Akkus in F4

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StephanHP

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Hallo Vollmetaller,

ich hatte meine geliebte F4 bei Mandic in Frankfurt (sehr gut, empfehlenswert) zur Reparatur. Ich benutzte Akkus im MB-21 und bekam den Tipp, nicht so kräftige (2600 mAh) einzusetzen, sondern solche mit einer Ladungsmenge/Kapazität von max. 2000 mAh zu nehmen, um die nun doch reichlich 13 Jahre alte Elektronik nicht zu sehr zu strapazieren. Habe den Tipp gerne angenommen, um ihn gleich auf alle meine alten Schätzchen, die ich mit Akkus fahre anzuwenden (F3, FE, T90).
2000er habe ich nicht gefunden. Jetzt sind 1600er drin und alles geht wie gewohnt.

Gruss aus Hessen

Stephan
 
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Ich würde gerne wissen, inwiefern die aktuellen Akkus mit hohen Kapazitäten bei einem Gerät wie der F4 problematisch sein könnten.

An der höheren Kapazität allein dürfte es nicht liegen, denn die Höhe des dem Akku entnommenen Stroms ist doch durch den Verbraucher (Kamera) bestimmt - dürfte sich also durch den Einsatz solcher Akkus nicht ändern. Andererseits ist die vom Akku-Pack gelieferte Spannung ja von der Akku-Kapazität nicht unmittelbar berührt.

Dass Akkus hoher Kapazität länger eine für den Betrieb geeignete Spannung zur Verfügung stellen, macht sie für den Einsatz im kleinen Batterieteil der F4 (MB-20) interessant. Das war bei mir bislang ausschließlich mit Batterien bestückt, denn bei Akkus unterschritt die Spannung jedesmal so schnell die kritische Schwelle, dass ein vernünftiges Arbeiten kaum möglich war.

Wer weiß, was beim Einsatz moderner hochkapazitativer Akkus der limitierende Faktor sein könnte?

Gruß Norbert
 
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norei schrieb:
Wer weiß, was beim Einsatz moderner hochkapazitativer Akkus der limitierende Faktor sein könnte?

Gar keiner. Modernere Akkus haben weder eine höhere Spannung, noch liefern sie mehr Strom, da dieser ja vom Verbraucher bestimmt wird. Sie halten wegen der höheren Kapazität lediglich länger durch. Von daher ist der Tip

StephanHP schrieb:
nicht so kräftige (2600 mAh) einzusetzen, sondern solche mit einer Ladungsmenge/Kapazität von max. 2000 mAh zu nehmen, um die nun doch reichlich 13 Jahre alte Elektronik nicht zu sehr zu strapazieren.

zwar gut gemeint, aber falsch.
 
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Richtig!!
Der Innenwiderstand des Verbrauchers (hier Kameraelektronik) bestimmt den Strom, sprich die mA.
Wenn Du jetzt mehr mAh hast, hält der Akku einfach länger durch.
Du kannst mehr Stunden (h) die mA ziehen
Die Spannung ist die selbe, daher auch der Stromfluss.
I=U/R
I=Strom
U=Spannung
R=(Innen)Widerstand

Gruß
Martin
 
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Ich glaub auch, dass das Quatsch ist. Kann es nur in diese Richtung deuten: Es gibt vielleicht das eine oder andere schwarze Schaf, dass bei Akkus mit so hoher Kapazität die Dichtigkeit der Akkus nicht ganz so ernst nimmt, d.h. ein solcher könnte evtl mal eher auslaufen. Wobei ich das bei den bekannt guten Marken nicht annehme.

Ansonsten bin ich inzwischen eher Freund vom MB-20, da ich meist mit Stativ arbeite. Die Verbindung zwischen MB-21 und der F4 wackelt immer :-(

Grüsse,
Sebastian
 
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Grüßt Euch,

danke für Eure Hinweise . Bin halt kein Experte wie man lesen kann , aber ich glaube, ich habs verstanden.

Noch ein Nachwort zum MB-21. Ich habe sehr große Hände (bin 2m groß), da gibts mit dem großen Griff mehr Halt. Das Mehr an Speed brauche ich nicht. Dafür den hochgeschätzen Hochformatauslöser, wobei ich beim Querformatphotographieren, wenn er eingeschaltet ist, manchmal mit dem Handballen ungewollt den Autofokus in Gang setze.....und mich dann wundere.....

Gruß und danke

Stephan
 
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hallo martin,

grundsätzlich richtig - aber auch der innenwiderstand der akkus ist in diesem zusammenhang wichtig. wenn die (gleichstrom-)motoren im moment des anlaufens für die stromversorgung quasi einen kurzschluß darstellen, liefern akkus mit höherer kapazität einen höheren strom als andere, die einen höheren innenwiderstand besitzen. dieser "anlaufstrom" könnte die elektronik belasten und ursache für den tipp der werkstatt sein.

grüßle!
peter
 
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pulsedriver schrieb:
... Ansonsten bin ich inzwischen eher Freund vom MB-20, da ich meist mit Stativ arbeite. Die Verbindung zwischen MB-21 und der F4 wackelt immer :-(

Grüsse,
Sebastian

Sorry, verzeiht den OT:

Hallo Sebastian,

da kann ich Dir nur raten, Dir 'mal das Innenleben des Unterteils des MB-21 anzusehen. Bei mir ließ sich dieses Unterteil einmal nur noch mit viel Mühe von der Kamera abnehmen, weil sich in dem Umsetzungsgetriebe der Befestigungsschraube etwas gelockert hatte. Nachdem ich mir Zugang zum Innenleben verschafft hatte (frag' mich jetzt nicht, welche Schrauben genau ich da gelöst habe, das liegt schon einige Jahre zurück), konnte ich alles wieder befestigen und die wesentlichen Verschraubungen mit Loctide sichern. Seither ist Ruhe - und der MB-21 hält die Kamera bombenfest auf dem Stativ.

Gruß Norbert
 
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Die Unterschiede im Innenwiderstand sind allenfalls marginal und haben mit der Kapazität eher zufällig zu tun. Und warum sollte der Motor im Anlaufmoment einen Kurzschluß darstellen? Das tut er schon prinzipiell nicht. Deshalb ist der Ratschlag der Werkstatt vollkommen grundlos. Jeder Akku, sogar ein großer Bleiakku mit 1mOhm Innenwiderstand, wäre geeignet.

Gruß Christian
 
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moin!

warum der gleichstrommotor im moment des anlaufens einen defacto kurzschluß darstellt? weil in diesem moment der stromfluß wegen gänzlichen fehlens der gegen-emk nur durch den ohmschen innenwiderstand des motors, also einen vergleichsweise sehr kleinen widerstand und eben durch den innenwiderstand der stromversorgung definiert wird. wäre ein innenwiderstand im akku nicht vorhanden, wäre der wert des stroms bei einem kurzschluß unendlich groß und die spannung null, was sich nach dem ohmschen gesetz ausschließt.

der innenwiderstand eines akkus mit weniger kapazität ist natürlich größer.

abgesehen davon, wenn es eben nur bedeutet, dass wegen der kleineren kapazität ein hoher strom weniger lang fließen kann, was bauteile die diesen stromfluß aushalten müssen thermisch weniger belastet. ein akku mit größerer kapazität kann eben länger (höheren) strom und/oder länger die nennspannung halten.

der tipp der werkstatt macht also durchaus sinn.

grüßle!
peter
 
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Das kann ich nur Bestätigen. Bei mir sitzt der MB-21 wie angeschweißt unter der Kamera. Im Vergleich zum MB D200 unter meiner Digiknipse, das Ding wackelt wie ein Lämmerschwanz und muss bei jedem Stativeinsatz abgeschraubt werden.
Für das Handling beider Kameras ist ein Griff unbedingt notwendig, sie liegen viel besser in der HAnd. Auch der Hochformatauslöser ist etwas auf das ich nicht mehr verzichten möchte.
 
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Ja, das ist Schulphysik. Es würde nur keinem Entwickler jemals einfallen, die Strombegrenzung dem Innenwiderstand des Akkus zu überlassen. Also einer Größe, die nirgendwo spezifiziert ist und die sich ständig ändert. Die Motoren werden ja auch nicht direkt am Akku betrieben, das übernimmt eine Elektronik, die für den korrekten Betriebszustand sorgt. Motoren dieser Größe haben darüberhinaus i.a. einen Innenwiderstand in der Größenordnung zehn Ohm, schon deshalb kann nichts passieren. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, daß die F4 elektrisch überhaupt nicht zu überlasten ist, sofern die Spannung der Stromversorgung innerhalb der zulässigen Grenzen bleibt.
Den Ratschlag der Werkstatt kann man daher getrost vergessen. Der neueste Akku mit der größten Kapazität ist der beste, weil er am längsten funktioniert.

Grüße Christian
 
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Hallo in die Runde,

ich hatte von etwa 1997 bis 2003 eine F4s. Bei den damals von mir eingesetzten Akkus (1600 mA) habe ich beobachtet, dass die Stromversorgung bei den Akkus etwas heikel war. Bei Akku-Verwendung war irgendwann ganz plötzlich Schluss, vorher war keine Leistungseinbuße festzustellen. Ich habe das auf die im Gegensatz zu Batterien ja 20% weniger Spannung (7,2 V gegenüber 9V) geschoben.
Nachdem ich auf ausschließlichen Batterie-Einsatz umgestellt habe, war irgendwann zu merken, dass der AF etwas träger wurde (jaja, noch träger...), der Filmtransport ebefalls etwas träger wurde und irgendwann schließlich verlangte die F4 nach neuen Batterien. Da ich so ein Quartalsfotografierer bin und die Kameras manchmal einige Monate gar nicht in den Fingern habe, kam ich mit damit gut zurecht, jede größere Fotosession hatte auch seine neuen Batterien.
Ich weiß nun nicht, wie viel und wie häufig Du, StephanHP, mit dieser Kamera fotografierst, vielleicht wäre das auch eine Variante für Dich.
Im Nachsatz die Frage an die anderen F4-Benutzer hier: Habt Ihr diese Beobachtungen ggf auch schon gemacht?
 
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Grüß Dich Peter,

yup, diese Beobachtungen kenne ich auch. Ist mir auch schon erklärt worden, warum, aber ich habs wieder vergessen; wie gesagt, ich bin kein Experte in Akkufragen.

Die Frage des Umstiegs von Akkus auf Batterien stelle ich mir immer wieder, bleibe dann aber bei Akkus. Davon liegen immer genügend geladene bei mir herum. Brauchst bloß zu schauen, wo die Dinger überall eingesetzt werden. Ausser in den Motoren und Griffen der Nikons und Canons, der Griff der D200 frißt sie auch, im Discman, in der Funkmaus und -tastatur, zig Uhren, Transistorradios, Fernbedienungen, GPS, also ohne Ende.

Außerdem schmeißt man weit weniger Akkus weg als Batterien.

Aber Du hast insofern Recht, als wenn ich nur unregelmäßig Power bräuchte, würde ich tatsächlich auch keine Akuus verwenden.

Gruß

Stephan
 
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Wohl wahr, trotzdem muss ich hinter meinen 4 "guten" Sätzen für kamera und Blitz immer her sein wie der Teufel hinter der Seele, da meine Nachkommen auch ständig auf der Suche sind - für Discman, Fernbedienungen, Funkmäusen...
 
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