Essaouira - Marokko in weiß und blau (24 Bilder)

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Kiboko

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Im April 2016 besucht Kiboko einen Fotoworkshop von und mit Rainer Martini in Marrakesch.
Ein Tagesausflug führt in die Küstenstadt Essaouira.
In Essaouira dominieren die Farben weiß und blau.
Die Häuser sind weiß gestrichen.
Türen und Fenster sind blau abgesetzt.
Der Himmel und die Fischerboote sind ebenfalls blau.

Essaouira heisst auch die Eingeschlossene.
Die Stadtmauer umschliesst die Altstadt (Medina).
Die Altstadt ist heute UNESCO Weltkulturerbe.
Kiboko war in den Gassen und am Hafen unterwegs.

Kiboko möchte Euch die Geheimnisse der Stadt aufschließen und erschließen.
Viel Spaß!
Das Bild zeigt den Ausschnitt einer blaeu gestrichenen Tür von der die Farbe abblättert. Auf drei nebenanderliegenden Brettern sind jweils zwei übereinanderliegende rechteckige Einlegearbeiten. Die Felder haben die Farben rot, grün, gelb und violett und jeweils einen weißen Rand. Zwischen dem zweiten und dritten Brett hängt ein messingfarbenes Vorhängeschloss an verrosteten Winkeln.

Bild 1: Noch ist der Blick auf Essaouira verschlossen und verrammelt​
 
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Ein Loch in der Hafenmauer erlaubt einen ersten Blick auf die Altstadt von Essaouira.

Das Bild zeigt ein rundes Loch in einer braunen Sandsteinmauer. Der Durchblick zeigt weiße Häuser unter blauem Himmel und eine fliegende Möwe.

Bild 2: Durchblick​


Esseaouira war die größte Hafenstadt von Marokko.
Vor der Unabhängigkeit hiess die Stadt Mogador.
Der Name geht auf die Portugiesen zurück die sie in Respekt an den Islamischen Schutzheiligen Sidi Mogdul benannthaben.
Wobei nach einer legende Sidi Mogdul aus Schottland stammte und eigentlich Mac Donald hiess.
Erstaunlich, was Wiki alles weiss.

Vom Hafen aus erstrahlt die Medina in weiß unter blauem Himmel.
Da wird das Meer etwas grün vor Neid.
Das Bild zeigt unten rechts eine Stadt aus weißen Häusern hinter einen hellbraunen Stadtmauer am Meer. Unten links ist das Meer. Die Wellen brechen sich an einer Barriere aus dunklen Felsen. Darüber ist ein blauer Himmel mit einer dünnen Bewölkung.

Bild 3: Essaouira - Stadt am Meer​
 
E
Einhorn kommentierte

Über 40 jahren ist es her, bitte mehr Bilder Gruß Warner
 
ni27fo
ni27fo kommentierte
Kiboko
Kiboko kommentierte
@1bildermacher1 @Einhorn @ni27fo
Kiboko war nur vor 8 Jahren dort.

Damit hat Kiboko den Kürzesten gezogen und muss jetzt den Reisebericht weiterschreiben. ;)
 
L
lokatz kommentierte
Bei mir ist das zwar erst sechs Jahre her, aber ich finde trotzdem, dass Kiboko weiterschreiben muss. :)
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Da wird das Meer etwas grün vor Neid.
Nicht nur das Meer -ich auch.
Blauer Himmel und etwas Wärme würden mir auch z.Zt. gefallen.

Auf die nächsten Bilder freue ich mich. :)
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
@Wölkchen

Vielen Dank für das Lob.
Die Fotoreportage habe ich extra für die kalten Tage aufgespart.
 
Am Südende der Medina ist der Moulay Hassan Platz.
Es ist der größte Platz in oder besser an der Altstadt.

Die Gebäude sind typisch für die Architektur.
Die Fassaden sind weiß gestrichen.
Fenster und Türen sind in diversen Blautönen.
Hauskannten, Tür- und Fesnterrahmen werden gerne in Sandstein oder hellbraun abgesetzt.
Dachterrasse ist hier Standard.
Rund um den Platz sind im Erdgeschoss und teilweise auch auf der Dachterasse Restaurants.
Die meisten Restaurants sind für Touristen.
Es gibt aber auch welche für die männlichen Eingeborenen.

Die Damenwelt muss so hässlich sein,
dass sie sich nur vollverschleiert auf die Straße traut.


Das Bild zeigt ein dreigeschossiges, weißes Gebäude mit blauen Türen und Fenstern an einem Platz. Die Gebäudekanten und Fenster sind hellbraun eingefasst. Im linken Teil des Gebäudes ist ein Restaurant. Auf dem Platz laufen im Vordergrund drei verschleierte Frauen mit einem Kinderwagen, auf dem zwei Kinder sitzen.

Bild 4: Casa Vera​


Ein Hauch von Italien in Marokko.
Ganz am Ende des Moulay Hassan Platz lungern die Touristen herum und begaffen die Einheimischen.

Das Bild zeigt ein dreigeschossiges weißes Haus mit blauen Fenstern und Türen, die mit hellbraunem Sandstein eingefasst sind. Das Gebäude ist ein Restaurant. Unter einer blauen Makise sitzen Touristen in braunen Korbsesseln vor dem Gebäude.

Bild 5: Restaurant Sicilia​

Rainer hält das für eine gute Idee.
Somit machen wir das auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Deine Kommentare sind nicht immer P.C. :LOL: :D (y)(y)
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
@Wuxi
Alle Kommentare sind am PC geschrieben.
 
Rainer kennt ein nettes Café.
Wir setzen uns in den Außenberich vom Café de France.
Es wird hauptsächlich von den Eingeborenen frequentiert.
Hier soll auch mal ein berühmter Film gedreht worden sein.

Die Bewertungen im Internet sind vieldeutig.
Es scheint aber die beste Adresse für schlechten Service und einer Lebensmittelvergiftung zu sein.
Kiboko kann sich nicht daran erinnern, ob er dort auch was gegessen hat.
Der Service ist schelcht und wir haben lange gewartet.
Zwischendurch geht Rainer mal in die Sanitärabteilung und nimmt die Kamera mit.
Am Tisch zeigt er den schönen Innenraum vom Café.
Er sagt aber auch dazu, dass man hier sehr schnell sein muss, da das Fotografieren nicht gern gesehen wird.
Die anderen beiden Mitreisenden winken ab.
Kiboko traut sich.

Kiboko schlendert in die sehr einfache Sanitärabteilung.
Die Kamera hat er locker über die Schulter gelegt.
Auf dem Weg wird Kiboko schon sehr kritisch beäugt.
Auf dem Klo bereitet Kiboko die Kamera vor und hofft darauf, die passenden Parameter richtig eingestellt zu haben.
Die Bedienung schaut schon sehr grimmig.
Kiboko macht eine schnelle Drehung und

klick-klick-klick

Das Bild zeigt die Innenansicht eines Cafés. Die Wände sind hellblau gestrichen und mit Bögen und Mustern weiß verziert. An kleinen Tischen sitzen Männergruppen bei Kaffee und Mineralwasser. Auf der Rückwand ist ein Flachbildfernseher mit Bilder vom Pferderennen.

Bild 6: Männerrunde im Café de France​

Die drei Bilder werden innerhalb von zwei Sekunden gemacht.
Nach dem ersten Bild ist Stimmung im Lokal.
Nach dem dritten Bild gibt es einen Tumult.
Die Cafébesucher wollen Kiboko spontan ihre Schuhe schenken.
Dann ihre Fäuste.

Kiboko nimmt die Nilpferdbeine in die Hand.
 
2 Kommentare
Stefan M.
Stefan M. kommentierte
Lieber Bernd, ganz sicher mutig, aber wäre diese Foto nicht auch mit einem kleineren Gerät sozusagen enpassent möglich gewesen? Du bist doch ohnehin unübersehbar... ? Trotzdem geiles "Street"!
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Lieber Stefan, ich bin sicher, auch mit einem Streichelfon wäre ein Tumult ausgebrochen.
Jeder Fremde ist hier unübersehbar.

Die Bedienung und die Gäste waren bereits durch die Bilder von Rainer vorgespannt.
Rainer hatte die Überraschung auf seiner Seite.
Bei meinen "Auftritt" haben mir viele Gäste den Rücken gezeigt, da sie das Pferderennen im Fernsehen mitverfolgen.
Die Bar war hinter mir.
Der Barmann hatte mich genau im Visier.
Der hat sofort Alarm gemacht.

Ich habe keine Z-Knipskiste.
Die könnte man vielleicht vor dem Bauch baumeln lassen oder locker über die Schulter hängen.
Dann hält man ein Schwätzchen mit dem Barmann.
Ganz unaufällig mit dem Selbstauslöser (oder Funkauslöser in der Hosentasche) ist die Knipse bei der Arbeit. ;)
 
Die Hauptwege durch die Altstadt sind touristisch.
Geschäfte, Souvenirläden und Restaurants säumen den Weg.

Kiboko schlendert durch die weniger touristischen Gassen.
Kiboko hat noch kein Bild gemacht, da wird er von jungen Einheimischen gleich angepöbelt:
Diese Straße ist nur für Muslime.
Dabei könnte auch ein Nilpferd Moslem sein.

In den engen Gassen ist Tristesse pur.
Dagegen hilft auch etwas Flower Power nicht wirklich.

Die Farbe blättert.
Der Putz bröckelt.
Türen hängen windschief in den Angeln.


Das Bild zeigt eine enge Gasse, die einen Knick nach links macht. Die Hauswände sind schief. Der Putz blättert ab. Auf der rechten Seite wurden bunte Blumen an die Wand gemalt. Die Haustüren haben oft Rundbögen und sind windschief eingebaut.

Bild 7: Tristesse trotz bunter Blumen​


Anderen Gassen sind voll mit Schutt.
UNESCO Weltkulturerbe.
Das Bild zeigt eine Gasse voller Schutt auf dem Boden. Die Hauswände sind hellblau gestrichen und machen einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Eine Frau im geblümten Kittel sitzt auf dem Trittstein vor einer Tür und telefoniert am Mobiltelefon.

Bild 8: Gasse ohne Touristen​
 
Kommentar
Manchmal unterstreichen Licht und Schatten die Formen.
Das Bild zeigt zeigt einen Ausschnitt einer blauen Tür mit Schattenspiel. Der linksobere Teil ist im dunklen Schatten. Parallel zur Schattenkante ist ein Messingfarbener Türgriff in der Sonne. Am rechten Bildrand ist ein Streifen aus gelb gestrichenen groben Putz.

Bild 11: Schattenspiel​
 
5 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Hat der Martini Dich da angewiesen?

Früh verstorben. Wie schade.
 
Kiboko
Kiboko kommentierte

Bei dem Bild kann ich Dir leider nicht sagen,
ob uns Rainer mit der Nase draufgestubst hat,
oder alle achtlos vorbeigegangen sind und ich es selbst gefunden habe.

Rainer war auf der Reise sehr auf Menschen fokusiert.
Sehr gekonnt hat er ein Blick für Fotomotive z.B. Sonnenstellen (z.B. Bild 10)
Da hat Rainer rechts in einer Quergasse gestanden.
Unserer Fotogruppe war sehr klein (Rainer + 3 Leute).
Aber in den engen Gassen gibt es nur einen optimalen Punkt.
Da stand Rainer.
Die anderen beiden sind Rainer nicht von der Seite gewichen und standen immer daneben.
Oft war dann für das Nilpferd kein Platz in der Gasse.
Oder der Blickwinkel war dann so abweichend, dass das Motiv nicht mehr wirkte.
Es wurde gewartet, bis ein Fotomotiv vorbeikam.
Danach hatte die Anderen das Bild im Kasten und es ging es weiter.

Ich habe auch andere fotografischen Interessen und viel Mosaiken, Türgriffe oder den Himmel über einer Gasse fotografiert.
Oft bin ich dann im Verzug gewesen und habe dadurch viele gute Punkte verpasst.

Trotzdem habe ich viel von Rainer auf der Reise gelernt.
Schon damals hat er von gesundheitlichen Problemen berichtet.
Leider ist er viel zu früh von uns gegangen.


Ein Bonusbild aus Marakesch.
An diese Stelle hat uns Rainer geführt.
In der Madersa Ben Youssef bin ich ohne die Gruppe auf Fotomotivjagd gegangen.
Dabei habe ich dann auch eine Weile alleine in der optimalen Position gestanden.
Leider störte die unerbelichtete Touristin am linken Bildrand etwas ...


Eine hellbraun gekleidete Frau mit orangnem Kopftuch und Baby im blauen Wickeltuch auf dem Rücken passiert den spärlich beleuchteten Eingang der Minersa Ben Youssef

Bonusbild: Blick aus dem spärlich beleuchteten Gang der Medersa Ben Youssef. In der Gasse herrscht reges Treiben.​
 
Stefan M.
Stefan M. kommentierte
Vielen Dank für diese persönlichen Schilderungen, finde ich besonders klasse, weil das so ehrlich ist!
 
Kiboko
Kiboko kommentierte

Danke für das Lob, Stefan.

Es ist meine persönliche Sichtweise.
Die anderen beiden Mitreisenden mögen eine ganz andere Sichtweise haben.
Ich schätze Rainer sehr.
Er hat mir viele schöne Fotostellen in Marokko gezeigt.
Wir waren vom Licht her zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Alles war perfekt organsiert und wir hatten beim abendlichen Rotwein auch viel Spaß und viel zu erzählen.
Ich möchte das Fazit jetzt nicht vorwegnehmen.
Aber die Reise war insgesammt schon OK.

In den letzten Jahren bin ich aber immer unzufriedener bei Gruppenreisen.
Eine positive Ausnahme war die Fotoreise nach Laos und Kambodscha mit Michael Lohmann.
Eine Lowlight war die Vögelreise nach Gambia und Senegal.
Vielleicht bin ich zu individuell und zu inkompatibel geworden.
Daher habe ich die letzten Reisen (Slowakei, Litauen, Normandie) alleine unternommen.

Fairerweise muss ich sagen, dass die schlechtesten Reisen, Reiseberichte mit höchsten Unterhaltungswert liefern. :e045:
 
W
W.W. kommentierte
Erinnert mich an einen Song, in dem es heißt: "bad ideas gave the best memories..." :)
 
@Kiboko Schöner Bericht, vielen Dank für die Bilder und das Mitnehmen. Mich würde so eine Stadt in Nordafrika mal reizen. Exotik bei überschaubarer Anreise. Meine Frau hat dazu gar keine Lust, weil sie Bedenken hat, ob sie sich da wohlfühlen würde. Wir würden auch abseits der ausgetretenen Pfade wandeln. In Deinem Bericht klingt ja auch an, dass man nicht überall willkommen ist. Es ist nicht so, dass wir ängstlich sind, aber ein Gefühl der Ablehnung würde uns schon stören. Lohnt sich das als Ziel wenn man neben den Sehenswürdigkeit auch entspannt relaxen will? Nicht nackig am Strand - das tue ich den Einheimischen nicht an - aber gut essen und an schönem Ort verweilen?
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
Danke für das Lob.
Wir haben aber gerade erst Halbzeit beim Stadtbummel durch Essaouira.

Puh, das sind erst einmal viele Fragen auf ein Mal
Relaxen kann man auch sehr schön auch in den Städten.
Das Riad (Hotel, eigentlich Garten) und dessen Dachterrasse sind sehr angenehme Orte.
Auch bieten sich Restaurants oder Parkanlagen.
Am Strand war ich nicht zum Baden.

Ein paar Bilder habe ich bereits früher mal im Forum gezeigt, wo ich noch keine eigene Homepage hatte:
Es sind auch Bilder von der Unterkunft dabei.
Album vom Kiboko hier im Forum

Ich weiss nicht, ob ich einen eigenen Thread mit 24 Bildern aus Marrakech hier im Forum geschrieben habe.
Zumindest läuft die Suche ins Leere.
Wenn ihr möchtet, kann ich von den Bildern aus der Bildgalerie einen neuen Thread aufmachen.
Bildgalerie Magisches Marrakech auf Foto-Kiboko

Auf dem Weg nach Mauretanien hatte ich einen Puffertag in Cassablanca eingeplant.
Davon gibt es eine Fotoreportage hier im Forum:
Stadtbummel in Casablanca hier im Forum

Es ist schwierig Menschen in einen muslimisch geprägtem Land zu fotografieren.
Marokko ist hier vielleicht sogar etwas toleranter als andere Staaten.
Es gibt z.B. Bier und Wein zu kaufen. Das kann sogar preiswerter als in Norwegen sein.
Rainer hat in Marrakesch zu einigen Menschen (inbesondere Berber) Freundschaften geknüpft und Bilder vom letzten Besuch mitgebracht.
Hier war die Atmosphäre immer sehr freundlich.
Dabei sind auch schöne Portraits gelungen.
Hier war Rainer der "Türöffner".

Die Menschen, die vom Tourismus leben sind oft sehr freundlich.
Andere Einheimische, die oft von Touristen "abgeschossen" werden, sind den immer stärker werdenden Tourismus sehr negativ eingestellt.
Besonders schwierig ist es bei den Gerbern und Färbern oder dem Schlachter an der Ecke.
Manche lassen sich nur gegen Geld fotografieren.

Schöner wird es, wenn man die Touristenpfade verlässt.
Marokko hat neben den bekantnen Königsstädten auch Berge zum Wandern (mit Wasserfällen und Skigebiet) und Wüsten im Süden.
Ich kenne leider nur einen sehr kleinen Teil von Marokko.

Vielleicht kann ich auf einen Stammtisch noch ein paar Bilder zeigen.

Viele Grüße
Bernd
 
@Kiboko
Danke für den sehr guten Bericht aus Marokko. Die Bilder 7-12 finde ich sehr gut.
Vor 50 Jahren, waren die Leute sehr freundlich und wir wurden täglich von wildfremden Leute zum Tee eingeladen. Das Essen kann man so beschreiben, 1 Tag Durchfall und dann 1 Tag Bananen egal ob wir auch in guten Restaurants gegessen hatten. Nach ca 2 Wochen verpflegten wir uns nur noch aus den Garküchen an der Strasse oder wo die Fernfahrer anhielten und dann gab es kein Durchfall mehr. Bei einem Handwerker mussten wir 8 Stunden verhandeln bis wir das Kunst-Objekt bekamen. Auch besuchten wir die ersten neuen Wohnblöcke ausserhalb von einer Grossstadt. Als schönstes Ereigniss denke ich immer noch an den Besuch einer Bauerfamilie auf dem Lande wo wir zum Essen eingeladen wurden.
Der Hohe Atlas war damals sehr gefährlich, hielten wir irgendwo an wurden wir gleich mit Gewehren vertrieben. Auch 100 km südlich von Agadir Richtung Ifni kamen wir an einem Ort vorbei wo die Männer nur in schwarzen Kutten herumliefen und sie waren erstaunt was für seltsame Figuren hier plötzlich ankamen. Ich fühlte mich dort in das 14 Jahrhundert zurückversetzt und war froh als wir wieder weg waren. 8 Wochen unterwegs aber leider nur 6 Diafilme wegen der Hitze dabei.

Gruss Wolfgang
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
@1bildermacher1
Danke für das Lob und die weiteren Hinweise.
Vor 50 Jahren sind die Touristen hauptsächlich nach Italien und Spanien gefahren.
Marokko war da noch ein sehr exotisches Reiseziel.
 
Vielen Dank für Eure netten Kommentare.

Wir laufen dann mal etwas weiter.
Es geht durch einen der vielen dunklen Durchgänge

Das Bild zeigt einen Durchgang mit Rundbogen einer Gasse. Ein Mann läuft gerade durch den Bogen. Dahinter steht eine Gruppe Männer vor einem Geschäft, dessen Waren bis in die Gasse ragen.

Bild 12: Durchgang​


Dann sind wir schon wieder in der nächsen Gasse in der Medina.
Das hübsche Mädel ohne Kopftuch interessiert sich mehr für den jungen Mann bei der Geschäftsöffnung als für das fotografierende Nilpferd.

Das Bild zeigt eine Gasse mit Betonoberfläche, weißen Hauswänden, überwiegend blauen Türen. Eine Frau mit roter Hose und weißer Jacke kommt mit einer Schüssel entgegen und schaut dabei zu seite. Sie beobachtet einen Mann mit Handwagen, der links eine Tür aufschließt.

Bild 13: Gasse in der Altstadt​
 
Kommentar
In den Gassen lohnt sich auch mal ein Blick nach oben.
Blauer Himmel, blaue Fensterläden, nicht mehr ganz so weiße Wände, bröckelnder Putz und überraschende Geometrie
Das Bild zeigt den Blick aus einer engen Gasse nach oben. Die weißen Häuser mit bleuan Fensterrahmen rahemn den Blick zum Himmel ein. Die Form ist ein Dreieck, dass mit der Spitze nach oben zeigt. Die untere Kannte iste in Rundbogen.

Bild 14: Blauer Himmel über enge Gassen​


Einzelne Steinbogen stützen die Hauswände in den Gassen.
Oder sollen sie verhindern, dass der Himmel in die Gasse stürzen kann?

Das Bild zeigt einen Blick aus einer engen Gasse nach oben. Der Himmel verläuft von links unten nach rechts oben. Entgegengesetzt läuft ein schmaler Bogen aus Naturstein von links oben nach rechts unten.

Bild 15: Himmel mit Stützbogen​
 
Kommentar
Nachdem alle Gassen der Altstadt abgelaufen sind, macht Kiboko den Hafen unsicher.

An der Kaimauer werden statt Touristen die Fische ausgenommen.
Die Freude bei den Möwen ist grenzenlos.
Die Freude bei den Fischern ist eher verhalten.
Manchmal rauben die Löwen mehr, als sie dürfen.

Im Hintergrund ist die Zitadelle.
Durch das runde Loch in der Mauer müsste Bild 2 entstanden sein.


Das Bild zeigt eine Sandsteinamuer und einen viereckiken Turm am Meer. Im Vordergrund arbeiten zwei Fischer hinter einer Mauer. Sie werden umlagert durch zahlreiche Möwen. Der Himmel ist voll Möwen.

Bild 18: Möwen lieben Fischer​



Die Zitadelle ist der Stadtmauer vorgelagert und schützt auch den kleinen Hafen.
Mit den Kanonen auf der Mauer wird aber weder auf Spatzen noch auf Möwen geschossen.
Das Bild zeigt ein kleines viereckiges Hafenbecken, indem ca. 20 kleine blaue Fischerboote schwimmen. Das Becken ist von einer hohen Sandsteinmauer umgeben. Rechts sind vier Durchlässe in der Mauer. Auf der Mauer stehen alte Kanonen. An der hinteren Ecke ist ein viereckiger Turm. Am rechten Bildrand sitzt ein Mann mit weißer Jacke und schwarzer Hose auf einem Poller an der Kaimauer.

Bild 19: Blaue Fischerboote dümpeln im Hafenbecken unter blauem Himmel​
 
Kommentar

Danke für das Lob, Stefan.

Es ist meine persönliche Sichtweise.
Die anderen beiden Mitreisenden mögen eine ganz andere Sichtweise haben.
Ich schätze Rainer sehr.
Er hat mir viele schöne Fotostellen in Marokko gezeigt.
Wir waren vom Licht her zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Alles war perfekt organsiert und wir hatten beim abendlichen Rotwein auch viel Spaß und viel zu erzählen.
Ich möchte das Fazit jetzt nicht vorwegnehmen.
Aber die Reise war insgesammt schon OK.

In den letzten Jahren bin ich aber immer unzufriedener bei Gruppenreisen.
Eine positive Ausnahme war die Fotoreise nach Laos und Kambodscha mit Michael Lohmann.
Eine Lowlight war die Vögelreise nach Gambia und Senegal.
Vielleicht bin ich zu individuell und zu inkompatibel geworden.
Daher habe ich die letzten Reisen (Slowakei, Litauen, Normandie) alleine unternommen.

Fairerweise muss ich sagen, dass die schlechtesten Reisen, Reiseberichte mit höchsten Unterhaltungswert liefern. :e045:
Alles gut! Wir kennen uns ja glücklicherweise persönlich und damit sind wir schon mal ein wenig weiter. Auch wenn unsere Treffen jetzt noch tiefenpsychologisch ausfallen: Du bist ein sympathischer und empathischer Mensch. So fotografierst du auch und kleidest deine Erfahrungen in großartige Texte! Ich liebe die und nehme mir immer Zeit, um meinerseits die Konzentration und den Respekt zu behalten, die allemal mindestens angemessen sind.

In diesem Sinne: gern erneut herzlichen Dank!

Beste Grüße
Stefan
 
1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
Auch dieser Anlass ist willkommen, Euch beiden meiner höchstpersönlichen Hochachtung zu versichern.
Mit ehrerbietenden Grüßen aus der nahen Ferne!
Kay aus der Kiste auf der Piste
 
Früher war der Hafen von Essaouira der größte von Marokko.
Heute überwiegen die Fischerboote.
Die kleinen Holzboote sind alle blau gestrichen.
Vermutlich gab es die Farbe im örtlichen Baumarkt im Sonderangebot.

Die Werftarbeiter haben bei den größeren Booten eine größere Farbauswahl.

Das Bild zeigt ein größeres Hafenbecken. Im Vordergrund sind 7 Reihen kleiner blauer Holzboote. Dahinter ist eine Werft für größere Fischerboote. Sieben Fischerboote stehen aufgebockt in der Werft. Im Hintergrund liegen weitere größere Fischkutter im Hafen.

Bild 20: Kleine und größere Fischerboote bei der Pause​


Wo ist das Wasser geblieben?
Die Boote liegen an drei langen Stegen.
Sie liegen dicht an dicht.
die Bugspitzen werden ineinander geschoben.

Hier kann nix mehr ins Wasser fallen.

Das Bild zeigt ein Wimmelbild voller hellblauer, kleiner Fischerboote. Die Boote liegen dicht an dicht. Die hohen Bugspitzen sind mitenander verzahnt. Das Wasser ist nicht zu sehen. In einem Boot in der Mitte steth ein größerer Kasten, der durch eine rote Decke geschützt ist.

Bild 21: Mehr Boote als Wasser​


El Hassan der Erste ist eingekeilt.

Das Bild zeigt eine Detailaufnahme der Bugspitze eines hellblauen Fischerbootes im Hafen. Das Boot hat zwei weiße Zierstreifen am Bug und die Anschriften: ELHASSAN I und 8-5133. Das Boot ist dicht umringt von weiteren Booten.

Bild 22: El Hassan I​
 
Kommentar
Als ich 2015 in Marokko und u.a. in Essaouira war, sah es genau so aus. Wahrscheinlich wollen die Fischer trockenen Fußes von einer Seite des Hafens zur anderen wechseln ;) ich hab noch nirgendwo so dicht gedrängte Fischerboote gesehen, noch dazu alle im gleichen RAL Farbton ... Danke für Deinen virtuellen Ausflug in diese schöne Stadt (y)
 
Kommentar
Die vielen Fischerboote sind nicht nur Dekoration für die Touristen.
Am Hafen haben die Fischer einen kleinen Markt aufgebaut.
Hier gibt es eine große Vielfalt von frischen Fisch, Krabben und Krebsen.
Sogar einen Hai hat Kiboko bei einem Stand gesehen.
Besonders aggressiv sind die Möwen.
Sobald ein Verkäufer abgelenkt ist, versuchen sie sich gleich ein Fischfilet zu ergattern.

Aber wenn die Fischerboot so ineinander verkeilt sind.
Könnte es sein, dass der Fisch importiert wird?
Vielleicht verkaufen die Fischverkäufer den frischen Fisch auch aus Lutetia.

Das Bild zeigt Fischverkäufer. Der erste Verkäufer sitzt unter einem roten Schirm auf einem grünen Plastikhocker. Vor sich ist ein flacher Plastiktisch mit langen Fischen. Davor steht ein Mann im braunen Kaftan und weißer Käppi und begutachtet den Fisch. Im Hintergrund sind weitere Fischsstände, Kunden und wartende Möwen.

Bild 23: Fischverkauf. Kunden und Möwen warten schon.​


Schon sind wir bei Bild 24.
Es gibt hier so viele verschieden Fischarten.
Das reizt Kiboko für ein paar Detailaufnahmen.
Fischaugenfotografie ohne Fischaugenobjektiv.


Das Bild zeigt eine Detailaufnahme von dünnen langen Fischen. Es zeigt einen Kopf der zwischen den herumgewickelten braunen Fischkörpern herausschaut.

Bild 24: Fischkopp



Vielen Dank für Eure netten Kommentar und die vielen Likes.
Ich habe mich sehr gefreut, für Eure Begleitung auf dem Stadtbummel von Essaouira.

Am Abend fahren wir wieder nach Marrakech zurück.
Auf meiner Heimseite gibt es schon seit einigen Jahren 24 Bilder aus Marrakesch.
Die Suchfunktion im Forum hat mir leider keine Antwort geliefert.
Auch die Reiseberichte von Rainer Martini aus Marrakesch kann ich nicht finden.
Es sieht so aus, dass ich die Bilder vereinzelt in den Mitmachthreads gezeigt habe,
oder sie an einen Thread von Rainer mit eingebunden habe.

Wenn Ihr möchtet, kann ich auch gerne 24 Bilder aus dem magischen Marrakesch zeigen.
 
1 Kommentar
Lydian
Lydian kommentierte
Aber klar wollen wir. Auf geht's, Bernd!
 
Wenn Ihr möchtet, kann ich auch gerne 24 Bilder aus dem magischen Marrakesch zeigen.

Kleiner Scherz, Bernd, oder? Natürlich möchten wir … :cool:


Dass die Farbe Blau im gesamten Mittelmeerraum etc. so häufig ist,
hat einen simplen Grund: Angeblich hält sie Fliegen ab …

.
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
Ich hoffe die Fliegen am Atlantik wissen das auch. :)
 
Klasse Serie Bernd. Jetzt kenne ich ja die Stadt und muss nicht extra dort hin reisen :ROFLMAO:
Nach Marrakech reise ich gerne mit. War dort war schon einige male, aber einmal mehr kann ja nicht schaden.
Ich bin dabei.
 
Kommentar
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