Finde die Idee von
@RAWky, ein picture control für Negative zu erstellen, um beim Abfotografieren die Belichtung besser beurteilen zu können, richtig gut.
Habe mich aber bisher weder mit PC noch mit NX Studio näher befasst, daher meine Frage (sorry, wahrscheinlich ziemlich blöd): wie geht das genau, ein individuelles PC zu erzeugen? Gehe ich recht in der Annahme, dass man dazu zunächst ein vorhandenes Standard-PC (aus der Kamera oder so) in NX Studio laden muss? Dann kann man es vermutlich verändern und anschließend exportieren? Wenn ich NX Studio starte, ist der Bereich "Picture Control" bei mir nämlich ausgegraut... kann da nix einstellen oder verändern.
Unabhängig davon habe ich schon einige Negative per Abfotografieren digitalisiert und per EBV in ein Positiv konvertiert.
Bei Schwarzweiß-Negativen ein recht überschaubarer Aufwand, obwohl ich es selbst da nicht ganz einfach finde, die Gradationskurve passend einzustellen. Simples Invertieren führt meiner Erfahrung nach meistens zu einem zu geringen Kontrast bei den Lichtern und zu einem zu hohen Kontrast in den Tiefen. Man muss also i.d.R. deutlich nacharbeiten, um zu einem guten Ergebnis zu kommen (aber machbar!).
Bei Farb-Negativen hat man das Problem mit den Gradationskurven für alle drei Farbkanäle. Für ein gutes Ergebnis müssen die drei Kurven individuell unterschiedlich eingestellt werden; ein einmaliger Weißabgleich reicht da nicht aus.
Bei der Aufnahme selbst ist der Tipp von
@Tom.S mit dem KB12 Filter m.M.n. ziemlich gut ! Eine vorab-Filterung ist wichtig und sorgt dafür, in allen drei Kanälen eine möglichst hohe Dynamik zu erhalten.
Ich habe das bisher immer so gemacht, dass ich das zur Beleuchtung des Negativs verwendete Blitzlicht mit Filterfolien so vorgefiltert habe, dass die Orange-Maske im Foto bereits relativ genau "grau" abgebildet wird. Ich habe für die Filterung einen Satz CC-Folien (Color Compensation Filter Foils von hama) verwendet, den ich noch aus Analog-Zeiten habe. Dummerweise habe ich mir die benötigte Filterung nicht aufgeschrieben (Asche auf mein Haupt). Aber die Orange-Maske ist sowieso nicht bei allen Farbnegativ-Filmen identisch, daher muss man bei jedem Film immer ein bischen rumspielen, wenn die vorab-Filterung genau sein soll. Ich meine mich zu erinnern, dass der Filterwert typischerweise bei mindestens C40 (Cyan) lag. Was einem KB12 Filter relativ nahe kommt.
Schlussendlich: wenn ich mir anschaue, wie sehr meine Dias alterbedingt bereits deutliche Farbstiche zeigen (außer beim Kodachrome), dann muss ich davon ausgehen, dass auch die Farbnegative altersbedingt Farbstiche haben werden, die man aber den Negativen natürlich nicht direkt ansieht. Das zeigt sich dann erst beim Invertieren.
Das dürfte erklären, warum praktisch jedes Farbnegativ relativ individuell behandelt werden muss.
Man kann auch von dort aus direkt auf
Memorykarte(ich verfalle wieder ins Denglische) Speicherkarte und/oder Kamera exportieren.