50mm-Objektiv von wem, evtl.mit Stange-AF?

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M i c h e l

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Hallo,

für den gelegentlichen Einsatz mit meiner D500 am Balgen und mit Zwischenringen hab' ich bisher ein M42-Autorevuenon 1:1.4/55mm verwendet. Die Bildqualität war aufgeblendet "na ja", abgeblendet erträglich und nun nach einer Reparatur nichtmehr gut. Dank des M42-Anschlusses war das Adaptieren aberr, egal wohin, weniger das Problem, aufgrund des "ungünstigen" Nikon-Auflagemaßes wurde es allerdings mehr und mehr problematisch, sodaß ich mich nun nach Ersatz mit Nikon-Anschluß umsehe. Die Bildqualität sollte allerdings passen (Schärfe, Verzeichnung), auch darf die Verarbeitung gerne gut sein.

Näher angeschaut habe ich mir das noch erschwingliche Nikon AF 1:1.8/50mm in der D- und N-Version mit Stangenautofokus und das Yongnuo 1:1.8/50mm, gebraucht auch erschwinglich und nicht schlecht beurteilt.

Ich frage mich auch, wie präzise dieser Stangen-AF am Nikon-Objektiv arbeitet, weil die mechanische Verbindung doch, umzu funktionieren, etwas Spiel haben muß. Das Yongnuo hat wohl, um preislich attraktiv zu sein, einen kleinen DC-Motor eingebaut, der deutlich vernehmlich sein soll und keinen Ultraschall-Motor.

Bzgl. Verarbeitung muß ich da an ein Sigma-Makro 105er (ohne OS) denken, bei dem der Autofokus den Dienst einstellte. Im Internet fand ich dann eine mögliche Ursache, einen gerissenen Antriebsriemen. Nach dem Entfernen der rückseitigen Mimik war das dann auch so. Ein kleines O-Ringchen war gerissen. Ersatz war kein Problem. Ein Problem waren jedoch die dort befindlichen Zahnräder, die allesamt im Bereich um nur 1mm stark waren und infolgedessen auch teilweise schon sichtbar Karies hatten... So wie bei diesem Sigma stelle ich mir gute Verarbeitung nicht vor. Es mußte mich dann auch, trotz anständiger Bildqualität, für ein Trinkgeld verlassen. Sowas brauch' ich nicht nochmal.

Derzeit nutze ich auch gerne ein vollmanuelles Minolta 1:2.8/100mm Makro, bei dem ich den Objektiv-Anschluß umgearbeitet habe. Hier würde die Bildqualität passen aber es geht natürlich die Fokussierung auf Unendlich nicht - also auch nix.

Es gibt hier bestimmt Foristen, die beide in's Auge gefaßten Objektive kennen und mir etwas "auf's Pferd" helfen können.

Danke für's Lesen.

Tschüß
der Michael
 
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Ehrlich gesagt habe ich noch nie gehört, dass die mechanische AF-Kupplung ein Problem darstellt. Zumindest bei Canon war das nie... Spaß beiseite. Diesbezüglich waren alle Hersteller außer eben Canon, die von Anfang an auf Motor im Objektiv setzten, konstruktiv auf einem Level, und Probleme mit dem AF kamen eigentlich von woanders. Bzw. wurden etwaige Abweichung vom AF direkt wieder ausgeglichen (wenn überhaupt).
Aus welcher Zeit stammt denn das genannte Sigma? Mitte der 90er hatten die zwar ein paar legendäre Linsen, aber auch bei teuren Modellen ziemlich viel Schrott verbaut. Ich habe denen anschließend 20 Jahre lang nicht mehr über den Weg getraut.
Hinsichtlich der konkreten Objektiv-Frage kann ich nur sagen: Ich habe mit dem besagten AF-D 1,8/50 eine Weile Gemälderepros gemacht. Detailaufnahmen gingen da auch schon nah dran, aber das war zu D80-Zeiten mit 10 Megapixeln. Die Bildqualität habe ich als echt ok in Erinnerung. Mit dem FTZ-Adapter an der Z6 habe ich es allerdings sofort aussortiert. Ich würde ggf. über die AF-S-Variante nachdenken, die soll optisch deutlich besser sein.
Allerdings gibt es noch einen Faktor zu bedenken: Mit Zwischenringen kommst Du vielleicht genauso nah oder noch näher ans Motiv als mit einem richtigen Makro. Allerdings sind Makro-Objektive auch für den Nahbereich korrigiert. Fokus-Ebene ist da halt noch nicht alles. Die Frage ist nur, wie entscheidend das wirklich ist. Vielleicht kann mal jemand mit Erfahrung in dem Punkt etwas dazu schreiben.
 
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Als ich las, "Näher angeschaut habe ich mir das noch erschwingliche Nikon AF 1:1.8/50mm in der D- und N-Version mit Stangenautofokus" habe ich quasi abgeschaltet. Ein durchaus gutes Objektiv erhältlich für ~50€ nur als "noch erschwinglich" zu bezeichnen, da sollte man sich lieber ein anderes Hobby suchen...:rolleyes:
 
5 Kommentare
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1bildermacher1 kommentierte
Bernd, nicht jeder hat das Geld für eine teure Z-Ausrüstung. Dein Kommentar ist völlig daneben. Gruss Wolfgang
 
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Ich verstehe schon was Metalhead meint.
Ich würde gerne Formel 1 fahren, kann ich mir aber nicht leisten,
daher muss ich auf andere Hobbies zurückgreifen.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Hey Leute, beruhigt Euch. Ihr reibt Euch im Grunde nur an der Ausdrucksweise. Man könnte auch sagen "ich habe nur ein begrenztes Budget, was kauft man da sinnvollerweise für meinen Anwendungszweck?". Klar, wenn man sehr hohe Ansprüche stellen möchte, wird es teuer. Aber es ist weder verwerflich, nur ein begrenztes Budget zu haben, noch hindert das daran, an der Fotografie Spaß zu haben. Billiger als jetzt war es nie, hochwertigen Krempel zu kriegen. Rein nüchtern betrachtet hat Metalhead natürlich recht: Billiger als für den geringen Marktwert älterer AF 1,8/50mm-Linsen kriegt man keine hochwertige Abbildungsleistung. Und die ist bei dem AF-D absolut in Ordnung - und das gemessen daran, dass diese Objektivklasse aus bekannten Gründen eh schon sehr gut für wenig Geld abliefert. Zumindest galt das stets abseits von Leica und vor Erscheinen der Z-Variante ;-)
 
Metalhead
Metalhead kommentierte
Was hat ein 50€ Objektiv mit teurer Z Ausrüstung zu tun? Bleib mal locker. 50€ für ein so tolles Objektiv und das wäre "gerade noch erschwinglich"? Really? Der Tipp mit dem Hobby wechseln war deshalb genau richtig, basta. Günstiger gehts bei diesem Hobby halt nicht mehr. Das hat nix mit Arroganz zu tun oder ist daneben, das ist purer Realismus.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Der Ton macht die Musik. Basta... :lachen:
 
AF-D Micro 2,8/60mm zwischen 150-200 €
 
2 Kommentare
joerghey
joerghey kommentierte
Genau das wäre auch mein Rat. Ich benutze das AF 60mm f 2.8 D seit 2007 und kopiere auch Dias (ES-1 und BR-5) damit, Ich habe auch schon Gebrauchtangebote für 100€ gesehen.
 
R
rontravel kommentierte
Möglicherweise weil ich für das Objektiv nur 150€ bezahlt hatte und deshalb eine nicht so hohe Erwartungshaltung hatte. Vielleicht mein Lieblingsobjektiv 🙂👌
 
Ich sebe keine Probleme mit dem Stangen AF.
Und verrate noch meine Lieblings-Makro-Kombi:
105mm 1,8 manuell mit dem Panagor Makrokonverter.
Damit kann man den Abstand zu flüchtigen Objekten wahren und ist sehr flexibel. Gebraucht gibt es den für 35,-€.
Funzt natürlich auch Mut nehm 50er.
Wobei ich aus der Liste das 50 1,8 nehmen würde. Selbst habe ich mir das 1,4er gegönnt, nachdem ich das 1,8er leihweise hatte. Das 1,8er ist schärfer.
 
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Mauleselchen
Mauleselchen kommentierte
Das 1.4er ist genauso scharf, wenn man es um eine Stufe abblendet :)

Ich habe alle Stangenantriebs-50er von Nikon in der Sammlung. Das AF-D 1.4 50mm in der ersten Bauform ist meiner Meinung nach das am besten gefertigte 50er aus dieser Reihe.
 
Ich habe aus der Frage noch nicht herausgelesen ob es nur oder eher nebenbei um die Nutzung im Nahbereich mit größerem Auszug geht.
 
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1 Kommentar
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Das ist auch aus meiner Sicht die entscheidende Frage. Wenn haupsächlich Nutzung im Nahbereich, wären vor allem die alten Ai Micro Nikkore 55mm zu empfehlen. Wenn es unbedingt besonders günstig sein muss, spricht m.M.n. auch nichts gegen das Nikkor 50/1,8 mit Stangen-AF. Das ist optisch sehr ordentlich (wie fast alle 50/1,8) und wegen der annähernd symmetrischen optischen Konstruktion auch im Nahbereich (abgeblendet) sehr gut einsetzbar. Allerdings würde ich dann ein manuelles 50/1,8 Ai vorziehen. In der Nikon Serie E besonders preiswert und optisch identisch zu den Ai Nikkor und AF (-D) Nikkor 50/1,8.
 
Ich habe mein 50mm f/1.8 N gerade vor zwei Wochen ausser Dienst gestellt und es durch ein gebrauchtes AF-S 50mm F/1.4 ersetzt. Der Grund war die nicht mehr zeitgemässe Abbildungsleistung, beispielsweise bei Gegenlicht durch flaue Farben und fehlenden Kontrast. Ich würde mir das 50mm N (oder D) nicht mehr holen, auch nicht gebraucht, das AF-S 50mm f/1.4 liefert da einfach bessere Ergebnisse.
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Nichts gegen das AF-S 50/1,4 im Allgemeinen einzuwenden, das hatte zwar bei mir persönlich nie ein größeres Interesse ausgelöst, ist aber sicherlich ein sehr ordentliches Objektiv. Jedoch kann ich die Kritik am 50/1,8 nicht nachvollziehen (AF, AF-D, Ai, AiS, Series E, ganz egal - alles die gleiche optische Konstruktion). Habe gerade eben mal spaßeshalber sowohl das AF 50/1,8 (Stangen-AF) als auch das 50/1,8 AiS Series E vor die D850 gehängt - an den Bildern gibt es ab Blende 4 überhaupt nichts auszusetzen. Knackscharf, kaum Verzeichnung, Kontrast normal - selbst beim Series E, welches bekanntermaßen die etwas einfachere Entspiegelung besitzt, gibt es da nichts zu beanstanden (beim Series E könnte die Gegenlichtempfindlichkeit wegen der einfacheren Entspiegleung etwas größer sein, aber bei "normalen" Aufnahmen sieht man da keinen Unterschied). Offen bei Blende 1,8 naturgemäß etwas weich. Nun reden wir ja aber vor allem auch über eine Anwendung am Balgen, also im Nahbereich - und da hat die symmetrische optische Konstruktion der alten 50/1,8 Objektive gegenüber allen 50/1,4 die Nase vorn. Zumal das 50/1,8 Series E preislich nicht zu schlagen ist und am Balgen ein Stangen-AF keine Punkte bringt.
 
volkerm
volkerm kommentierte
Genau, bei Verwendung am Balgen oder mit Zwischenringen ist der fast symmetrische optische Aufbau des 50/1.8 von Vorteil gegenüber einem 50/1.4 AF-S. Unabhängig vom Thema Blendenring, das kommt noch dazu. Wegen solcher Details hatte ich in #6 nachgefragt.
 
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crunchie72
crunchie72 kommentierte
Ich finde das 50mm f/1.8 N sehr anfällig für Gegenlicht, es verliert schnell an Kontrast (im Vergleich zum 40mm Z f/2) im Vergleich zu anderen moderneren AF-S Objektiven (50mm f/1.4, 60mm f/2.8, 24-70 f/2.8 VR). Ich habe heute noch einmal genauer geschaut, ob in meinem Exemplar etwa irgendwas an der Optik ist (Thema Pilz oder Schimmel), konnte aber nichts offensichtliches erkennen. Bei dem zu vernachlässigendem Wiederverkaufswert bleibt es von nun an in der Vitrine. Einzig der Autofokus ist an der D6 schneller, als das AF-S f1.4, aber da bin ich eher bei der Bildqualität dabei. Ach ja, und da ich Z und D Bodies benutze finde ich Stangenfokus eh etwas unhandlich für die Z.
Ich möchte nicht ausschließen, daß mein Exemplar einfach nur noch mau ist, zu analogen und D200-Zeiten habe ich viele Fotos mit dem Objektiv gemacht, mit denen ich heute noch zufrieden bin.
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Erfahrungswerte sind immer subjektiv, meine eingeschlossen ;). Ich glaube Dir sofort, dass nach Deinen Beobachtungen die Gegenlicht-Anfälligkeit bei modernen Optiken geringer ist (ich habe in einem eigenen Thema genau dazu ja schon einige dies bestätigende Testaufnahmen gezeigt). Leider ist der TO etwas sparsam mit Informationen bzgl. geplanter hauptsächlicher Verwendung und an welcher Kamera, so dass es nicht einfach ist, sinnvolle und kostengünstige (aus Sicht des TO!) Empfehlungen zu geben. Z-Optiken sind aber vermutlich für den TO nicht zielführend. :nixweiss:
 
Rudi
Rudi kommentierte
Hatte das Serie E 50 am PB-6. Gibt nix besseres für das Geld. Es wird ja eh abgeblendet.
 
Mein Tip wäre auch das AF 2,8/60. Wenn etwas günstiger dann das AF 2,8/55, ist auch ein 1:1 Makro.

PS: Habe ein 2,8/55 mit angeflanschter F801s für schmales Geld hier im Gebrauchtmarkt angeboten.
 
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Hallo,
vielen Dank für die vielfältigen Meinungen. Das Problem hat sich heute quasi von selbst beinahe komplett erledigt, als der Götter-Bote mit einem Paket eines Fotohändlers ankam, das ich nicht bestellt hatte. Wie sich aber herausstellte, hatte meine (scheinbar doch) bessere Hälfte das Yongnuo bestellt, weil der Name so gefallen hat und auf meinem Fototisch einige ausgedruckte Seiten darüber herumlagen... Mal schauen, ob ich auch Gefallen daran finde und wie es ich sich gegen das genannte 55mm-Objektiv verhält. Der Vollständigkeit halber werde ich mir aber doch noch wenigstens ein Objektiv mit Stangenantrieb holen, nur um sowas mal genauer anschauen und ausprobieren zu können. Und auch, wenn mancher hier (der inzwischen auf der Ignorierliste gelandet ist) das despektierlich findet, werde ich dennoch weiter nach preiswerten Lösungen suchen. Offenbar kann nicht jeder zwischen "preiswert" und "billig" unterscheiden. Vielleicht fallen solche fragwürdigen Äußerungen auch unter den Tenor unserer beiden fränkischen Starhumoristen "Blous, daß'd wos sag'st"...
 
volkerm
volkerm kommentierte
Und wie stellst du die Blende des Yongnuo ein bei Betrieb am Balgen?
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Da kann man mit etwas Geschick die gewünschte Blende am Blendenhebel des Objektivs z.B. mit Klebeband fixieren. Verstellung während dem Fotografieren ist dann natürlich nicht möglich.
Ich habe kurz nach Adaptern/Zwischenringen von F (G) auf M42 gesucht, aber leider keine mit Blendenring gefunden.
 
M
M i c h e l kommentierte
Da hast du recht. Blöd. Das hab' ich nicht bedacht... Jetzt hol' ich mir erstmal die Zwischenringe und dann schau' ich mal. Evtl. gibt's dann wieder ein Winterprojekt aus zwei AF-Zwischenringen, Säge, Drehbank, Lötkolben usw... Man hat ja sooooo viel Zeit. Aber das wär' mir schon wichtig.
 
M
M i c h e l kommentierte
So, etz hab' ich nochmal g'schaut. Der Balgen ist gar nicht von Novoflex. Weiß auch nicht, wie ich da drauf gekommen bin. Der trägt nur die Aufschrift "Made in USSR" und begleitet mich schon sehr lange, ist alles voll aus Metall, gefräst, schöne schräg verlaufende Verstellgewinde für null Spiel, massiv, schwer, längs-/quer verstellbar usw. Das wird dann wohl auf jeden Fall eine Do-it-yourself-Lösung. Hoffentlich liest das mein "Ignorier-Freund" nicht, sonst krieg ich wieder den Vorschlag, das Hobby aufzugeben... ;-)
 
volkerm
volkerm kommentierte
Du hättest einfach mal #6 beantworten können, das hätte den Fehlkauf vielleicht verhindert.
 
Und auch, wenn mancher hier (der inzwischen auf der Ignorierliste gelandet ist) das despektierlich findet, werde ich dennoch weiter nach preiswerten Lösungen suchen. Offenbar kann nicht jeder zwischen "preiswert" und "billig" unterscheiden. Vielleicht fallen solche fragwürdigen Äußerungen auch unter den Tenor unserer beiden fränkischen Starhumoristen "Blous, daß'd wos sag'st"...
Du missverstehst mich völlig. Ich selber schaue ebenfalls nach Schnäppchen und Rabatten, also Angeboten, sowohl auf dem Gebrauchtmarkt als auch bei Neuware. Es ging mir nur darum, dass Du scheinbar mit völlig überzogener Erwartungshaltung an die Fotografie als Hobby hier im Forum gestartet bist indem Du ein 50€ Objektiv dieser Güte als "gerade noch erschwinglich" bezeichnet hattest. Meintest Du, dass es gute Objektive für 20-30€ gibt mit dieser Aussage, oder wie soll man sie verstehen? Ich zuckte in diesem Thread schon, als man Dir Makro-Objektive für 150-200€ vorschlug. Was sind die denn dann für Dich? Luxusgüter? Also komm mal runter und lass Dich nicht von ewig an Preisen rumnörgelnden Forenten aufstacheln. Mit dem Yongnuo hast Du ein gutes Objektiv von Deiner Frau erhalten. Ist oft als gut getestet worden. Aber hat auch gemessen an den von Dir genannten 50€ deutlich mehr gekostet als Z Variante (als F-Mount Variante natürlich nicht sooo viel mehr). ;)
 
Kommentar
Zu den vorgeschlagenen 1.4er Objektiven: Ein paar hatte ich ja auch schon (Minolta MD, Canon EF), das jetzige ist das letzte und wird keinen Nachfolger haben. Allen gemeinsam war die mangelhafte Schärfe voll aufgeblendet, mit Abblenden wurden alle gut und sogar auch sehr gut. Aber ich brauch kein ultralichtstarkes Objektiv, das seine Leistung erst beim Abblenden bringt und so die eigentliche Stärke der hohen Lichtdurchlässigkeit wieder zunichte macht. Blos, daß ich sagen kann, ich hab' ein 1.4er... Nä. Möglicherweise gibt es auch 1.4er ohne diese Schwäche, aber das muß es einem dann auch sehr wert sein...
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das ist ein interessanter Aspekt, da die Vergangenheit manchmal etwas verklärt wird. Früher gab es so einige für ihre Zeit hochlichtstarke Linsen, die auch bei Offenblende gut nutzbar waren, beispielsweise die 35- oder 28mm Nikkore in 2,0. Es gab aber auch eine Menge Linsen, die offen einfach Kernschrott waren. Da sprach man dann von "Renomierblende". Ich bin da 1995 noch drauf reingefallen, mit dem wirklich üblen Sigma 1,8/28mm. Vielleicht lag es daran, dass ich es zur F3 als AF-Variante genommen habe, und ich nicht ausreichend exakt fokussiert hatte. Es war halt das Modell, was vor Ort verfügbar war. So dumm war man in jungen Jahren. Hätte mein Händler das AIS 2,8/28 vorrätig gehabt, hätte ich diese Linse vermutlich heute noch.
Jedenfalls haftete den 1,4/50ern auch schon früher nicht der Ruf der Höchstleistung bei Offenblende an. Mich hat es nie gereizt, da ein 1,8er im Vergleich zu den anderen Optiken, die man so besaß, schon verdammt lichtstark war, und man mit der halben Blende mehr eh keine Schlacht gewinnen konnte. Angeblich wurden sie leicht abgeblendet wieder besser als die 1,8er bei jeweils gleichem Blendenwert. Maybe, entzieht sich erstens meiner Erfahrung und ist zweitens sicher auch abhängig, bei welchem Hersteller man vergleicht.
Heute wird der Vergleich mit den Z-Linsen richtig schwierig... ich wüßte mich nicht vernünftig zwischen 1,4 und 1,8 zu entscheiden. Für mich haben beide nach Punkten Gleichstand. Da kann man über einer Entscheidung leicht wahnsinnig werden.
 
Bevor jetzt hier noch irgend jemand behauptet, die alten 1,4er Linsen mit 50mm Brennweite wären nicht Offenblendentauglich gewesen (nur Z-Linsen können das) möchte ich ein kleines Beispiel zeigen.

AF-Nikkor 50mm/1.4D aus Baujahr 1995 an Nikon D700 (12 MPix) bei Blende 1,4 OFFEN

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