Als Hobbyfotograf bin ich noch recht selten an dem Punkt vorher sagen zu können was ich fotografieren werde und welche Festbrennweite ich deshalb mitnehmen muss.
Bei mir läuft das meist so ab, dass ich das Objektiv wähle, losziehe und dann schaue was mir vor die Linse kommt....
Bei einer allgemeinen Erkundung einer fremden Stadt geht mir das z. B. auch so und ich nehme als einziges Objektiv zunächst meistens nur mein Zoom Z 24-120/4 S mit. Ist mir dabei dann aber ein Motiv aufgefallen, welches ich mit einer anderen Brennweite unbedingt noch besser hätte aufnehmen können, komme ich irgendwann dort i.d.R. erneut wieder vorbei und gehe gezielt mit einem passenden Weitwinkel oder Teleobjektiv an die Arbeit.
Genauso verfahre ich beim Besuch von Kirchen, Landschaftsaussichtspunkten oder bei reinen Nachtaufnahmen, wo ich schon vorher ziemlich sicher erahne
(oder mich schon vorher im Internet anhand von dortigen Bilderstrecken erkundigt habe), dass dieses oder jenes Objektiv zweckdienlich mitgenommen werden sollte!
Nehme ich mir mal nur Macrofotos vor
(Blumen & Insekten) ist natürlich ausschließlich mein Z MC 105mm/2,8 VR S mit dabei - oder im Zoo bzw. beim Ansitz bei einem bestimmten, interessanten Wildwechsel nehme ich meistens nur mein Z 70-200mm/2,8 VR S samt dem schon daran montiertem Z Telekonverter 2.0x mit ins Gelände - usw...
Lediglich bei Hochzeiten, Taufen, Konzerten, Parties & Geburtstagen oder auf Schulfesten
(wo es u.a. auch oft zu Portraitaufnahmen kommt) habe ich fast alle anderen Brennweiten im extra großen und damit leider auch schweren Rucksack dabei, da ich dieses Gewicht nie lange rumschleppen möchte, trotzdem aber immer schnell einen Objektivwechsel machen kann, da dieser vollgepackte Rucksack dann strategisch günstig immer irgendwo gesichert
(oder auch mal von meiner Frau behütet!) bereit liegt.
Ob man also alles halbwegs plant oder man sich lieber von Motiven überraschen lassen will, das ist wohl eine Typsache und da muss halt jeder sehen, was zu einem passt!
