AW: alles mgliche vom gepushten
ich denke schon, daß die filme auf die nennASA OPTIMIERT sind. und da verschenke ich ungern etwas, es hatte sich eben aus der situation mit dem schlechten licht entwickelt. [MENTION=99633]Fotomensch[/MENTION]
Das stimmt so nicht ganz, Margot, ich hatte es ja schon mal geschrieben.
Ein 50er ist an sich schon ziemlich kontrastreich ausgelegt, bei dem bietet sich eher eine Ausgleichsentwicklung an (überbelichten und "pull" entwickeln) - man verwendet den Film wegen seiner geringen Empfindlichkeit ohnehin nur bei reichlich Licht, oder vom Stativ, da kann man bei der Belichtung auch mal eher etwas zugeben.
Umgekehrt beim 400er - der wird bei wenig Licht eingelegt und manchmal reichen 400 dann trotzdem nicht. Also ist der Film bei normaler Belichtung/Entwicklung eher etwas kontrastärmer, weil er häufig noch gepusht werden muss und dabei an Kontrast zulegt.
Aber bei alledem sollte man immer im Auge behalten, dass das aus einer Zeit kommt, in der Negative nicht gescannt, sondern auf Barytpapier vergrößert wurden. Du hattest Deine Papiergradationen - extraweich, weich, spezial, normal, hart und extrahart - und Du wolltest Deine Negative so entwickeln, dass sie möglichst exakt auf eine Gradation gepasst haben (bestenfalls auf "normal", evtl noch auf "spezial"), um Zeitaufwand im Labor zu vermeiden (abwedeln, nachbelichten, über- oder unterentwickeln, rubbeln, maskieren waren die gängigen Tricks, die zum Ergebnis führten, aber Zeit und Material kosteten).
Schon mit den Multigrade-Papieren änderte sich das - es war einfacher Zwischengradationen zu erzeugen - und mit dem Scannen ist das eigentlich fast obsolet geworden. Denn ein SW-Negativ hat immer einen niedrigeren Kontrastumfang, als z.B. ein Dia. Man wird also mit fast jedem Scanner fast jedes SW-Negativ problemlos scannen können. Der Rest ist ein bisschen Bildbearbeitung. Und bei der ist es hilfreich vorher zu wissen, wo man hin möchte, beim Experimentieren rutscht man leichter mal über die Schwelle des guten Geschmacks (was tatsächlich aber auch mal spannend sein kann).