Das kommt jetzt darauf an, wie man Zufall definiert.
Ursächlich ist Folgendes:
Objektebene und Bildebene. Bildebene ist klar, ist die Ebene des Sensors. Objektebene ist die Ebene, in der das Objekt liegt. Stehst Du genau parallel mit der Aufnahmeebene vor dem Gebäude (guckst also genau auf die Front, Blick stur geradeaus parallel zum Erdboden) und fokussierst auf diese, ist die Objektebene parallel zur Bildebene. (Ebenenparallelität!) Die Objektebene ist dann genau die Gebäudefront.
Ist dies der Fall, werden die Linien gerade, senkrecht,parallel abgebildet.
Jede kleine Verkantung der Bildebene (Du guckst nach oben oder unten) zerstört die Parallelität der Ebenen. -> Die Linien "stürzen", das Gebäude scheint nach hinten zu kippen, wenn Du nach oben blickst.
Nun zu Deinen Bildern.
Bild 1: Du stehst nah dem Objekt, um auch die Spitze auf das Bild zu bekommen, kippst Du die Bildebene des Sensors. Großer Winkel zwischen den genannten Ebenen -> Starke stürzende Linien.
Bild 2: Du hast Dich weit entfernt, die Bildebene ist kaum gegen die Objektebene gekippt -> "keine" (kaum) stürzende Linien, da der Winkel der beiden Ebenen gegen Null geht, fast parallel.
Wendet man die Scheimpflugsche Regel an, kommt eine dritte Ebene in's Spiel, die Objektiv(-haupt)-ebene. Damit kann man dann "tricksen". (siehe u.a. Wiki) Diese Möglichkeit bieten aber die von Dir verwendeten Objektive nicht.
Zum Zufall: Ja, Du hast zufällig weit genug weg gestanden, um ohne große Verschwenkung (Verkippen der Ebenen gegeneinander) die Häuser komplett abzubilden. Die Objekt- und Bildebene sind fast parallel. -> "keine" (kaum) stürzende Linien. Zufällig deshalb, weil Du ja den Abstand nicht absichtlich und mit Vorsatz gewählt hast, um stürzende Linien zu vermeiden.


Und ja, es liegt daran, dass Du weiter weg warst. :winkgrin:
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