Frage Zu helles Ergebnis bei langer Belichtungszeit

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Anniwi

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Hallo ihr,
Erstmal: ich bin totaler Newbie und habe ziemlich wenig Ahnung von Fotografie, mache allerdings gerade ein Foto-Modul im Rahmen meines Studiums.

Meine Aufgabe war nun mit längerer Belichtungszeit zu fotografieren. Allerdings war bei mir das Ergebnis immer viel zu hell...
D.h.: 2,5", F22, ISO100

Ich benutze eine Nikon D5300.
Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?

Vielen Dank schonmal! :)
 
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Da würde ein Bild sicher weiterhelfen- also ein Beispiel.
Wenn Du normal belichtest - also nicht extra lang und auch nicht mit Blende 22 - wie sind die Bilder dann?
Schließt die Blende Deines Objektivs? Oder geht die vielleicht nicht ganz zu?
Objektiv mal abnehmen, und mit dem Blendenhebel von Hand testen.
 
1 Kommentar
A
Anniwi kommentierte
Ich habe zwei Beispiele hochgeladen.
Und puuh... Mit den Details kenne ih mich leider nicht aus, bzw. habe ich keine Ahnung, wie man den Blendenhebel findet :D
 
Ohne das dazugehörige Foto haben dir Einstellungsdaten keine Aussage. Wie war die Lichtsituation? Wie war das Licht verteilt? War das Motiv eher dunkel oder hell? Welche Belichtungsmessung war eingestellt, Spotmessung oder Intergralmessung? War der Fokuspunkt, derbei der Spotmessung auch der Belichtungsmesspunkt ist in einem sehr dunklen Bereich gewesen?

Der Belichtungsmesser ist Blind. Der sieht nicht das, was du siehst. Für den Belichtungsmesser ist die Welt 18% grau - Asphaltstraße. Der Belichtungsmesser mit das reflektierende Licht, weiß das es 18% grau ist und regelt die Belichtungszeit nach der menge Licht die er gemessen hat. Bei dem Schneehase im Schnee - denkt er uiiii da ist aber sehr viel Licht und sorgt dafür, das der weiße Schnee schön 18% grau wird. Bei der schwarzen katze im Tunnel, boh ey ist das finster und schon werde alle schwarzen Katzen nachts 18% grau.
 
1 Kommentar
A
Anniwi kommentierte
Ich habe zwei Bilder hochgeladen. ich muss sagen, dass ich viele genannte Begriffe nicht verstehe. Ich habe gerade erst angefangen :D Ich hoffe die Bilder können irgendwie Antwort geben.
 
2,5", F22, ISO100
Vielleicht war die Vorgabe, dass die Kamera manuell auf 2,5 Sekunden Belichtungszeit eingestellt wird.
Die Blende kann man bei den meisten Objektiven nicht weiter schließen als f/22.
Der ISO-Wert von 100 ist bei den meisten Kameras der niedrigste, den man einstellen kann.

Wie hell das resultierende Foto wird, hängt dann nur noch von dem Motiv und dessen Beleuchtung ab.

In einem normal ausgeleuchteten Wohnzimmer könnten 2,5" f/22 ISO 100 passen,
am hellichten (sic!) Tag im Freien hingegen ist das etwa 8 bis 12 Lichtwerte zu viel.
 
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A
Anniwi kommentierte
Hmm... Im Internet habe ich etwas von diesem "Graufilter" gelesen. Sind die dann notwendig um bspw. diese klassischen "Gel-Wasser-Bilder" zu machen? :D
 
dembi64
dembi64 kommentierte
da Du für diesen Effekt längere Verschlusszeiten benötigst, dazu jedoch das Licht reduziert werden muss, bleibt häufig keine andere Möglichkeit. Zumindest bei Tageslicht reicht es häufig nicht aus die Blende zu schließen und die ISO-Zahl zu reduzieren.
 
Hier noch zwei Beispielbilder. Ich habe sie jetzt nur kurz auf die Schnelle gemacht, wie man sehen kann. :D
Sie sind im Garten enstanden, die Sonne war halb von Wolken bedeckt.
Dieses Bild habe ich mit folgenden Einstellungen aufgenommen: 2,5'', F22, ISO 100
 

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    DSC_0022.jpg
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E
Emc2 kommentierte
Moin,
bei Tageslicht, von Wolken bedeckter Sonne, erscheint mir eine Belichtungszeit von 2,5" ausgesprochen lang, auch bei ISO 100 und Blende 22. Darüber hinaus wäre noch wichtig, welche Art der Belichtungsmessung Du vorgenommen hast: Spot-oder Matrix/Integralmessung? Bei Spotmessung auf eine sehr dunkle Fläche gezielt: Du bekommst ein überbelichtetes Bild.
 
A
Anniwi kommentierte
Puuh, alles klar! Gut zu wissen, dass ich nur etwas dumm/unwissend bin, dafür aber meine Kamera nicht kaputt ist :DD Das mit der Messung habe ich nicht bewusst beachtet, ich meine allerdings, dass ich eher auf ein "mittleres", grünes Blatt gezielt habe. Vielen Dank für die Antwort!
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Du hast "gezielt", also wohl das Autofokusfeld in der Bildmitte auf die Mitte des Motivs gerichtet.
Offensichtlich hast du aber wie ich schon in meiner vorigen Antwort schrieb die Belichtungszeit und die Blende manuell eingestellt,
d.h. du hast die Belichtung nicht gemessen.
 
.

Mmh, für mich sieht das zweite Bild normal belichtet aus … :lupe:

Weshalb auch klar ist, warum das erste überbelichtet ist.
Gefragt gewesen wäre eine 1/30 bei f22 …
Für die geforderte Belichtungszeit von 2,5 min hätte man
einen extrem dichten Graufilter verwenden müssen.


..
 
3 Kommentare
A
Anniwi kommentierte
Die verwendete Belichtungszeit betrug 2,5 Sekunden, keine Minuten... Zwar trotzdem noch zu hell, aber nicht allzu stark :D Trotzdem vielen Dank für die Antwort!
 
E
Emc2 kommentierte
Moin,
der Besserwisser sagt: 1 Stunde = 1h, 1 Minute = 1', 1 Sekunde = 1"
Gruß emc2
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte
Minuten oder Zoll, Hauptsache Physik … :tongue:
 
Hallo Anniwi,

die Kamera ist sehr lichtempfindlich, für lange Belichtungszeiten muß es dunkel sein etwa so wie hier oder hier.
Das 2. Bild in der Orion Region ist bei ISO800 3 Minuten lang belichtet und davon sind 53 Stück summiert worden also insgesamt 159 Minuten.
Wenn dein Motiv nicht im Dunkeln ist kannst du einen Graufilter verwenden, ein Polfilter bring auch schon etwas, das Bild unten ist mit Polfilter bei leichtem Regen also sehr bedecktem Himmel mit ISO100 und 6 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen worden.
Durch die lange Belichtungszeit ist die Bewegung des Wassers zum Schleier verwischt.
Was möchtest du denn mit der langen Belichtungszeit erreichen?

Baybach_0036.jpg
 
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Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?
Vielleicht war es einfach zu hell...

Ist Dir schon so etwas mal begegnet?:

Link entfernt, da nicht funktionsfähig

Wie kommt man auf die Idee bei Tageslicht mit 2,5 s zu belichten? Kannst Du das uns mal verraten?

Grüße - Bernhard
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kommentar
Vielleicht war es einfach zu hell...

Ist Dir schon so etwas mal begegnet?:

Link entfernt, da nicht funktionsfähig

Wie kommt man auf die Idee bei Tageslicht mit 2,5 s zu belichten? Kannst Du das uns mal verraten?

Grüße - Bernhard
Moin,
er hatte einfach Zeit und nichts zu tun...
Gruß Emc2
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Wie kommt man auf die Idee bei Tageslicht mit 2,5 s zu belichten? Kannst Du das uns mal verraten?
… ich bin totaler Newbie und habe ziemlich wenig Ahnung von Fotografie, mache allerdings gerade ein Foto-Modul im Rahmen meines Studiums.

Meine Aufgabe war nun mit längerer Belichtungszeit zu fotografieren.

Nun ja, "mit längerer Belichtungszeit" ist halt Auslegungssache.

Für mich beginnt die unterhalb von 1/15 … bei anderen mag
die Grenze schon bei 1/60 liegen. Daß obendrein dabei auch
die Brennweite eine Rolle spielt, sei nur am Rande erwähnt …


.
 
Kommentar
Tageslicht, 100 ISO, Blende 22 - da liegt man mit 2,5 s Belichtungszeit mindestens 5...6 Blendenstufen zu hoch.
So etwas sollte eigentlich fast jedem Hochschul-Besucher klar sein. Das sind absolute Grundlagen und auch nicht sehr schwer zu erkunden.

Grüße - Bernhard
 
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E
Emc2 kommentierte
Das kommt darauf an, ob man Naturwissenschaften oder Sport, Geschichte oder Theologie studiert.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Die Kenntnisse der Fragesteller zu bewerten, ist nicht Sinn und Zweck dieses Forums. Hast Du auch etwas Hilfreiches zur Problemlösung beizutragen?
 
E
Emc2 kommentierte
Moin Anja,
ich verweise auf meinen konstruktiven Beitrag #5.1.
Gruß Emc2
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Du warst gar nicht gemeint, mein Kommentar bezog sich auf den Beitrag von Bernhard.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Ich verweise ebenfalls auf meine #9.
"Foto-Modul im Rahmen meines Studiums" deutet darauf hin, dass da vielleicht auch etwas Theorie unterrichtet wurde.
Die absoluten einfachen Grundlagen sollte man sich vielleicht kurz aneignen, bevor man an einer Kamera den manuellen Modus wählt.
Das ist übrigens meine persönliche Meinung und solle auch nicht irgendwelchen vermeintlichen "Zwecken des Forums" folgen.
 
Moin,
irgendwie muss ich Bernhard schon recht geben - ich habe in dieser Richtung auch schon mal einen Kommentar abgegeben. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen es gibt, die eher im Internet suchen / fragen statt im eigenen Handbuch zu forschen. Teilweise wird das Problem nicht hinreichend beschrieben, aber sofort eine präzise Antwort erwartet. Natürlich darf der Vorschlag nicht anstrengend sein und nichts kosten. Eine komplizierte i. S. v. komplexe Materie sich aneignen zu wollen ist offensichtlich nicht jedermanns Wille. Na ja, wir haben ja gelernt: Man muss nur auf einen Knopf drücken, und das Ergebnis wird präsentiert. Vorausgesetzt, es wurde der richtige Knopf gedrückt - aber hier gehen wir davon aus, dass wir selbstverständlich keinen Fehler gemacht haben.
Was legte uns ein Dozent im Physikunterricht nahe?: "Meine Herren, das müssen Sie wissen. Bevor Sie nachgeschlagen und die richtige Formel gefunden haben, haben die Japaner das Ergebnis schon ausgerechnet." Passt vielleicht nicht ganz, aber vielleicht doch.
Gruß Emc2
 
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Jeder von uns kennt solche Fragesteller. Das jetzt aber auf dem Rücken eines wirklich kommunikativen und interessierten Threaderstellers, der/die hier nach Hilfe fragt, auszutragen, finde ich absolut daneben. Wir befinden uns hier im Einsteigerbereich - bitte berücksichtigt das. Hier muss keiner irgendwas wissen, bevor er sich in der Community beteiligt. Wir machen keine Einstellungstests vor Registrierung. Gleichermaßen ist auch keiner gezwungen, jedes Thema zu beantworten.

:back2topic:
 
4 Kommentare
E
Emc2 kommentierte
o. k., ich stimme Dir zu. Ich hatte nicht wahrgenommen, dass die Frage aus dem Einsteigerforum kam; ich las nur die Frage / das Problem. Für Einsteiger / Anfänger gelten natürlich andere "Kriterien".
Gruß Emc2
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Wobei es zu sagen wäre, dass mir beispielsweise diese Fotografischen Grundlagen und Zusammenhänge zwischen Lichtwert (Helligkeit), Filmempfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende (samt praktischen Zahlenbeispielen) bereits in der 7. Klasse beigebracht wurden.
Traurig, dass heutzutage das Studenten oder Abiturienten nicht wissen.

Grüße - Bernhard
 
E
Emc2 kommentierte

Was ist zu erwarten, wenn nicht mehr konkretes Wissen und Verstehen gefragt sind, sondern nur noch die Frage im Raum steht: Wie komme ich mit dem geringsten Aufwand zu den erforderlichen Punkten. Ich muss ja nichts wissen - nur wissen, wo es steht. Die Option der Gymnasiasten, unliebsamen Fächer so aus dem Wege gehen zu können, wird wohl zu dem führen, was man als "Deutschland schafft sich ab" beschreiben könnte. Wobei klarzustellen ist: Der Autor dieses Buches ist bei Leibe nicht mein Lieblingsautor.... Die Universitätsprofessoren beklagen schon lange die Folgen der europäischen Bildungspolitik: Sie müssen den Studenten das nahebringen, was Aufgabe der Gymnasien gewesen wäre. Deutschland, das Land der Dichter, Denker und Ingenieure... Ich denke schon: Menschen muss man nicht nur fördern, sondern auch fordern. Sonst wird aus ihnen nichts.
Gruß Emc2
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Leute, bleibt beim Thema!
 
Dieses Bild habe ich mit folgenden Einstellungen aufgenommen: 2,5'', F22, ISO 100
Ich kenne deine Kamera nicht. Aber wenn sie einen Live View hat, stell den ein und reguliere Blende, Verschlusszeit und ISO manuell. So siehst du gleich, welche Wirkung welche Einstellung hat. Und so kannst du auch sehen, was sich mit einem Grau- bzw. ND-Filter verändert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
1 Kommentar
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Das Live View Bild wird doch für die Anzeige elektronisch nachkorrigiert, so dass immer eine "optimale" Darstellung auf dem Bildschirm erscheint, unabhängig von den eingestellten Belichtungsparametern. Zudem wird doch (fast) immer bei Offenblende agiert. Oder gibt es da bei Nikon einen speziellen Modus der den Bildschirm so ähnlich darstellt, wie die tatsächliche Aufnahme dann ist?
 
Moin Bernhard,
wie Nikon das physikalisch löst, weiß ich nicht. Aber: Meine Macro-Aufnahmen mache ich in der Regel mit dem LAOWA 25mm/ 2,5 - 5. Ein total manuelles Objektiv, keine elektronische Verbindung zur Camera. Über LiveView kann ich aber sehen, wie das Bild belichtet werden wird bzw. sich meine Einstellungen (ISO, Zeit, Blende) auf die Helligkeit des Bildes haben werden. Eine ziemlich adäquate und mich zufrieden stellende Darstellung, auch am per HDMI angeschlossenen Fieldmonitor - Feinarbeiten müssen eh in CameraRaw erfolgen.
Gruß Emc2
 
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Moin Anniwi,

vielleicht schaust Du hier ja nochmal rein :). Das Forengeplänkel übergehen wir jetzt mal ;).

Dein 2. Bild war soweit korrekt belichtet. Davon kannst Du ausgehen. 1/250, F8, ISO 250 ist Dein Startpunkt.
Wenn Du länger belichten willst, musst Du bei den anderen Parametern gegensteuern, um weiterhin korrekt zu belichten.

Mit der Blende kannst Du von F8 über F11, F16 bis F22 die Lichtmenge in drei Stufen jeweils halbieren
und zum Ausgleich die Belichtungszeit 3x verdoppeln (von 1/250 über 1/125, 1/60 bis 1/30).

Nun kannst Du noch an der ISO drehen. ISO 250 halbiert ergibt ISO 125 (den Unterschied von 1/3 Blende zu ISO 100 ignorieren).
Zur Belohnung darfst Du die Belichtungszeit einmal verdoppeln. Bei 1/15 Sekunde ist nun erstmal Schluss.

Mit den genannten Graufiltern könntest Du die Belichtungszeit mehrfach verdoppeln (3, 6, 10 Stufen oder sogar mehr).

Ganz ohne Graufilter gibt es aber noch was Günstiges zum Nulltarif: Warten bis es dunkel wird.
Mit offener Blende Belichtung messen/einstellen und dann stufenweise abblenden und gleichzeitig die Belichtungszeit verlängern.
 
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