Habe schon vor ein paar Tagen mal in die LR Version reingeschaut - ist noch kein wirklicher Ersatz.
Die ganze KI-Integration fehlt (ja, auch absichtlich), ebenso wie alle Funktionstasten und zusätzlichen Tastenbelegungen nicht wirklich genau genug geklont sind. Macht einfach keinen Spaß damit zu arbeiten (wenn man es seit 20 Jahren gewohnt ist). Ebenso ist die Integration aller RAW-Datenmodelle völlig unzureichend und nicht sauber gemacht. Man hat sich eben doch an die vielen hilfreichen Gizmos für Objekterkennung und Kantenverfeinerungen sehr schnell gewöhnt.
Die Grundfunktionen sind natürlich vorhanden und funzen auch leidlich ordentlich, aber dafür benötigt man keinen Klon von LR. Wer nur Kontrast, Schärfe und Farbe drehen will, der hat eine riesen Auswahl an freien Tools.
Anders schaut es schon bei PDFCraft aus...da brauche ich gelegentlich nur die Standard-Funktionen und mag Acrobat Pro am liebsten, aber einfach nur weil ich es gewohnt bin. Wirklich fancy Kram mache ich damit nicht und bin nur froh, dass es nun eine Alternative gibt die lokal rennt und mir die notwendigen Basisfunktionen auch wieder gibt.
Das größte Defizit dürfte wohl bei VectorCraft sein - da hat Adobe in den letzten Jahren unablässig Funktionen reingesteckt, die wirklich "ziemlich unglaublich" waren - bis da der Klon aufgeholt hat, ohne dabei das Gesamtkonzept zu kannibalisieren dürfte einige Zeit dauern. Alleine die ganzen 3D Funktionen sind ein Moloch inzwischen.
Layout ala InDesign habe ich nicht gecheckt - habe ich nun schon länger nicht mehr gebraucht und bin ein wenig aus der Übung.
In Summe werden die professionellen Anwender wohl noch nicht aussteigen, erst wenn ihre Arbeitgeber den Geldhahn zudrehen.

Dass es aber funktioniert hat, wie es funktioniert, ist schon ein mächtiges Erdbeben das Adobe spüren wird.
Fragen wir die KI:
Adobe schaltet regelmäßig Werbung auf den Plattformen von Heise.
Als eines der weltweit größten Softwareunternehmen für Kreativ- und Marketinganwendungen nutzt Adobe die Reichweite
von heise online und den verlagseigenen Magazinen (wie c't oder iX), um die IT- und technikaffine Zielgruppe direkt anzusprechen.
Kein Wunder.