Hi,
ich besitze beide genannten Nikkore und bin der Meinung, dass das 200mm f/2.0 optisch, preislich aber auch vom Gewicht und Handling in einer ganz anderen Liga als das elegante kleine Zoom (VR 70-200mm) spielt.
Das VR 70-200mm packt man schnell mal in eine Tasche ein und geht damit stundenlang querfeldein ohne vorher groß zu überlegen. Anders beim 200mm f/2.0. Hier spielen die Abmessungen und das Gewicht von knappen 3,0 kg ohne Sonnenblende und Tasche eine nicht zu verachtende Rolle und oft bleibt das Objektiv dann leider zu Hause.
Dabei sind die Bilder die man damit machen kann von außergewöhnlicher Qualität und ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass es kein schärferes Nikkor im ganzen Programm gibt. Auch die Kontrastübertragung sind vorbildlich und sonstige Abbildungsfehler praktisch nicht feststellbar.
Der Wermuthstropfen jedoch ist die oftmals so hochgelobte extrem geringe Schärfentiefe, sowie die eingeschränkte Freihandtauglichkeit, denn viele der 200mm weisen an der D3 eine deutlichen Backfokus auf, der schnell mal 3 Blenden verschlingt und einem gehörig den Spaß am fotografieren vermisen können. Natürlich lässt sich dies beheben, ist aber gerade in der Kombi Nikon D3 samt dem Nikkor AF-S Vr 200mm f/2.0 G ED schon etwas verwunderlich. Selbst gut durchtrainierte Männer werden nach wenigen Minuten erkennen, dass sie beim balancieren von 5kg (D3 plus VR 200mm) schnell an ihre körperlichen Grenzen stossen und dies schränkt die möglichen Anwendungsbereiche weiter ein.
Fazit:
Das Nikkor AF-S VR 200mm f/2.0 G ED ist mit kleinen Einschränkungen bezüglich des Gewichtes (Handling) eines der absoluten Top Objektive im gesamten Nikon Programm und sollte, so es nicht am Budget scheitert, in keinen Objektivpark fehlen.
LG
Wolfgang