Mitmachthema All That Jazz

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P.S. Es ging ja auch zwischendurch mal darum, den Thread 'nicht sterben zu lassen'. Ich hatte gehofft, dazu beitragen zu können, dass das nicht passiert.

Ja, das hast du und ich finde auch, dass ein paar gute Bilder dabei waren. Allerdings waren diese mMn dann leider von zu vielen suboptimalen Bildern umrahmt. Besonders unscharfe bzw. verwackelte Bilder müssen nicht sein - egal ob Anfänger oder nicht.
Übrigens: auch ich bin Amateur und erstelle meine Konzertbilder hauptsächlich mit einer F100 und dem 85/1.8 oder 105/2.8VR. Also, von Profiausrüstung kann man hier wirklich nicht reden, oder?

Dafür ist ein solcher Sammelthread aber eher nicht der richtige Platz. Besser ist es, ein oder zwei Bilder in einen separaten Thread ein- und zur Diskussion zu stellen.

Ja, sehe ich auch so. Ich schreibe in einem Sammelthread eigentlich nie irgendwelche Kritik, da diese die Threads in meinen Augen zu sehr verwässert.
 
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Wir sind in der überwiegenden Masse Amateure hier; das heisst aber nicht, dass wir nicht dennoch gute Qualität anstreben würden.

Meiner Meinung nach soll ein Konzertphoto ebensoviel über die Musik wie über den Musiker aussagen; es soll schon irgendwo eine Klimax eingefangen werden, denn ein reines abbilden der Person auf der Bühne ist eben nur das: ein Bild mit Irgendwem auf irgendeiner Bühne. Ich denke, dass man einen Musiker nur gut portraitieren kann, wenn man die Musik kennt, wenn das Photo "in einem musikalischen Kontext" steht.

Um ein gutes Bild vom Fussball zu machen, musst du den Sport kennen; du musst wissen, dass die Action am Tor stattfindet, dass die packendsten Zweikämpfe aber nicht direkt vor'm Tor sondern erfahrungsgemäss etwas ausserhalb des 5-m Raumes stattfinden, und die schönsten Flüge an der 16 Meter Linie eingefangen werden können. All dies klingt logisch für uns, weil wir den Sport und seine Regeln kennen, weil wir wissen, dass sich aus den Regeln bestimmte Situationen ergeben werden (Schwalbe in den Strafraum hinein etc.). Ohne dieses Wissen wird die Bildausbeute am Platz eher mager werden. Wir wenden also unser Wissen über den Sport an, um bessere Bilder zu knipsen.

Genau SO macht man ein gutes Bild von Musikern beim Konzert; zuerst sieht man sich das Spielfeld an (die Bühne) und wählt vielversprechende Positionen für die Aufnahmen (der "Strafraum" ist sicherlich die Position des Sängers oder Solisten - hier findet die Action statt). Es hilft, die Songs zu kennen, und Soli oder Breaks schon zu erwarten und Schlagzeuger machen bei Synkopen die unglaublichsten Gesichter!

Die aller-aller-allerunterste Anforderung ist allerdings das beherrschen eines soliden Handwerks. Unschärfe kann drei Gründe haben:

  1. - falsch oder schlampig fokussiert (bei AF kann auch ein Bauteil kaputt sein)
  2. - durch extrem schlechte Lichtverhälnisse muss dermassen viel nachverstärkt werden, dass die Bildqualität darunter leidet
  3. - verwackelt
Da die Lichtsituation auf deinen Bildern meist OK scheint, bleiben 1 oder 3. Sollte dein Autofokus korrekt arbeiten, wäre es sicherlich wünschenswert, mal etwas an der persönlichen Technik zu arbeiten: Auslösen beim Ausatmen hilft ganz ungemein, aber auch die Einstellung einer knappen, aber noch ausreichenden Belichtung kann viel helfen. Meist sind die Musiker ohnehin angestrahlt und heben sich bei knapper Belichtung noch besser vom Hintergrund ab.

Es gibt noch endlos weitere Dinge, die man beachten kann oder auch nicht, aber wenn du mal alle Bilder löscht, die weder scharf sind, noch den Musiker wirklich portraitieren, dann geht die Auswahl schon ganz richtig los. Solltest du jetzt noch mehr als 20% deiner Bilder behalten, war's geschummelt!

Von den paar übriggebliebenen technisch einwandfreien Bildern, sind nur Die von Interesse, die sofort Musik im Kopf entstehen lassen; Zeigt das Bild wirklich einen intimen Moment? "Höre" ich ein getragen-langsames, melodiöses Solo, wenn ich das Bild des Klarinettisten anschaue? Oder ist das halt Irgendwer mit so 'ner Tröte, leider aber gerade mit Augen zu?
Knallt mit ein brachialer Powerchord vor die Fresse, wenn ich das verzerrte Gesicht und den weit ausgestreckten Arm des Gitarristen sehe? Oder Tut da Jemandem der Popo weh, und er hat zufällig gerade eine Gitarre um?

Sollte deine Auswahl jetzt noch mehr als 2 Bilder von 100 Aufnahmen zeigen, bist du entweder irrwitzig talentiert oder du fängst mit dem Sortieren nochmal von vorn an.

Echt!

stefan
 
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Sollte deine Auswahl jetzt ... mehr als 2 Bilder von 100 Aufnahmen zeigen, bist du ... irrwitzig talentiert ...


Hi Stefan,

vermutlich meintest Du mich nicht mit obrigem Zitat, oder?
Falls doch, dann zähl jetzt mal sorgfältig nach ...*









Die amerikanische Jazz-Band Yellowjackets mit (v.l.n.r.) Russell Ferrante (Piano, Keyboards),
Bob Mintzer (Tenorsaxophon), Jimmy Haslip (Bass) und Marcus Baylor (Schlagzeug).


Beste Grüße,

Sven


* ... und das sind nur bespielhafte 5 aus 197, die ich mühelos Richtung 30 treiben könnte.
 
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Liebe Mitreisende,

ich danke euch für die Worte!

Ich gebe zu, dass ich in meiner anfänglichen Euphorie, die hoffentlich auch noch anhält, viele Bilder maßlos überschätze. Ich merke das u.a. daran, dass mir mittlerweile Bilder, die mir vor Wochen/Monaten noch gefallen haben, mittlerweile nicht mehr gefallen. Aber das ist auch eine Entwicklung, die man durchmacht und die jeder machen muss. Auch aus diesem Grunde poste ich hier Bilder, weswegen ich für die konstruktiven Posts dankbar bin.

Angefangen hat's mit den Automatikprogrammen der Kamera, dann fleißig lesen, wie es besser geht, Manuelle Programme mit wechselhaften Ergebnissen genutzt, irgendwann das Raw-Format entdeckt und dann vor nich allzu langer Zeit die Möglichkeiten (Notwendigkeiten?) der digitalen Nachbereitung.

Punktum, nochmals danke! Ich werde in Zukunft kritischer und wählerischer sein!

Ich glaube aber, um zum Thema Ausrüstung noch etwas zu schreiben, dass man mit Objektiven mit Lichtstärke 1,8 und 2,8 in diesen von den Lichtverhältnissen immer grenzwertigen Situationen auf jeden Fall mehr herausholen kann, als mit einem 3,5 oder 6,8.

So genug geschwafelt, zurück zum Thema...

Gruß, PINTI
 
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Ja, das ist definitiv wahr. Bei der Konzertfotografie ist man sehr oft am Rand des Machbaren, wo dann jedes Drittel mehr Blendenöffnung gerne mitgenommen wird.
 
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Deine Jazz-Aufnahmen werden immer besser Carsten! Die beiden Bilder von Frode Berg sind top, Ursula Rucker gefällt mir ebenfalls sehr gut!
 
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Deine Jazz-Aufnahmen werden immer besser Carsten! Die beiden Bilder von Frode Berg sind top, Ursula Rucker gefällt mir ebenfalls sehr gut!

Danke, Johannes, wobei ich zugeben muss, dass Ursula Rucker auf diesem Konzert gar keinen Jazz gesungen hat, sondern ziemlich g*len Rap (mag ich sonst nicht so, aber hier war es einfach klasse - die Frau hat echt Power :up
 
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Der Gittarist von Ursula Rucker (leider konnte ich den Namen nicht ermitteln) ...[/IMG]


Tja, Carsten, bei dem Bild kann ich Dir leider auch nicht helfen.

Ansonsten vielen Dank für Deine Fotos, die für mich immer wieder beweisen,
daß sw oft doch spürbar besser für Jazz geeignet ist als Farbe.

Schönen 1. Advent wünscht,

Sven
 
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Natürlich nicht. Leider habe ich ihn nicht wirklich viel besser erkennbar aufgenommen. Hier noch zwei weitere Bilder. Vielleicht sind ja Nase und Brille markant genug, dass du ihn wiedererkennst.


Ha,

jetzt kommt GL 282 * zur Anwendung
Der Gitarrist heißt Tim Motzer **

Beste Grüße,

Sven






* Siehe Gotteslob 282 – dies als kleine Hilfestellung für jene, die ihrer bedürfen
** http://www.photographyserved.com/Gallery/URSULA-RUCKER-(PunktFestivalen)/342865
 
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jetzt kommt GL 282 * zur Anwendung
Der Gitarrist heißt Tim Motzer **

Danke :up:

Cool, jetzt erinnere ich mich auch wieder an den Namen.
Ich musste nämlich grinsen, weil ich erst an Tim Melzer denken musste.

P.S.: die Fotos von 5ive, die du verlinkt hast, sind auch nicht gerade schlecht. Und das mit einer D200.:up:
 
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Zur Feier des Tages ein kleines Experiment,
das ich immer schon mal machen wollte:



Steve Swallow dirigiert die NDR Bigband.
Im Hintergrund Altsaxophonist Fiete Feltsch.

Beste Grüße,

Sven
 
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