Alte Liebe rostet nicht – die Nikon D70

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Die BQ gefällt mir nach wie vor gut. Die anfängliche Begeisterung über das Schnäppchen hat sich aber etwas gelegt. Der eingebaute Blitz funktioniert nicht und die Kamera zeigt das "CHA-Problem". Ich hatte erst vemutet, dass die 16GB-Karte (SanDisk ultra) die Ursache darstellt. Die gleiche Fehlermeldung tritt aber auch bei einer 4GB-CF-Karte (SanDisk Extrem) auf. Ein und Ausstecken behebt das Problem kurzzeitig. Ich werde der Kamera, bzw. dem Kartenschacht, jetzt gleich, wie in einem anderen Thread vom Beuteltier empfohlen, ein Bad in Kontaktspray und ein nachträgliches Abduschen mit Kaltreiniger (alles von Kontakt.Chemie) spendieren. Mal schauen, was sich da tut. Mit dem funktionslosen Bordblitz muss ich wohl leben.

comp_Hänger.jpg
 
2 Kommentare
peterkdos
peterkdos kommentierte
Zum Blitz:

Ein SB-800 passt sowieso besser dazu.
 
S
Steinkreis kommentierte
Da nehm ich meinen Godox TT350. Der ist schön klein. Oder den Godox TT685II, wenns mal mehr Licht brauch.
 
Die BQ gefällt mir nach wie vor gut.
Dafür war die D70 ja auch trotz (wegen?) nur 6 MPix, damals natürlich nicht wenig, bekannt. Die Farben waren sehr schön. Das war ein gelungenes Technikstück von Nikon.
 
3 Kommentare
S
Steinkreis kommentierte
Die positiven Erfahrungen konnte ich schon mit meiner D50 und D40 sammeln. Harte Hell/Dunkel-Kontraste sollte man aber meiden. Das ist hinlänglich bekannt. Besonders die Farben und die Bildanmutung der D40-JEPEGs finde ich genial. Im Gegensatz zur D90 kann die D70s auch Gelb ordentlich wiedergeben.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ja, die D90 als frühe CMOS-Kamera hatte die eine oder andere Schwäche, stieß aber natürlich das Tor zu höheren ISO-Werten auf. Es war meine erste DSLR, ich mochte sie dennoch.
 
S
Steinkreis kommentierte
Sie war auch meine erste DSLR. Mittlerweile hat sie ca. 140.000 Auslösungen hinter sich. Mit ihr sind viele tolle Bilder entstanden Ich nutze sie noch immer: zur Doku von Schulveranstaltungen, als Kamera bei Sauwetter und als Leihkamera während des Kunstunterrichts.
 
Die anfängliche Begeisterung über das Schnäppchen hat sich aber etwas gelegt. Der eingebaute Blitz funktioniert nicht und die Kamera zeigt das "CHA-Problem".
Das CHA-Problem lässt sich nicht durch Kontaktspray in den CF-Kartenschacht beheben, sondern nur, indem man den Kameraboden abnimmt, das Flexkabel von der Kartenschachtplatine zur Hauptplatine abzieht und seine Kontaktflächen sowie die Kabelsteckleisten reinigt.
Wenn es dann auch noch CHA-Fehler gibt, ist der Kartenschacht selbst elektronisch defekt (das ist selten, kommt aber manchmal vor), dann hilft nix mehr - weil es den natürlich nicht mehr als Ersatzteil gibt.
 
S
Steinkreis kommentierte
Um zu testen, ob der Fehler evtl. an den alten Speicherkarten liegt, habe ich eine neue 32GB-Karte, die ich mir für meine D200 gekauft hatte, eingesetz und formatiert. Fürs Erste funktioniert es: JPEG fine 9,1k, RAW 5,6k.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Waren diese "alten Speicherkarten" bei dieser D70 dabei?
 
S
Steinkreis kommentierte
Die 16GB-Karte war dabei. Ich hatte auch noch zwei alte Karten (4GB und 8GB) meiner D200 ausprobiert. Die 32GB-Karte (SanDisk Extreme 120MB/s UDMA7) hatte ich im Winter bei Calumet für meine D200 gekauft. Funktioniert in der D200 problemlos. Ich hab jetzt weiter im Forum gestöbert und gerade den Tip ausprobiert, eine Karte mit Kontaktreiniger zu tränken und wiederholt ein und aus zu schieben. Da ich gestern schon Kontaktspray in den Kartenschacht gesprüht habe, habe ich hierzu aber den Kaltreiniger von Kontakt-Chemie genommen. Um den Unterseitendeckel abzuschrauben fehlt mir gerade der passende Kreuzschlitzdreher, der alte ist mittlerweile nicht mehr scharf genug. Den besorg ich mir mal in der nächsten Woche. Solch ein Ding brauch man ja immer wieder.
 
S
Steinkreis kommentierte
comp_Mais.jpg
Das alte Schätzchen funktioniert nach der beschriebenen Radikalkur immer noch. Gestern ausprobiert (s.o.)
 
S
Steinkreis kommentierte
comp_Erntewagen.jpg
 
Die Kamera macht Spaß

comp_Fendt.jpg
 
4 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Fotografiere mit der D70 mal eine Elektrolokomotive in ihrem speziellen Dunkelrot.
Mit der D70 werden dir viele Leute, vor allem Eisenbahner und Eisenbahn-Freunde, bestätigen, dass der Rotton stimmt.
Mit den Nachfolgemodellen D80, D90 etc. war der immer zu orange...
 
S
Steinkreis kommentierte
Ich werds probieren. In den nächsten Monaten wollen wir vom Fototreff in ein Eisenbahnmuseum. Da werd ich wohl fündig werden.
 
B
Burschi78 kommentierte
Hallo,

das kann ich nur bestätigen! Die D70/70s hat wunderbare rottöne. Ich selbst Eisenbahnfotograf habe das im Freundeskeis gesehen, wie schön die rottöne bei Lokomotiven wirken. Selbst hatte ich eine D90 die da härter Abgestimmt war. Seit 2013 fotofrafiere ich mit meiner Nikon D800E die ebenfalls wunderschöne Farben bzw. Bildstiele hat! Nach einem Probejahr an der Z6 sehnte ich mich doch wieder zur D800E zurück und verkaufte die Z6 wieder. Die D800E machte für mich bis heute die stimmungsvolleren Aufnahmen als die Z6 gerade was den WB angeht!

Viele Grüße Sylvio
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Davon rate ich ab! Die D800 / D800E sind schon länger aus dem Service-Zeitraum raus, und können fast nicht mehr repariert werden - die Z6 kann man aber noch reparieren, außerdem hat die keine Blendensteuerung (die bei der D800 / D800E "gerne" kaputt geht). Außerdem kann man den WB in der EBV immer anpassen.
 
Ich hatte 2006 mal ein D70 mit dem 18-70 und einem Sigma 70-300.
Als ich einen fliegenden Flamingo in Südfrankreich aufnehmen wollte, fing der AF des Sigma an zu spinnen, es ging einfach nicht mit offener Blende 5,6, ich habe mich sehr geärgert.
Danach habe ich mir am Erscheinungstag 27.11.2007 eine D300 für damals 1829€ gegriffen, das ging dann recht gut. Das kurz danach erschienene Nikon AF-S 70-300 VR war dann aber entscheidend besser.
 
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1 Kommentar
peterkdos
peterkdos kommentierte
Bei mir war es anders.

Die vorhandene damalige „Holly Trinity“ funktionierte tadellos.

Was sagt uns das?

Entweder funktioniert es oder auch nicht. ;)
 
Ich hab die D70 von Jürgen bekommen. Bei meiner 70s war ja der Blitz kaputt und das CHA-Problem aufgetreten. Ich freue mich jetzt eine intakte D70 zu haben. Richtig austesten konnte ich bislang nicht, da ich mich von der Meniskus-OP in der letzten Woche regenerieren muss. Hier aber ein erster Probeschuss:
comp_Kirche Troisdorf Sieglar.jpg
Für eine 21 Jahre alte Kamera (und auch so) klasse.
 
S
Steinkreis kommentierte
Eventuell sollte ich JPEGs machen.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Wenn das das Ergebnis einer händischen RAW-Enwticklung ist, kannst Du ja einfach nochmal drangehen und z.B. Vignettierung, Rauschen und die Farbabstimmung stärker in den Fokus nehmen. JPG-"out of cam" wäre das bei richtiger Kameraeinstellung etwas überzeugender.
 
S
Steinkreis kommentierte
Das vorige Bild hatte ich in Camera RAW mit "adaptive Farben" + Objektivkorrektur entwickelt. Die grünlichen blassen Farben kamen nach der automatischen Objektivkorrektur zu Stande. Jetzt mit "Adobe Landschaft" ohne "Objektivkorrektur"

comp_Kirche Troisdorf Sieglar_1.jpg
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Empfinde ich jetzt immer noch als eher fahl-grünlich, und weder Vignettierung, noch Rauschen sind wirksam behandelt. Da geht mehr aus dem RAW, muss mehr gehen, es ist ja helles Tageslicht (Exif-Daten fehlen leider).
 
S
Steinkreis kommentierte
AF-S18-105VR, 105mm, ISO 200, f5,6, 1/1600s. Durch Abblenden wäre sicherlich die Vignette verschwunden, wobei mich die Vignettierung wundert. Das Objektiv vignettiert an den anderen Kameras nicht. Entrauscht hab ich nicht. Normalerweise dürfte bei IS= 200 kein Rauschen sichtbar sein. Ich hab mir gerade die monochrom blaue Fläche im RAW in der 100% ansicht angesehen. Da sieht man eine gewisse Körnigkeit, aber vielleicht macht das den vielgepriesenen analogen Charakter der D70 aus. Mich störts nicht. Wenn ich Bilder ohne Körnigkeit haben möchte, nehme ich die D7500.
 
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