Zur Zeit analoger Fotografie war die Spiegelreflex (SLR) die Revolution, die es ermöglicht hat, das Bild so im Sucher sehen zu können, wie es später auf dem Film landet: ohne Parallaxe und durch das Aufnahmeobjektiv. Bei der digitalen Fotografie ist diese aufwändige mechanische Konstruktion nicht mehr erforderlich, da inzwischen die Kameraelektronik so schnell ist, dass man das Bild vom Sensor praktisch in "Echtzeit" (mit nur minimaler Latenz) im elektronischen Sucher darstellen kann. Daher glaube ich in der digitalen Fotografie nicht an eine "Wiederauferstehung" der Spiegelreflex.
Die Spiegelreflex-Technik ist aufwändig und damit teuer in Herstellung und Justierung und das Ergebnis bietet bei der digitalen Fotografie nur wenige Vorteile. Der Stromverbrauch eines elektronischen Suchers ist zwar höher, aber auch nicht so hoch, dass es heute noch ein Problem darstellt. Und ob nun die Sucher-Latenz oder die Auslöseverzögerung durch das Hochklappen des Spiegels das größere Problem ist, muss jeder für sich entscheiden.
Die Spiegelreflex-Technik ist aufwändig und damit teuer in Herstellung und Justierung und das Ergebnis bietet bei der digitalen Fotografie nur wenige Vorteile. Der Stromverbrauch eines elektronischen Suchers ist zwar höher, aber auch nicht so hoch, dass es heute noch ein Problem darstellt. Und ob nun die Sucher-Latenz oder die Auslöseverzögerung durch das Hochklappen des Spiegels das größere Problem ist, muss jeder für sich entscheiden.
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Kommentare
Die Kine Exakta war ein mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein. Dabei wird ein Detail m.E. zu wenig gewürdigt: Das Wechelbajonett, dass deutliche Grundzüge eines modernen Objektivanschlusses hat. Warum sich Jahrzehnte später noch das prähistorische M42 weit verbreiten konnte, ist mir unbegreiflich. Schlimmer als das waren nur fummelige Wechselbajonett-Konstruktionen einiger Hersteller in den späten 50ern.

Kine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild