AF-S Micro Nikkor 60mm/2.8 - Erster Eindruck

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AndyE

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Liebe NFF Freunde,
willkommen bei einer weiteren Folge der Serie - Mein erster Eindruck :)

Hier ist er also: Mein erster Eindruck des (relativ) neuen AF-S Micro Nikkor 60mm/2.8 G.
(Die Marketingabteilungen sollten sich überlegen, wie man Dingen wieder kurze Namen geben kann)
Ab jetzt ist es für mich das AFS60mm. Das alte Macro ist das AF60mm.

Alle Bilder liegen auf http://www.pbase.com/andrease/afs60mm
Teilweise sind sie auch in voller JPEG Auflösung gepostet. Alle Bilder wurden mit einer D300, SVA, und Stativ aufgenommen.

Das Haptische
Das AFS60mm greift sich ggü. dem AF60mm leichter an, nicht nur vom Gewicht, sondern auch von der Oberfläche. Irgendwie in Kunststoff gegossener Leichtbau, nicht unangenehm. Es ist größer als das alte Objektiv und das vorderste Glied schreit geradezu, nie die Sonnenblende zu vergessen. Das alte AF60mm hat durch die andere Bauweise diese Notwendigkeit nicht. Das Gummigriff für den manuellen Fokus ist erheblich breiter geworden, somit angenehmer zu bedienen. Auffällig ist, daß das neue Objektiv ggü. dem alten AF60mm weniger Spiel bei MF hat. Der umständliche M/A Ring wich einem einfachen Schalter.

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Am Gehäuse
Da gibt es nicht viel zu beschreiben, außer daß endlich ein 60mm Makro für die D40, D40x und D60 mit AF verfügbar ist. Sowohl an der D60, wie an der D300 ist es ein unauffälliges Objektiv - nothing special. Das AFS 105mm/2.8 passt eher auf die größeren Gehäuse, bei den kleinen Bodies ist es fast schon unproportional groß.

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Die Sonnenblende muß aus meiner Sicht immer oben bleiben - das vergrößert das Erscheinungsbild.
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Anbei das AFS 105mm/2.8, das AFS60mm und das neue AFS16-85mm VR
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Kann man damit fotografieren?
Es erstaunt mich immer wieder, wie schnell einige Diskutanten neue Objektive aufgrund einiger Einzelmerkmale förmlich in der Luft zerreissen. Natürlich, ohne es persönlich ausprobiert zu haben, basierend auf den im Netz herumschwebenden Bildern. Deshalb fangen wir mit einfachen Bildern an, die zeigen, ja - es geht. Man kann tatsächlich Bilder mit diesem neuen Nikkor machen :)

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Schärfe
Uuh, das wird noch sicherlich die Gemüter erhitzen. Zählte doch das alte AF 60mm zu den schärfsten Linsen diverser Objektivparks. Um es kurz zu machen, das neue Objektiv ist bei Offenblende (2,8) in den Randbereichen um einiges besser. Sieht danach aus, wie wenn es einen neuen Nikkor Schärfemeister gibt. Damit verliert das AF seine Fähigkeit zu scharfen Bildern natürlich nicht, das Neue ist halt einfach besser. Besonders beeindruckend ist die Randschärfe bei Blende 2.8

Bilder in voller Auflösung gibt es im o.a. Link. Einfach diese Bilder in voller Auflösung vergleichen:
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Bokeh
Ein Thema das bei Makroobjektiven nicht als wichtigste Eigenschaft zählt, aber doch immer wieder gerne diskuttiert wird - das Bokeh. Das neue AFS60mm erzeugt aus meiner Sicht den schöneren Unschärfeverlauf. Wir hatten heute beschienenes Wetter in Wien, damit konnte ich nur drinnen fotografieren - mehr Erfahrungen kommen, wenn ich draußen knipsen kann.

AFS 60mm @ Blende 2.8
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AF 60mm @ 2.8
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Reflexionen
Das neue AFS hat eine Nanobeschichtung. Der Unterschied ist aus meiner Sicht deutlich, vor allem wenn mehr abgeblendet wird (siehe meinen Reflexionen Thread). Schaut euch den Lichthof um die Halogenlampe herum an. Das alte hat dafür weniger Geisterbilder links unten. Mehr Bilder auf der Webseite.

AF 60mm @ f11
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AFS 60mm @ f11
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Farbsäume
Da dieses Thema schon in einem anderen Thread heute diskutiert wurde, habe ich von beiden Objektiven Aufnahmen mit den Blenden f3, f5.6, f11, f22 und f32 angefertigt. Bei diesen Testaufnahmen ist mir aufgefallen, daß das neue Objektiv, bei korrekter Belichtung zunehmend dünkler wird. Am stärksten bei f32. Kann es sein, daß die Blendenfläche nicht-linear kleiner wird? Das muß ich mir noch genauer ansehen. Ach ja, das AFS ist mMn besser als das alte Objektiv. Die Originale liegen auf der Webseite.

AFS60mm @ f3
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AF60mm @ f3
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In diesem Sinne beschließen wir den ersten Eindruck und sobald ich mehr Erfahrung mit diesem Objektiv habe, kommt der zweite Eindruck :D

LG, Andy
 
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Wow, das läßt sich ja sehen. Ich war gerade in dem Fotoladen meines Vertrauens und habe mir verschiedene Makrolinsen angeschaut. Unter anderem das Sigma 150mm, Nikkor 105VR, Tokina 100mm und konnte mich erlich nicht wirklich entscheiden. Das Sigma war schon etwas zu schwer und klobig für mich, das Nikon fand ich persönlich am besten (aber der Preis:eek:) und das Tokina hätte ich ehr in die engere Wahl genommen. Aber gekauft habe ich nichts. Macht nichts; Ich denke das ich evtlm mit dem neuen 60er mehr Schärfentiefe bekomme als mit den anderen und die 60mm kann man auch sehr gut für andere Motive benutzen.
Auf jeden Fall bin ich gespannt.
 
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Habe eine Frage zu diesem Objektiv

Habe gestern in einem Geschäft das Objektiv probiert, dabei ist mir
aufgefallen das Blende 2.8 bei Nahaufnahmen nicht möglich ist,
erst bei weiterer Entfernung
Ist das Normal ??

L.G. Karl :hallo:
 
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Karl, das ist absolut normal. Nur so manche Fremdobjektive zeigen dennoch 2.8 an, was aber eine glatte Lüge ist.
 
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Vielen dank für die rasche Antwort !

Habe ich nicht gewußt, hab mir gedacht das Objektiv ist nicht in Ordnung.

L.G. Karl :hallo:
 
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Die so genannte Auszugsverlängerung ist für dieses Phänomen verantwortlich. Diese Auszugsverlängerung gilt nicht nur für Balgengeräte oder Zwischenringe, sondern auch für fast alle Makroobjektive. Im AF-Bereich dürfte wohl das 70-180 AFD Micro die einstigste Ausnahmen davon sein.
 
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Micro AF-S 60mm und VR AF-S 16-85mm.
Klar ist das unfair, aber es soll es nur zeigen (1:1 vom linken Rand):


Uff.
Spaetestens jetzt bin ich beeindruckt!
Danke an AndyE und Dich!

P.S. Einiges dieser Objektivspezifischen Unschaerfe konnte von DxO gut korrigiert werden - ich bin aber nicht auf die neue Version gewechselt, die auch die D300 unterstuetzt ...
 
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. . . Nicht vergessen, Nikon hat über 900 verschiedene Objektive hergestellt - da sollte doch immer was dabei sein :)

. . . und Du hast erst 880 davon :winkgrin: ? - oder ist Deine Sammlung schon vollständig :winner: ?

Gruß [(k)ein bisschen neidisch]

Frieder
 
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Die Schärfe des AFS 60 mm an der D3 ist wirklich am oberen Ende - Hut ab.
Viele Nikkore habe ich nicht, die bei ihrer Maximalöffnung so gut im Randbereich die Schärfe erhalten können. Wie üblich, ist bei Blende 11-16 der Maximalwert erreicht, der dann von der Beugungsunschärfe etwas gehemmt wird.

Was bei der D3 mit dem FX Sensor allerdings auch deutlich sichtbar ist, ist bei Blende 2,8 bis 4 Vignettierung. Ab 5,6 und aufwärts ist es kein Thema mehr - wen es stört, muß zur Software greifen.

LG, Andy

D3, AFS 60mm, Blende 8 - So gut wie keine Vignettierung
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ditto, Blende 2,8 - Vignettierung ist deutlich sichtbar
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100% Ausschnitte aus dem linken oberen Eck. Schärfe in CNX auf 0 gesetzt.

Blende 2,8
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Blende 11
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Blende 22
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Blende 32
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Da sich bereits bei DX eine geringfügige Offenblendvignettierung zeigt, wäre Gegenteiliges bei FX schlichtweg ein Wunder. Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen: der vermeintlich FX-Freistellungsvorteil geht in vielen Fällen durch die Vignettierung und den damit einhergehenden Zwang zur Abblendung wieder verloren. Daran ändert, so auch in diesem Fall, eine nachträgliche EBV-Reparatur ebenso wenig, da andere Nachteile dadurch nicht ausgeglichen werden.


Interessant allerdings die beiden MTF-Kurven im Vergleich:

AFD
pic_002.gif


AFS
pic_002.gif
 
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Ja, verändert sich. Ich hab's jedoch nur von 2.8 auf 3.2 gebracht (Kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Bei normaler Portrait-Entfernung (1-1,5m) bleibt es doch bei 2,8, oder?

Koenntest Du mal einen Vergleich bei Blende 2,8 zwischen dem 17-55 bei 55 mm und dem 60er machen (moechlichst bei Portrait-Entfernung (1-1,5m))? Das wäre klasse.

Das 60er koennte für mich ein schoenes Portraitobjektiv fuer DX werden.

Bernd
 
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Ich knüpf hier mal mit einer Frage an ;)

Hat jemand schonmal das 60er mit dem 105er AF-S verglichen? Hält das 105er die Randschärfe an FX ähnlich gut?
 
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Ich denke das ich evtlm mit dem neuen 60er mehr Schärfentiefe bekomme als mit den anderen und die 60mm kann man auch sehr gut für andere Motive benutzen.
Auf jeden Fall bin ich gespannt.

Ob du Dich da mal nicht taeuschst....? Die Schaerfentiefe haengt, zumindest im Macrobereich, nahezu alleinig vom Abbildungsmasstab und quasi ueberhaupt nicht von der Brennweite (60mm, 105mm, 200mm) ab. Der Hintergrund wird beim 105er etwas mehr zerstreut als beim 60er, der scharf abgebildete Bereich ist aber gleich gross (bei gleicher Blende / Abbildungsmasstab).
 
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Ja, nur noch das so genannte Pupillenverhältnis und in gewissem Maße die verwendete Pixelgröße können die Schärfentiefe ein wenig beeinflussen. Wer dennoch mehr Schärfentiefe möchte, wird um ein optisches Tiltsystem oder eine Softwarelösung nicht herumkommen.
 
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