BW-Negativ als BW-Positiv abfotografieren.

RAWky

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Mit Picture Control Utility habe ich mir ein „Negativ“-PC erzeugt und auf die Z8 geladen, um BW-Negative gleich als Positive abzufotografieren.
Einfach den Verlauf der Gradationskurve statt von links unten nach rechts oben, von links oben nach rechts unten ändern.
Bessere Bildbeurteilung vor der Aufnahme und ein Schritt weniger in der Nachbearbeitung.
 
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Sehr gute Idee, da schon im Live-View Modus eine Beurteilung von Belichtung und Kontrast im Positiv möglich ist. Ich nehme an, Du hast das Picture-Control in NX-Studio erstellt und dort auf Speicherkarte exportiert? Das alte Picture Control Utility wird nach meiner Erinnerung ja nicht mehr unterstützt.
 
3 Kommentare
RAWky
RAWky kommentierte
PCU läuft (auf dem Mac) einwandfrei ...
Bildschirmfoto 2025-08-19 um 09.29.06.png

Man kann auch von dort aus direkt auf Memorykarte (ich verfalle wieder ins Denglische) Speicherkarte und/oder Kamera exportieren.
 
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Nicname kommentierte
Unter Windows startet PCU2 noch, aber die Tonwertkurve lässt sich nicht mehr verändern. Beim Export-Dialog friert PCU2 ein und muss manuell mittels Windows Task-Manager geschlossen werden. Das Erstellen und Exportieren von Picture-Controls funktioniert in NX Studio sehr viel eleganter als es mit PCU jemals lief.
 
RAWky
RAWky kommentierte
Stimmt, geht auch - hatte ich aber noch nie probiert, über diesen Weg eine neue PC zu erstellen, obwohl ich zu 99% mit NXS arbeite...
 
Deutsche Überschrift, "BW Negative...".
Ist das bei BundesWehr Bildern irgendwie anders, als bei anderen Negativen?
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Ja, schön, jetzt weiß ich immer noch nicht was BW bedeuten soll...
 
N
Nikorino kommentierte
soulbrother
soulbrother kommentierte
ach so...
gut, dann sind wir wieder mal beim völlig unnötigen Denglisch.
...und wenn man schon Englisch und Deutsch mischt, dann wäre es halt gut, wenn man es korrekt schreiben würde, dann wäre es auch schneller verständlich.
B&W oder B/W

Entschuldigung für meine Nörgelei, aber hier wird so viel "kluggeschi....en", da kann ich das auch mal loswerden.
 
asaerdna
asaerdna kommentierte
BW heißt Baden-Württemberg, was sonst? :fahne:
 
RAWky
RAWky kommentierte
Das ich in einem Moment nachlassender Sprachkompetenz (bzw. Zungenspitzenphänomen) statt B&W, B/W, Black-and-White, S/W oder SuW unreflektiert BW geschrieben habe tut mir leid, die Kritik am Denglisch nehme ich entgegen. Aber Lesekompetenz auf der anderen Seite sollte das ausgleichen können.
 
1 Kommentar
RAWky
RAWky kommentierte
Sollte klappen:

 
war das nicht so, dass die d850 (als einzige Nikon) auch regulär schon eine vergleichbare Funktion zur Digitalisierung mit an Bord hatte?
 
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Nicname kommentierte
Unter anderem aus diesem Grunde empfehle ich für das Digitalisieren von Farbnegativen eher einen guten Film- und Diascanner einzusetzen, mit dessen Firmware bzw. Scannersoftware die Orangemaskierung neutralisiert werden kann. Fürs Digitalisieren mittels Kamera im Raw-Format soll das Lightroom Add-In Negativ-Lab Pro recht gute Ergebnisse bringen. Wer viel Zeit aufwendet, mag das natürlich auch in einer Bildbearbeitung mit der Pipette für mittleres Grau und Tonwerte + Kurven Werkzeug für jedes Negativ einzeln hinbekommen.
 
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Tom.S kommentierte
Es gibt mehrere recht gute Add-Programme wie Negative-Lab, nur laufen die meines Wissen nicht mit jedem Bildbearbeitungsprogramm. Wenn man sich die EBV ohne zusätzliches Programm vereinfachen will dann hilft als günstigste Variante ein KB12 Korrekturfilter. Damit wird schon schon mal ein Großteil der Maskierung neutralisiert.
 
crunchie72
crunchie72 kommentierte
Die Entscheidung, das mit einem Makro-60mm-Objektiv zu betreiben, und nicht mit einem Scanner war aus der Langzeitverwendung meiner Investition zu sehen. Während ein Scanner nach der der Fertigstellung keine weitere Verwendung hat, da ich nicht mehr analog fotografiere, ist ein Makroobjektiv eine gute Ergänzung in meinem Objektivpark. Die Qualität ist für mich den Erwartungen entsprechend, wenn der Weißabgleich durchgeführt wurde. Dies ist natürlich eine persönliche Bewertung. Und so werde ich mich noch ein wenig mit meinen Fotos beschäftigen müssen, was eigentlich auch ein Plus ist :)
 
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Nicname kommentierte
Mal eine Nachfrage zu Deinem Beitrag. Ein KB12-Filter dient dazu, mit Tageslichtfilm (5500K) bei Kunstlicht (3400K) zu fotografieren. Der KB12 korrigert auch die Orangemaskierung von Farbnegativen so zuverlässig, dass brauchbare Ergebnisse dabei herauskommen?
 
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Tom.S kommentierte


Nach meiner Erfahrung filtert der KB 12 zumindest so gut, dass die Nachbearbeitung sehr einfach wird. Ich habe nur sehr bald damit wieder aufgehört weil es im Vergleich zum scannen viel zeitaufwändiger ist.

Hier ein paar links



 
Hallo zusammen,
auch ich habe meine Negative mit der D850 durch Abfotografieren digitalisiert. Die automatische Konvertierung in der D850 in ein Positiv funktioniert bei den meisten Motiven, bei einigen wenigen aber leider überhaupt nicht. Man kann leider nicht manuell eingreifen, weil die Kamera in diesem Modus alles automatisch macht.

Ich habe mir deshalb, ebenso wie RAWky dies in #1 beschreibt, eine PictureControl-Konfiguration (mit invertierter Gradationskurve und angepasstem Weißabgleich) erstellt, damit ich am Monitor der Kamera das Ergebnis einschätzen kann. In Lightroom habe ich ein geeignetes Preset für die Entwicklungseinstellungen erstellt (mit invertierter Gradationskurve und angepasstem Weißabgleich) und entwickele damit alle Bilder als Positiv. Danach erfolgt noch eine individuelle Feinkorrektur der Bilder (Weißabgleich, Kontrast, Lichter, Tiefen etc.). Man muss nur beachten, dass die Regler für Belichtung, Lichter, Tiefen usw. umgekehrt funktionieren, weil eben das RAW-Bild ein Negativ ist. Das ist gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber dennoch einwandfrei.

Inwiefern andere RAW-Entwickler dies ebenfalls können, habe ich nicht geprüft.

Gruß Jürgen
 
4 Kommentare
N
Nicname kommentierte
Wie machst Du das in dem Picture-Control für die Kamera mit dem Weißabgleich bei Farbnegativen? Reicht das in Einzelfällen schon mal aus oder arbeitest Du tatsächlich jedes Bild mit Deinem Lightroom-Preset nach? Nach meinen Erfahrungen braucht jeder Farbnegativfilm ja seine eigenen Korrekturwerte.
 
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JBusse kommentierte
Wie oben geschrieben : PictureControl hilft mir nur, das Ergebnis auf dem Monitor der Kamera einzuschätzen. Ja, ich arbeite jedes Bild in Lightroom explizit aus. Zuerst bekommen alle mit dem Preset eine Standardeinstellung und dann noch eine individuelle Feinjustierung. Das geht aber meist schnell. Aufwendiger ist es da mitunter, Staubkörner und Fussel, die trotz vorheriger Reinigung der Negative noch vorhanden sind, weg zu stempeln.

Gruß Jürgen
 
J
JBusse kommentierte
Achso : der Weißabgleich filtert die Orangemaske weitgehend weg. Dabei darf man keine Angst vor extremen Werten haben.

Gruß Jürgen
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
Man muss nur beachten, dass die Regler für Belichtung, Lichter, Tiefen usw. umgekehrt funktionieren, weil eben das RAW-Bild ein Negativ ist
Das ist der (kleine) Vorteil in ON1: Auf Negativ eingestellt funktionieren die Regler wie gewohnt
 
Finde die Idee von @RAWky, ein picture control für Negative zu erstellen, um beim Abfotografieren die Belichtung besser beurteilen zu können, richtig gut. :danke:

Habe mich aber bisher weder mit PC noch mit NX Studio näher befasst, daher meine Frage (sorry, wahrscheinlich ziemlich blöd): wie geht das genau, ein individuelles PC zu erzeugen? Gehe ich recht in der Annahme, dass man dazu zunächst ein vorhandenes Standard-PC (aus der Kamera oder so) in NX Studio laden muss? Dann kann man es vermutlich verändern und anschließend exportieren? Wenn ich NX Studio starte, ist der Bereich "Picture Control" bei mir nämlich ausgegraut... kann da nix einstellen oder verändern.

Unabhängig davon habe ich schon einige Negative per Abfotografieren digitalisiert und per EBV in ein Positiv konvertiert.

Bei Schwarzweiß-Negativen ein recht überschaubarer Aufwand, obwohl ich es selbst da nicht ganz einfach finde, die Gradationskurve passend einzustellen. Simples Invertieren führt meiner Erfahrung nach meistens zu einem zu geringen Kontrast bei den Lichtern und zu einem zu hohen Kontrast in den Tiefen. Man muss also i.d.R. deutlich nacharbeiten, um zu einem guten Ergebnis zu kommen (aber machbar!).

Bei Farb-Negativen hat man das Problem mit den Gradationskurven für alle drei Farbkanäle. Für ein gutes Ergebnis müssen die drei Kurven individuell unterschiedlich eingestellt werden; ein einmaliger Weißabgleich reicht da nicht aus.
Bei der Aufnahme selbst ist der Tipp von @Tom.S mit dem KB12 Filter m.M.n. ziemlich gut ! Eine vorab-Filterung ist wichtig und sorgt dafür, in allen drei Kanälen eine möglichst hohe Dynamik zu erhalten.
Ich habe das bisher immer so gemacht, dass ich das zur Beleuchtung des Negativs verwendete Blitzlicht mit Filterfolien so vorgefiltert habe, dass die Orange-Maske im Foto bereits relativ genau "grau" abgebildet wird. Ich habe für die Filterung einen Satz CC-Folien (Color Compensation Filter Foils von hama) verwendet, den ich noch aus Analog-Zeiten habe. Dummerweise habe ich mir die benötigte Filterung nicht aufgeschrieben (Asche auf mein Haupt). Aber die Orange-Maske ist sowieso nicht bei allen Farbnegativ-Filmen identisch, daher muss man bei jedem Film immer ein bischen rumspielen, wenn die vorab-Filterung genau sein soll. Ich meine mich zu erinnern, dass der Filterwert typischerweise bei mindestens C40 (Cyan) lag. Was einem KB12 Filter relativ nahe kommt.

Schlussendlich: wenn ich mir anschaue, wie sehr meine Dias alterbedingt bereits deutliche Farbstiche zeigen (außer beim Kodachrome), dann muss ich davon ausgehen, dass auch die Farbnegative altersbedingt Farbstiche haben werden, die man aber den Negativen natürlich nicht direkt ansieht. Das zeigt sich dann erst beim Invertieren.
Das dürfte erklären, warum praktisch jedes Farbnegativ relativ individuell behandelt werden muss.
 
2 Kommentare
RAWky
RAWky kommentierte
Um an die Picture Control Einstellungen von NXS zu gelangen, muss ein NEF-File an- und ausgewählt sein.
Wenn man das mit Picture Control Utility 2 macht, hat man den Vorteil (ich hoffe, nicht nur auf einem Mac), sich die Previews anhand eines speziellen Fotos zu "entwickeln". Das muss aber auch eine NEF-Datei sein.
Anmerkung: PCU2 ist wohl nicht mehr verfügbar ...
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Vielen Dank für Deine Antwort ! "NEF-File ausgewählt" - oh mann das war tatsächlich mein Fehler. Scheint dann alles zu funktionieren; habe ein benutzerdefiniertes PC erzeugen und exportieren können (hab's aber noch nicht in die Kamera geladen und ausprobiert).
btw, ich meine in NX Studio dürfte das nicht viel anders sein als in PCU2: man kann beim angewählten NEF-file direkt in den picture control Einstellungen 'rumschrauben und sieht natürlich sofort die Änderungen in der Bildvorschau. Anschließend als benutzerdefinierte Konfiguration übernehmen.
 
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