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Hamburg wird im kommenden Sommer erneut zum internationalen Treffpunkt der Fotografie. Vom 5. Juni bis zum 22. September 2026 öffnet die renommierte 9. Triennale der Photographie Hamburg ihre Tore. Unter dem diesjährigen Leitthema "Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other" (unter der künstlerischen Leitung von Mark Sealy aus London) zeigen elf Ausstellungen in acht Hamburger Museen und Kunstinstitutionen, wie Fotografie Verbundenheit, Erinnerung und Menschlichkeit sichtbar macht.


Detailaufnahme aus „Flowers and Mushrooms“ von Fischli & Weiss mit organischen Formen und intensiven Naturfarben.
Bild: Peter Fischli (*1952), David Weiss (1946–2012), Flowers and Mushrooms, 1997–2006. 162 Slides, digitalisiert, 45:54 Min. © Peter Fischli David Weiss, Zurich, 2026, Courtesy the artist und Sprüth Magers

Während der Opening Days vom 4. bis 14. Juni 2026 öffnen alle Ausstellungen zeitgleich, begleitet von Künstler:innengesprächen und dem Auftakt der Triennale Expanded-Projekte. Ein interdisziplinäres Programm mit Veranstaltungen und Führungen sowie ein Open-Air-Festivalzentrum vor den Deichtorhallen laden zum ausgiebigen Austausch, Entspannen und Reflektieren ein.

Das Highlight in der Hamburger Kunsthalle: „ABER ICH. DIE WELT. ICH SEHE. DICH*“​

Ein ganz besonderes Juwel der Triennale erwartet dich in der Hamburger Kunsthalle. Vom 5. Juni bis zum 4. Oktober 2026 (große Eröffnung am Donnerstag, den 4. Juni um 17 Uhr) zeigt das Haus unter der Leitung der Kuratorin Dr. Corinne Diserens die vielschichtige Ausstellung „ABER ICH. DIE WELT. ICH SEHE. DICH*“. Der Titel ist eine Hommage an ein Werk des Künstlers Rémy Zaugg. Die Schau präsentiert Arbeiten von mehr als 40 internationalen Künstler:innen verschiedener Generationen und ist in drei faszinierende Kapitel unterteilt:

Kapitel 1: Historische Erinnerung und das latente Bild​

Hier geht es um Landschaften, Mythen und historische Spuren. Zu sehen sind frühe Meilensteine wie Henry Fox Talbots The Haystack (1844), Henri Becquerels wissenschaftliche Aufnahmen unsichtbarer Phosphoreszenz, aber auch On Kawaras Mappe Thanatophanies (1995), basierend auf Zeichnungen der 1950er-Jahre. Ein zentrales Werk ist Jo Ractliffes beklemmende Spurensuche As Terras do Fim do Mundo über die Landschaften Angolas.

Eindringliche Schwarz-Weiß-Landschaftsfotografie von Jo Ractliffe, die ein unmarkiertes Massengrab bei Cuito Cuanavale, Angola zeigt.
Bild: Jo Ractliffe (*1961), Unmarked mass grave on the outskirts of Cuito Cuanavale (Aus der Serie: As Terras do Fim do Mundo), 2009. Inkjet-Druck, 37 x 44,4 cm. © Jo Ractliffe

Kapitel 2: Die Organisation von Ideen und fotografische Aneignung​

Dieses Kapitel untersucht, wie Künstler:innen wie Marcel Duchamp, Richard Hamilton, Marcel Broodthaers und Sigmar Polke optische Geräte, Artefakte und Fallschatten nutzen, um Bilder aus ihrem ursprünglichen Umfeld zu emanzipieren. Ein markantes Exponat bildet hierbei Marcel Broodthaers' reliefartiges Kunststoff-Werk Les Portes du Musée d'Art Moderne (1969). Das titelgebende Hauptwerk des Aufmacherbilds, die als digitale Projektion präsentierte Diashow Flowers and Mushrooms von Fischli & Weiss, bildet den visuellen Kern dieses Bereichs.

Kapitel 3: Protokolle, Archive und die Spuren der Geschichte​

Das finale Kapitel schaut auf das Zusammenspiel zwischen kolonialer Geschichte, Dokumenten und Vorstellungskraft. Neben Arbeiten von Yeh Wei-Li (August, Yeh Shih-Chiang Wan-Tan Residence) und Karimah Ashadus Videoinstallation MUSCLE (2025) wird im Rahmen einer Kooperation auch Nan Goldins ikonische Diashow The Ballad of Sexual Dependency präsentiert. Akram Zaatari steuert eine mehrteilige, auf historischen Fotomaterialien basierende Serie bei.

k_Zaatari_Aus_der_Serie_An_Extraordinary_Event_2018.jpg
Bild: Akram Zaatari (*1966), Aus der Serie: An Extraordinary Event, 2018. Inkjet Print, in 8 Teilen, 44,6 x 35,7 x 3,5 cm. Fotos basieren auf dem Abdul-Hamid-Album #91533. Courtesy of Rare Books Library, Istanbul University © Akram Zaatari

Der Ausstellungsfahrplan im Überblick​

Damit du deine Fototour durch Hamburg optimal planen kannst, sind hier die Laufzeiten aller Ausstellungen:

InstitutionAusstellung / ProjektLaufzeit
Hamburger KunsthalleABER ICH. DIE WELT. ICH SEHE. DICH*05.06. – 04.10.2026
Deichtorhallen – Halle für aktuelle KunstAlliance, Infinity, Love - in the Face of the Other05.06. – 22.09.2026
Deichtorhallen – Sammlung F.C. GundlachCocktail Prolongé. F.C. Gundlach Special05.06. – 01.11.2026
Deichtorhallen – PHOXXIAkosua Viktoria Adu-Sanyah / Abdulhamid Kircher05.06. – 01.11.2026
Deichtorhallen – Sammlung FalckenbergInner Mornings, or Forms of Counterculture06.06. – 13.09.2026
Bucerius Kunst ForumF. C. Gundlach. You'll Never Watch Alone08.05. – 16.08.2026
Kunsthaus HamburgMelike Kara, Whispers05.06. – 23.08.2026
Kunstverein in HamburgNina Porter: Sample Question05.06. – 22.09.2026
MARKKBilderechos aus Peru05.06.2026 – 27.06.2027
Museum der ArbeitFranki Raffles: Photography, Activism, Campaign Works05.06. – 06.09.2026
Museum für Kunst und Gewerbe HamburgSara Sallam - Fürsorge: Fotografie neu ordnen05.06.2026 – 10.01.2027

Pack die Kamera ein, bring viel Zeit zum Schauen mit und lass dich in Hamburg von internationaler Spitzenfotografie begeistern!

Mehr Informationen gibt es hier:​



Alle Artikel zur Triennale der Photographie Hamburg 2026 auf einen Blick gibt es hier - ich freue mich dort auch auf euer Feedback!
 
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