AF-S 500/4 VR oder AF-S 300/2.8 VR mit TC?

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Brummels

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Ich kenne mich mit Nikon Teleobjektiven nicht so aus, daher frage ich einfach mal nach

Von Canon kommend hatte ich dort ein EF500/4L IS (erste Generation) zusammen mit dem EF70-300L in Betrieb. Ich war sowohl mit dem Zoom, als auch mit der Festbrennweite bezüglich Bildqualität, AF-Genauigkeit und Geschwindigkeit sehr zufrieden. Ich setze das mal als Referenz für meine Zwecke (Natur- und Wildlifefotografie). Ich betreibe Fotografie als Hobby und bezeichne mich mal als leicht fortgeschrittenen Amateur.
https://www.flickr.com/photos/brummel2010/

Nun ist das 500er nicht gerade leicht, im letzten Floridaurlaub kam der Wunsch auch nach mehr Flexibilität auf.

Eigentlich wäre daher das Nikkor 200-400/4 VR meine erste Wahl. Mir wurde jedoch mehrfach vom Objektiv abgeraten. Also hab ich mal ein Tamron 150-600 an die D810 geschraubt... nein, das isses definitiv nicht.



Soviel zur Augangslage.
Um in etwa an die BQ des EF500/4L IS heranzukommen, muss es wohl das AF-S 500/4 VR oder AF-S 400/2.8 VR sein. Gebraucht um 5000 Euro zu bekommen, das bin ich bereit auszugeben.
Als Ergänzung habe ich ein AF-S 70-200/2.8 VRII, welches auch bleibt.
O.g. Festbrenner sind natürlich ganz schöne Trümmer, gerade das 400er ist nochmal deutlich schwerer als mein EF500/4L IS.

Wie sieht das denn eigentlich mit dem AF-S300/2.8 VR aus? Das wird im Netz ja sehr gelobt und soll (ohne TK) richtig gut sein.
Die Frage ist, wie siehts mit TK aus? Ich vermute mit dem 1.4 wirds noch immer sehr gut sein. Mit 1.7 wäre es ja mit dem 500/4 rein von den Daten vergleichbar.. bei deutlich leichterem Gewicht und Ausmaßen.

Vom neuen AF-S 300/4 PF VR hatte ich mir viel versprochen, mit den technischen Problemen habe ich jedoch keine Lust eins zu beschaffen.
Das neue 400/2.8 sowie die neu angekündigten 500 und 600 sind preislich ausserhalb meiner finanziellen Möglichkeiten und somit keine Option.

Also (nach viel Text) die Frage, die ich mir (und euch) stelle: Muss es ein schweres 500/4 oder 400/2.8 sein oder kann es auch das leichte 300/2.8 (mit TK) sein?
 
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Hallo Wolfram,
mein Fazit: Das 2,8/300 VR ist sehr gut. Mit 1,4 und 1,7 Konverter reicht es meinen hohen Ansprüchen. Der 2,0 III Konverter fällt ab. Imagepower hat dazu auch etwas (positives) geschrieben. Schön leicht und handlich, zeitweise mein "Immerdrauf" Objektiv und passt immer in meinen Rucksack. Lässt sich auch aus der Hand ganz gut benutzen Mein 4.0/ 500 AF-S ohne VR wird kaum noch benutzt.
Beachte bitte auch die kurze Naheinstellgrenze. Ist z.B bei Libellen im Flug ganz nett. Schiele trotzdem zusätzlich auf das neue 600er. Brennweite ist halt Brennweite

Gruß Richard
 
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Also (nach viel Text) die Frage, die ich mir (und euch) stelle: Muss es ein schweres 500/4 oder 400/2.8 sein oder kann es auch das leichte 300/2.8 (mit TK) sein?
Das hängt davon ab, wieviel Geld Du für die Zwischenphase bereit bist auszugeben, denn schlußendlich landest Du sowieso beim 500/4 oder 600/4. Alles was kürzer ist, ist im Wildlifebereich ja nur ein Zwischenschritt, den Du aber ja schon bei Canon gegangen bist, ein zweites Mal eigentlich also unsinnig ist.
Von der Bildqualität gibt es am 300er und 400er nichts auszusetzen, nur sind die halt zu kurz.

Besser als Brennweite ist noch mehr Brennweite!
 
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Man darf nicht vergessen, dass man mit dem 500'er mit 1,4x Konverter auf 700mm kommt und notfalls mit dem 1,7x Konverter auf 850mm. Brennweiten, die einem mit einem 2,8 300'er immer verschlossen bleiben.
Ich hab damals vom 2,8 300 zum 500'er gewechselt und für mich ist ein 300'er keine Alternative zu einem 4,0 500.

Aber ob Dir Bildqualität und mehr Brennweite wichtiger sind oder eher kompakte Abmessungen und weniger Gewicht, das kannst nur Du alleine für Dich entscheiden.
Ist letzteres der Fall, gibt es inzwischen Alternativen in Form von guten Telezooms (150-600 usw.). Für mich hat ein 2,8 300 daher nur noch für die Sport seine Berechtigung, wenn z.B. viel Lichtstärke gefragt ist aber nicht mehr für Tiere wildlife.


Gruß
Heiko
 
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Man wird es nicht pauschal sagen können ...

Hab ein 500/4VR und ebenfalls anlässlich Florida dann das neue 80-400 angeschafft, das 500/4 war mir dafür zu schwer und zu schade ...

Tagsüber D800E+1.4TC+80-400, bei nachlassendem Licht dann ohne TC (mit TC wurde der AF zu schlecht). Meist ohne Stativ. Hab das 500er eigentlich nicht vermisst, habe aber auch keine Zeit gehabt, mich für das Wildlife auf Lauer zu legen (da wäre es dann wohl etwas anderes gewesen).

Inzwischen wäre das 300PF eine Alternative zum 80-400. Aber ich würde es dennoch als Ergänzung zum 500/4 sehen. Das 600/4 ist mir zu schwer, das neue 600/4 wird leichter, aber ich werde es nicht bezahlen wollen Das SIgma 150-600 Sport ist mir zu schwer, für den geringen Mehrwert gegenüber dem 80-400, das Tamron 150-600 darüberhinaus nicht scharf genug. Aber das Sigma könnte die Wahl sein, wenn Du nur 1 Objektiv anschaffen möchtest.

Das 300/2.8 würde ich in Betracht ziehen, wenn Du ein gutes gebrauchtes Exemplar finden kannst. Ist einfach ne ganze Ecke preiswerter als ein 500/4.
 
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Hallo,

ich hatte das 300 2,8 (MK I) und nun seit Jahren das 500 4.0 VR (sowie das 200-400 VRII).

Ich würde jederzeit das 500 4.0 VR dem 300er vorziehen. Allerdings mache ich Naturfotos mit Schwerpunkt in (Mittel-) Europa. In Florida braucht man so viele mm nicht so unbedingt wie hier. Also wenn du hier in Europa Wildlifefotografie mit etwas Anspruch an Qualität machen willst wirst du früher oder später bei den höheren mm landen. Nur für Florida mag das anders sein...

Zum 200-400 VRII: Ich mag die Linse sehr und habe auch keine Probleme mit der Qualität bei 400mm und großer Distanz (hier gab es ja bei einigen Exemplaren (VRI?) Qualitätsabfälle). Die Qualität ist nicht auf dem Niveau vom 500er aber in den allermeisten Fällen für mich ausreichend (4,0: ok., 4,5 sehr gut, 5,0: top). Vielleicht lohnt es sich, dass du die Linse mal vor Ort ausprobierst, v.a. mit Florida im Auge. mit TC würde ich das 200-400 nicht gerne verwenden, da ist das 500er wesentlich besser (mit TC 14 ohne Probleme, TC 17 auch möglich mit kl. Abstrichen).

Gruß

Christoph
 
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Wie zufrieden bist Du mit dieser Kombination gewesen?

Insgesamt sehr.

Sehr brauchbar tagsüber, wegen Dämmerung ohne TC wenn man den AF braucht. Der VR ist auch ziemlich gut. Für mich ist auch das insgesamt noch moderate Gewicht wichtig, da ich so agil bleibe. Man kann mit einem Sun-Sniper Gurt stundenlang mit dieser Kombi rumlaufen oder wandern. Ein Sigma 150-600S ist daher für mich keine Option.
 
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Vielen Dank für eure Meinungen.
Leider bringen die mich nicht wirklich zu der Überzeugung, wieder zwingend ein 500er zu kaufen

Mir ist klar, dass ich hier in Deutschland mit soviel Brennweite wie möglich zumeist am besten klar komme.
Mir fehlt aber ein Ansitz und ich bin meistens zu Fuß in der Natur unterwegs.
Ein 200-400/4 wäre mir noch tragbar gewesen, das 500er geht nur sehr kurz freihand. Das schwere Stativ + Gimbalhead muss also zustätzlich noch mit, Einbein geht auch, wenn auch nicht so gut.

Das 80-400 hatte ich eigentlich ausgeklammert, da mir die Brennweitenüberschneidung zum 70-200/2.8 zu groß ist. Und wie oben schon geschrieben, behalte ich das 70-200 auf jeden Fall.

Naja... werde mal die Augen nach einem guten (und günstigen) Angebot offen halten. Je nachdem was mir gerade vor die Füße fällt, wirds wohl eines der Festbrenner werden.
 
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Update:

... werde mal die Augen nach einem guten (und günstigen) Angebot offen halten.

Das habe ich gemacht und bin mit einem unverschämt günstigen AF-S200-400mm f/4 VR I fündig geworden.
Das Zoom war eh immer mein primäres Ziel, es wird wohl übermorgen bei mir eintreffen.
Dann werde ich es ausgiebig gegen das Tamron 150-600 VC testen und berichten.

Wie weiter oben bereits schon geschrieben wurde, werde ich langfristig vermutlich doch beim 500/4 VR landen, trotzdem will ich dem 200-400VR eine Chance geben

Danke an alle für die Meinungen und Tipps


edit: Da wohl keine Bedienungsanleitung dabei ist und ich nur ein pdf zum VR II im Netz finde: VR an oder aus beim VR I auf dem Stativ/Einbein? Stativerkennung?
 
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Ich hatte schon beim 200-400/4 VR I, sowie nun beim 500er, den VR so gut wie immer an. Auf dem Einbein sowieso, auf dem Dreibein zu > 90% auch. Nach meiner Erfahrung nützt er mehr, als das er stört. Andere haben andere Erfahrungen gemacht. Daher einfach mal ausprobieren.

Ach und zum Thema 200-400/4 oder 500/4, da gab es hier im Forum mal einen Thread zu.
 
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Hallo Brummels,

ich spiele mit ähnlichem Gedanken, weiß allerdings noch nicht, ob es ein 300er oder 500er werden soll.
Zumindest hatte ich heute mal das ganz neue 500mm f4.0E FL in der Hand und bei 3 Kilo, also 3090g, fühlte es sich genauso "schwer" bzw. "leicht" an, wie das 300er 2.8 VRII an. Allerdings wirkte das Ganze (inkl. D800e + BG), hinsichtlich des Gesamtaufbaus, doch relativ leicht. Anbei ein Foto, dass ich heute in einem roten Elektromarkt mal auf die Schnelle Freihand gemacht habe.



- Picture Control : neutral
- crop 1:1
- Rauschreduzierung-HQ (wegen der kleinen roten und blauen Pünktchen)
-- Maße 12, Details 5
-- Luminanz 0; Chrominanz 100

Ganz ehrlich, ich bin begeistert. Aber für das 500er bekomm' ich 2 300er


Cu
 
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Ja.. das neue 500er finde ich auch sehr interessant.
Nur ist das finanziell derzeit komplett ausserhalb meiner Möglichkeiten.

Ich teste derzeit mit dem 200-400/4 VR herum und bin eigentlich sehr angetan.
Aktuell ist es im Nikonpoint, der VR ist evtl. defekt. Ich warte auf den Kostenvoranschlag, vlt. bekomme ich den heute. Je nach Kosten entscheide ich, ob ich das Objektiv zurückgebe oder behalte und reparieren lasse.

Erstes Kurzfazit:
Das 200-400 VR ist etwa gleich scharf bei 400mm wie das Tamron, hat aber Blende f/4 was das Tamron nun mal nicht ansatzweise bieten kann.
Zudem bildet es deutlich grösser ab, als das Tamron.

Anbei mal ein Test bei ca. 3.5 Meter Entfernung:


Eklatant finde ich den Unterschied bei 600mm. Das Nikon hat ja nominell nur 560mm mit 1.4 TK, der ABM ist aber deutlich grösser:


Mit zunehmender Motiventfernung reduziert sich der Unterschied, ist aber auch bei 10 Meter noch deutlich zu sehen.

Ansonsten bin ich von der BQ sehr angetan. Ich hadere noch mit der AF-Feinkorrektur (irgendwas um +14 mit DOT-tune), sollte ich es reparieren lassen, wirds aber eh justiert.

Schaun mer mal... zur Zeit tendiere ich zum Behalten

 
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Den Sinn eines Teleobjektivvergleichs mit Brennweiten von 400 und 600 mm auf 3,5 m Distanz vermag ich nicht zu erkennen. In der Regel werden diese Teles doch für größere Distanzen verwendet.
 
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edit: falsch verstanden.

Also nochmal neu:
Der Sinn ist nur gewesen, den ABM im Nahbereich festzustellen.
Und aus dem Tarnzelt oder auch in anderen Situationen habe ich einige Bilder aus noch kürzerer Entfernung gemacht.
 
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In der Regel werden diese Teles doch für größere Distanzen verwendet.
Weniger als ein NichtTeleBenutzer denkt. In der Regel werden diese Teles verwendet, um kleine Dinge formatfüllend aufzunehmen, zB. Vögel, kleine Tiere, Tierportraits usw. Deswegen ist die Naheinstellgrenze ja auch immer ein wichtiger Punkt bei solchen Objektiven – je kürzer, desto besser.
Für größere Distanzen hat der Fotograf unten zwei Füße angebaut, um näher heranzukommen.
 
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Weniger als ein NichtTeleBenutzer denkt.
Das ist richtig, aber doch nur teilweise ...

Bei Naheinstellgrenze und offen hat das 600/4E nur noch eine Schärfentiefe von 1cm. Der Wüstenbussard zeigt, dass es auch hierfür Anwendungen gibt (tolles Bild übrigens), aber es ist doch eher nicht die Regel.

Und zum Abblenden sind diese Superteles zu schade, teuer und schwer ...

D.h., es geht schon darum, diese Teles auch offen einzusetzen und da brauchts einen gewissen Abstand, um nicht nur eine hachdünne Ebene scharf zu haben.
 
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Weniger als ein NichtTeleBenutzer denkt.
Für größere Distanzen hat der Fotograf unten zwei Füße angebaut, um näher heranzukommen.

Ich gehöre nicht zu den NichtTeleNutzern. Und bei Deinen Reh- und Hasenbildern hättest Du gern versuchen können, zu Fuß näher heranzukommen. Dann hättest Du die Bilder nicht gehabt, weil die Fluchtdistanz bei den Tieren einfach da ist. Zumindest bei denen, die nicht im Zoo leben.
 
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Ich will dir gar nicht grundsätzlich widersprechen, trotzdem kann man das so nicht allgemeingültig stehen lassen.

Während die Möglichkeiten hier in Deutschland sicher eher selten sind, sehr nah an wildlebende Tiere heranzukommen (ohne Tarnung), sieht das wo anders doch schon wieder anders aus.

Bei meinem Urlaub neulich in Florida, waren Distanzen unterhalb fünf Meter absolut nicht die Ausnahme, oft die Regel.

Und wenn dort ein Objektiv bei Voreinstellung 400mm einen ABM bietet, wo ein anderes Objektiv die Voreinstellung 600mm benötigt, dann wähle ich definitiv das Glas mit Blende f/4 und nicht das mit f/6.3. Dass die Schärfentiefe natürlich beachtet werden muss ist klar. Zur Bildgestaötung lässt sich die grosse Blende aber oft sehr gut einsetzen.

Anbei ein paar Beispiele im Nahbereich, Wildlife ohne Tarnung mit 500mm
am cropsensor und vom Konkurrenzhersteller:

 
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