Frage Blendenreihe automatisch aufnehmen

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Gestade

NF Mitglied
Registriert
Hallo Fotoprofis und -interessierte,

ich habe eine Frage:

Gibt es für Nikon Kameras z.B. Z6III, eine Möglichkeit eine automatische Blendenreihe (Variation der Blendenöffnung) bei gleichzeitig identischem Lichtwert der Belichtung (gegensteuern mit ISO oder, wenn sinnvoll mit der Belichtungszeit) aufzunehmen?

Wenn nein, ist eine externes Steuerung, beispielsweise über Android, bekannt die das leisten kann?
Gibt es eine Kamera eines anderen Hesrtellers, die diese Funktion automatisch realisieren kann?

Würde mich über ein feedback freuen.
VG.
 
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Hallo Gliding-Eagle.
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Ich finde automatische Belichtungsreihen, Intervallaufnahme, Aufnahme mit Fokusverlagerung, Aufnahme mit Pixelverlagerung, HDR-Überlagerung, Zeitraffervideo aber keine dieser Funktionen bietet nach meinem Verständnis eine Blendenvariation mit identischer Belichtung.
Habe ich da etwas übersehen?
Nochmal Danke!
 
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Ich galube du hast nichts übersehen. Eher ich. Du willst identische Belichtung. Da habe ich auch keine andere Lösung als mit Stativ und manuellen Einstellungen zu arbeiten. Vielleicht hilft dabei noch Auto ISO.
 
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Ich habe auch keinen Weg gefunden.
Bracketing mit Abstand 0 (Null) LW geht nicht. 0,3 ist das Kleinste.

Das könnte man machen. 0,3 lassen sich immer korrigieren, hinterher.
Quatsch!
Dann hat die Blende ja auch nur 0.3 Abstand.
 
Kommentar
Hallo Gliding-Eagle,

ja, mit manueller Belichtungssteuerung und Auto-ISO geht es und ich mache es jetzt auch so. Aber bei der manuellen Steuerung vergeht vglw. viel Zeit zwischen den Aufnahmen und "aus der Hand" sind dann auch die Bildausschnitte deutlich verschoben, also zum Kombinieren eher wenig geeignet. Ich gehe davon aus, dass die Änderung von Blende, ISO und ggf. Belichtungszeit in der Serie relativ flott geht, die Einzelaufnahmen also zeitlich eng beieinander liegen können.
Warum möchte ich die Funktion eigentlich ausprobieren?
Eine interessante Anwendung wäre z.B. eine Bildreihe für die Makrofotografie. Oft würde mir die Schärfentiefe einer kleinen Blende ausreichen für die Darstellung des Hauptmotivs. Aber der Hintergrund ist dann :-(( . Und wenn ich die Blende öffne, dann der Hintergrund o.k. aber die Schärfentiefe ist zu klein.
Mit der Serie könnte ich dann die entsprechenden Bildelemente am PC kombinieren. Ähnlich dem Fokus-Bracketing.

Danke auch an Wuxi fürs mit-überlegen.
VG.
 
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Da fällt mir eigentlich nur ein das SDK für die jeweilige Kamera
beim Hersteller zu beantragen und selber zu programmieren.
Oder einen Programmierer dafür zu bezahlen.

Vielleicht hilft eine Spende an den Hersteller dieser Software:
 
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Geht definitiv leider nicht, die Frage hatte ich vor einiger Zeit an Nikon geschrieben - die Antwort war, dass ein Bracketing der Blende mit gleichbleibendem Lichtwert nicht eingestellt werden kann.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich denke, dass Du das Interesse an einer solchen Funktion überschätzt. Ehrlich gesagt habe ich den Sinn noch nicht begriffen, sehr schnell (!) die Blende zu verändern in einer Sequenz. Wenn man ein bisschen fotografieren kann, hat man doch irgendwann im Gefühl, welche Blende zur Szene passt, und wenn man "komponieren" will, muss das Motiv so still stehen, dass man auch einfach von Hand das Blendenrad durchschalten kann in einer Serie - ggf. bei Z-Objektiven mit Funktionsring über diesen Ring bei Serienbildaufnahme langsam durch die Blendenstufen durchgedreht. Nichts anderes würde eine Bracketingautomatik machen.

Ich halte das für eine Super-Nischenanwendung ohne Aussicht auf Realisierung.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Trotzdem, man kann so irre viel Einstellen, dass gerade das nicht geht…


Ich mache oft Blendenvariationen bei Aufnahmen. Meistens Extreme. Ganz offen / ganz geschlossen. Geht auch von Hand. IMMER mach ich es auch nicht.
 
K
knipsegern kommentierte
Danke, ich kann es nicht, Kinder stehen nicht still, und mit dem 50mm habe ich bei Blende 5,6 keine Probleme, aber bei 2,8 geht es los, Blende ist eingestellt und der kleine Zappelphilipp ist nur mit einem Auge vom AF erwischt worden…
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Naja, dann weisst Du doch, dass Du bei einem quirligen Kind f/5,6 verwendest, was ja auch naheliegend ist. Wozu dann noch Blendenreihen? Wie groß die Schärfentiefe unter gegebenen Umständen ist, kann man leicht ausrechnen (lassen). Da kommt man dann zur Erkenntnis, dass f/2,8 nicht reicht, beide Augen ausreichend scharf zu haben, wenn das Gesicht schräg zur Bildebene steht, f/5,6 aber ggf. schon.
 
K
knipsegern kommentierte
5,6 geht seitdem ich vor Jahrzehnten angefangen hab. Der Reiz ist Geschwindigkeit und möglichst große Blendenöffnung wie bei Mitziehern, nur mit anderer Bewegung „hin und her“. Unscharfer Hintergrund aus dem Objektiv und nicht mit KI à la iPhone, da geht es natürlich mit. Sieht auch bei 2sec Betrachtungszeit relativ gut aus, aber ich gucke mir Bilder länger an und brauche das, was aus der Optik kommt. Deshalb die Frage, mit welcher Aufnahmetechnik es versucht werden kann.
 
1
1bildermacher1 kommentierte
volkerm
volkerm kommentierte
Man kann immer alles mit Grenzfällen lächerlich machen.
Bei einem Portraitshooting mit kurzen Verschlußzeiten könnte man einfach zur Sicherheit auch Bilder mit Blendenreihe machen, falls die f/1.2 im Nachgang doch zu extrem erscheinen. Kein Stativ nötig.
Bei dem Makrobeispiel wird man ohnehin mit Stativ arbeiten, das muß nicht aus dem Boden wachsen und man hätte doch einen Gewinn an Bedienkomfort.

Ansonsten gilt natürlich wie immer: "Hat meine Kamera nicht, deshalb ist das völlig unnötig". Das ist die Grundlagen in jedem Foto-Markenforum.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Man kann natürlich eine Blendenreihe machen, aber das kann man doch manuell durchschalten bei einer arrangierten Portraitsituation. Die Notwendigkeit einer solchen Automatik liegt da nicht direkt auf der Hand.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte

Den Gewinn an Bedienkomfort bezweifele ich sehr stark.
Im Gegenteil, man produziert massiv Datenmüll den man aussortieren muss.
Und statt einmal auszuprobieren welche Blende tatsächlich richtig ist hat man
am Ende nur jedes dritte/vierte/achte (wieviele Blenden?) Bild auf den Punkt.
Und dann ist das gefühlt beste Portrait ausgerechnet das mit der falschesten Blende......

Mit welcher Kameramarke man den Datenmüll produziert ist für die Betrachtung
der Nachteile einer solchen Funktion nebensächlich.
 
K
knipsegern kommentierte
Datenmüll ist das, was gespeichert bleibt und nicht gut ist; gelöscht zählt da nicht zu. Anders als bei Versuchen in der Duka, da war es realer Müll und deshalb war das Experiment teuer. Es gibt halt Leute, die Probieren immer herum, und andere, die mit dem zufrieden sein können, was geht. Beides ist gut und hat seine Berechtigung.
 
das SDK für die jeweilige Kamera
beim Hersteller zu beantragen und selber zu programmieren.
Das wäre vermutlich die einzige Lösung.

SDK hier beantragen:

One-Trick-Pony-App entwickeln.
Mit AI muss man ja nicht mehr Coden können.;)
 
Kommentar
Oh, so viele nette Kommentare.
Ich möchte noch etwas über den in Zweifel gezogenen Sinn eines Blenden-bracketings sagen.
Die Idee ist nicht Bilder mit dieser ODER jener Blende abzulichten.
Die Idee ist mehrere Bilder mit unterschiedlicher Blende (Schärfentiefe) nachträglich am PC zu einem Bild zusammenzusetzen, ähnlich dem Verfahren beim Fokusbracketing.
Also das Hauptmotiv mit hinreichender Schäfentiefe mit einem "weichen" Hintergrund zu kombinieren. Das geht nicht so einfach, wenn sich das Motiv zwischen den Aufnahmen (Blendensteuerung per Hand) zu stark verschiebt.
Und warum nicht gleich Fokusbracketing verwenden? Dann werden viele Einzelbilder mit großer Blendenöffnung für einen weich gezeichneten Hintergrund notwendig, mit einer vergleichsweise großen Aufnahmezeit.
Eine SDK für die Z6III gibt es derzeit scheinbar noch nicht (besonderen Dank an Wuxi für den Link!). Ich befürchte die Programmierung würde derzeit auch meine Fähigkeiten und mein Zeitbudjet, wenn ich mich da einarbeiten sollte, übersteigen. Dennoch, gibt es eine nähere Information für eine fallspezifiche One-Trick-Pony-App? Ich würde mich schon gern informieren.
Recht vielen Dank für Euer reges Interesse und Eure Tipps.
VG.
 
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2 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
Also das Hauptmotiv mit hinreichender Schäfentiefe mit einem "weichen" Hintergrund zu kombinieren.

Wenn das fertige Bild ohnehin in der EBV entstehen soll, würde ich mit Blende 5,6 o.ä. fotografieren und am PC den Hintergrund nach Geschmack verändern. Dazu gibt es etliche Apps und das kann auch jedes neuere Smartphone.
 
G
Gestade kommentierte
Danke Tom für den Hinweis. M.E. sind diese tools aber derzeit nicht in der Lage eine Tiefenstaffelung der Weichzeichnung zu realisieren. Das ist der Vorteil einer optischen Weichzeichnung. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren falls es dazu Hinweise gibt.
 
PS. Sorry die Information, dass es für die Z6III keine SDK gibt ist schlicht falsch. Sie wird zwar in der Liste unten nicht explizit aufgeführt, ist aber in der SDK Z-series v2.0.0 mit enthalten. Ich habe sie heruntergeladen und sehe sie mir an.
VG.
 
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D
Dunkelziffer kommentierte
Bitte schau dir dann auch mal an, ob man die Kamera nur mit Computer dann betreiben muss. Wenn man sein Programm laufen lässt.
 
G
Gestade kommentierte
Hallo Dunkelziffer, das ist wohl so und wäre auch ein gravierender Nachteil gegenüber der leider nicht realisierbaren kamerainternen Funktion..
 
"Die Idee ist mehrere Bilder mit unterschiedlicher Blende (Schärfentiefe) nachträglich am PC zu einem Bild zusammenzusetzen, ähnlich dem Verfahren beim Fokusbracketing.
Also das Hauptmotiv mit hinreichender Schäfentiefe mit einem "weichen" Hintergrund zu kombinieren. "

Ich bin nur neugierig, aber was ist da der Benefit im Vergleich zu einer Fotografie mit bewusst gesetzter Blende/Schärfentiefe? Da hätte man ja das gewünschte Motiv scharf und den Rest in der Unschärfe?
Oder geht es darum, den Fokus nachträglich im Bild zu ändern und ein beliebiges Motiv freizustellen?

Wenn ich kleine Scripte schreiben möchte, für die ich selbst zu bequem bin, nutze ich ganz gern M$ Copilot. Das funktioniert eigentlich recht gut. In wie weit der mit SDK umgehen kann, weiß ich allerdings nicht, aber alles, was sich coden lässt, ist eigentlich seine Domäne.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Vielleicht hätte ein Defocus Control Objektiv Dir auf ganz andere Weise weitergeholfen (z.B. AF DC 135/f2)
Aber nicht am z-Bajonett, da funtioniert es nicht.
 
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