstanden habe. Aber sonst hat sie irgendwie alles, was (m)eine Kamera braucht: M/A/S/P-Modi, Matrix/Mitte/Spot, Abblendtaste (allerdings etwas schwergängig). AF-S geht nicht und bei G-Objektiven kannst du die Blende nicht einstellen. Dafür geht die Belichtungsautomatik auch mit alten Objektiven ohne CPU. Und es ist die Kamera, die die 1/8000s Verschlusszeit eingeführt hat. Hmmm... soll ich sie doch behalten...:rolleyes:

Gruss,

Stefan
 
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Hallo Bernd,

falls Stefan sich doch nicht von der 801s trennen kann :fahne: , werde ich meine F80 aus dem Regal anbieten.

Die hattest du ja auch aufgeführt.

Lieben Gruss.

Dirk
 
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HansMeinIgel schrieb:
Die 301 habe ich auch gehabt. Da konnte man auch alle Automatikmodi abschalten und wieder selber hantieren. Meine erste Practica hatte nicht mal einen Belichtungsmesser TTL. Da hattest du richtig zu tun.
Hey, bist Du mein Zwilling? Genauso hat es bei mir auch angefangen: erst eine Praktika (Schraubgewinde als Objektivanschluss und so ein Zeiger als Belichtungsmesser, geil!), dann die F-301. :)
 
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Eine Kamera ohne AF wollte ich 1991 auch unbedingt haben. Der Fachhändler sah mich an, als käme ich aus einer längst vergangenen Zeit und zeigte mir dann die noch erhältliche F301. :)

Ich war total verliebt in das Gerät, bis der erste Satz Batterien leer war (ich glaube nach 5 Filmen). Also den zweiten Satz eingelegt, der hat dann 8 Filme gehalten :frown1:

Nach kurzem Rechnen was die Batterien kosteten wurde es dann ganz schnell eine F601M, mit der ich lange gearbeitet habe. Im Vergleich zur F801 merkt man aber doch, dass die F601 für den Amateur gebaut wurde.

Meine F801 ohne s ist klasse, hat aber einen eher traurigen AF, dem ich nicht blind vertrauen würde. Mit der F801s soll das etwas besser geworden sein, das kenne ich aber nicht aus eigener Anschauung.

Falls es doch ein AF-Modell werden soll, würde ich einmal einen Blick auf eine F90 werfen. Diese werden mittlerweile auch fast verschenkt.

Gruß
Dirk
 
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Moin,

die F301 ist klasse, ich habe sie selber gehabt. Es gibt ein Batterieteil für Mignon-Batterien, damit kannst Du sie, wie übrigens auch die F801s und die F80 (mit SB-16) mit Mignon-Akkus betreiben.
Bei allen drei genannten Kameras kannst Du jegliche Automatik abschalten und rein manuell fotografieren. Ich hatte auch die F801s und habe immer noch die F80 (und gebe sie nicht her).
Ich kann sie alle empfehlen.
 
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Hallo und danke für euere Antworten!

Ja, das mit dem komischen Gesichtern von manchen Fotohändlern, wenn man nach einer Kamera ohne AF fragt, kenne ich :)

Mittlerweile ist es aber vollbracht:
Ich habe vom Fotohändler meines Vertrauens eine F-801s ergattern können.
Gebraucht in super Zustand (sogar mit etwas Zubehör) :D Ich bin schon sehr gespannt, wie denn die ersten Bilder mit ihr aussehen werden...

Bis dahin Grüße,

Bernd
 
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Moin,

root2 schrieb:
Ich habe vom Fotohändler meines Vertrauens eine F-801s ergattern können.

Herzlichen Glückwunsch. Ist ein Superteil. Ich habe sie selber viele Jahre gehabt. Sie liegt einfach satt in der Hand, saugt sich richtig fest.
Angenehmerweise funktioniert sie auch ohne Einschränkungen mit Mignon-Akkus. Ich habe es selber nur so gemacht. Damals war die Kapäzität der Akkus noch nicht so berühmt, daher hatte ich immer einen zweiten Batteriehalter mit frischgeladenen Akkus in der Fototasche. Habe es aber selten gebraucht.
Viel Spaß damit:up: :)
 
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